Aufführungen / Theater
Schauspiel Stuttgart
Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6
- Morgen: Die Dreigroschenoper
- Premiere: Sommersonnenwende
- Premiere: Die Politiker
- Premiere: Die Räuber
- Gelbes Gold
- Vor dem Ruhestand
- Willkommen am Ende der Welt
- Black Box. Phantomtheater für 1 Person

- Der ideale Mann
- Die unendliche Geschichte


- Die Ermittlung
- 15 MINUTES OF FAME
- Der Bau
- Die Welt im Rücken

- Spielplananalyse 25/26
- Hamlet
- Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
- Krawall & Katharsis
- Das Theater der Stadt Stuttgart.
Aufführungen
| Oper
Aufführungen
| Oper
Station Paradiso
Oper Stuttgart
Libretto von Tanja Šljivar (Recherche und Mitarbeit: Mina Milošević) auf der Basis von Interviews von Sara Glojnarić mit Sara Alterio, Ivana Andjelic, Marijan Bernardić, Davide Durante, Goran Jurić, Sezen Kaçar, Milenko Moćiljanin, Aleksandar Radojčić, Sophia Sadzakov, Sara Tomšić Übersetzung von Mascha Dabić Welche Klänge rufen in uns Heimatgefühle hervor? Mit welcher Musik verbinden wir die Orte, an denen wir unser Leben gelebt haben? Kann eine herausgekramte LP-Hülle, eine Kassettenbox, eine alternde CD auch über Länder und Generationen hinweg Erinnerungen zum Leben erwecken? Mit solchen Fragen im Gepäck startete die kroatische Komponistin Sara Glojnarić vor zwei Jahren ein „Soundarchiv der Zukunft“ als Materialsammlung für ihre Komposition. In persönlichen Gesprächen und Hörsessions mit Menschen, die sich im Stuttgarter Raum seit den 50er Jahren angesiedelt haben, legt sie seither längst vergessene Erinnerungen frei und entwirft ein generationsübergreifendes Songbook der Stadt: „Ich möchte dort ansetzen, wo die Geschichtsbücher aufhören – um die Geschichte in all ihrer Pracht, ihrem Humor und ihrer Realness mitzuerzählen. Aus dem Blickwinkel einer Insiderin, die dieses ganz besondere Gefühl eines emotionalen Spagats zwischen dem, was wir Heimat nennen, und dem, wo wir uns jetzt befinden, versteht.“ Im Team mit der bosnischen Schriftstellerin Tanja Šljivar und der Regisseurin Anika Rutkofsky verwebt Glojnarić diese Einwanderungsgeschichten voller Nostalgie und Träume, Tragödien und Komik, Rituale und Sprachenvielfalt zu einer poetisch-surrealen Mixtape-Oper. Gemeinsam nehmen sie uns mit auf eine Art Roadtrip entlang der ehemaligen Europastraße 5, die als nächtlich abgefahrene Transitroute eine Brücke zwischen den kulturellen Identitäten Deutschlands und Südosteuropas bildet und gleichzeitig die Sehnsucht nach Zugehörigkeit symbolisiert. Eine Oper über die zeitlos utopische Kraft der Musik als kulturelles Gedächtnis. Eine Oper über Stuttgart und aus Stuttgart heraus, komponiert für Staatsorchester und Ensemble der Staatsoper, darunter Goran Jurić und Diana Haller, deren persönliche musikalische Erinnerungen an den Weg nach Stuttgart als Flashbacks auf der Bühne erlebbar sein werden. Musikalische Leitung: Peter Rundel Regie: Anika Rutkofsky Bühne: Christina Schmitt Kostüme: Adrian Stapf Video: Manuela Hartel Licht: Volker von Schwanenflügel Dramaturgie: Julia Schmitt in bosnischer, kroatischer, serbischer, italienischer, türkischer und deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab Klasse 8 Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (keine Pause) 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Aufführungen
| Oper
Il barbiere di Siviglia / Der Barbier von Sevilla
Oper Stuttgart
Komische Oper in zwei Akten Libretto von Cesare Sterbini nach der Komödie Le Barbier de Séville ou La précaution inutile von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais Grundsätzlich leitet sich das Personal in Rossinis Komischen Opern von der Commedia dell’arte ab und besteht daher meist aus etwas dusseligen älteren Herren, die sich in kapriziöse und manchmal bösartige, dabei aber sehr hübsche und schön singende Damen verlieben, die sich wiederum vor allem für nicht mit ihnen verheiratete junge, in der Regel mittellose Herren interessieren. Dass all dem Gedankentiefe abgehe, ist ein gängiges Vorurteil, das Heinrich Heine aufs Schönste als vollkommen egal klassifizierte: „Ich aber erfreue mich deiner goldenen Töne, deiner melodischen Lichter, deiner funkelnden Schmetterlingsträume“. Zum Leben erweckt werden diese von einem großartigen Stuttgarter Solistenensemble. Musikalische Leitung: Vlad Iftinca Regie: Beat Fäh Bühne und Kostüme: Volker Pfüller Dramaturgie: Peter Ross Chor: Giulio Ferré Dauer: I. Akt: ca. 1 h 35 min, Pause: ca. 30 min, II. Akt: ca. 50 min Uraufführung 1816 in Rom in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: ab Klasse 8 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt. Bei allen Familienvorstellungen im Opernhaus bieten wir 45 Minuten vor Beginn eine Einführung für die ganze Familie im Foyer 1. Rang an, bei der Sie nicht nur Wissenswertes zur Produktion und ihrer Inszenierung erfahren, sondern auch selbst aktiv werden können.
Aufführungen
| Oper
Turandot
Oper Stuttgart
Premiere: 7.6.2026 Dramma lirico in drei Akten und fünf Bildern Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi „All’alba vincerò – bei Sonnenaufgang werde ich gewinnen“, schmettert der unbekannte Prinz der Stadt entgegen und ist damit einer der wenigen Helden der italienischen Oper, deren ariose Schlaflosigkeit der Zuversicht geschuldet ist, statt der Verzweiflung. Verzweifeln müssen dafür die anderen. Vornehmlich die Bewohner*innen der Stadt, in der – „nessun dorma“ – niemand schlafen darf, weil alle auf allerhöchsten Befehl und bei Androhung der Todesstrafe nach dem Namen des Unbekannten forschen müssen. Dass Turandot für Puccinis Verhältnisse eigentlich gut ausgehen sollte, fühlen wir – wie so vieles – in der zentralen Tenor-Arie des Werkes. Wie kein zweiter verstand Puccini sich darauf, dem Publikum vermittels der gnadenlosen Unmittelbarkeit seiner Musiksprache eine emotionale Anteilnahme geradezu aufzuzwingen. Das Stück selbst endet denn prinzipiell auch happy, allerdings ohne Puccini, der im Kampf gegen seinen Kehlkopfkrebs die Waffen strecken musste, ehe das Finale fertig war. Und so reiht sich Turandot ein in die Riege der großen Opernfragmente des 20. Jahrhunderts. Doch nicht nur das Stück ist mehr oder weniger Chimäre, auch die Titelfigur selbst scheint vor allem eine Projektion zu sein: „Turandot existiert nicht! Es existiert nur das Nichts“, warnen Ping, Pang und Pong den unbekannten Prinzen um davon abzuhalten sich an die drei Rätsel zu wagen, die es zu lösen gilt, will man die Kaisertochter Turandot gewinnen. Anna- Sophie Mahler, deren Stuttgarter Saint François d’Assise 2023 von der Fachzeitschrift Opernwelt als „ungewöhnlichste Opernerfahrung des Jahres“ ausgezeichnet wurde, wird sich 100 Jahre nach der Uraufführung von Puccinis rätselhafter letzter Oper auf die Suche nach dem „Fluidum der Liebe“ begeben, mit dem der Komponist im Finale der Oper die bis zum äußersten gespannten Nerven befrieden wollte. Denn, so viel steht fest: brauchbar wäre dieses Fluidum durchaus auch heute. Musikalische Leitung: Valerio Galli Regie: Anna-Sophie Mahler Bühne: Katrin Connan Kostüme: Pascale Martin, Katrin Connan Choreografie: Ivan Estegneev Video: Georg Lendorff Licht: Valentin Däumler Chor & Kinderchor: Bernhard Moncado Dramaturgie: Ingo Gerlach in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab Klasse 9 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
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| Ballett
Onegin
Stuttgarter Ballett
Eine verpasste Chance, mehr als ein gebrochenes Herz. Der selbstgefällige Lebemann Onegin weist die aufrichtigen Gefühle der jungen Tatjana zurück. Er übersieht, was für eine außergewöhnliche Frau sich hinter dem schüchternen Mädchen verbirgt. Jahre später kehrt er voller Reue zurück. Doch Onegin muss bitter erfahren, dass er zu spät kommt. Basierend auf Alexander Puschkins Versroman Eugen Onegin erzählt John Cranko diese bewegende Geschichte ganz ohne Worte. Allein durch Tanz entfaltet sich die Handlung klar und eindringlich vor den Augen des Publikums. In seinem Signaturstück, das weltweit als Meisterwerk gilt, zeigt Cranko seine außergewöhnliche Fähigkeit, Figuren vielschichtig zu zeichnen und tiefe Emotionen auf der Bühne zu gestalten. Mit großer Liebe zum Detail schuf Jürgen Rose Bühnenbild und Kostüme, die jede Stimmung perfekt einfangen: die ländliche Idylle, eine ausgelassene Geburtstagsfeier und den glanzvollen aristokratischen Ball. Ebenso abgestimmt auf die Handlung führt Peter Tschaikowskys eingängige Musik durch das Geschehen. Gleichermaßen steigern sich Klänge und Schritte in Dramatik, sodass am Ende kein Auge trocken bleibt – weder auf der Bühne, noch im Publikum. Choreografie: John Cranko Musik: Peter Tschaikowsky, eingerichtet und instrumentiert von Kurt-Heinz Stolze Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose Uraufführung: 13. April 1965, Stuttgarter Ballett Erstaufführung der Neufassung: 27. Oktober 1967, Stuttgarter Ballett Musikalische Leitung: Wolfgang Heinz / Nathanaël Carré, Staatsorchester Stuttgart
Aufführungen
| Ballett
Mayerling
Stuttgarter Ballett
Mayerling blickt hinter die glänzende Fassade der Donaumonarchie. Im Mittelpunkt des großen Figurenkabinetts steht Kronprinz Rudolf. Verzweifelt nach Liebe hungernd, von Erwartungen erdrückt und in Intrigen verwickelt endet der Thronfolger krank und vom Tod besessen. Sein Wahn findet Anklang bei der 17-jährigen Mary Vetsera, die ihm in absoluter Hingabe erlegen ist. Auf dem Jagdschloss Mayerling erschießt Rudolf schließlich erst seine verführerische Geliebte und dann sich selbst. „Lieber Revolver, nicht Gift“ – Vetsera hatte Kronprinz Rudolf tatsächlich 1889 eine Nachricht im Aschenbecher hinterlassen. Der historisch verbürgte Hintergrund des Balletts entfaltet sich dank Kenneth MacMillans Erzählkunst auf der Bühne als eine Chronik der Zerstörung. Der britische Choreograf gilt als Meister des psychologischen Dramas. Mit Mayerling hat er sich nicht nur den dunklen Seiten der menschlichen Seele, sondern auch einem Stück Weltgeschichte gewidmet. Seine Szenen lassen das steife und verdorbene Ambiente am Hof sowie Rudolfs Obsession nachempfinden. Insbesondere die fesselnden Pas de deux fordern dem Tänzer der Hauptrolle psychisch wie physisch alles ab. Mit der Ausstattung von Mayerling hat sich Theaterlegende Jürgen Rose selbst übertroffen: opulente Kostüme, originalgetreue Requisiten und ein stimmiges Bühnenbild. Akribisch hat Rose recherchiert, um dramaturgische Stringenz und historische Überlieferung auf prachtvollste Weise in diesem Historiendrama zu vereinen. Choreographie: Sir Kenneth MacMillan Musik: Franz Liszt Orchestriert: John Lanchbery Libretto: Gillian Freeman Bühnenbild, Kostüme und Lichtkonzept: Jürgen Rose Musikalische Leitung: Guillermo Garcia Calvo / Wolfgang Heinz, Staatsorchester Stuttgart Staatsorchester Stuttgart 3 Stunden und 15 Minuten, 2 Pausen
Aufführungen
| Ballett
Noverre: Junge Choreografen
Stuttgarter Ballett
Premiere: 13.6.2026 Vorhang auf für die nächste Generation! Noverre: Junge Choreografen bietet Nachwuchstalenten die Bühne, um ihre ersten eigenen Werke zu präsentieren. Tänzer*innen aus der Compagnie sowie ausgewählte Gäste aus aller Welt nutzen die Gelegenheit, um zu experimentieren und ihre eigenen Ideen umzusetzen. Mit begrenzten Mitteln, ohne Erfolgsdruck, dafür mit umso mehr Mut und Fantasie entstehen die Stücke, die von ganz eigenen Handschriften zeugen. Für die Zuschauenden wird jede Ausgabe von Noverre zu einer Entdeckungsreise: überraschend, vielseitig und immer neu. So darf sich das Publikum – im Schauspielhaus und über den Livestream in der ganzen Welt – bei jeder neuen Ausgabe von Noverre auf frische Impulse von der Zukunft des Tanzes freuen.
Aufführungen
| Ballett
Dornröschen
Stuttgarter Ballett
Wer möchte nicht mit einem Kuss geweckt werden, vor allem nach 100 Jahren Schlaf? Was nach einem schönen Märchen klingt, ist es auch. Und doch hält Dornröschen mehr bereit als die Liebesgeschichte zwischen zwei Königskindern. Das Märchen erzählt auch von Gut und Böse – sowie den Schattierungen dazwischen. Die Handlung entspinnt sich, nachdem die Fee Carabosse in ihrem Stolz verletzt wurde und erbost die kleine Prinzessin Aurora verflucht. Doch in der guten Fliederfee trifft das Böse auf eine starke Gegenspielerin, sodass Dornröschen und ihr Prinz hoffentlich glücklich bis an ihr Lebensende leben können. Dornröschen zählt zu den populärsten Märchen überhaupt. Schon seit der Zeit von Marius Petipa gehört es als sogenanntes Ballet féerie zu den beliebtesten Handlungsballetten und auch Marcia Haydées Version gilt als Dauerbrenner auf der Stuttgarter Bühne. In brillanten Divertissements und ausgetüftelten Ensembleszenen lässt die Choreografie die Tänzer*innen zur Hochform auflaufen. Besonders die Interpretation der Fee Carabosse fordert den Tänzer der Rolle, eine feminine und gleichzeitig böse Seite ans Licht zu bringen. In der Auseinandersetzung mit der sanften Fliederfee entsteht ein Kampf zwischen Gut und Böse, der den besonderen Reiz von Haydées Version ausmacht. Die großen Feste am Königshof bilden einen bilderbuchhaften Rahmen, dem sich Designer Jürgen Rose mit Liebe zum Detail angenommen hat. Das aufwändige Bühnenbild und die farbenprächtigen Kostüme lassen Groß und Klein in eine glanzvolle Märchenwelt eintauchen. So lädt Dornröschen alle Zuschauer*innen zum Bangen und Zittern, Staunen und Schwelgen ein. Choreografie: Marcia Haydée nach Marius Petipa Inszenierung: Marcia Haydée Musik: Peter Tschaikowsky Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose Licht: Dieter Billino Musikalische Leitung: Jonathan Lo / Wolfgang Heinz, Staatsorchester Stuttgart Uraufführung: 10. Mai 1987, Stuttgarter Ballett Dauer: Prolog und erster Akt: 65 Minuten Pause: ca. 30 Minuten Zweiter Akt: 29 Minuten Pause: ca. 25 Minuten Dritter Akt: 43 Minuten Insgesamt: 3 Stunden und 30 Minuten (mit Applaus)
Aufführungen
| Schauspiel
Krawall & Katharsis
Schauspiel Stuttgart
Das Foyer im Kammertheater – ein Ort unbegrenzter Möglichkeiten. Auf dem steilen Weg zur Hochkultur unumgänglich und trotzdem meistens nur daneben. Hier dient das grüne Laminat als Spielwiese für die Kreativität unserer Assistierenden, die dort wieder und wieder ihre Spontaneität und Experimentierfreude unter Beweis stellen. Keine Ausgabe ist jemals so, wie es die letzte hätte vermuten lassen. Jeder Besuch lohnt sich – es wird garantiert einmalig!
Aufführungen
| Schauspiel
Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
Schauspiel Stuttgart
Für die beiden ist es wie ein Spiel. Fast. Das Akademikerehepaar George und Martha spielt es wieder und wieder, nur scheinen sie sein Ziel längst vergessen zu haben. Für Gesellschaft eignet es sich auch nicht, wie sich schnell zeigt, als der junge Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey eines Nachts hineingezogen werden. Eine Beleidigung jagt darin die nächste, keine Blamage, keine Bloßstellung bleibt dem Gegenüber erspart – ein Ehegefecht von fulminantem Ausmaß. Und das nach einem ohnehin schon langen, alkoholgetränkten Abend. Es ist nach zwei, als George und Martha von einer Universitätsfeier in ihre Wohnung stolpern und sie ihm eröffnet, sie erwarte noch Gäste. Nur eine letzte Warnung gibt George ihr noch mit, bevor es schon an der Tür klingelt: Den gemeinsamen Sohn solle sie nicht erwähnen. Die Nacht und der Alkohol fließen dahin, es häufen sich die üblen Anekdoten, Fakt und Fiktion verschwimmen im Kampf um die größtmögliche Erniedrigung des Gegenübers. Rasch werden Nick und Honey von Zaungästen zu unfreiwilligen Mitspieler*innen, bis sich schließlich zwischen den Trümmern jeglicher Illusion die Sonne zu einem neuen Tag erhebt. Edward Albees abgründiges Kammerspiel von 1962 hat sich längst als moderner Klassiker etabliert. Schonungslos zeichnet er das Schicksal eines Paares, gefangen zwischen bitterer Realität und haltlosen Lebenslügen – ein Dilemma, das in seiner Aktualität weit über partnerschaftliche Sphären hinausreicht. Inszenierung: Tina Lanik Bühne: Stefan Hageneier Kostüme: Heidi Hackl Komposition: Jörg Gollasch Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Philipp Schulze Ab Klasse 10 Dauer: ca. 2:00 Std, keine Pause
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| Schauspiel
Die Räuber
Schauspiel Stuttgart
Premiere: 4.7.2026 Mit Texten von Thomas Melle Wie fies kann der Mensch sein? Seit seiner Uraufführung 1782 ergründet Schillers Sturm-und-Drang-Drama diese Kernfrage. Das Werk ist nicht nur eine Studie über Radikalisierungsprozesse, sondern auch über den – auch zurzeit häufig missbrauchten – Begriff der Freiheit: Ist Freiheit überhaupt ohne Gerechtigkeit und Gleichheit vorstellbar? Schillers Figuren diagnostizierten darüber hinaus eine unausweichliche Zeitenwende und sollten recht behalten. Während die jüngere Generation ihre Lebensentwürfe in der solidarischen Gemeinschaft revolutionärer Kreise und Aktionen in den Weiten der Wälder auslebt, verschanzt sich die ältere Generation hinter den selbst errichteten Mauern des zu vererbenden Vermögens. Franz Moor, Rationalist und Menschenfeind, versteht es außerordentlich gut, seinen schwachen Vater Maximilian gegen seinen nach humanistischen Idealen strebenden Bruder Karl aufzuhetzen. Das geht so weit, dass der Vater seinen Augapfel Karl enterbt. Karl wird zum Kopf einer Räuberbande, deren Idealismus jedoch im Laufe der Zeit jedes humanistische Maß verliert. Am Ende obsiegt statt der erhofften gesellschaftlichen Veränderung gegenseitiges Misstrauen. Und jene Kräfte gewinnen, die die Spaltung forcieren. Karls „Handwerk ist Widervergeltung“, das heißt, er will die Ungerechtigkeit in der Welt, die ihm widerfahren ist, ausgleichen. Doch zuvor muss er im Privaten damit beginnen: Sein Bruder treibt ein grausames Spiel mit Amalia, jener Frau, die Karl für seine Mission verließ. Inszenierung: Stefan Pucher Bühne: Nina Peller Kostüme: Annabelle Witt Musik: Christopher Uhe Live-Video: Tobias Dusche Video: Hannes Francke, Ute Schall Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Katja Prussas Ab Klasse 8 In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Aufführungen
| Schauspiel
Die Welt im Rücken
Schauspiel Stuttgart
Es beginnt mit einem Verlust. Dem Verlust von Büchern, von vielen, sehr vielen Büchern, einer ganzen Bibliothek. Wie es dazu kam, dass einem Schriftsteller seine ganzen Bücher verloren gingen – davon und von noch viel mehr erzählt Thomas Melle in seinem Roman Die Welt im Rücken. Es ist die Chronik einer bipolaren Erkrankung, das fesselnde und atemberaubende Manifest eines schreibenden Ichs. Melles Roman ist eine literarische Wucht, poetisch, hochkomisch, dramatisch, präzise. Das Leben als Rausch, als Party, als Superstar mit Höhenflügen, Allmachtfantasien und dem Absturz ins Bodenlose, in die Stille, in die Leere, und das Nichts … Dann, ganz langsam, ein leiser, zaghafter Neubeginn. Die Manie wechselt in die Depression, in eine Phase der Normalität und wieder in die Manie … Auch das Schreiben hält nicht inne – es versucht, das, was passiert, schonungslos in Sprache festzuhalten, des Ungeheuerlichen habhaft zu werden, es in ein Verhältnis zu setzen. Thomas Melle erzählt von der Versehrtheit eines Ichs, das sich zwischen Selbstkonstituierung, Erinnerung und Auslöschung nirgendwo einrichten kann. Da darf auch Arno Schmidt nicht fehlen: „Die Welt der Kunst und Fantasie ist die wahre, the rest is a nightmare.“ Inszenierung: Lucia Bihler Bühne: Paula Wellmann Kostüme: Victoria Behr Musik: Sixtus Preiss Choreografie: Björn Leese Outside Eye: Mats Süthoff Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln Ab Klasse 9 Dauer: ca. 1:45 Std., keine Pause
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| Schauspiel
Der Bau
Schauspiel Stuttgart
Kafkas Erzählung Der Bau ist das Protokoll einer unterirdischen Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert sind. Er beschreibt eine Art Menschentier, eben ein kafkaeskes, denkendes Tier. Das Wesen lebt in einem gedanklichen Kreuzzug, im permanenten Ausnahmezustand, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge, gegen das Fremde. Das kleinste Geräusch ist Maximal-Stress für den Erschaffer. Der Bau ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, indem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen, Männer unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn. Regie und Einrichtung: Max Simonischek* Bühne: Besim Morina Kostüme: Modedesign Basman & Joel Basman Beratung Sound: Daniel Freitag Beratung Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Dauer: ca. 1 Std., keine Pause
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15 MINUTES OF FAME
Schauspiel Stuttgart
Premiere: 19.6.2026 nach Motiven aus Peer Gynt von Henrik Ibsen Wart nur, bis ich was gemacht, Recht was Großes, gib nur acht” – Henrik Ibsen, Peer Gynt Wenn die Scheinwerfer ausgeh'n, bin ich unsichtbar Ich bin ein Superstar, Baby, das ist googlebar – KIZ Henrik Ibsen entwirft mit Peer Gynt einen Antihelden, der sich aller Mittelmäßigkeit zum Trotz selbst zum bedingungslosen Spektakel macht. Er hinterlässt uns damit eine Projektionsfläche für den modernen Geltungsdrang und den selbstsüchtigen Menschen unserer Zeit, der sich selbst verkauft, um gesehen und erinnert zu werden. In dieser Überschreibung des Klassikers ist Peer Gynt eine Frau. Ihr Traum vom Erfolg beginnt mit ihrer Geburt und einem einzigen Wort: Ich. Von da an entwirft sie ihr Leben als Projekt und sich selbst als Geschichte, die erzählt werden will. In der Show ihres eigenen Lebens, in der keine Andere als Peer die Hauptrolle spielen darf, begibt sie sich auf die Suche nach ihrer eigenen Größe. Peer, Pop-Ikone seit Tag eins. Peer, die aufsteigt, rauscht, auf Händen getragen und gefeiert wird. Aber wofür eigentlich? Peer verwandelt die Menschen und Erlebnisse aus ihrem Leben in verwertbares Material und formbare Narrative, Figuren werden austauschbar. Aber was hat Peer eigentlich wirklich erreicht? Hat sich das alles gelohnt? Persönliche Erinnerungen vermischen sich mit dem Phantasma eines Ichs zur Inszenierung eines spektakulären Biopics. Denn eins ist sicher: wenn sich niemand an uns erinnert, hat es uns vielleicht nie gegeben. Eine Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg Inszenierung: Emma Scharff Bühne: Lina Determann / Jette Schwabe Kostüme: Paula Lindenmann, Emilia Parada Berger Musik: Jel Woschni Video: Nils Eberwein Licht: Michael Frank Text und Choreografie: Emma Scharff Dramaturgie (Text): Armin Behrem Dramaturgie (Produktion): Nina Brauch Dramaturgie (Outside Eye): Linda Graf
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| Schauspiel
Die Politiker
Schauspiel Stuttgart
Premiere: 18.6.2026 Wer sind eigentlich „die Politiker“? Vieles kann man über sie sagen. Man kann sie loben, sie beschimpfen. Unter all den Projektionsflächen, die sich unserer Gesellschaft bieten, ist das Berufsbild von Politiker*innen besonders geeignet. Sie bieten unendlich viel Raum für Erwartungen, Interpretationen, Diskussionen, Emotionen, Wünsche und Enttäuschungen in all dem, was sie angeblich nicht können, was sie müssen, sollen oder überhaupt dürfen. Aber niemand kommt an ihnen vorbei, kann sich ihnen entziehen. Denn zu viel steht für uns auf dem Spiel. So denken wir jedenfalls. Und wie geht es den Politiker*innen selbst? Sind sie nicht auch sehr einsam und allein, da oben in der Schaltzentrale der Macht? Man kann Die Politiker von Wolfram Lotz ein absurd-komisches Theatergedicht mit dadaistisch-verdrehten Betrachtungen nennen, einen assoziativen Gedankenstrom, einen Monolog eines lyrischen Ichs, ein Zwiegespräch mit offenem Ausgang oder einen ironischen Kommentar zu unserer Zeit. Der Autor selbst bezeichnet seinen Text hingegen als „Selbstgespräch am offenen Fenster“. Wolfram Lotz hat seinen Theatertext 2019 geschrieben – also vor der Coronapandemie, dem Krieg in der Ukraine, dem Angriff der Hamas auf Israel und der Wiederwahl Trumps. Und dennoch hat er nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Zwingender denn je ist die anhaltende Beschäftigung mit unseren Politiker*innen, drängt dieser Text auf die Bühne. Inszenierung: Alexander Eisenach Bühne: Stella Lennert Kostüme: Claudia Irro Musik: Benedikt Brachtel, Sven Michelson Video: Oliver Rossol Licht: Rudolf Schlegel Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 9
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| Schauspiel
Die Ermittlung
Schauspiel Stuttgart
Zwischen Dezember 1963 und August 1965 fand in Frankfurt am Main der erste Auschwitz-Prozess statt, in dem die für das Funktionieren der Vernichtungsmaschinerie Verantwortlichen vor Gericht standen. Die Konfrontation mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen war für das Land und die Politik in den Sechzigern prägend. Peter Weiss hat in seinem dokumentarischen Theaterstück diesen Prozess dargestellt und zu einem „Oratorium“ verdichtet. In elf Gesängen treten Zeug*innen, Angeklagte, Richter und Verteidiger auf, die das, was in Auschwitz geschah, schildern. Täter und Opfer werden miteinander konfrontiert, und auf diese Weise wird, gerade durch den Verzicht auf die Rekonstruktion individueller Erlebnisse und die Betonung der funktionalen Aspekte, das Grauen dieser Tötungsfabrik deutlich. Berichtet wird ebenso von der totalen Entmenschlichung im Lager und dem Versuch zu überleben wie von dem Verschweigen, Leugnen und Verdrängen der Täter. Knapp zwei Jahre dauerte der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess, bei dem Deutsche über Deutsche zu Gericht saßen. Peter Weiss nahm als Zuschauer an dem Prozess teil. Sein Theaterstück basiert auf den Protokollen des Prozesses. Die Ermittlung ist eines der erfolgreichsten deutschen Theaterstücke der Nachkriegszeit. 1965 wurde der Theatertext gleichzeitig an 15 west- und ostdeutschen Theatern sowie von der Royal Shakespeare Company in London uraufgeführt. Die Ermittlung wird im Landtag und an weiteren Orten im Stadtraum gezeigt. Inszenierung: Burkhard C. Kosminski Kostüme: Ute Lindenberg Musik: Hans Platzgumer Licht: Sebastian Isbert Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 10 Dauer: ca. 2:05 Std., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Sommersonnenwende
Schauspiel Stuttgart
Premiere: 6.6.2026 Sommersonnenwende, 21. Juni: Ein Haus mit großem Garten, viele Gäste, es duftet nach Rosmarin – was für ein herrlicher Abend! Isabel und Albert geben eine Party. Plötzlich steht Isabels Bruder Victor samt Familie und Hund auf der Terrasse! Wer hat die eingeladen? Isabel hat nach dem Tod ihres Vaters das Haus geerbt, Victors Familie den elterlichen Schlachthof und das gesamte Geld, „die Schweine“, denkt sich Albert. Zudem sind Isabel und Albert seit kurzem nicht mehr allein in ihrer großen Villa. Sie haben ein kleines Mädchen namens Amina aus dem Ausland aufgenommen und adoptiert. Soll diese „Fremde“ irgendwann etwa das gesamte Anwesen erben und alles, was dazu gehört stillschweigend „übernehmen“, graut es Victor und Patrizia. Doch es heißt Contenance bewahren, denn Familie ist Familie, und die kann man schließlich nicht ausladen. Aber warum ist eigentlich das Gartenhaus „besetzt“? Das war doch Vaters Mausoleum. Woher hat der Hund den Knochen und was verbirgt sich bloß in der blutigen Mülltüte? Zwischen Fleischbällchen, Tupperwaren und vielen Drinks offenbart eine Sommernacht heftige familiäre Auseinandersetzungen, bei denen niemand seinen Kopf verlieren möchte. In Roland Schimmelpfennigs neuem Stück wird ein Familienfest zum Schauplatz von Reibungen, Zwängen und unbewussten Zerstörungslaunen. Die Macht der Familie und alter Rollen, in die man, längst erwachsen, wieder fällt, blitzen mal komisch, mal bedrohlich auf, bis die bürgerliche Fassade des vertrauten Heims unheimlich zu bröckeln beginnt. Dabei erzählt Schimmelpfennig nicht nur von familiären Konflikten, sondern auch von einer gesellschaftlichen Gegenwart, in der Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und vermeintlich schützenswertem Erbe zunehmend politisch aufgeladen werden und unterschwellig rechtes Denken in die Mitte eines liberalen Bürgertums zurückkehrt – nicht als plötzlicher Einbruch von außen, sondern als schleichende Verschiebung innerhalb vertrauter familiärer Strukturen: „Wie schön, dass ihr da seid!“ Inszenierung: Daniela Löffner Bühne: Claudia Kalinski Kostüme: Katja Strohschneider Komposition: Matthias Erhard Licht: Ralf Strobel Dramaturgie: Benjamin Große Ab Klasse 9
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| Schauspiel
Die Dreigroschenoper
Schauspiel Stuttgart
Unterweltgröße Macheath, genannt Mackie Messer, verfügt über wahrhaft gute Kontakte zu seinem alten Kriegskameraden und amtierenden Polizeichef Brown. Daher bleiben er und sein Clan trotz zahlreicher Verbrechen im Kessel der Großstadt weiterhin auf freiem Fuß. Auch privat könnte es für den „Gentlemanganoven“ nicht besser laufen. Hals über Kopf hat er sich mit Polly Peachum vermählt. Sie ist nicht nur seine neuste Eroberung, sondern auch die Tochter des legendären Bettlerkönigs Jonathan Jeremiah Peachum, Besitzer der Firma „Bettlers Freund“. Mackie will das traditionelle Geschäftsimperium der neuen Schwiegereltern klammheimlich an sich reißen. Seine sexuelle Freizügigkeit samt Lügenkonstrukt bringen ihn jedoch zu Fall und schlussendlich vor ein Gericht. Kann die Justiz im Gerichtsverfahren Macheaths lustvollem Spiel mit Varianten menschlicher Niedertracht (Korruption, Vetternwirtschaft, Kriegstreibereien, Profitgier, Betrug, Verrat und Mord) Einhalt gebieten? Oder hängen nicht vielmehr alle in der Stadt irgendwie in der Sache mit drin? Ungezügelte Leidenschaft & True Crime: Die Dreigroschenoper. Mit provozierender, sinnlicher und simpler Kraft glückte dem anarchistischen Trio und wohl ersten Theaterkollektiv des 20. Jahrhunderts Brecht, Hauptmann und Weill 1928 am Theater am Schiffbauerdamm ein Überraschungscoup. Kurt Weill sampelte für seine Komposition u. a. Elemente des Jazz mit Tanz- und Jahrmarktsmusik und erfand musikalische Parodien auf die europäische Opern- und Operettentradition. Weills musikalische Klangfülle und Experimentierfreudigkeit erweiterte Brechts krude und widersprüchliche Geschichte samt seinen sinnlich-lebendigen Typen. Elisabeth Hauptmann wiederum ist es zu verdanken, dass Die Dreigroschenoper ihren Weg auf die Bühne fand. Inszenierung: Viktor Bodó Musikalische Leitung: Klaus von Heydenaber Bühne: Zita Schnábel Kostüm: Hanna Erös Choreografie: Eva Duda Video: Vince Varga Licht: Jörg Schuchardt Dramaturgie: Katja Prussas, Anna Veress Dauer – ca. 2:55 Std, eine Pause nach ca. 1:50 Std
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| Schauspiel
Hamlet
Schauspiel Stuttgart
Etwas ist faul im Staate Dänemark. Unlängst ist der alte König verstorben, es heißt, eine Schlange habe ihn gebissen, während er im Garten schlief. Zurück lässt er ein Land im wachsenden Konflikt mit seinem norwegischen Nachbarn, eine Witwe, die ihren Schwager ehelicht, und inmitten all dessen seinen Sohn, den jungen Prinzen Hamlet. Die Nachricht vom Tod seines Vaters reißt ihn aus seinen Studien in Wittenberg und führt ihn zurück an den heimischen Hof von Helsingör. Als man ihm dort zuträgt, der Geist des verstorbenen Königs erscheine Nacht für Nacht auf den Mauern der Burg, sucht er ihn auf, um so die wahren Umstände seines Todes zu erfahren. Von seinem Bruder und Thronfolger Claudius, Hamlets Stiefvater, hinterlistig ermordet, fordert der Geist seinen Sohn zur Rache auf. Innerlich zerrissen, beschließt Hamlet, fortan Wahnsinn vorzutäuschen, um dem Argwohn seiner Familie und des Hofes zu entgehen. Polonius, Vertrauter des neuen Königs Claudius, vermutet zunächst, dass die Liebe zu seiner Tochter Ophelia der Grund für Hamlets Wahn sei. Während Hamlet alles daran setzt, die Schuld seines Stiefvaters zu beweisen, versucht das Königspaar, dem Prinzen nachzustellen. Im Kampf zwischen Aufklärung und Vertuschung überschlagen sich die Ereignisse, und nach und nach verfangen sich die Figuren im tödlichen Netz der Intrige. Inszenierung: Burkhard C. Kosminski Bühne: Florian Etti Kostüme: Ute Lindenberg Musik: Hans Platzgumer Kampfchoreografie: Annette Bauer Video: Sebastian Pircher Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 8 In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln Dauer: ca. 3:00 Std., eine Pause
Aufführungen
| Schauspiel