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Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

"STRANGER THINGS" - Fotografien von Max Slobodda

volkshochschule stuttgart

Max Sloboddas großformatige Bilder lassen an unbekannte Flugobjekte denken oder übersinnliche Erscheinungen. Tatsächlich experimentiert der Düsseldorfer Fotograf gern. Er inszeniert die unterschiedlichsten Objekte im Raum, ergänzt grelles Licht und eine Prise Zufall. Seine Motivation ist die Lust am Spiel, denn der Grat zur Langeweile im Bild ist schmal. Doch seine Bilder sind herausfordernd und einnehmend zugleich. Der Fotograf erweitert seinen Bildraum durch das Unbegreifliche, das Unbekannte und nimmt die Besucher/innen mit auf eine Reise hinter die Kulissen der fotografischen Wirklichkeit. Was auch immer der Blick auf seine verrätselten, phantastischen Motive in den Köpfen der Betrachter/innen auslöst – entziehen kann sich diesen fesselnden, plakativen Bildwelten niemand. Max Slobodda studierte Fotografie an der Fachhochschule Dortmund. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen in der Fotografie begann er dort bereits mit der Arbeit an STRANGER THINGS, die ihn bis heute begleitet. Als freier Fotograf lebt und arbeitet Max Slobodda in Düsseldorf. Ausstellungsdauer: 17.02. - 02.05.2023
Ausstellungen | Ausstellung

Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre.
George Grosz in Berlin

Staatsgalerie Stuttgart

»Der Mensch ist nicht gut, sondern ein Vieh!«, urteilte George Grosz und veranschaulichte seine Meinung deutlich sichtbar in seinen Werken. Bis heute ist der Berliner Künstler berühmt für seine satirischen Illustrationen, die den moralischen Zerfall in Deutschland zwischen dem Ersten Weltkrieg und Hitlers Machtübernahme 1933 thematisieren. Grosz wollte mit seinen Arbeiten an das gesellschaftliche Gewissen appellieren und einen Blick hinter die Fassade werfen. Sein stilistisches Mittel: Grauen gepaart mit Humor. So machte er seine Kunst zur Waffe und lüftete mit spitzer Linie den klischeebesetzten glitzernden Vorhang der Goldenen Zwanziger. Ungeschönt zeigte er das Elend und die Schattenseiten seiner Zeit auf, legte menschliche Abgründe dar, kehrte das Innerste nach außen. Seine Darstellungen wurden in verschiedenen zeitgenössischen Kunstzeitschriften und politischen Magazinen gedruckt und sind so schnell einem breiten Publikum bekannt geworden. Bereits zu Grosz‘ Lebzeiten stießen sie sowohl auf Bewunderung als auch auf Kritik – mehrfach stand der Künstler u.a. wegen »Angriffs auf die öffentliche Moral« oder »Gotteslästerung« vor Gericht. Die anschließenden Prozesse hatten vor allem das Blatt ›Christus mit der Gasmaske‹ zum Inhalt, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist. Sie sind heute juristische Lehrstücke zum nach wie vor relevanten Thema Kunstfreiheit. Die ursprünglich von Sabine Rewald für das Metropolitan Museum in New York konzipierte Ausstellung präsentiert rund 100 Werke. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Arbeiten, die Grosz zwischen 1917 und 1933 vorwiegend in Berlin geschaffen hat. Viele der Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken stammen aus namenhaften öffentlichen und privaten Sammlungen in Europa und Amerika. Die Präsentation wird darüber hinaus um zahlreiche Arbeiten aus dem eigenen Bestand der Staatsgalerie erweitert. (Bild: George Grosz, Der Liebeskranke, 1916, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © Estate of George Grosz, Princeton, N.J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2022)
Ausstellungen | Ausstellung

Hyperimage

Staatsgalerie Stuttgart

Die Ausstellung »HYPERIMAGE« in »THE GÄLLERY – Raum für Fotografie« erinnert an Rolf H. Krauss (1930–2021), dessen bedeutende Sammlung »Kunst mit Photographie« 1989 von der Staatsgalerie Stuttgart angekauft wurde. Bei den meisten Werken dieser Sammlung handelt es sich nicht um Einzelbilder, sondern um Zusammenstellungen von fotografischen Bildobjekten »zu einer neuen, übergreifenden Einheit«, die man als »Hyperimage« bezeichnen kann. So lenkt die Ausstellung unsere Aufmerksamkeit auf das produktive Zusammenspiel fotografischer Bilder, das auch unsere analoge und digitale Lebenswelt prägt. Im Bereich der von Krauss gesammelten konzeptionellen Fotografie kam es bereits seit Mitte der 1960er-Jahre zu einer programmatischen »Absage an das Einzelbild«. Die Konzeptkunst zielte auf eine radikale Abkehr von den herkömmlichen künstlerischen Medien (Malerei und Skulptur), die als Fetische der Warengesellschaft kritisiert wurden. Da die Fotografie zu diesem Zeitpunkt vom Kunstmarkt noch nicht voll anerkannt war, konnte sie als alternative »Gegenkunst« auftreten. In diesem Zusammenhang entdeckten viele Künstlerinnen und Künstler das besondere Potential fotografischer Bilder für die Erstellung von Hyperimages. Geradezu systematisch erprobten sie die verschiedenen Möglichkeiten, mehrere Fotografien zu neuen Sinneinheiten zu formieren. Zu sehen sind unter anderem Werke von Helena Almeida, Monika Baumgartl, Bernd und Hilla Becher, Gilbert & George, Rebecca Horn, Nikolaus Koliusis, Rolf H. Krauss, Dennis Oppenheim, Helmut Schweizer, Katharina Sieverding und Dolores Wyss.
Ausstellungen | Ausstellung

Georges Rouault.
Wege der Menschlichkeit

Staatsgalerie Stuttgart

Wege der Menschlichkeit in Zeiten des Kriegs? Der französischen Maler Georges Rouault gibt aus seiner Sicht Antworten: Kein anderer Künstler hat im 20. Jahrhundert in einem druckgraphischen Werkkomplex dem Schmerz, Leid und der Torheit der Menschen bildlich und metaphorisch im Hinblick auf das Vertrauen in einen Christus im humanistischen Sinne eine derart kraftvolle, nachhallende Stimme gegeben. Sie ruft zu einer übergeordneten religiösen Verantwortung des Menschen im Glauben, in Hoffnung und Liebe auf, fernab aller Auslegungen der institutionellen Kirchen. Die während des Ersten Weltkriegs entstandenen, 1948 mit den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs publizierten Radierungen sind angesichts heutiger Gräuel zeitlos aktuell: »Der Friede scheint kaum zu regieren über einer von Schatten und ihresgleichen geängstigten Welt« schreibt Rouault in seinem Vorwort zu »Miserere«, einer Folge von 58 Radierungen, die der künstlerische Mittelpunkt seines Schaffens und somit sein Vermächtnis sind. Erste Tuschpinselzeichnungen zum »Miserere« entstehen bereits ab 1912 als Reaktion auf den Tod des Vaters, später werden sie fotomechanisch auf Kupferplatten übertragen. Diese bearbeitet der Künstler intensiv und immer wieder erneut mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien: Aquatinta, d.h. Ätzungen mit Pinsel und Rolle, Kaltnadel, Roulette, Polierstahl u.a. Der Druck der Radierungen erfolgt zwischen 1922 und 1927. Der Tod seines Verlegers Ambroise Vollard und der Zweite Weltkrieg verzögern die Publikation, das »Miserere« erscheint schließlich 1948. (Bild: Georges Rouault, Miserere, Blatt 1, Miserere mei, Deus, secundum magnam misericordiam tuam, 1923 (1948), (Ayez pitié de moi, ô mon Dieu, Selon votre grande miséricorde, Herr, erbarme Dich meiner nach Deiner großen Barmherzigkeit, Have mercy on me, God, according to Thy great merc), Staatsgalerie Stuttgart, © VG Bild-Kunst 2022)
Ausstellungen | Installation

Acting Care! Eine Vorstellung auf der Wiese

Akademie Schloss Solitude

Die Care-Arbeit als Sorge für andere nimmt in unserer heutigen Zeit einen besonderen Stellenwert ein. Wie können wir in einem Moment der Krise ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein schaffen, um Achtsamkeit und Pflege von Mensch und Natur wieder in den Mittelpunkt unseres Zusammenlebens zu rücken? Wie können wir einen neuen Auftakt begehen in ein unbekanntes Übermorgen als fürsorgende Gemeinschaft? Am 24. und 25. September lädt das Architektenduo Bureau Baubotanik mit dem Start ihres Projekts »Acting Care! Eine Vorstellung auf der Wiese« genau zu diesem Ausprobieren eines neuen Miteinanders ein. In Bad Boll inszeniert das Duo gemeinsam mit den Künstler*innen Niki Matita und Florian Model eine Wiese, die als Spielstätte für alle Interessierten aus Nah und Fern den Anstoß gibt, gemeinsam die Zukunft einer neuen Kultur der Fürsorge im öffentlichen Raum zu erproben. »Acting Care!« ist eine Produktion des Bureau Baubotanik im Rahmen des Festivals ÜBER:MORGEN der KulturRegion Stuttgart und wird veranstaltet in Kooperation mit der Kommune Bad Boll, der WALA Heilmittel GmbH, der Evangelischen Akademie Bad Boll, der Stiftung Lebenshilfe Zollernalb und des Stipendienprogramms »Under Utopia« der Akademie Schloss Solitude und des Künstlerduos Geers/Drescher. Mehr zum Programm: www.akademie-solitude.de/de/event/acting-care/
Ausstellungen

neue Veranstaltung

Akademie Schloss Solitude

Ausstellungen | Ausstellung

"Mit Glück hat es nichts zu tun"
von Anike Joyce Sadiq

Akademie Schloss Solitude

Ausstellung im Künstlerhaus Stuttgart in Kooperation mit der Akademie Schloss Solitude und dem Kunstmuseum Stuttgart Am 21. Mai 2022 eröffnet die Ausstellung »Mit Glück hat es nichts zu tun« von Anike Joyce Sadiq im Künstlerhaus Stuttgart. In Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart und der Akademie Schloss Solitude sind neue Arbeiten der aktuellen Solitude-Stipendiatin (Praxisfeld Auditiv & Physisch) zu sehen. Anike Joyce Sadiq überprüft in ihrer künstlerischen Arbeit stets aufs Neue, in welchem Ausmaß soziale Dynamiken, Intersektionalität und Perspektiven der Differenz innerhalb von institutionellen Strukturen verhandelt werden. Sadiqs Ausstellungsprojekte schaffen häufig szenografische Räume mit installativen Arbeiten, die ein sozial-situatives Bewusstsein für die unmittelbaren institutionellen Zusammenhänge aktivieren. Die Künstlerin entwickelt Mechanismen und Plattformen, die die Aufmerksamkeit der Besucher*innen auf die jeweilige soziale Umgebung mit ihren Menschen, deren Verhalten und den Interaktionen zwischen ihnen lenken. Sadiq interessiert dabei, wie sich an diesen Orten künstlerischer Produktion und Rezeption interaktive, divergierende und konvergierende gelebte Beziehungen entwickeln. Die von Sadiq geschaffenen szenografischen Räume ringen dabei mit grundlegenden Herausforderungen sozialer Verbundenheit, indem sie beispielsweise anerkennen, dass Offenlegung und Austausch zwar Ziele von Kunstinstitutionen sind, aber innerhalb von institutionellen Strukturen angegangen werden, die diese Ziele allzu häufig unterlaufen. Sadiq prägt den Planungs- und Konstruktionsprozess sowie die Nutzung der von ihr geschaffenen Räume und nimmt in der Kommunikation mit Vertreter*innen und eingeladenen Partner*innen der gastgebenden Institutionen manchmal die aktive Rolle einer Mediatorin ein. Sie arbeitet als Gesprächspartnerin, die andere Gesprächspartner*innen sucht und Verbündete einlädt, um die Abhängigkeiten, Gegenseitigkeiten, Unterschiede und Hierarchien innerhalb der Institutionen, in denen sie arbeitet, zu untersuchen. Indem sie diese höchst riskante Rolle der internen Mediation während des Produktionsprozesses ihrer eigenen Ausstellungsprojekte einnimmt, besetzt sie eine Position kritischer Ambivalenz, die anerkennt, dass und wie Institutionen, deren Intention es ist, öffentlich zugängliche und ermöglichende Orte zu sein, intern fast immer mit Aufschiebungen und Verhinderungen operieren. Anike Joyce Sadiqs erste große Einzelausstellung in Stuttgart Mit Glück hat es nichts zu tun zeigt neue Arbeiten, die die Untersuchungen der Künstlerin von komplexen sozialen Dynamiken mit Hilfe vermittelter Räume fortsetzen, die die Wahrnehmung von Unterschieden ins Zentrum stellen. Die Ausstellung umfasst mehrere miteinander verbundene und innerhalb einer raumgreifenden Installation gezeigte Arbeiten. Parallel zur Ausstellung im Künstlerhaus zeigt Anike Joyce Sadiq die Arbeit Visited by a Tiger, drei Flaggen für die Fahnenmasten im Außenbereich der Akademie Schloss Solitude. erre erre (Stipendiat im Praxisfeld Visuell) nimmt mit drei weiteren Flaggen thematisch Bezug auf diese Arbeit. Die beiden Flaggenprojekte sind vom 21. Mai bis zum 5. Juni 2022 zu sehen. Eine Ausstellung des Künstlerhaus Stuttgart in Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart und der Akademie Schloss Solitude. Ausstellungsdauer: 21. Mai bis 25. September 2022 Eröffnung: 21. Mai 2022, 19 Uhr Ort: Künstlerhaus Stuttgart, Reuchlinstraße 4B, 70178 Stuttgart Öffnungszeiten: Mi­–So, 12 bis 18 Uhr Flaggen von Anike Joyce Sadiq (»Visited by a Tiger«) und erre erre Ausstellungsdauer: 21. Mai bis 5. Juni 2022 Ort: Außenbereich der Akademie Schloss Solitude, Solitude 3, 70197 Stuttgart
Ausstellungen | Ausstellung

Hidden Traces

Akademie Schloss Solitude

Mit seinem Handeln greift der Mensch massiv in die biologischen und geologischen Prozesse des Planeten Erde ein. Die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die ökologischen und gesellschaftlichen Systeme haben mit Hilfe von hochentwickelten Technologien heute globales Ausmaß erreicht; die Zusammenhänge von Technik, Politik und Ökologie treten hier radikal zum Vorschein. Bis heute spiegeln sich darin die Folgen des Kolonialismus wieder. Stipendiat*innen der Akademie Schloss Solitude gehen in den Ausstellungen, die für das Sommerfest 2022 entstanden sind, auf Spurensuche für neue Spielräume des künstlerischen Handelns. Wo und wie werden Abhängigkeiten im menschengemachten Zeitalter sichtbar? Welche Bedeutung hat künstlerisches Handeln für soziale, politische und ökologische Räume? Zu sehen sind Arbeiten von Ramy Al-Asheq, Camila de Caux und Eric Macedo, Sonia Mehra Chawla, Abdessamad El Montassir, erre erre, HuM-Collective, Aline Xavier Mineiro, Florian Model, Santiago Mostyn, Mukenge/Schellhammer und das Team von Laboratoire Kontempo, Marlies Pöschl, Anike Joyce Sadiq, Anna Scherbyna. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, von 13 bis 18 Uhr
Ausstellungen | Ausstellung

Who am I? I am.

Staatsgalerie Stuttgart

Vom 15.7. bis 11.9.2022 begrüßen wir in »The Gällery – Raum für Fotografie« die Stuttgarter Galerie Kernweine. Oliver Kröning, der die Ausstellung kuratiert, beschäftigt sich dabei mit einer Frage, die sich dynamisch durch unser Leben zieht, aber auf die es keine beständige Antwort gibt: Unter dem Titel »WHO AM I? I AM.« werden Positionen von vier internationalen Fotografinnen und Fotografen gezeigt, die sich ganz individuell mit der Identitätssuche auseinandersetzen und Einblicke in diverse Lebensmodelle und gesellschaftliche Konstrukte geben. Durch das Betrachten dieser verschiedenen fotografischen Perspektiven sind auch Sie eingeladen, sich auf die Suche nach Ihrer ganz persönlichen Antwort zu machen. Zu sehen sind Arbeiten von Carlota Guerrero (Spanien), Lin Zhipeng (aka No. 223) (China), Slava Mogutin (USA/Russland) und Thalía Gochez (Mexiko/El Salvador) Kurator: Oliver Kröning Kuratorische Assistenz: Anna-Lena Reulein Die Galerie Kernweine zu Gast in der Staatsgalerie »The Gällery« widmet sich als Raum für Fotografie nicht nur dem umfangreichen Fotobestand der Sammlung der Staatsgalerie, sondern arbeitet auch in Kooperation mit nationalen und internationalen Fotosammlungen sowie Akteurinnen und Akteuren der Stadt Stuttgart. Jeden Sommer laden wir Partnerinnen und Partner ein, die Räumlichkeiten mit ihren Ausstellungen zu bespielen. Unser erster Gast ist in diesem Jahr die Stuttgarter Galerie Kernweine Foto und Raum (g-k). Mit »WHO AM I? I AM.« kuratiert Oliver Kröning eine Ausstellung, die zeitgenössische, internationale Perspektiven der Fotografie durch relevante Themen in den Kontext diverser Lebenswelten setzt. Über die Galerie Kernweine Die Galerie Kernweine Foto und Raum (g-k) ist ein Ort für zeitgenössische Fotografie, visuelle Medien und Diskurs. In Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern entwickelt und kuratiert das Team um Oliver Kröning und Mick Orel Ausstellungsprojekte, die klassische Herangehensweisen hinterfragen und etablierte Formate erweitern. Im Wechsel finden Workshops und Veranstaltungsformate zu Themen der Fotografie und der visuellen Medien statt. Im Hinterhof der Stuttgarter Galerie befindet sich g-k Café&Bar. Im g-k Onlineshop werden limitierte Foto-Editionen, Bücher, Magazine und weitere Produkte verkauft.
Ausstellungen | Ausstellung

»Assemblies, Swarms, and Intricate Webs – no solidarity exists in a social void«

Akademie Schloss Solitude

Vom 10. bis 14. Mai 2022 veranstaltet die Akademie Schloss Solitude das Festival »Fragile Solidarity/Fragile Connections« (Fragile Solidarität/Fragile Verbindungen). Das Festival thematisiert mögliche Formen von Solidarität, Bündnissen, Vernetzung und Gemeinschaft innerhalb und außerhalb von digitalen Räumen und entsteht in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Expert*innen des Digital Solitude-Netzwerkes sowie in Kollaboration mit lokalen Partner*innen in Stuttgart. »Fragile Solidarity/Fragile Connections« befasst sich mit den Wechselwirkungen von Solidarität, Netzwerken, und Technologien sowie möglichen Strategien zur »Überwindung« der sogenannten digitalen Kluft und der technologischen Geschichte der Ausbeutung. Die von Jazmina Figueroa und Denise Helene Sumi kuratierte Ausstellung Assemblies, Swarms, and Intricate Webs – no solidarity exists in a social void umfasst Arbeiten von Lark Alder aka. Lark VCR, Agnes Cameron und Gary Zhexi Zhang, Call to Action, Castle of Crossed Destinies (Aouefa Amoussouvi, Sasha Engelmann, Olivia Berkowicz), Distributed Cognition Cooperative (Sasha Shestakova und Anna Engelhardt), Grayson Earle, Format C (Dina Karadžić und Vedran Gligo), Frisch&Schick (Johannes Frick & Jasmin Schädler), Zahra Malkani, Aline Xavier Mineiro, More of Us, Simina Neagu, Anca Rujoiu (lädt ein Medina Bazargali und Nge Lay), Juan Pablo García Sossa (JPEGS) und Peter Polack. An der Eröffnung wird Kristina Arlekinova von 21 Uhr bis Mitternacht ein DJ Set spielen. Eröffnung: Donnerstag, 12. Mai 2022, 18 – 23 Uhr, Kunstverein Wagenhalle Öffnungszeiten: Freitag, 13. Mai 2022 und Samstag, 13. Mai 2022, 14 – 23 Uhr Ausstellungsrundgang mit den anwesenden Künstler*innen: Freitag, 13. Mai 2022, 15:30 – 16:30 Uhr und auf Anfrage
Ausstellungen | Ausstellung

Moved by Schlemmer

Staatsgalerie Stuttgart

Am 30. September 1922 wird das »Triadische Ballett« von Oskar Schlemmer im Württembergischen Landestheater in Stuttgart uraufgeführt. Die Faszination dieses außergewöhnlichen Gesamtkunstwerks, das bildende Kunst, Tanz und Kostüm zusammendenkt, ist bis heute ungebrochen. Schlemmers erhaltene Originalfigurinen, die sich seit den 1970er-Jahren im Besitz der Staatsgalerie befinden, zählen zu den Highlights der Sammlung. Warum und auf welche Weise bewegt das Triadische Ballett auch hundert Jahre nach seiner Entstehung unsere Besucherinnen und Besucher? Und worin zeigt sich Schlemmers Relevanz für die Gegenwartskunst? Die Ausstellung »Moved by Schlemmer« bettet die historischen Figurinen in eine Präsentation aus raumgreifenden Installationen dreier zeitgenössischer Künstlerinnen ein und holt einen außergewöhnlichen Moment Stuttgarter Geschichte auf die Bühne der Gegenwart. Ausgangspunkt der Ausstellung ist Schlemmers Konzept des »Triadischen Balletts« als Tanz der Dreiheit, der sich in drei Stimmungen vom Heiter-Burlesken über das Festlich-Getragene hin zum Mystisch-Fantastischen steigert. Ulla von Brandenburg, Kalin Lindena und Haegue Yang reagieren jeweils auf eine Stimmung und konfrontieren Schlemmers Überlegungen mit ihren eigenen künstlerischen Fragestellungen. Ein Blick auf die Rezeptionsgeschichte zeigt zudem, wie stark der Einfluss des »Triadischen Balletts« – von der Musik bis hin zur Mode – bis heute geblieben ist, aber auch, welche kritischen Fragen das Schlemmer’sche Werk hundert Jahre nach seiner Entstehung im Heute provoziert. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg.
Ausstellungen | Ausstellung

Angespannte Zustände

Staatsgalerie Stuttgart

Seit einiger Zeit prägen angespannte Zustände unseren Alltag. Ob es sich um Ausgangssperren, Gewalt oder der Suche nach der eigenen Identität handelt, wir sind ständig dabei, uns neu zu orientieren. Auf die Verletzlichkeit und Verwirrung, die in Kontrollen, Rassendiskriminierung und Ausgrenzung stecken, nehmen Künstlerinnen und Künstler Bezug. Sie stellen die Unsicherheit und Instabilität, die wir täglich erleben, in ihren Werken dar. Die neue Sammlungspräsentation konfrontiert zeitgenössische Positionen aus der privaten Sammlung Scharpff-Striebich mit Werken aus dem 20. Jahrhundert aus dem eigenen Bestand der Staatsgalerie, die erst durch den retrospektiven Blick eine solche Aktualität gewinnen und die Komplexität und Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft hervorheben. Künstlerinnen und Künstler: Zu sehen sind Werke u.a. von Kathryn Andrews, Giovanni Anselmo, Phyllida Barlow, Bernd und Anna Blume, Victor Burgin, Julian Charrière, Cameron Clayborn, Jesse Darling, Tacita Dean, Mark Dion, Jadé Fadojutimi, Ximena Garrido-Lecca, Jochen Gerz, Asta Gröting, Rebecca Horn, Marguerite Humeau, Sergej Jensen, Rashid Johnson, Edward Kienholz, Kapwani Kiwanga, Jürgen Klauke, Simone Leigh, Zoe Leonard, Teresa Margolles, Hermann Nitsch, Marcel Odenbach, Yoko Ono, Barbara Probst, Arnulf Rainer, Sterling Ruby, Anke Röhrscheid, Katharina Sieverding, Timur Si-Qin, Kiki Smith, Pia Stadtbäumer, Diamond Stingily, Rosemarie Trockel, Anna Uddenberg und Ambera Wellmann. In Kooperation mit dem Offenen Depot der Sammlung Scharpff-Striebich. Wir danken Carolin Scharpff-Striebich für die aktive Weiterführung des Offenen Depots.
Ausstellungen | Ausstellung

body|spaces

Staatsgalerie Stuttgart

... in »The Gällery – Raum für Fotografie« Zum Auftakt setzt sich »The Gällery – Raum für Fotografie« ab dem 25.2.2022 mit dem Thema Raumerfahrung auseinander. In der Ausstellung »body|spaces« zeigen zahlreiche Positionen internationaler Fotografinnen und Fotografen, auf welche Weise das Medium Fotografie in den letzten dreißig Jahren unser körperliches Verhältnis zu realen und virtuellen Räumen reflektiert und mitgestaltet hat. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Candida Höfer, John Coplans, Tata Ronkholz, Clegg & Guttmann, Ute Mahler, Wolfgang Tillmans, Rineke Dijkstra und Thomas Ruff. Warum »body|spaces« gerade jetzt, mitten in der neuen Welle? Gerade in einer Zeit, die am Endpunkt einer Reihe von Lockdowns, Abstandsregelungen und Bewegungsbeschränkungen liegt, haben wir ein ganz neues Verhältnis zu jenen Räumen aufbauen müssen, in denen wir uns bewegen oder in denen im Gegenteil Bewegung nicht länger möglich ist. Mit der Eröffnungsausstellung unserer »Gällery« spüren wir daher (realen wie phantastischen) Raumerfahrungen nach, die das Medium Fotografie für uns sichtbar macht. Welche Räume lassen uns Weite spüren, welche engen uns ein? Welche Orte inspirieren uns zu freien Bewegungen, welche leiten oder verschließen uns vielmehr? Nie war ein Zeitpunkt geeigneter für die Betrachtung jener feinen Beziehung zwischen unserem Körper und dem Raum, der uns umgibt, als heute, da uns die Selbstverständlichkeit für diese Beziehung in Teilen verloren zu gehen droht. Tickets 7€ / 5€ inkl. Sammlung und »Angespannte Zustände« 6,50€ / 4,50 € ohne Sammlung und »Angespannte Zustände« (Bild: Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Gregor's Room III, 1999, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Courtesy the Artists, Tanya Bonakdar Gallery, New York / Los Angeles and Lora Reynolds Gallery, Austin)
Ausstellungen | Installation

Practises of Subordination

ECLAT Festival Neue Musik

TEIL 1 14:30-15:20 Uhr PRACTISES OF SUBORDINATION mit Lena Prents, Kunsthistorikerin, undChristoph Ogiermann, Komponist/Performer In seinem persönlichen Projekt »Practices of Subordination« analysiert Sergey Shabohin methodisch und akribisch die Mechanismen der Macht. Seit 2010 sammelt der Künstler im öffentlichen Raum und im privaten Umfeld Geschichten und triviale Objekte über alltägliche Ereignisse in Belarus, die von der bewussten, gewaltsamen Einmischung des Staates in das Leben seiner Bürger zeugen. Aus diesem »totalitären Archiv« von Textdokumenten, Bildern, Fotos und Objekten formulierte er in 18 künstlerischen Tafeln eine ergreifende Erzählung über die staatlichen Strukturen, die die Bürger im modernen Belarus unter Druck setzen. Für das Projekt ECHOES – Voices from Belarus I (ECLAT 2021) entstand ein eineinhalbstündiger Film, für den Shabohin die 18 Tafeln zu einem kontinuierlichen Narrativ zusammenführt und in dem Christoph Ogiermann in seiner Komposition die ganze Wucht, die in den visuellen Botschaften steckt, unmittelbar physisch erfahrbar macht. Ausschnitte dieser eindrucksvollen »Sammlung der verschiedenen Pathologien eines autoritären Systems« sind nun bei ECLAT 2022 live zu erleben. Dank der kenntnisreichen Interpretation der Kunsthistorikerin Lena Prents, die seit vielen Jahren die künstlerische Arbeit Sergey Shabohins begleitet, lernen wir dabei, die unzähligen Zitate und Symbole eines Lebens im Totalitarismus-System zu entschlüsseln. TEIL 2 16:00 bis 16:50 MUSIK FÜR DIE TOTEN UND AUFERSTANDENEN mit Valzhyna Mort, Lyrikerin, Jan Wagner, Lyriker und Oxana Omelchuk, Komponistin/Performerin »In der belarussischen Kultur gibt es keinen festen Grund, der Boden bewegt sich unter deinen Füßen und du musst immer neu die Balance finden«, sagt Valzhyna Mort. Ihre Poesie ist von pointierter, harter, rhythmischer Diktion, ihr Ton hat etwas Unerbittliches. Mit Belarus, dem Land ihrer Herkunft, in dem die Stille auch die Stille ist, die über Gräberfeldern liegt, wird sie nicht fertig. In einer Stadt aufgewachsen zu sein, in der ‚Straßen die Namen von Mördern‘ tragen, prägt die Erinnerung: Sie ist als ‚illegale Migrantin‘ in der eigenen Gegenwart anwesend. Der Georg-Büchner-Preisträger Jan Wagner spricht mit Valzhyna Mort über ihren Gedichtband »Musik für die Toten und Auferstandenen« und das Gedicht »Music for Girl’s Voice and Bison«. Für Oxana Omelchuk hat die Dichterin das Gedicht auf belarusisch gelesen. Zum Abschluss des an Endrücken reichen Nachmittags entspinnt sich ein hybrider Dialog zwischen der Dichterin und der Komponistin: eine musikalische Gedicht-Interpretation mit analogem Synthesizer. »Die Stimme von Valzhyna Mort erinnert uns auf wundersame Weise daran, dass Wörter viele Dinge tun können – sie können tanzen, sie können sich in Ironie ergehen, sie können die Liebe preisen, aber sie können auch die Wahrheit sagen.« Adam Zagajewski (Zitate aus dem Klappentext zu Valzhyna Morts Gedichtband »Musik für die Toten und Auferstandenen«. der edition suhrkamp, Berlin 2021)
Ausstellungen | Ausstellung

»Horizons: Ausstellung des Osteuropa-Netzwerks der Akademie«

Akademie Schloss Solitude

Mit Anca Benera & Arnold Estefán, András Blazsek, Krasimira Butseva, Barbara Gryka, Jasmina Hanf und Karolina Kaltschnee, Luana Lojić Horizons ist eine Ausstellungsreihe, die mit einem offenen Format Einblicke in die künstlerischen Produktionen der Stipendiat*innen gibt. Der erste Teil dieser neuen Ausstellungsreihe widmet sich dem Osteuropa-Netzwerk der Akademie Schloss Solitude, das den Austausch mit den unabhängigen Kunstszenen der Länder Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Polen und Ungarn ins Zentrum stellt. Das gewählte offene Format soll künstlerische Schaffensprozesse sichtbar machen und sowohl den Stipendiat*innen wie auch den Besucher*innen die Möglichkeit des Austauschs geben. Alle Besucher*innen sind herzlich dazu eingeladen, die künstlerischen Perspektiven kennenzulernen und sich neue Horizonte zu erschließen. An der Ausstellung beteiligen sich Stipendiat*innen aus Bulgarien/UK, Deutschland, Kroatien, Rumänien, Polen und Slowakei/Ungarn. Zum Auftakt der Ausstellung findet am 9. Dezember 2021 um 19.30 Uhr ein Online-Künstlergespräch mit zwei Gästen aus Warschau statt. Ika Sienkiewicz-Nowacka und Karolina Grzywnowicz, sprechen zum Thema politischer Widerstand jenseits der besetzten Gebiete in Palästina. Öffnungszeiten: Sa–So von 13 bis 16 Uhr (Bitte beachten Sie für den Besuch der Ausstellung die aktuell gültige Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg.)
Ausstellungen | Ausstellung

Becoming Famous. Peter Paul Rubens

Staatsgalerie Stuttgart

Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Seiner Majestät, dem König der Belgier. Peter Paul Rubens (1577–1640) gilt als erfolgreichster Maler des Barock. Seine Gemälde zeichnet eine eindrucksvolle, farbenprächtige Bildsprache mit hohem Wiedererkennungswert aus. Bereits Rubens Zeitgenossen sind bereit, Höchstpreise für seine Werke zu zahlen. Doch wie gelingt es ihm, zu einem Maler aufzusteigen, der in ganz Europa gefeiert wird? Die Ausstellung zeigt, wie Rubens in seinen frühen Schaffensjahren das Fundament für seinen späteren Erfolg legt. Als Sohn einer angesehenen Familie verfügt er über das nötige Startkapital und lernt noch in der Schulzeit einflussreiche Freunde und spätere Förderer kennen. Dazu kommen sein künstlerisches Talent sowie sein großer Ehrgeiz, als Künstler soziale und monetäre Anerkennung zu erreichen. Rubens verlässt 1600 Antwerpen, um in Italien die Kunst der Antike, der Renaissance und der Zeitgenossen zu studieren. Kontinuierlich erweitert er sein Netzwerk: Er wird Hofmaler des Herzogs von Mantua, porträtiert Angehörige der einflussreichsten Familien Genuas und stellt sich erfolgreich dem Wettbewerb mit anderen Künstlern. Nach seiner Rückkehr nach Antwerpen baut Rubens eine leistungsstarke Werkstatt auf, die durch eine effiziente Arbeitsteilung eine hohe Zahl an Bildern in kurzer Zeit und in hoher Qualität produzieren kann. Eine prägnante Bildsprache wird sein Markenzeichen. Die prominente Platzierung seiner Werke in Kirchen oder hochrangigen Sammlungen und die weite Verbreitung seiner Bilder machen Rubens zu einer begehrten Marke. Er reagiert auf Angebot und Nachfrage, indem er günstigere Kopien seiner berühmten Bilderfindungen fertigen lässt. Auch bei der Massenproduktion der Bilder stehen Innovationsanspruch und künstlerische Qualität im Vordergrund. Rubens bleibt ein Leben lang Suchender nach der perfekten, emotional anrührenden Form und dem überzeugenden Bild. Schnell sind seine Motive in ganz Europa bekannt, was nicht zuletzt an der umfangreichen Kupferstichproduktion liegt. Die Ausstellung zeigt an die 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier aus eigenem Bestand sowie hochwertige Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen. Unter dem Titel »Things Matter« ergänzt eine Auswahl zeitgenössischer Fotografien die Ausstellung. Die fotografischen Positionen beziehen Stellung zu Themen wie Rassismus, Klimawandel und Konsum und sind damit eine unmittelbare Reaktion auf das Heute. Für das Projekt konnte Prof. Dr. Nils Büttner von der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart als Gastkurator gewonnen werden. Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
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»Trotz allem«

Staatsgalerie Stuttgart

Mit der Ausstellung stellen wir einen bislang zu wenig beachteten »verlorenen Sohn« Stuttgarts in den Fokus. Der Jurist Fred Uhlman wird 1901 in Stuttgart geboren und muss bereits 1933 nach Frankreich ins Exil flüchten. Hier beginnt er als Autodidakt mit der Malerei. 1940 wird Uhlman für sechs Monate auf der Isle of Man interniert. In dieser Zeit entsteht der Zyklus »Captivity« mit seinen düsteren, symbolischen sowie antikirchlichen Visionen der gegenwärtigen und kommenden Zeit. Die Zeichnungen zeigen die Gräuel auf den Schlachtfeldern – ein moderner »Totentanz«. Hoffnung verschafft ein kleines Mädchen mit einem Luftballon, das durch apokalyptische Szenen wandert: auf einigen der Blätter findet sich die Widmung an seine am 3. Juli 1940 geborene Tochter. 1950 schenkt Fred Uhlman der Staatsgalerie 38 Zeichnungen aus diesem Zyklus. Unsere Ausstellung im Graphik-Kabinett stellt nun erstmals diese Werke in Stuttgart vor. Mit dem Begleitprogramm nehmen wir nicht nur exemplarisch das Schicksal so vieler jüdischer Künstlerinnen und Künstler während der NS-Zeit in den Blick, sondern diskutieren auch die Bedeutung jüdischer Kultur in Deutschland aus zeitgenössischer Perspektive. Die Ausstellung ist unser Beitrag zu »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Über den Künstler »Insoweit sind meine Zeichnungen keine Tatsachenberichte. Was sie sind sind freie seelische Eindrücke. Was sie zu beantworten versuchten, war: welche Kräfte sind hinter dem moralischen und materiellen Débacle unserer Zeit? Wer ist verantwortlich? Wieweit sind diese Generäle, die Könige die Kirche anzuklagen? Inwieweit ist die Lehre Christi verfälscht worden bei Jongleuren und Fackelspielern etc. etc. [...] Das Material mit dem ich arbeiten konnte bestand aus Tusche, Kohle und oft schlechtem Papier. Ruhe gab es kaum. Einen Tisch hatte ich nicht. Mein Koffer auf einem Stuhl ersetzte das.« Fred Uhlman an Theodor Musper, 21. Oktober 1950 Interaktives Webfeature Im Dunkeln – ein Leuchten Die Ausstellung wird online von einer interaktiven Erzählung begleitet, die die Lebensgeschichte des Künstlers und dessen Werke wortwörtlich ans Licht bringt: Zeichnungen aus der Reihe »Captivity« und Fotografien geben Einblicke in die Zeitgeschichte sowie die Biografie von Fred Uhlman. Sie beleuchten kunsthistorische Aspekte über stimmungsvollen Ton, Bild und eine besondere Art der Interaktion.
Ausstellungen | Ausstellung

Joseph Beuys

Staatsgalerie Stuttgart

Joseph Beuys war ein charismatischer Künstler mit einem Gestaltungswillen, der an den Grenzen von Institutionen und Museen keinen Halt machte. Seine Aktionen fanden deshalb häufig außerhalb des Museums statt, denn letztlich ging es ihm darum, durch Kunst die Gesellschaft zu gestalten. Wenn Beuys dennoch in Museumsräumen arbeitete, so eignete er sich die Räume in einer Weise an, die mit den Konventionen der Institution radikal brach. Zu seinem 100. Geburtstag widmen wir Joseph Beuys eine Ausstellung, die sich mit den Präsentationsweisen seiner Arbeiten auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist unser Beuys-Raum, den der Künstler im Jahr 1984 selbst einrichtete und der bis heute unverändert ist. Der Raum ist ein wichtiger Zeitzeuge, wenn es um das Verständnis von Joseph Beuys zur Institution Museum sowie zu seinem großen Selbstverständnis als Kurator seiner eigenen Werke geht. Welchen Einfluss haben Ort und Raum für die Arbeiten von Beuys und wie agiert er selbst als Kurator? Die Ausstellung zeichnet Beuys sensibles Arbeiten zwischen Werk, Betrachter und Museumsraum auch anhand von Fotografien, Filmaufnahmen und Objekten nach. Mit dabei ein umfassendes Konvolut an Fotografien von Lothar Wolleh, der Beuys über Jahre begleitete. Zentral für die Ausstellung ist auch das Verhältnis von Beuys zu anderen Künstlern. Beuys und Schlemmer, Beuys und Warhol, Beuys und Nam June Paik. Künstler-Dialoge, die für Beuys spirituelles Arbeiten als Kurator von großer Bedeutung sind und in der Ausstellung über die eigene Sammlung thematisiert werden.
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Staatsgalerie Stuttgart

Kunst als offenes Spielfeld Kunst zum Anfassen, zum Erleben und sogar zum Spielen? Das erscheint undenkbar in einem Museum. Sieht die Konvention nicht genau das gegenteilige Verhalten vor: Stille, Distanz und Ehrfurcht vor dem Werk? PLAY ist ein offenes Spielfeld mit Kunstwerken, die zum Mitmachen, zum Anschauen oder zum einfachen Staunen und Erleben auffordern. So darf man auf eine Arbeit Bälle werfen, eine andere Arbeit darf man ausradieren. Es gibt Arbeiten auf die man schreiben darf und man darf etwas auf eine Wand zeichnen oder kleben. Es gibt Schalter mit denen man etwas einschalten kann, es gibt Arbeiten, auf die man treten darf und es gibt einen ungewöhnlichen Kaugummiautomaten. Das gemeinnützige Kollektiv ArtPod, das in Berlin und New York tätig ist, stellt mit seinen Ausstellungen die museale Konvention auf den Kopf. Sie führen zeitgenössische Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler zusammen, die alle ganz direkt und ohne Hemmschwellen mit den Besucherinnen und Besuchern interagieren. Unabhängig vom Alter sind alle eingeladen, die Kunst für sich spielerisch zu erobern. Wir empfehlen den Besuch mit Kindern ab 6 Jahren. Künstlerliste: Anna Anders (Berlin), Guy Ben Ner (Tel Aviv), Courtney Childress (New York), Olafur Eliasson (Berlin), Frederik Foert (Berlin, Wien, Beijing), Matthias Garff (Leipzig), Björn Heyn (Berlin), Leni Hoffmann (Düsseldorf), Katharina Lackner (Linz), Gregor Graf (Linz), Maxine Leu (New York, Taipei), Klaus Lutz (New York), Frank Matter (Basel), Stefanie Pöllot (Nürnberg), Stefan Saffer (New York, Berlin), Dustin Schenk (Kassel), Jennifer Dalton (New York), Egil Sæbjörnsson (Berlin) Erwachsene: 6,50 € / 4,50 € 7 € / 5 € inkl. Sammlung Für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre ist der Eintritt frei.
Ausstellungen | Ausstellung

Mit allen Sinnen!

Staatsgalerie Stuttgart

Mit Meisterwerken aus privaten Sammlungen, die noch nie zu sehen waren. Seit den 1860er-Jahren entwickelt ein kleiner Kreis befreundeter junger Künstler um Claude Monet, Camille Pissarro und Auguste Renoir eine völlig neue Art der Malerei. Als Impressionismus ist die zum Synonym für eine ganze Epoche der Kunst des 19. Jahrhunderts geworden. Mit schnell und direkt vor dem Motiv realisierten Gemälden entwickeln sich scheinbar alltägliche Szenen und Landschaften vor den Augen des Betrachters zu lebendigen Ereignissen. Der Moment des Malens und der Augenblick der Betrachtung scheinen untrennbar zu sein. Die Ausstellung lädt ihre Besucherinnen und Besucher ein, sich auf das sinnliche Sehen und Erleben einzulassen. Manets Flieder ist ebenso »riechbar« wie Degas' körperliche Sinnlichkeit in der Selbstverliebtheit der Tänzerinnen »spürbar« und Gauguins gleißendes Sonnenlicht bei den Heuerinnen »hörbar« sind. Mit 60 Exponaten, von denen 33 aus anonymen Privatsammlungen kommen und bisher selten bis noch nie ausgestellt worden sind, zeigt die Ausstellung Werke von Manet, Renoir, Monet, Pissarro, Sisley und Degas sowie auch Berthe Morisot, Gustave Caillebotte, Jean-Louis Forain, Paul Gauguin und der Künstlerin Mary Cassatt, die eine enge Weggefährtin von Degas ist.

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