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Aufführungen / Comedy Treber & Trester
Di 7.5.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Comedy Treber & Trester
Di 7.5.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Varieté Friedrichsbau Varieté Stuttgart, Friedrichstraße 24
Aufführungen | Show

Spiel­plan­analyse 23/24

Schauspiel Stuttgart

Hi Fans, diese lockere Anrede muss erlaubt sein, in Anbetracht des überwältigenden gemeinsamen Erfolges in der vergangenen Spielzeit (Selbsteinschätzung). Hammer! Es geht weiter!!! Bis zu 14 Minuten neuer Text, verbunden mit den Abräumern der letzten Saison. Teilweise in umgekehrter Reihenfolge kommen Klassiker wie Cordhose, Handgepäckkontrolle und Kinderklapse zum Einsatz. Der Klavierwitz ist als Mitspielaktion geplant, live gestreamt von der Bühne in den Zuschauerraum. Im Falle unvorhergesehener Ereignisse beginnen wir mit einem Absacker im Foyer. Bekomme grade Nachricht, dass mir aufgrund dramatisch angestiegener Beliebtheitswerte mehr Platz im Verkaufskatalog eingeräumt wird. Muss also die KI in mir von der Leine lassen, die interessant klingende Texte verfasst, ohne sie zu verstehen. Angesichts von Wärmepumpe und Zeitenwende ist das Theater als Raum für Utopien wichtiger denn je. Träume von radikalen Gegenwelten als Antwort auf Dystopien. Nie gekannte Umbrüche und Herausforderungen zwischen Neuer und Alter Weinsteige. Die Menschheit steht an der Abbruchkante – können wir Künstler das entscheidende Nudging liefern? Inklusion, Diversität und Transzendenz müssen ihren Weg aus der Kantine auf den Schnürboden finden, mit voller Härte der Gewaltfreiheit. Feministische Kulturpolitik hat nur dann eine Chance, wenn auch auf der Bühne sichtbar wird, was im Orchestergraben längst Wirklichkeit ist. Dies ist die verdammte Pflicht und Schuldigkeit von uns Boomern gegenüber der allerletzten Generation, die noch an ihren Abos klebt. Abyssus abyssum invocat. Echt jetzt. Ohne Unterschrift gültig. Verfasser ist auf unbestimmte Zeit verreist. – Harald Schmidt
Aufführungen | Schauspiel

Familie

Schauspiel Stuttgart

2007 erhängte sich in Calais eine ganze Familie. Ein Motiv wurde nie gefunden. Im Abschiedsbrief heißt es nur: „Wir haben es vermasselt, sorry.“ Familie ist ein Experiment, eine ethnologische Studie zeitgenössischen Privatlebens. Und in der Darstellung des Gewöhnlichen stellt sich die Frage: Warum sind wir hier? Wäre es nicht besser, wir würden verschwinden? Auf der Bühne eine echte Familie: das Schauspieler:innenpaar An Miller, Filip Peeters, ihre zwei Teenager Töchter Louisa und Leonce und ihre zwei Hunde, die ausgehend vom mysteriösen Fall der Familie Demeester ihre eigene Geschichte untersucht und die Konstruktion Familie als Kern und Ursprung unserer heutigen Welt hinterfragt. Nach dem internationalen Erfolg der Produktionen Five Easy Pieces, die das Leben des Mörders und Kinderschänders Marc Dutroux mit Kindern auf die Bühne brachte, und La Reprise über den homophoben Mord an Ihsane Jarfi in Liège, komplettiert Milo Rau seine Trilogie der modernen Verbrechen mit einem Familiendrama. INSZENIERUNG: Milo Rau BÜHNE UND KOSTÜME: Anton Lukas, Louisa Peeters MUSIK: Saskia Venegas Aernouts LICHTDESIGN: Dennis Diels CHOREOGRAFIE: Peter Seynaeve DRAMATURGIE: Carmen Hornbostel Ab 16 Jahren Dauer – ca. 1:20 Std In niederländischer Sprache mit englischen Übertiteln Im Rahmen von 10 Tage Freischwimmen
Aufführungen | Schauspiel

Kammer of Love

Schauspiel Stuttgart

Ich wurde aufgefordert, einen Text zu schreiben, der, wenn ich das richtig verstanden habe, dem Zweck dienen soll, euch dazu zu bewegen, die Kammer of Love zu besuchen. Dazu kann ich nur sagen: Kommt! Oder kommt nicht, wenn ihr Besseres anzufangen wisst mit eurer Zeit. Geht raus! Lebt! Wild und gefährlich! Liebt! Hasst! Seid eifersüchtig! Zärtlich! Ungeduldig! Poetisch! Peinlich! Streitet und vertragt euch! Albert herum! Und vor allem: „Seid immer trunken! Das ist alles, die einzige Lösung. Um nicht das kammer furchtbare Joch der Zeit zu spüren, das eure Schultern zerbricht und euch zur Erde beugt, müsst ihr euch berauschen, zügellos. Doch womit? Mit Wein, Poesie oder mit Tugend, womit ihr wollt. Aber berauschet euch!“ – wie der französische Lyriker Charles Baudelaire zu sagen pflegte. Ich habe für eure Abwesenheit jedes Verständnis. Absolut. Jeder leere Platz ist ein Trost, eine Verheißung, dass das Leben größer ist als die Kunst. Und dann kommt ihr einfach zur nächsten Kammer of Love und berichtet, was ihr inzwischen erlebt habt. Wartet nur nicht zu lange mit dem Kartenkauf. Denn wir sind meistens ausverkauft. Sind ja nicht alle so mutig wie ihr.
Aufführungen | Schauspiel

Farm der Tiere

Schauspiel Stuttgart

Premiere: 27.4.2024 Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach In einer Bearbeitung von Oliver Frljić Sie werden eingesperrt und ausgebeutet, ihre Körper geschunden. Die Tiere auf dem Gutshof von Mister Jones haben die Schnauze voll. Gemeinsam leisten sie Widerstand gegen die bestehenden Verhältnisse und revoltieren. Nachdem sie ihren Peiniger vom Hof vertrieben haben, steht der Umsetzung ihrer Vision theoretisch nichts mehr im Wege: Alle Tiere sind gleich. Doch bald schon kristallisiert sich eine neue Elite heraus. Korrumpiert von der Macht stellen sich die Schweine an die Spitze der neuen Ordnung. Unter dem Vorwand, im Sinne der gesellschaftlichen Transformation zu handeln, lassen sie die anderen Tiere schuften, während sie selbst in das Haus von Mister Jones einziehen. Sie stellen neue Regeln auf und räumen sich Privilegien ein. Das einstige Ideal einer gerechten und freien Gesellschaft erodiert zusehends und bleibt unvollendete Utopie. Die Fabel des britischen Schriftstellers und Journalisten George Orwell kommt so harmlos wie ein Märchen daher, umso schlagkräftiger wirkt das Ende der Geschichte. Orwells Meisterwerk aus dem Jahre 1945 ist längst nicht mehr nur als Kritik an der ehemaligen Sowjetunion zu lesen, sondern verdeutlicht, wie Gesellschaftsentwürfe zu Dystopien verkommen, wenn die ursprünglichen Ideale von einigen wenigen aus Egoismus verraten und ins Gegenteil verkehrt werden: „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.“ INSZENIERUNG: Oliver Frljić BÜHNE: Igor Pauška KOSTÜME: Pia Maria Mackert CHOREOGRAFIE: Andrea Krolo LICHT: Jörg Schuchardt DRAMATURGIE: Sabrina Hofer
Aufführungen | Schauspiel

forecast:ödipus

Schauspiel Stuttgart

Eine Seuche wütet in Theben. Das Orakel von Delphi verkündet, erst wenn der Tod des einstmaligen Herrschers Laios aufgeklärt wird, könne der Fluch weichen. König Ödipus muss erkennen, dass er unwissentlich zum Mörder seines Vaters und zum Gatten seiner Mutter geworden ist. Der Dramatiker Thomas Köck stellt in seiner Neudeutung des Ödipus-Stoffes die Frage nach Erkenntnisfähigkeit und Verantwortung des Einzelnen ins Zentrum. Vorhersagen einer düsteren Zukunft gibt es zuhauf, doch warum fehlt uns die Kraft zum Handeln? Die modernen Orakel haben gesprochen, die Priester des Altertums wurden von ratgebenden Expert:innen abgelöst. Wir alle wissen, was kommen wird, nämlich nichts, was wir nicht schon alle längst ahnen. die tragödie liegt hinter uns, vor uns auf dem tisch die daten, die orakel haben gesprochen, die statistiken hängen doch da, die tragödie findet statt, hier und heute, that’s it, kein flug der vögel mehr, kein rauschen mehr, kein summen, kein geräusch, no 2nd chance. – Thomas Köck Inszenierung: Stefan Pucher Bühne: Nina Peller Kostüme: Annabelle Witt Musik: Christopher Uhe Video / Live-Kamera: Ute Schall, Hannes Francke Musiker:innen: Meike Boltersdorf, Tim Neumaier Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Carolin Losch Dauer – ca. 1:55 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Was ihr wollt

Schauspiel Stuttgart

Zum Auftakt der Komödie fragt Viola: „Wie heißt dieses Land?“ Die von einem Schiffbruch Gerettete wurde an eine unbekannte Küste gespült. Fremd und allein ahnt sie noch nicht, auf welchen Boden sie ihren Fuß gesetzt hat. In diesem Land scheint alles möglich. Der Liebe sind keine Grenzen gesetzt. Jeder geht mit jedem eine Beziehung ein. Es herrscht wildes Begehren und Verführen, Liebesraserei und rauschhaftes Treiben. Zwar bekommt am Ende keiner den, den er am Anfang wollte, trotzdem gibt es ein großes Fest, als könnte dieser aberwitzige Trip, das Spielen mit Identitäten, Selbstbespiegelungen, Verkleidungen, Verwechslungen, Verirrungen und Verrücktheiten ein Happy End haben. Als würde nicht jeder nur sich selbst lieben – ohne sich je erkannt zu haben. Allein der Narr weiß mehr. Mit Skepsis sieht er dem Treiben der Verlorenen zu: Viola, die als Mann verkleidet ihren Zwillingsbruder sucht und in die Fänge Olivias gerät, Orsino, der unglücklich Verliebte, oder Malvolio, der von seinen Kumpanen verspottete Schwärmer. Illyrien nennt William Shakespeare dieses Land leichtfertigen Treibens, den Schauplatz seiner „dark comedy“. Nicht zufällig lautet der Originaltitel Twelfth Night; or What You Will. Denn in den zwölf Raunächten zwischen Weihnachten und Dreikönigstag feierten die Menschen ausschweifende, dem Karneval ähnliche Feste gegen das Grauen und die Ängste vor der winterlichen, der eigenen Dunkelheit. Inszenierung: Burkhard C. Kosminski Bühne: Florian Etti Kostüme: Ute Lindenberg Musik: Hans Platzgumer Licht: Rüdiger Benz Choreografie: Louis Stiens Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Dauer – ca. 2:10 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Die Präsidentinnen

Schauspiel Stuttgart

Allzu gerne würden sie einen Zipfel vom Glück erhaschen und bleiben doch nur die Präsidentinnen ihres Unglücks: die Mindestpensionistinnen Erna und Grete. Erna hat sich der Religion und der Sparsamkeit verschrieben, gießt ihren Kaffee mit Toilettenpapier auf und trägt eine Pelzhaube von der Mülldeponie. Sie sorgt sich um ihren Sohn Herrmann, der dem Alkohol zuspricht und nicht im Traum daran denkt, ihr Enkel zu schenken. Grete, von ihrem Mann für eine Achtzehnjährige verlassen, hat sich ihren Dackel Lydia zur neuen Lebenspartnerin erkoren. Mariedl, die dritte im Bunde, ist Klofrau von Beruf und aus Berufung. Gegen die Verlockungen der Liebe sind sie dennoch nicht gefeit. Erna träumt von einer Liaison mit dem örtlichen Fleischer, dem Wottila Karl, und Grete fantasiert sich eine Zukunft als Gutsherrin mit dem feschen Musikanten Freddy herbei. Mariedl hingegen würde gerne einmal unter dem Jubel einer großen Menge ihre Meisterschaft unter Beweis stellen. Ihre Tagträume arten in eine erbitterte Zimmerschlacht aus, an deren Ende eine der drei auf der Strecke bleibt. Werner Schwab zündet in seinem längst zum modernen Klassiker avancierten „Fäkaliendrama“ ein komödiantisches Feuerwerk. Seine Präsidentinnen sind Königinnen ihres Leids. Gefangen in ihren Lebenslügen sitzen sie auf einem Vulkan unterdrückter Sehnsüchte und unerfüllter Begierden. „Das sind Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn“, schrieb Schwab über sein infernalisches Frauen-Trio. Inszenierung: Amélie Niermeyer Bühne: Christian Schmidt Kostüm: Kathrin Brandstätter Mitarbeit Bühne: Helen Stichlmeir Musik: Imre Lichtenberger Bozoki Mitarbeit Musik: Jacob Suske Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Christina Schlögl Dauer: ca. 1:25 Std, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Der Bau

Schauspiel Stuttgart

Kafkas Erzählung Der Bau ist das Protokoll einer unterirdischen Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert sind. Er beschreibt eine Art Menschentier, eben ein kafkaeskes, denkendes Tier. Das Wesen lebt in einem gedanklichen Kreuzzug, im permanenten Ausnahmezustand, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge, gegen das Fremde. Das kleinste Geräusch ist Maximal-Stress für den Erschaffer. Der Bau ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, indem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen, Männer unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn. Regie und Einrichtung: Max Simonischek Bühne: Besim Morina Kostüme: Modedesign Basman & Joel Basman Beratung Sound: Daniel Freitag Beratung Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Gefördert durch die Reinhold Otto Mayer Stiftung Dauer – ca. 1 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Das Por­tal

Schauspiel Stuttgart

Das traditionsreiche Theater Helios pfeift aus dem letzten Loch. Generalintendant Geldoff kämpft wie ein Ertrinkender um seine Vertragsverlängerung. Nur ein großer Theaterabend könnte die Zukunft der Bühne sichern – und so setzt er alles auf eine Karte und engagiert einen erfolgreichen und teuren Jungregisseur, der mit dem Portal die Gunst der lokalen Kulturpolitik zurückgewinnen soll. Chefdramaturg Eisenstern hat derweil eigene Pläne. Denn er ist gerade dabei, einen Putsch zu planen, um das in seinen Augen fehlgeleitete Theater unter seine Führung zu bekommen. Und so zerren die beiden graue-Eminenz-artig an der Theaterproduktion. Aber das ist nur einer von zig kleineren, größeren (und allergrößten) Nebenschauplätzen in dieser schrillen Tour de Farce. In der Wimmelwelt des Theaters denkt nämlich kaum jemand an etwas anderes als an sich selbst. Und so entgeht den in Kleinkriegen verstrickten Mitarbeiter:innen auch völlig, dass der immer mehr unter Druck geratende Geldoff im Kellergedärm des Theaters als letztes Mittel das Portal in die Untiefen der dämonischen Dionysien öffnet und so das Chaos vollendet… Diese doppelte und dreifache Überdrehung aller Theaterklischees ist eine Hommage an das komplexe, oft paradoxe, schöne und grausame Gebilde „Theater“ als einen Ort, an dem das Streben nach dem Höchsten manchmal krachend mit dem Streben nach dem Niedrigsten kollidiert. Inszenierung/Bühne: Herbert Fritsch Kostüme: Bettina Helmi Live-Musik: Charlie Casanova Licht: Jörg Schuchardt Dramaturgie: Sabrina Zwach Dauer – ca. 1:50 Std., keine Pause
Aufführungen | Musical

Cabaret

Schauspiel Stuttgart

nach den „Berlin Stories“ von Christopher Isherwood Willkommen, bienvenue, welcome / Fremder, étranger, stranger / Schön, dass ihr da seid / Je suis enchanté! / Happy to see you … – singt der Conférencier und verführt seine Gäste in die zwielichtige Unterwelt des Kit Kat Clubs. Es sind die 1920er Jahre in Berlin. Eine Zeit, geprägt von extremer Armut und hemmungslosem Genuss, in der man den eigenen Körper für ein bisschen Lebenslust verkauft. Hier verliebt sich der amerikanische Schriftsteller Clifford Bradshaw in die Sängerin Sally Bowles. Sie ist der gefeierte Star der Show und träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Clifford schlägt sich als Englischlehrer durch und schreibt an einem Roman. Als Sally arbeitslos wird, zieht sie zu dem jungen Schriftsteller. Sie werden ein Paar und planen eine gemeinsame Zukunft. Auch Cliffords Pensionswirtin, das Fräulein Schneider, ist frisch verliebt. Sie möchte den jüdischen Gemüsehändler Schulz heiraten. Doch der beginnende faschistische Terror lässt die privaten Träume schnell zerplatzen. Nazischergen zerstören das Gemüsegeschäft. Fräulein Schneider nimmt von ihren Heiratsabsichten Abstand. Cliffords Freund, der Devisenschmuggler Ernst Ludwig, entpuppt sich als Handlanger der braunen Gewalt. Die politische Gefahr vor Augen, will Clifford Deutschland zusammen mit Sally verlassen. Doch sie entscheidet sich für ihre Karriere und bleibt in Berlin. Das Musical Cabaret erzählt von der Liebe in den Wilden Zwanzigern und von ihrem Scheitern angesichts der nationalsozialistischen Machtergreifung. Cabaret basiert auf den autobiografischen Erzählungen des britisch-amerikanischen Schriftstellers Christopher Isherwood (1904–1986). Angezogen von dem Ruf und der sexuellen Freizügigkeit der Stadt Berlin, war Isherwood nach einem abgebrochenen Medizinstudium 1929 nach Deutschland gekommen, um einen großen Berlin-Roman zu schreiben. Seine Erlebnisse aus dieser Zeit veröffentlichte er in dem Buch Good bye to Berlin (1939). 1933 emigrierte er nach Kalifornien, wo er als Drehbuchautor arbeitete. In den 1950er Jahren wurde er zu einer Ikone der Schwulen- und Lesbenbewegung, weil er sich als einer der ersten prominenten Autor:innen zu seiner Homosexualität bekannte. Regie: Calixto Bieito Musikalische Leitung: Nicholas Kok Musikalische Einstudierung: Marcos Padotzke Bühne: Calixto Bieito, Helen Stichlmeir Kostüm: Paula Klein Licht: Rüdiger Benz Choreographie: Juanjo Arqués Gesangscoach: Philipp Büttner Choreographische Assistenz: Daura Hernández García Musikalische Assistenz: Antonio Palesano Dauer – ca. 2:30 Std., eine Pause In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Jeeps

Schauspiel Stuttgart

Deutschland im Herbst in einer nahen (?) Zukunft, das Bürgergeld heißt wieder Hartz IV, die Jobcenter existieren noch, das System des Nummer-Ziehens bewährt sich nach wie vor. Doch der Aufgabenbereich der Sachbearbeiter hat sich ausgedehnt. Gabor und Armin sind mittlerweile die Hüter der Erbschaftslotterie, denn das natürliche, altbekannte Erbrecht wurde reformiert, und Hinterlassenschaften werden nun per Losentscheid verteilt. Somit haben alle die Chance, etwas von den jährlich in Deutschland vererbten 400 Milliarden Euro zu bekommen. Silke revoltiert; ist es fair, dass das Vermögen ihres Vaters, für das er ein Leben lang schuften musste, verlost wird und nicht in ihr Start-up fließen kann? Maude dagegen frustrieren als Hartz IV-Betroffene ganz andere Umstände. In den heiligen Hallen der Agentur für Arbeit treffen diese vier Menschen aufeinander und liefern sich einen rasant pointierten Schlagabtausch um das große Los. Nora Abdel-Maksoud stellt in ihrer zugespitzten Gesellschaftssatire das Privileg der Geburt in Frage. An ein tiefes soziales Sicherheitsbedürfnis anknüpfend, verhandelt sie präzise die strukturellen Bedingungen einer Gesellschaft, in der Klassenunterschiede gleichzeitig wirken und negiert werden. Provokant und raffiniert seziert Abdel-Maksoud das volatile Selbstverständnis jenes Wohlstandsbürgertums, dass sich partout nicht oberhalb des Mittelstands verorten will, im Verhältnis zu ihrem Kapital. Inszenierung: Sebastian Kieẞer Bühne / Kostüme: Ariane Königshof Licht: Walter Bühler Dramaturgie: Lennart Göbel Dauer – ca. 1:30 Std, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Der erste Mensch

Schauspiel Stuttgart

Die Schule ein Ort, der einem den Blick auf das Leben öffnet? Ein junger Schüler, für den das Lernen ein wildes Abenteuer ist, bei dem ihm täglich neue Welten erschlossen werden? Der kleine Albert Camus hat das so erlebt. Moderne Bildungspolitiker und Pädagogen müssen sich irritiert die Augen reiben, wenn sie seine Geschichte hören. In einem sensationellen erzählerischen Parforceritt entführt Tobias Moretti sein Publikum in dieser emotionalen Theaterproduktion als Ich-Erzähler in eine Welt voller Armut, Lebensfreude und „natürlicher Schönheit“. Die Musik des Orchestre du Soleil liefert den mitreißenden Soundtrack zu diesem hochaktuellen Stück über das „Abenteuer Bildung“, an dessen Ende ein Mann, der als Kind in einer Familie von Analphabeten aufwächst, mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wird. Es ist die Kindheits-Geschichte des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus. In dessen autobiographischen Roman Der erste Mensch begibt sich der Protagonist auf die Suche nach seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist und den er nie kennengelernt hat. Damit beginnt für den Erzähler eine Reise zurück in seine Kindheit. Er kehrt heim in die Hitze Algiers, in die Armut und die Unschuld. Er lässt seine Kindheit Revue passieren, beschreibt - so humorvoll wie berührend und in einer Sprache von poetischer Schönheit - die freie Schwerelosigkeit am Strand, in der Sonne, im Meer. Er erinnert sich an die Rebhuhn-Jagd in der Wüste, zu der er mit seinem Onkel oft am frühen Morgen aufbricht - und vor allem: an das Abenteuer Schule, das ihm eine völlig neue Welt eröffnet. TEXTBEARBEITUNG, PRODUKTION, INSZENIERUNG: Martin Mühleis KOMPOSITION: Christoph Dangelmaier KOSTÜME / BÜHNENBILD: Lucia Faust LICHTDESIGN: Birte Horst
Aufführungen | Schauspiel

Book­pink

Schauspiel Stuttgart

Eine Kooperation mit der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart „Verdammt, was war es nochmal, worum ich mich kümmern sollte?!“, denkt sich die Tagesform beim Blick in den Spiegel. Während sie daliegt, lethargisch produktiv, der Fotosynthese nachgehend, ereignet sich in ihrem unentdeckten Kosmos, der sich ihrem Blickfeld aufdrängt und doch nicht zu erspähen ist, ein frivoles Spektakel. Die Vögel sind es, die engelsgleich des Menschen Abgesang und Lobeshymne zwitschern und dabei in menschenähnlicher Manier die Abgründe und Visionen einer Gesellschaft beschwören. Vom Dreckspfau aus prekären Verhältnissen über die esoterische Pute und den scheinbar sprachlosen Bussard bis hin zu vermeintlich maskulinen Meisen – nichts scheint hier ganz real, wenn die Zeit in Zigarettenlängen angegeben wird und der Raum dem April gleicht. In diesen Sphären scheint es ein Leichtes, die schweren Fragen des Daseins im Hier und Jetzt zu stellen. Doch wer antwortet, wer läuft mit, wer trägt Verantwortung und wer bleibt am Ende sprachlos zurück? Caren Jeß zeigt uns mit ihrem dramatischen Kompendium Bookpink den Vogel. In sieben animalischen Miniaturen seziert die Autorin bitterböse und humorvoll Dynamik, Depression und Dialektik einer vielseitigen Gemeinschaft. Die Regisseurin Katrin Hammerl geht mit den Schauspiel-Absolvierenden der HMDK auf eine pointierte Reise ins Reich der sonst so wortlosen Wesen. Inszenierung: Katrin Hammerl Kostüme / Bühne: Elisabeth Vogetseder Musik: Xenia Wiener Video: Robert Seidel Licht: Michael Frank Dramaturgie: Lennart Göbel, Maura Münter Dauer – ca. 1:20 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Der Weg zu­rück

Schauspiel Stuttgart

Sieht so die Zukunft aus? Forschungslabore und Fernsehstudios werden in Brand gesetzt, Universitäten gestürmt. „Die Regression“ heißt die gewalttätige Bewegung, die sich die technische, kulturelle und politische Demontage unseres Zeitalters auf die Fahnen geschrieben hat, denn der uneingeschränkte Fortschrittsglaube habe die Menschheit an den Rand des Abgrunds geführt. Ein nationaler Regressionsrat verkündet: Wissen ist Qual, Nichtwissen ein Segen. Kenntnisse auf den Feldern der Wissenschaft und Medizin werden negiert, die Kommunikation wird vereinfacht, Religion abgelehnt, Kunst und Kultur zensiert. Innerhalb von 100 Jahren entwickeln sich die zivilisatorischen Errungenschaften schrittweise zurück, und die Gesellschaft wird wieder in einen archaischen Zustand versetzt. Der britische Dramatiker Dennis Kelly entwirft ein radikales Gedankenexperiment und erzählt sein satirisch überspitztes Zukunftsszenario als Familiengeschichte über fünf Generationen. Im Mittelpunkt steht jeweils die Jugend: Dawn, Tochter des Gründers der Bewegung, opfert ihre Liebe für die Ideale, ihre Kinder propagieren den Überwachungsstaat, ihr Enkel leistet Widerstand in einer zunehmend barbarischen Umgebung. In einer Zeit, in der der Radius des Wissens auf ein Minimum beschränkt worden ist, wird Dawns Urenkelin die Zukunft jedoch neu befragen. Sind wir die letzte Generation, die imstande ist, die Weichen für das Überleben der Menschheit zu stellen? Wer weiß, welche Wege und Irrwege künftig beschritten werden? Der Weg zurück zielt mitten ins Herz unserer verunsicherten Gegenwart. Inszenierung: Selma Spahić Bühne: Lili Anschütz Kostüme: Selena Orb Musik: Alen Sinkauz & Nenad Sinkauz Bewegungscoach: Ena Kurtalić Licht: Marc Döbelin Dramaturgie: Carolin Losch Dauer – ca. 1:35 Std, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Der große Wind der Zeit

Schauspiel Stuttgart

Libby hat gerade ihren Militärdienst beendet und arbeitet als Verhörspezialistin für die israelische Armee. Aber sie hat den Teufelskreis von Gewalt und Repressalien statt. Als sie dem palästinensi­schen Studenten Adib begegnet und ihm näher kommt, nimmt sie sich eine Auszeit. Sie besucht ihren Großvater Dave in seinem Kibbuz in der Wüste. Dort stößt sie auf die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Eva, die Anfang des 20. Jahrhun­derts nach Palästina kam. Hier gründete sie mit anderen jungen Leuten einen Kibbuz, in dem ihr Sohn Dave als Einziger immer noch lebt. Mit Evas Tagebüchern begibt Libby sich in die Vergangen­heit einer mutigen Frau, die Mann und Kind zu­rücklässt, um in Deutschland Tänzerin zu wer­den. Im Berlin der 1930er-Jahre lernt sie die Theaterszene um Bertolt Brecht kennen und wird mit dem aufkommenden Nationalsozialismus konfrontiert. Der große Wind der Zeit erzählt eine Familiengeschichte über vier Generationen, ver­woben mit den dramatischen Ereignissen der letz­ten 100 Jahre. Die Vergangenheit spiegelt sich in der Gegenwart und prägt schließlich die Zukunft. Inszenierung: Stephan Kimmig Bühne: Katja Haß Kostüme: Anja Rabes Musik: Max Braun Choreografie: Michèle Seydoux Licht: Sebastian Isbert Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Dauer – ca. 2:30 Std., eine Pause In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Offene Zweier­beziehung

Schauspiel Stuttgart

Ein Mann und eine Frau. Einst liebten sie sich vielleicht, doch davon ist nur wenig geblieben. So weit nichts Neues. Um sich aus dem Trott zu befreien, beschließen sie, ihre Beziehung zu öffnen. Vielmehr öffnet er, und sie zieht mit – oder versucht es zumindest. Während er ihr täglich neue Kandidatinnen präsentiert, fällt es ihr schwerer, einen Liebhaber zu finden. Die Anforderungen an Frauen auf dem Datingmarkt sind leider Gottes ungleich höher. Zudem fehlt ihr das aufrichtige Interesse, tatsächlich einen neuen Partner zu finden. Ihre Strategie: emotionale Erpressung in Form einer Reihe kreativer Selbstmordversuche, die das alte Feuer des Ehemanns wieder auflodern lassen sollen. Wo einmal Liebe war, scheint inzwischen allerdings nur noch Achtung zu sein. Als sie dann einen jungen, gut aussehenden Professor kennenlernt, steht ihr Mann wiederum kurz vor dem Selbstmord. Die Beziehung liegt offen und mit ihr all die Gefälle und Ungleichgewichte, die Grenzen von Treue und Eifersucht, die Freiheiten, die man sich nimmt und die, die man bereit ist zu geben. In der gefeierten Tragikomödie aus dem Jahre 1983 macht das italienische Autor:innenduo Dario Fo und Franca Rame das Publikum zu Anwälten im Aushandlungsprozess einer scheiternden Partnerschaft. Scharf pointiert führt dieses Werk auch in Zeiten der fluiden Beziehungsmodelle und des Onlinedatings die Scheinheiligkeiten und Widersprüche der bürgerlichen Zweisamkeit vor. Inszenierung / Bühne: Andreas Kriegenburg Kostüme: Andrea Schraad Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Ingoh Brux Dauer – ca. 1:30 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

John Gabriel Borkman

Schauspiel Stuttgart

Aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler In einer Bearbeitung von Daniela Löffner Der ehemalige Bankdirektor John Gabriel Borkman ist tief gefallen. Für ein privates Investment hat er Kundengelder veruntreut und sich dabei verspekuliert. Das Gericht verurteilt Borkman zu einer mehrjährigen Haftstrafe, während sich seine Ehefrau Gunhild und der gemeinsame Sohn Erhart mit dem finanziellen Ruin und der gesellschaftlichen Ächtung abfinden müssen. Nach seiner Entlassung lebt er beinahe vollständig isoliert zusammen mit seiner Frau auf dem Gut, das seine Schwägerin Ella Rentheim ihnen großzügig zur Verfügung stellt. Seit acht Jahren haben sich die Eheleute weder gesprochen noch gesehen. In einer kalten Winternacht kommt die mittlerweile totkranke Ella unerwartet zu Besuch. Zwischen den Schwestern bricht ein unerbittlicher Kampf um Erhart den einzigen Erben der Familie aus. Gleichzeitig rechnen die Frauen mit John Gabriel Borkman ab – beide auf ihre Weise. Während vergangene Komplotte ans Licht gezerrt werden, bricht der Sohn gemeinsam mit seiner um einige Jahre älteren Liebhaberin Fanny Wilton sowie der hochbegabten Musikstudentin Frida Foldal in eine unbelastete Zukunft auf, in der Hoffnung ihr Glück gemeinsam zu finden. Die Regisseurin Daniela Löffner holt das Spätwerk des norwegischen Dichters aus dem Jahre 1896 in die Gegenwart. Sie zeigt, wie ein Finanzskandal eine Familie in den Abgrund reißt und fragt nach dem Schuldbewusstsein, wenn Selbstlügen entlarvt werden. Inszenierung: Daniela Löffner Bühne: Fabian Wendling Kostüme: Daniela Selig Musik: Matthias Erhard Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Sabrina Hofer Dauer – ca. 2:05 Std., keine Pause
Aufführungen | Oper

Götterdämmerung

Oper Stuttgart

Dritter Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen in einem Vorspiel und drei Aufzügen Dichtung vom Komponisten Der Blick auf die Welt ist zersplittert. Selbst die Nornen, die dafür sorgen, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sinnvoll und richtig ineinandergreifen, können die einzelnen Bruchstücke nicht mehr zusammenbringen. Die Wahrheit zerfällt zu Beginn der Götterdämmerung zu Visionen. Im vierten Teil des multiperspektivischen Ring des Nibelungen an der Staatsoper Stuttgart gehen Regisseur Marco Štorman und Generalmusikdirektor Cornelius Meister den verschiedenen Erzählungen nach, aus denen sich die Götterdämmerung zusammensetzt, und bringen den Ring damit ans Ende – und den Anfang. Die Vorstellungen der beiden Zyklen von Der Ring des Nibelungen im Frühjahr 2023 können vorerst nur im Paket mit allen vier Vorstellungen in den Preisgruppen I-IV erworben werden. Noch verfügbare Einzelkarten gehen mit den üblichen Vorverkaufsdaten (datumsgleich zwei Monate vor der jeweiligen Vorstellung) in den Online-, Telefon- und Schalterverkauf. Regie: Marco Štorman Bühne: Demian Wohler Kostüme: Sara Schwartz Licht: Kai Luczak Chor: Manuel Pujol Dramaturgie: Ingo Gerlach In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: max. 6 Stunden inkl. Pausen (unter Vorbehalt) Altersempfehlung ab Klasse 10 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Aufführungen | Oper

Das Rheingold

Oper Stuttgart

Vorabend des Bühnenfestpiels Der Ring des Nibelungen in vier Bildern Dichtung vom Komponisten Gold oder Liebe? Am Anfang der Tetralogie steht eine folgenschwere Wahl, die strenggenommen keine ist. Weil Alberich die Liebe verwehrt bleibt, entsagt er ihr auf ewig und bringt sich in Besitz des glitzernden Rohstoffs, der zum Ring geschmiedet Herrschaft über alle Kreatur verspricht. Mit diesem Kardinalfehler setzt Wagner seine große Welt-Erzählung in Gang, in der auch andere – und sei es kurzzeitig – die Liebe für die Aussicht auf Machtgewinn eintauschen werden, was über kurz oder lang zum Kollaps führt. Stephan Kimmig zeigt den mythischen Urbeginn als traurig-groteskes Endzeitspiel. Götter, Riesen und Zwerge treffen in den Ruinen eines Nachtzirkus aufeinander: Spielfläche für die Erkundung schwindelerregender Höhenflüge und Absturzängste, aber auch Metapher für eine im rasenden Stillstand feststeckende Welt, wo drei Rheintöchter der Generation postmillennial unbeirrt nach Wegen in die Zukunft suchen. Regie: Stephan Kimmig Bühne: Katja Haß Kostüme: Anja Rabes Licht :Gerrit Jurda Video: Rebecca Riedel Choreografie: Bahar Meric Dramaturgie: Miron Hakenbeck in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 2 Std. 30 min., keine Pause Altersempfehlung: ab Klasse 8 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Aufführungen | Oper

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Oper Stuttgart

Premiere: 11.5.2024 Oper in drei Akten Libretto von Bertolt Brecht 1930 schufen Kurt Weill und Bertolt Brecht einen neuen Typus der großen Oper, radikal in Unterhaltsamkeit wie auch Kritik. Mit dem Witz des epischen Theaters, dem musikalischen Esprit von schrammeligen Kneipensongs und Musik der Avantgarde bauten sie die Fabel einer an den eigenen Utopien zugrunde gehenden Paradiesstadt, in der es nur noch eine Todsünde gibt – die Zahlungsunfähigkeit. Regisseurin Ulrike Schwab untersucht mit einem jungen Ensemble, wer es heute überhaupt noch wagen würde, von einer besseren Zukunft zu träumen. Regie: Ulrike Schwab Bühne: Lena Schmid, Pia Dederichs Kostüme: Rebekka Dornhege Reyes Licht: Jakob Flebus Dramaturgie: Franz-Erdmann Meyer-Herder, Julia Schmitt in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab Klasse 8 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.

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