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Ausstellungen / Museum Schauwerk Sindelfingen Sindelfingen, Eschenbrünnlestraße 15
Ausstellungen | Ausstellung

This is Tomorrow

Staatsgalerie Stuttgart

»THIS IS TOMORROW« ist ein Versprechen der Staatsgalerie: Wir sammeln in der Gegenwart für die Zukunft. Konkret heißt das für uns, dass wir seit den letzten Jahren in unserer Sammlungsstrategie bewusst den Fokus auf weibliche Positionen legen, die bislang noch stark unterrepräsentiert sind. Zudem erwerben wir im Bereich der Gegenwartskunst kontinuierlich Werke, die globale gesellschaftliche Themen aufgreifen und so den Sammlungsbestand um neue Perspektiven erweitern. Neben Werken der Staatsgalerie ergänzen ausgewählte Leihgaben aus der Sammlung Scharpff-Striebich, der Mercedes-Benz Art Collection und der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt die Präsentation. Unsere Gegenwart ist heterogen, global und diskursiv. Dies zeigt sich zum einen in der Vielzahl der Medien: Neben Gemälden, Plastiken, Fotografien und Papierarbeiten sind großformatige Videoarbeiten und raumgreifende Installationen zu sehen. Zum anderen zeigt es sich in der Vielfalt der Perspektiven der Künstlerinnen und Künstler, deren unterschiedliche Erfahrungen und Lebenswelten in ihre Werke einfließen und unseren Blick erweitern. Der zeitgenössischen Kunst gegenübergestellt sind Werke des 20. Jahrhunderts, die zeigen, dass aktuelle Themen wie ökologische Krisen, Krieg und Gewalt, die Auseinandersetzung mit Identität und dem menschlichen Körper sowie die grundsätzliche Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenleben das künstlerische Schaffen seit mindestens einem Jahrhundert bestimmen. Fragestellungen der Vergangenheit zeigen auf diese Weise ihre Aktualität und bieten Anstöße zum Nachdenken über unsere Zukunft. »THIS IS TOMORROW« zitiert den Titel einer kleinformatigen Bildcollage des britischen Künstlers Richard Hamilton, die eine fantastische Architektur zeigt und verdeutlicht: Die Zukunft ist eine Utopie, an die es sich auch in krisenreichen Zeiten zu glauben lohnt. Abbildung: Nathalie Djurberg und Hans Berg, Damaged Goods, 2019, Filmstill, Nathalie Djurberg & Hans Berg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Courtesy the artist and Lisson Gallery Freier Eintritt am Eröffnungswochenende vom 19.7. bis 21.7. in die gesamte Staatsgalerie!
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Vorsicht Kunst!

Staatsgalerie Stuttgart

Fast 40 Jahre nach der Ausstellung »Das exotische Plakat« im Jahr 1987 zeigen wir mit den politischen Plakaten von Klaus Staeck nun wieder einen Ausschnitt unserer umfangreichen Plakatsammlung. Der Graphiker, Rechtsanwalt und Aktivist Klaus Staeck setzt sich in seinen Collagen seit den 1970er-Jahren mit Themen wie Umwelt, Konsum, Krieg, Migration, Ausbeutung, Identität und sozialem Ungleichgewicht auseinander. Die provozierenden Text-Bild-Kombinationen seiner Plakate appellieren mittels Ironie und Überspitzung an das kritische Bewusstsein des Publikums, um auf Missstände in unserer westlichen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Die Ausstellung »Vorsicht Kunst!« zeigt im Graphik- Kabinett eine Auswahl davon aus den 1970er- bis 1990er- Jahren und prüft diese vor dem Hintergrund heutiger gesellschaftlicher Diskurse auf ihre Aktualität. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt erstmals auf den Plakaten, in denen Staeck Klassiker der Kunstgeschichte von Dürer bis Manet neu interpretiert und die Kunst durch die Übertragung auf das Massenmedium Offsetdruck in ihrer Funktion, Wirkung und gesellschaftlicher Rolle neu bewertet. Seit Ende der 1960er-Jahre setzt sich Klaus Staeck unter dem Credo »Die Kunst findet nicht im Saale statt.«, zusammen mit anderen Künstlerinnen und Künstlern, darunter Joseph Beuys, in verschiedenen Aktionen für die Freiheit und eine Demokratisierung von Kunst ein. Freier Eintritt am Eröffnungswochenende vom 19.7. bis 21.7. in die gesamte Staatsgalerie! (Bild: Klaus Staeck, Schöne Aussichten, 1987, Offsetdruck, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, erworben 1987 Land Baden-Württemberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024.)
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Sommer der Künste

Staatsgalerie Stuttgart

Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt »Sommer der Künste« zeigt Werke der Rom-Preisträgerinnen und -Preisträger 2022/2023 und 2023/2024 der Villa Massimo in acht Institutionen in Stuttgart. In der Staatsgalerie Stuttgart sind Arbeiten von Yael Bartana, Manaf Halbouni und Bjørn Melhus zu sehen, die während ihrer Zeit in Rom in Auseinandersetzung mit Werken aus der Staatsgalerie entstanden sind. Yael Bartana (*1970 in Israel geboren, lebt heute in Amsterdam und Berlin) beschäftigt sich in ihren international ausgestellten Filmen, Installationen, Fotografien, Performances und öffentlichen Denkmälern mit Themen wie nationaler Identität, Trauma und Vertreibung. In der Staatsgalerie zeigt sie ihre Arbeiten in Gegenüberstellung mit Werken von Max Ernst und verhandelt diese im Kontext aktueller politischer und gesellschaftlicher Krisen. Parallel bespielt Yael Bartana von April bis November 2024 den Deutschen Pavillon auf der 60. Biennale in Venedig. Manaf Halbouni (*1984 in Damaskus geboren, lebt heute in Berlin und Zagreb) macht mit seinen Arbeiten auf politische und gesellschaftliche Verwerfungen aufmerksam und thematisiert Flucht und Vertreibung als Teil seiner eigenen syrisch-deutschen Familiengeschichte. In der Ausstellung setzt Halbouni seine gesellschaftskritischen Werke in den Dialog mit Architekturminiaturen von Hermann Finsterlin aus den 1920er Jahren, die ursprünglich als Spiel konzipiert waren. Seine Arbeiten »Broken Dreams«, »Democracy has fallen« und »White Flag« schaffen Bilder für gegenwärtige gesellschaftliche Brüche und Krisen und konfrontieren Finsterlins Architekturmodelle einer Moschee und einer Kirche mit einem aktuellen politischen Kontext. Bjørn Melhus (*1966 in Kirchheim Teck geboren, lebt heute in Berlin und lehrt an der Kunsthochschule Kassel) setzt sich in seinen vielfach ausgezeichneten und international ausgestellten Videos und Installationen kritisch und humorvoll mit neu geschaffenen Narrativen und Rollenspielen, mit Phänomenen der Massenmedien und der Gesellschaft auseinander. In Gegenüberstellung mit einer Graphikfolge von Max Beckmann aus den 1940er Jahren setzt er sich in seiner für die Ausstellung neu geschaffenen Videoarbeit mit der Darstellung der Apokalypse auseinander und zeigt diese als Gegenwartsszenario. Der »Rompreis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo« gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für deutsche und in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler im Ausland. 1910 von Eduard Arnhold gegründet und dem preußischen König gestiftet, wird der Rompreis heute von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vergeben. »Sommer der Künste. Villa Massimo zu Gast in Stuttgart« ist in der Staatsgalerie parallel zur Sammlungsneupräsentation »THIS IS TOMORROW« zu sehen, die zeitgenössische künstlerische Positionen im Dialog mit Kunstwerken aus der Sammlung des 20. Jahrhunderts zeigt. Ein gemeinsames Projekt von: Literaturhaus Stuttgart, Kunstmuseum Stuttgart, Bund Deutscher Architekt:innen Stuttgart, Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier, architekturgalerie am weißenhof, Städtebauliches Institut der Universität Stuttgart, Musik der Jahrhunderte e. V. und Staatsgalerie Stuttgart. Freier Eintritt am Eröffnungswochenende vom 19.7. bis 21.7. in die gesamte Staatsgalerie! (Abbildung: Manaf Halbouni, DEMOCRACY HAS FALLEN, 2023, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Foto: © Manaf Halbouni)
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Florian Slotawa. Stuttgart sichten

Staatsgalerie Stuttgart

Das frisch renovierte Kunstgebäude am Schlossplatz eröffnet nach mehrjähriger Bauzeit mit einer fulminanten Pop-Up-Ausstellung der Staatsgalerie. Der zentral gelegene Kuppelbau mit dem goldenen Hirsch gehört zu den Wahrzeichen Stuttgarts. »Florian Slotawa. Stuttgart sichten« ist die Neuinszenierung der bereits 2018 in den Hamburger Deichtorhallen sehr erfolgreichen Präsentation. Der in Italien lebende Künstler Florian Slotawa (*1972 in Rosenheim) zeigt darin über 50 Skulpturen aus dem Bestand der Staatsgalerie in ungewöhnlichen Arrangements. Die Skulpturen dienen ihm als Material für ein plastisches Gesamtkunstwerk und geben zugleich einen epochalen Überblick über die Entwicklung der Skulptur und der über 180-jährigen Sammlungsgeschichte der Staatsgalerie, die vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart reicht. Einerseits bringt Slotawa die Skulpturen in spannungsvolle Dialoge, indem er sie nach seiner eigenen Ordnung inszeniert. Andererseits, wie im Fall des Picasso-Ensembles »Die Badenden«, baut er dieses aus Baumarktmaterialien nach oder präsentiert ganz selbstverständlich Alltagsgegenstände in Kombination mit den wertvollen Skulpturen des Museums. Den Titel »Stuttgart sichten« nimmt der Künstler auf besondere Weise wörtlich, indem er etwa Waschmaschinen und ein Auto von ikonischen Stuttgarter Herstellern oder Biergläser von lokalen Brauhäusern in sein Werk integriert. Florian Slotawa erweitert den Begriff der Skulptur, indem er die traditionelle Plastik als Material für seine künstlerische Neuinterpretation verwendet, die tief mit der Tradition des avantgardistischen Aufbruchs verbunden ist. Zentral ist für ihn die Frage: Was ist Skulptur heute? Mit Werken von: John Adams-Acton, Alexander Archipenko, Hans Arp, Karl Begas, Rudolf Belling, Charlotte Bönhoff, Alexander Calder, Anthony Caro, Eduardo Chillida, Johann Heinrich von Dannecker, Karl August Donndorf, Max Ernst, Lucio Fontana, Otto Freundlich, Julio González, Otto Herbert Hajek, Rudolf Hoflehner, Donald Judd, Lotte Kaufmann, Ernst Ludwig Kirchner, Jannis Kounellis, Norbert Kricke, Henri Laurens, Kaspar-Thomas Lenk, Richard Long, Aristide Maillol, Walter De Maria, Constantin Meunier, Christiane Möbus, Bruce Nauman, Clara Rilke-Westhoff, Auguste Rodin, Dieter Roth, Karin Sander, Florian Slotawa, Mark Di Suvero, Rolf Szymanski. (Bild: Ausstellungsansicht FLORIAN SLOTAWA: Stuttgart sichten. Skulpturen der Staatsgalerie Stuttgart, Deichtorhallen Hamburg, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024)
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Dokumentarfotografie Förderpreise 14 der Wüstenrot Stiftung

Staatsgalerie Stuttgart

In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung zeigen wir neue Arbeiten von Jana Bauch, Marc Botschen, Dudu Quintanilha und Ramona Schacht, die im Rahmen der Dokumentarfotografie Förderpreise 14 entstanden sind. Zwischen Archivmaterial, künstlerischen wie journalistischen Praktiken und bewusster Inszenierung beleuchten die vier Künstlerinnen und Künstler verschiedene Positionen im Feld des Dokumentarischen. Im Zentrum ihrer Werke stehen Fragen nach Prozessen der Kollektivierung ebenso wie nach dem Subjekt, nach Körper und Geschlecht, der Genealogie und soziopolitischen Bedingtheit des Menschen. Die seit 1994 alle zwei Jahre von der Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang vergebenen Dokumentarfotografie Förderpreise sind die bedeutendste Auszeichnung dieser Art in Deutschland. Sie richten sich an Fotografinnen und Fotografen, die sich mit Themen der realen Lebenswelt beschäftigen und mit zeitgenössischen Mitteln die Repräsentationsfunktion der Fotografie neu definieren. Eintritt frei Der freie Eintritt und die kostenlosen Programmangebote werden ermöglicht durch die Wüstenrot Stiftung. (Bild: Abbildung: Jana Bauch, Indigo und Ronnie an der Kante, 2022, aus Y-Topia, 2021 – 2023, © Jana Bauch)
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Vernissage Imagined Garden

Schwetzinger SWR Festspiele

Grace Ellen Barkey, Visuelle Installation Tamara Miller, Klanginstallation Emma van der Put, Andrés Quezada, Assistenz Sarah Maria Sun, Idee und Leitung Pflanzen gehören zu den ältesten Spezies unseres Planeten, sie verfügen über Fähigkeiten, die von der Wissenschaft erst nach und nach entschlüsselt werden. Um diese faszinierenden Kommunikationsstrategien und ihre Gefährdung geht es in einem eigens für den Schwetzinger Garten entwickelten, multidisziplinären Kunstprojekt, das von Sarah Maria Sun kuratiert wurde und zwei Künstlerinnen zusammenbringt, die bisher noch nie miteinander gearbeitet haben: die junge chilenische Komponistin Tamara Miller und Grace Ellen Barkey. Imagined Garden vereint Klang, Bildende Kunst, Naturwissenschaft, Technik und Botanik in einer Installation und verwandelt die Orangerie in einen farben- und formenprächtigen Erlebnisraum, in einen Garten der Möglichkeiten und Erinnerungen. Eine Kooperation mit den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker Mit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW, der Karin und Uwe Hollweg Stiftung und der Forberg-Schneider-Stiftung Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr Eintritt frei, Ticket zum Park erforderlich
Ausstellungen | Ausstellung

Modigliani

Staatsgalerie Stuttgart

»Modigliani. Moderne Blicke« betrachtet das Werk Amedeo Modiglianis aus einer europäischen Perspektive. Die Ausstellung bettet ihn in sein kosmopolitisches Pariser Umfeld ein und zeigt zugleich erstmals konkrete Gegenüberstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem deutschsprachigen Raum, die ihm größtenteils nicht persönlich bekannt waren. Dennoch lassen sich spannende Parallelen zwischen Modigliani und Paula Modersohn-Becker, Jeanne Mammen, Egon Schiele, Gustav Klimt oder Wilhelm Lehmbruck entdecken, die Zeugnis des engen Austauschs der europäischen Avantgarden in jener Zeit sind. Ihre intensive Beschäftigung mit Portrait und Akt begleitet und prägt die Entwicklung des Menschenbilds einer jungen Künstlergeneration. Die Ausstellung bewertet auch das Frauenbild Modiglianis neu und zeigt den Maler als Chronist eines erstarkenden weiblichen Selbstbewusstseins in den Jahren vor und während des Ersten Weltkriegs. Auch Modiglianis Akte sind in diesem Kontext neu zu bewerten. Im Einklang mit der jüngsten Forschung wird deutlich, dass Modigliani seine Modelle nicht zu Objekten degradiert, sondern sich ihnen in einem von Gleichberechtigung geprägten Verhältnis nähert. Ausgangspunkt für die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Museum Barberini Potsdam entstand, sind die beiden Gemälde des Künstlers in der Sammlung der Staatsgalerie, die als eines von nur vier Museen in Deutschland überhaupt Werke des Italieners besitzt. Die Ausstellung ist die erste Modigliani-Schau in Deutschland seit 2009 und vereint mehr als 80 Werke aus internationalen Museen und Privatsammlungen. Eine Ausstellung der Staatsgalerie Stuttgart und des Museums Barberini, Potsdam. Dort ist sie vom 27.4.24 bis 18.8.24 zu sehen.
Ausstellungen | Museum

Kunstmuseum Reutlingen

Reutlingen

Drei Schwerpunkte an zwei Standorten: eines der größten kommunalen Museen für moderne und zeitgenössische Kunst im Südwesten.
Ausstellungen | Installation

Copy Art

ECLAT Festival Neue Musik

Der Künstler Christoph Ogiermann Kunst, Live-Acts und Gespräche Eintritt frei!
Ausstellungen | Ausstellung

Images of the Present

Staatsgalerie Stuttgart

Die Dokumentarfotografie Förderpreise sind die bedeutendsten Auszeichnungen dieser Art in Deutschland. Sie richten sich an Fotografinnen und Fotografen, die sich mit Themen der realen Lebenswelt beschäftigen und sich mit zeitgenössischen Mitteln mit der Repräsentationsfunktion von Fotografie auseinandersetzen. Seit 1994 wird der Preis im zweijährigen Turnus von der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit dem Museum Folkwang in Essen an Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen in Deutschland vergeben. Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens präsentiert THE GÄLLERY erstmals einen repräsentativen Überblick über drei Jahrzehnte Dokumentarfotografie in Deutschland. »Images of the Present« zeichnet die Entwicklung dokumentarischer Konzepte seit den frühen 1990er-Jahren anhand ausgewählterWerke der Preisträgerinnen und Preisträger nach. In der Ausstellung werden mit den Kapiteln »Beziehungsnetze des Porträts«, »Gesellschaft in Bewegung« und »Politische Landschaften« drei wichtige Themenfelder vorgestellt, um die einige Werkgruppen der 56 bisher ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträger kreisen. Die thematische Gruppierung der Arbeiten zeigt nicht nur verschiedene Zugriffe auf die Themen. Sichtbar werden auch sich wandelnde Bildstrategien, künstlerische Haltungen und mediale Übersetzungen vom gerahmten Bild bis hin zur Multimedia-Installation. Darüber hinaus fordern die Arbeiten der Dokumentarfotografie Förderpreise unseren Blick heraus, das Fotografierte mit den alltäglich auf uns einströmenden Medienbildern abzugleichen und unsere eigene Perspektive auf die Gegenwart zu befragen. Mit Arbeiten von Andrea Diefenbach, Ulrich Gebert, Kirill Golovchenko, Susanne Hefti, Verena Jaekel, Christian Kasners, Jens Klein, Sara-Lena Maierhofer, Paula Markert, Nicola Meitzner, Maziar Moradi, Arne Schmitt, Julia Sörgel, Andrzej Steinbach, Albrecht Tübke, Malte Wandel und Tobias Zielony. Eintritt frei Der freie Eintritt wird ermöglicht durch die Wüstenrot Stiftung. (Bild: Andrea Diefenbach, Ohne Titel, aus der Serie: Land ohne Eltern, 2007 © Andrea Diefenbach)
Ausstellungen | Ausstellung

Notenausstellung

SWR Donaueschinger Musiktage

Verlagsstände – Partiturtische mit den Partituren aller beim Festival uraufgeführten Werke – Open call for scores: offener Raum für Partituren von nicht verlegten Kompositionen.
Ausstellungen | Installation

Raul Keller: Neue Klanginstallation

SWR Donaueschinger Musiktage

In der Orangerie stimmt der estnische Künstler Raul Keller eine Flucht von Räumen sowohl klanglich wie farblich, sodass die Besucher:innen seine Installation durch ihre eigene Bewegung durch den Raum erfahren.
Ausstellungen | Installation

Rie Nakajima & Pierre Berthet: Neue Klanginstallation

SWR Donaueschinger Musiktage

Rie Nakajima und Pierre Berthet greifen in ihrer Zusammenarbeit unter dem Titel "Dead Plants & Living Objects" oft auf scheinbar banale Gegenstände zurück, die sie in der Umgebung des Ausstellungsortes gefunden haben und mit denen sie Räume wirkungsvoll verwandeln. Während des Festivals werden sie ihre Installation kontinuierlich weiter entwickeln, weshalb sich der wiederholte Besuch empfiehlt.
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Cycling Circles

Staatsgalerie Stuttgart

Die Ausstellung »Cycling Circles« ist ein tastender Versuch, das Medium Fotografie neu zu denken und anders zu praktizieren. Aufgrund der Klimakrise führt kein Weg an der Einsicht vorbei, dass auch die Fotografie seit jeher einen erheblichen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Als populäres Massenmedium ist schon die analoge Fotografie nicht nur die Chronistin, sondern auch zentrale Akteurin des Industriezeitalters und seines Rohstoff- und Energieverbrauchs. Und die durch Smartphones allgegenwärtige Digitalfotografie schreibt die Geschichte mit der speicherplatzfressenden Cloud fort. Ein schneller und bequemer Ausweg aus diesen problematischen Zusammenhängen ist nicht absehbar. Umso dringlicher erscheint die kreative Erkundung alternativer Produktions- und Sichtweisen. In diesem Sinne verzeichnet »Cycling Circles« eine Suchbewegung, die nicht gradlinig auf vermeintlich einfache Lösungen zusteuert, sondern das Feld der Möglichkeiten umkreist, um wechselnde Blickwinkel zu ermöglichen. Studierende aus der Klasse von Ricarda Roggan, die seit 2013 als Professorin für Fotografie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart lehrt, stellen sich der Notwendigkeit eines Umdenkens und beschäftigen sich in ihren aktuellen Arbeiten mit Fragen der Nachhaltigkeit: Wie können fotografische Bilder ressourcenschonend und umweltgerecht produziert werden? Bedarf es dafür einer besonderen Formensprache? Können fotografische Kunstwerke uns vielleicht sogar zu achtsamem Handeln inspirieren? Aus der Skepsis gegenüber dem Modell linearen Fortschritts und stetigen Wachstums folgt die Hinwendung zu einem zirkulären Ansatz der Wiederaneignung des Vorhandenen. Das Recycling von Materialien, Formen und Ideen wird als Grundprinzip einer kreativen Kreislaufwirtschaft erprobt. Trotz ihres gemeinsamen Anliegens folgen die jungen Fotografinnen und Fotografen jedoch keinem einheitlichen Verfahren, sondern gehen eigensinnig ihren individuellen Intuitionen nach und erkunden verschiedenste Themen, Werkstoffe und Praktiken. Das Ergebnis ist ein vielgestaltiger Ausstellungsparcours, der »Green Culture« als Teil des Leitbildes der Staatsgalerie um wichtige künstlerische Perspektiven bereichert.
Ausstellungen

neue Veranstaltung

Akademie Schloss Solitude

Ausstellungen | Ausstellung

Ausstellungsabend »Unframing« im Projektraum Römerstraße

Akademie Schloss Solitude

Eine kleine Gruppe aktueller Solitude-Stipendiat*innen lädt am 15. Juni 2023 von 18–22 Uhr zum Ausstellungsabend Unframing in den Projektraum Römerstraße der Akademie Schloss Solitude ein. Ein Rahmen dient üblicherweise der Platzierung von Objekten in unserem Blickfeld. Manche Informationen werden in den Mittelpunkt gestellt und andere wiederum ausgeblendet. Die Rahmung bestimmt maßgeblich, was näher untersucht werden soll – in Bildern, Texten und Konzepten. Die Beschränkungen werden dann interessant, wenn der Raum begreifbar wird, in welchem sich Objekte oder Figuren bewegen beziehungsweise diesen verlassen können. Das Aufbrechen dieser Grenze wird zu einer Geste, die auf Beziehungen oder Kontexte verweist, die sich über den Rahmen hinaus erstrecken. Die Ausstellung Unframing fordert uns auf, über die Grenzen des Sichtbaren zu gehen und die Subjektivität dessen, was sichtbar gemacht wird, zu hinterfragen. Die präsentierten Arbeiten untersuchen, wie Strukturen aufgebrochen werden können, um konventionelle Wege des Verstehens neu zu gestalten oder sich ihnen zu widersetzen. Welche Informationen und Perspektiven gewinnen wir, wenn der starre Raum innerhalb des Rahmens porös wird? Wie können wir uns darin üben, den Rahmen nicht nur zu erweitern, sondern ihn vielleicht sogar ganz abzuschaffen? Mit Beiträgen von: Stefani J. Alvarez, Ella den Elzen, Urte Laukaityte, Aline Xavier Mineiro, Sophie-Luise Passow, Cyrus Peñarroyo, Tatyana Zambrano
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"Wir gingen ins Exil wie entthronte Könige"

Schauspiel Stuttgart

„Wir gingen ins Exil wie entthronte Könige“, schrieb der erfolgreiche Schauspieler und Regisseur Berthold Viertel. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es zur Vertreibung der „nichtarischen“ Künstler:innen aus den deutschen Theatern. Jüdische Schauspieler:innen wurden verfolgt, in Konzentrationslagern interniert und ermordet (so z. B. Kurt Gerron und Fritz Grünbaum). Einige nahmen sich aus Verzweiflung das Leben. Fritz Wisten, von 1921 bis 1933 in mehr als 200 Rollen am Stuttgarter Landestheater zu sehen und vom Württembergischen Kultusministerium als „Staatsschauspieler“ ausgezeichnet, wurde fristlos entlassen; er überlebte in Berlin Dank einer „privilegierten Mischehe“ (seine Frau war „arisch“). Schätzungsweise gingen etwa 420 Bühnenautor:innen und 4.000 Theaterschaffende nach Hitlers Machtergreifung ins Exil. Einer von ihnen war Leopold Jessner, Intendant des Staatlichen Schauspielhauses in Berlin (1919-1928), neben Max Reinhardt der bedeutendste Regisseur der Weimarer Republik. Nach dem Krieg kehrten schätzungsweise 200 Theaterkünstler:innen nach Deutschland zurück. So gelang Fritz Kortner zu der Einsicht, dass Heimat nicht unbedingt geographisch zu verorten sei; er war es auch, der den Begriff „Sprachheimat“ prägte. Zwar gelang es der Mehrzahl der dauerhaften Rückkehrer:innen, wieder Fuß im deutschen Theaterleben zu fassen, mit unterschiedlichem Erfolg; doch zugleich erwies sich für viele Remigrant:innen die Rückkehr auch als eine große Heraus- und mitunter Überforderung: Denn es gab Widerstände, sogar Neid seitens der Kolleg:innen. Selbst wenn sich diese Hürden überwinden ließen, war es oftmals unmöglich, bruchlos wieder dort anzuknüpfen, wo die Karriere 1933 ein jähes Ende gefunden hatte. Manche Wunde verheilte nie. An einige, heute noch bekannte oder inzwischen weitgehend in Vergessenheit geratene Schicksale soll die Ausstellung im Schauspiel Stuttgart – die selbstverständlich nur eine kleine Auswahl sein kann – mit Fotos aus dem Archiv der Akademie der Künste in Berlin erinnern. Im Rahmen von 30 Tage im November - Vom Wert der Menschenrechte und der Jüdischen Kulturwochen 2022
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Cindy Sherman - Anti Fashion

Staatsgalerie Stuttgart

Seit knapp 50 Jahren zieht sich das Thema Mode wie ein roter Faden durch das Schaffen der US-amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman – die Ausstellung »Anti-Fashion« setzt darauf den Fokus und beleuchtet ihr fotografisches Werk aus einer neuen Perspektive. Dabei wird das Wechselspiel zwischen Mode und Kunst deutlich. Denn Sherman nutzt ihre zahlreichen Aufträge von Zeitschriften wie Vogue und Harper’s Bazaar sowie ihre enge Zusammenarbeit mit berühmten Designerinnen und Designern als ständige Quelle der Inspiration. Aber auch umgekehrt beeinflusst die Künstlerin bis heute die Ästhetik der Modewelt und setzt wesentliche Impulse, auch für eine ganze Generation von Fotografinnen und Fotografen. Durch das Medium der Fotografie sind Mode und Bildende Kunst seit jeher im Dialog – Cindy Sherman stellt darüber hinaus jedoch das ganze System mit all seinen Abgründen in Frage. Ihr Interesse an der Modewelt zeigt eine subversive Haltung gegenüber dem, was sie repräsentiert. Ihre Fotografien zeigen Figuren, die alles andere als begehrenswert sind und damit allen Konventionen von Haute Couture sowie den üblichen Vorstellungen von Schönheit widersprechen. Nicht zuletzt erweist sich das Thema Mode für die Künstlerin als Ausgangspunkt ihrer kritischen Fragen nach Gender, Stereotypen und dem Umgang mit dem Altern. Shermans große Bandbreite an Charakteren zeigt die Künstlichkeit und Wandelbarkeit von Identität, die mehr denn je wählbar, (selbst-)konstruiert und fließend erscheint. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit Cindy Shermans Studio in New York und ihrer Galerie Hauser & Wirth und ist anschließend in den Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg und dem FOMU – Fotomuseum Antwerpen zu sehen. Das vielfältige Programm zur Ausstellung, dabei unter anderem die Gesprächsreihe „Diskutiert! Über…“ mit spannenden Podiumsgästen, finden Sie im Veranstaltungskalender.
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Alison Knowles - Sound and Space

Staatsgalerie Stuttgart

"THE GÄLLERY - Raum für Fotografie" zeigt über 100 Fotografien aus den Beständen des Archivs Sohm. Zu sehen sind Events und Aktionen, in denen eine künstlerische Welt lebendig wird. Mittendrin finden wir die US-amerikanische Künstlerin Alison Knowles, mal als Mitwirkende in einer Gruppe von Akteurinnen und Akteuren, mal als Solodarstellerin. Spannend ist dabei der Blick durch die Kamera auf das Geschehen: Welche Möglichkeiten hat Fotografie, ein Ereignis zu vermitteln, das auf den kurzlebigen Augenblick hin angelegt ist? Wie lassen sich künstlerische Vorgänge in ihrer Wahrnehmungskomplexität ausloten? Die fotografischen Herangehensweisen sind praktische Annäherungen an eine Kunstform, in der die Begegnung von Medien eine zentrale Rolle spielt. Mit dem Erwerb des Archivs Sohm besitzt die Staatsgalerie seit 1981 einen einzigartigen Bestand zur Intermediakunst, speziell zu Fluxus, Happening, Beat, Underground, Wiener Aktionismus und Konkreter Poesie. Die Anfänge des Archivs gehen auf den ehemals in Münchingen und Markgröningen bei Stuttgart beheimateten Zahnarzt Hanns Sohm zurück. Parallel mit dem Aufkommen der Fluxusbewegung baut er in den 1960er Jahren seine Sammlung auf. Dabei steht Alison Knowles als Mitgründerin von Fluxus im Fokus. Ihre Stücke »Make a Salad«, »Nivea Cream Piece« oder »Newspaper Music« gehören zum festen Repertoire der Aktionskunst. In diesen und weiteren Werken positioniert sie sich im grenzfreien Raum zwischen Kunst, Musik, Theater und Poesie. (Bild: Hartmut Rekort, Danger Music (Dick Higgins 1961), performed von Alison Knowles und Dick Higgins, Fluxus — Internationale Festspiele Neuester Musik, 1962, Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm, © Staatsgalerie Stuttgart / Hartmut Rekort)
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Ausstellung: „Mauro Astolfi: The seductive oppositions“
Fotografien von Cristiano Castaldi

volkshochschule stuttgart

Seit 1986 arbeitet der Tanzfotograf Cristiano Castaldi mit verschiedenen italienischen und internationalen Choreograf/innen und Tänzer/innen zusammen und widmet sich in diesem Projekt den Choreografien von Mauro Astolfi. In 25 großformatigen Bildern hält Castaldi die dynamischen Bewegungen fest und macht die Essenz des Tanzes erfahrbar: „Ich entdeckte Empfindungen, Gefühle und Verführungen: Ich ging ihnen nach, verzerrte das perfekte Bild und verkehrte es ins Grotseke. Plötzlich und mit großem Enthusiasmus näherte ich mich dem Wesen seines Werks: Die Bilder dieser Ausstellung sind das Ergebnis.” Cristiano Castaldi ist seit 1985 auf den Tanzbereich spezialisiert: In seinem Archiv befinden sich einige der größten Namen der internationalen Tanzszene, wie Fabrizio Monteverde, Lindsay Kemp oder Mauro Bigonzetti. Seine Fotos wurden in den wichtigsten italienischen und internationalen Magazinen veröffentlicht. Seit 1989 nimmt er an privaten und öffentlichen Ausstellungen teil und ist Hauptfotograf der renommiertesten nationalen Tanzwettbewerbe und -festivals, wie Premio Roma oder Rieti Danza Festival.

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