Aufführungen / Oper
Staatsoper Stuttgart
Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
- Heute: Il barbiere di Siviglia / Der Barbier von Sevilla
- Turandot

- Theaterfest am Eckensee
- Eine Reise durchs Opernhaus
- Einblicke
- Lucia di Lammermoor
- Tosca
- I Did It My Way
- Die Oper Stuttgart zählt zu den bedeutendsten europäischen Opernhäusern und ist zugleich Teil des größten Mehrspartenhauses Europas.
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
Zwischen zwei Menschen entsteht manchmal, wie selten, eine Welt
Schauspiel Stuttgart
Premiere: 26.9.2026 Hannah Arendt gibt die Welt nicht auf, sie will sie verstehen. Denn Verstehen bedeutet für sie „die spezifisch menschliche Weise, lebendig zu sein“, aber auch „unvoreingenommen und aufmerksam der Wirklichkeit, wie immer sie ausschauen mag, ins Gesicht zu sehen und ihr widerstehen“. Faschismus, Konformismus und Gewalt prägten ihr Leben. Verstehen-Wollen war dabei auch eine Form des Widerstands. Den Mut dazu schöpfte sie aus dem ihr eigenen Urvertrauen, dem „Weltvertrauen“ des gemeinsamen Menschseins. Für sie ist Denken ein innerer Dialog, der erst im Austausch mit anderen entsteht. Aus Begegnungen mit bedeutenden Intellektuellen ihrer Zeit wurden intensive Freundschaften, wie mit Günther Anders (mit dem sie für kurze Zeit verheiratet war), Karl Jaspers, Walter Benjamin, Hans Jonas, Gershom Scholem, Theodor W. Adorno oder mit ihrem zweiten Mann Heinrich Blücher. In diesen Freundschaften fand sie eine Heimat, die sie mit dem Nationalsozialismus verloren hatte. 1924 begann Hannah Arendt bei Martin Heidegger Philosophie zu studieren. Ein geheimes Liebesverhältnis mit dem verheirateten Heidegger war die Folge. Trotz seines Engagements im Nationalsozialismus sowie seiner Mitgliedschaft in der NSDAP – die einen tiefen Bruch in der Beziehung nach sich zog – blieb eine lebenslange, intellektuelle und persönliche Verbundenheit bestehen. Elfriede Jelineks Theatertext Totenauberg, angelehnt an Todtnauberg, wo Heidegger zeitweise lebte, setzt sich ebenso mit dessen zerstörerischem Naturkult wie mit der Beziehung zu seiner Meisterschülerin auseinander. Anders als Heideggers berüchtigtes Schweigen brachte Arendt die Vergangenheit vielstimmig zum Sprechen: die eigene Flucht, den nationalsozialistischen und den stalinistischen Terror. 1961 verfolgte sie, inzwischen amerikanische Staatsbürgerin, als Reporterin den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Die Inszenierung nähert sich dieser unbestechlichen Denkerin des 20. Jahrhunderts basierend auf ihren eigenen Briefen und Texten sowie auf Jelineks Stück. Sie findet an unterschiedlichen Orten im Schauspielhaus statt. Inszenierung: Burkhard C. Kosminski Bühne: Florian Etti Kostüme: Ute Lindenberg ab Klasse 10
Aufführungen
| Schauspiel
15 Minutes of Fame
Schauspiel Stuttgart
nach Motiven aus Peer Gynt von Henrik Ibsen "Wart nur, bis ich was gemacht, Recht was Großes, gib nur acht” – Henrik Ibsen, Peer Gynt Wenn die Scheinwerfer ausgeh'n, bin ich unsichtbar Ich bin ein Superstar, Baby, das ist googlebar – KIZ Henrik Ibsen entwirft mit Peer Gynt einen Antihelden, der sich aller Mittelmäßigkeit zum Trotz selbst zum bedingungslosen Spektakel macht. Er hinterlässt uns damit eine Projektionsfläche für den modernen Geltungsdrang und den selbstsüchtigen Menschen unserer Zeit, der sich selbst verkauft, um gesehen und erinnert zu werden. In dieser Überschreibung des Klassikers ist Peer Gynt eine Frau. Ihr Traum vom Erfolg beginnt mit ihrer Geburt und einem einzigen Wort: Ich. Von da an entwirft sie ihr Leben als Projekt und sich selbst als Geschichte, die erzählt werden will. In der Show ihres eigenen Lebens, in der keine Andere als Peer die Hauptrolle spielen darf, begibt sie sich auf die Suche nach ihrer eigenen Größe. Peer, Pop-Ikone seit Tag eins. Peer, die aufsteigt, rauscht, auf Händen getragen und gefeiert wird. Aber wofür eigentlich? Peer verwandelt die Menschen und Erlebnisse aus ihrem Leben in verwertbares Material und formbare Narrative, Figuren werden austauschbar. Aber was hat Peer eigentlich wirklich erreicht? Hat sich das alles gelohnt? Persönliche Erinnerungen vermischen sich mit dem Phantasma eines Ichs zur Inszenierung eines spektakulären Biopics. Denn eins ist sicher: wenn sich niemand an uns erinnert, hat es uns vielleicht nie gegeben. Eine Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg Inszenierung: Emma Scharff Bühne: Lina Determann / Jette Schwabe Kostüme: Paula Lindenmann, Emilia Parada Berger Musik: Jel Woschni Video: Nils Eberwein Licht: Michael Frank Text und Choreografie: Emma Scharff Dramaturgie (Text): Armin Behrem Dramaturgie (Produktion): Nina Brauch Dramaturgie (Outside Eye): Linda Graf Dauer: ca. 1:00 Std., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Sommersonnenwende
Schauspiel Stuttgart
Sommersonnenwende, 21. Juni: Ein Haus mit großem Garten, viele Gäste, es duftet nach Rosmarin – was für ein herrlicher Abend! Isabel und Albert geben eine Party. Plötzlich steht Isabels Bruder Victor samt Familie und Hund auf der Terrasse! Wer hat die eingeladen? Isabel hat nach dem Tod ihres Vaters das Haus geerbt, Victors Familie den elterlichen Schlachthof und das gesamte Geld, „die Schweine“, denkt sich Albert. Zudem sind Isabel und Albert seit kurzem nicht mehr allein in ihrer großen Villa. Sie haben ein kleines Mädchen namens Amina aus dem Ausland aufgenommen und adoptiert. Soll diese „Fremde“ irgendwann etwa das gesamte Anwesen erben und alles, was dazu gehört stillschweigend „übernehmen“, graut es Victor und Patrizia. Doch es heißt Contenance bewahren, denn Familie ist Familie, und die kann man schließlich nicht ausladen. Aber warum ist eigentlich das Gartenhaus „besetzt“? Das war doch Vaters Mausoleum. Woher hat der Hund den Knochen und was verbirgt sich bloß in der blutigen Mülltüte? Zwischen Fleischbällchen, Tupperwaren und vielen Drinks offenbart eine Sommernacht heftige familiäre Auseinandersetzungen, bei denen niemand seinen Kopf verlieren möchte. In Roland Schimmelpfennigs neuem Stück wird ein Familienfest zum Schauplatz von Reibungen, Zwängen und unbewussten Zerstörungslaunen. Die Macht der Familie und alter Rollen, in die man, längst erwachsen, wieder fällt, blitzen mal komisch, mal bedrohlich auf, bis die bürgerliche Fassade des vertrauten Heims unheimlich zu bröckeln beginnt. Dabei erzählt Schimmelpfennig nicht nur von familiären Konflikten, sondern auch von einer gesellschaftlichen Gegenwart, in der Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und vermeintlich schützenswertem Erbe zunehmend politisch aufgeladen werden und unterschwellig rechtes Denken in die Mitte eines liberalen Bürgertums zurückkehrt – nicht als plötzlicher Einbruch von außen, sondern als schleichende Verschiebung innerhalb vertrauter familiärer Strukturen: „Wie schön, dass ihr da seid!“ Inszenierung: Daniela Löffner Bühne: Claudia Kalinski Kostüme: Katja Strohschneider Komposition: Matthias Erhard Licht: Ralf Strobel Dramaturgie: Benjamin Große Ab Klasse 9 Dauer: ca. 1:25 Std., keine Pause
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| Schauspiel
Die Politiker
Schauspiel Stuttgart
Wer sind eigentlich „die Politiker“? Vieles kann man über sie sagen. Man kann sie loben, sie beschimpfen. Unter all den Projektionsflächen, die sich unserer Gesellschaft bieten, ist das Berufsbild von Politiker*innen besonders geeignet. Sie bieten unendlich viel Raum für Erwartungen, Interpretationen, Diskussionen, Emotionen, Wünsche und Enttäuschungen in all dem, was sie angeblich nicht können, was sie müssen, sollen oder überhaupt dürfen. Aber niemand kommt an ihnen vorbei, kann sich ihnen entziehen. Denn zu viel steht für uns auf dem Spiel. So denken wir jedenfalls. Und wie geht es den Politiker*innen selbst? Sind sie nicht auch sehr einsam und allein, da oben in der Schaltzentrale der Macht? Man kann Die Politiker von Wolfram Lotz ein absurd-komisches Theatergedicht mit dadaistisch-verdrehten Betrachtungen nennen, einen assoziativen Gedankenstrom, einen Monolog eines lyrischen Ichs, ein Zwiegespräch mit offenem Ausgang oder einen ironischen Kommentar zu unserer Zeit. Der Autor selbst bezeichnet seinen Text hingegen als „Selbstgespräch am offenen Fenster“. Wolfram Lotz hat seinen Theatertext 2019 geschrieben – also vor der Coronapandemie, dem Krieg in der Ukraine, dem Angriff der Hamas auf Israel und der Wiederwahl Trumps. Und dennoch hat er nichts an Aktualität eingebüßt, ganz im Gegenteil. Zwingender denn je ist die anhaltende Beschäftigung mit unseren Politiker*innen, drängt dieser Text auf die Bühne. Inszenierung: Alexander Eisenach Bühne: Stella Lennert Kostüme: Claudia Irro Musik: Benedikt Brachtel, Sven Michelson Video: Oliver Rossol Licht: Rudolf Schlegel Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 9 Dauer: ca. 1:30 Std, keine Pause
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| Ballett
Romeo und Julia
Stuttgarter Ballett
Es ist Liebe auf den ersten Blick und gleichzeitig eine Liebe, die nicht sein darf. Nur eine Nacht wird den Liebenden gegönnt, danach trennt der gegenseitige Hass ihrer jeweiligen Familien das berühmte Liebespaar – das wohl bekannteste aller Zeiten – für immer. William Shakespeares Tragödie um die verfeindeten Familien Montague und Capulet, deren Kinder zueinander finden und den tief verankerten Hass überwinden, hat unzählige KünstlerInnen inspiriert. Auch John Cranko nahm sich 1962 des zeitlosen Stoffes an und schuf damit eines seiner beliebtesten Ballette. Weltweit wird sein Romeo und Julia bis heute gefeiert; auch zuhause in Stuttgart bildet es weiterhin einen Eckpfeiler im Repertoire der Compagnie. Mit ergreifenden Pas de deux, hitzigen Fechtkämpfen, prächtigen Bällen und temperamentvollen Karnevalsszenen erweckt Cranko das Treiben Veronas zum Leben. Seinen träumerischen Romeo, seine ungestüme Julia, seinen draufgängerischen, herumalbernden Mercutio und den eiskalt funkelnden Bösewicht Tybalt zeichnet er so klar, dass man von Anfang an in den Sog der nicht aufzuhaltenden Ereignisse hineingezogen wird. Von den schwindelerregenden Höhen neu gefundener Liebe stürzt man mit den ProtagonistInnen in einen Strudel sinnloser Gewalt bis hin zum erschütternden Tod. Zu Sergej Prokofjews überwältigender Musik und vor dem Hintergrund von Jürgen Roses opulenter Ausstattung entfalten sich die Szenen auf den lichtdurchfluteten Straßen Veronas gerade so, als wären sie direkt aus einem Gemälde der italienischen Renaissance entsprungen. Choreographie und Inszenierung: John Cranko Musik: Sergej Prokofjew Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose Musikalische Leitung: Mikhail Agrest / Wolfgang Heinz; Staatsorchester Stuttgart Dauer: I. Akt: 51 Minuten Pause: ca. 20 Minuten II. Akt: 30 Minuten Pause: ca. 20 Minuten III. Akt: 37 Minuten
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| Gala
Gala - Ballett im Park
Stuttgarter Ballett
20 Jahre Ballett im Park! 2007 wurde das erste Mal eine Ballettvorstellung live aus dem Opernhaus in den Oberen Schlossgarten übertragen. Mittlerweile hat das kostenlose Freiluft-Event Kultstatus erreicht. Mit einer grandiosen Gala wird der Geburtstag des Public Viewing gefeiert: In Ausschnitten aus dem klassischen Repertoire sowie modernen Stücken stehen mal Solist*innen im Vordergrund, mal blickt das gesamte Ensemble zurück auf die Erfolgsgeschichte von Ballett im Park. Auf die Gala am Samstagabend folgt das Programm der John Cranko Schule am Sonntagvormittag. Mit spritziger Moderation von Sonia Santiago und buntem Rahmenprogramm verspricht Ballett im Park bestes Sommervergnügen. Eintritt frei! Für Bewirtung sorgt wie in jedem Jahr unser Haus-Caterer Kulturgastronomie Scholz. Eintritt frei – Bestuhlung auf der Wiese nicht gestattet – Kissen und Decken erlaubt – Gläser, Glasflaschen und Dosen aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Wir bitten zu beachten, dass aus Sicherheitsgründen nur eine bestimmte Besucherzahl auf dem Veranstaltungsgelände Platz findet. Der Veranstalter behält sich vor, das Veranstaltungsgelände bei Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl vorzeitig zu schließen. Es gilt die Hausordnung der Staatstheater Stuttgart.
Aufführungen
| Tanz
Ballett-Matinee der John Cranko Schule
Stuttgarter Ballett
Schüler*innen der John Cranko Schule Im Opernhaus präsentieren sich die Talente der John Cranko Schule für das Publikum. Die Schüler*innen beweisen bei ihrem Programm, dass sie das klassische wie das moderne Fach beherrschen und stecken mit ihrer Tanzfreude Groß und Klein an – der ultimative Tanzgenuss!
Aufführungen
| Ballett
Mayerling
Stuttgarter Ballett
Mayerling blickt hinter die glänzende Fassade der Donaumonarchie. Im Mittelpunkt des großen Figurenkabinetts steht Kronprinz Rudolf. Verzweifelt nach Liebe hungernd, von Erwartungen erdrückt und in Intrigen verwickelt endet der Thronfolger krank und vom Tod besessen. Sein Wahn findet Anklang bei der 17-jährigen Mary Vetsera, die ihm in absoluter Hingabe erlegen ist. Auf dem Jagdschloss Mayerling erschießt Rudolf schließlich erst seine verführerische Geliebte und dann sich selbst. „Lieber Revolver, nicht Gift“ – Vetsera hatte Kronprinz Rudolf tatsächlich 1889 eine Nachricht im Aschenbecher hinterlassen. Der historisch verbürgte Hintergrund des Balletts entfaltet sich dank Kenneth MacMillans Erzählkunst auf der Bühne als eine Chronik der Zerstörung. Der britische Choreograf gilt als Meister des psychologischen Dramas. Mit Mayerling hat er sich nicht nur den dunklen Seiten der menschlichen Seele, sondern auch einem Stück Weltgeschichte gewidmet. Seine Szenen lassen das steife und verdorbene Ambiente am Hof sowie Rudolfs Obsession nachempfinden. Insbesondere die fesselnden Pas de deux fordern dem Tänzer der Hauptrolle psychisch wie physisch alles ab. Mit der Ausstattung von Mayerling hat sich Theaterlegende Jürgen Rose selbst übertroffen: opulente Kostüme, originalgetreue Requisiten und ein stimmiges Bühnenbild. Akribisch hat Rose recherchiert, um dramaturgische Stringenz und historische Überlieferung auf prachtvollste Weise in diesem Historiendrama zu vereinen. Choreographie: Sir Kenneth MacMillan Musik: Franz Liszt Orchestriert: John Lanchbery Libretto: Gillian Freeman Bühnenbild, Kostüme und Lichtkonzept: Jürgen Rose Musikalische Leitung: Guillermo Garcia Calvo / Wolfgang Heinz, Staatsorchester Stuttgart Staatsorchester Stuttgart 3 Stunden und 15 Minuten, 2 Pausen
Aufführungen
| Musiktheater
I Did It My Way
Oper Stuttgart
Musiktheater von Ivo Van Hove basierend auf der Musik von Frank Sinatra und Nina Simone Ein Mann. Eine Frau. Eine Trennung. Zwei Lebenswege, die wieder zueinander führen – und am Ende nicht nur der sentimentale „I Did It My Way“-Blick zurück, sondern auch ein kraftvoller nach vorn, denn das Beste kommt erst noch: „The Best Is Yet to Come“. Inspiriert von der Musik Nina Simones und Frank Sinatras erzählt Regisseur Ivo van Hove eine Geschichte aus Amerika, die Geschichte einer Emanzipation, die in einem amerikanischen Musterstädtchen namens Watertown ihren Anfang nimmt. Und natürlich geht es nicht nur um eine Frau und einen Mann und ein amerikanisches Städtchen, sondern um die Gültigkeit des American Dream, die Suche nach einer freien und toleranten Gesellschaft und, mit Blick auf die Gegenwart, nicht zuletzt die Frage, wie das Land der Freien und die Heimat der Mutigen den Versuch überstehen wird, Amerika wieder great zu machen. I Did It My Way ist mit Schauspielsuperstar Lars Eidinger und Larissa Sirah Herden, die als Sängerin, Schauspielerin und Musikproduzentin Lary zu den großen Women of Color der deutschsprachigen Popmusik zählt, hochkarätig besetzt. In einer Reihe von Koproduktionen, die die Staatsoper Stuttgart mit anderen europäischen Festivals und Theatern verbindet, zeigen wir auch mit diesem Abend neue Erzählweisen, andere Musiksprachen und den großen Facettenreichtum von dem, was Musiktheater sein kann. Musikalische Leitung: Lee Reynold Regie: Ivo van Hoven Choreografie: Serge Aimé Coulibaly Arrangements: Henry Hey Orchestrierung: David Menke, Boris Rogowski Bühne und Lichtdesign: Jan Versweyveld Kostüme: An D'Huys Videodesign: Christopher Ash Sounddesign: Erwin Sterk Dramaturgie (Stuttgart): Ingo Gerlach, Vanessa Hartmann Dramaturgie (Ruhrtriennale): Koen Tachelet Altersempfehlung: ab Klasse 8 Dauer: ca. 1 Std. 45 Min (keine Pause) 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt. Einführungsmatinee zu „I Did It My Way" am 21. September 2025 in englischer Sprache mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache Eine Koproduktion der Ruhrtriennale und der Staatsoper Stuttgart in Partnerschaft mit Faso Dance Theatre
Aufführungen
| Oper
Tosca
Oper Stuttgart
Musikdrama in drei Akten Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Victorien Sardou Während La Bohème nur aus Poesie bestehe und nicht aus Handlung, heißt es, sei es bei Tosca genau anders herum: nur Handlung, keine Poesie. Selbst der Librettist Giuseppe Giacosa hielt Sardous Vorlage für eine Oper völlig ungeeignet. „Was veranlasste Puccini, sich mit so einem realen und brutalen Thema zu befassen, dessen Darsteller nur wenig mehr sind als in eine hochintelligente, klug angelegte Handlung verstrickte Marionetten?“ fragte auch der Musikkritiker Mosco Carner. Vielleicht genau das? Seit über 20 Jahren ist Willy Deckers Inszenierungsklassiker von Puccinis Sex-and-Crime-Meisterwerk ein Repertoiredauerbrenner. Musikalische Leitung: Francesco Cilluffo Regie: Willy Decker Bühne und Kostüme: Wolfgang Gussmann Dramaturgie: Juliane Votteler Chor und Kinderchor: Bernhard Moncado in italienischer Sprache mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache Altersempfehlung ab Klasse 8 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Aufführungen
| Oper
Lucia di Lammermoor
Oper Stuttgart
Stuttgarter Premiere: 3.10.2026 Dramma lirico in drei Akten Libretto von Salvadore Cammarano, nach dem Roman The Bride of Lammermoor von Sir Walter Scott In Donizettis Lucia di Lammermoor geraten Liebe, Hoffnung und menschliche Beziehungen unter dem Druck patriarchaler Gewalt in eine zerstörerische Dynamik. Im Mittelpunkt steht Lucia, deren Bruder Enrico die Zukunft der Familie sichern muss und deshalb ihre Heirat mit dem wohlhabenden Lord Arturo durchsetzt. Doch Lucia liebt Edgardo, den Erzfeind ihres Bruders. Als Enrico davon erfährt, setzt er eine Spirale in Gang, die in Gewalt und Tod mündet. In der Inszenierung von Katie Mitchell, entstanden 2016 für das Royal Opera House in London, steht Lucias Perspektive konsequent im Zentrum. Mitchell zeigt sie nicht als fragile, dem Wahnsinn verfallende Figur, sondern als lebenszugewandte, vielschichtige Persönlichkeit, die in der Liebe zu Edgardo erstmals Erfüllung erfährt. Deren Verlust, die erzwungene Heirat und ihr Mord an Arturo führen schließlich zu ihrem psychischen Zusammenbruch. Die berühmte „Wahnsinnsszene“ im dritten Akt erscheint dabei nicht als Opernkonvention, sondern als nachvollziehbare Folge konkreter, traumatischer Erfahrungen. Die Inszenierung verlegt die Handlung – entgegen der Vorlage von Walter Scott, die im späten 17. Jahrhundert angesiedelt ist – in die 1830er und 1840er Jahre, in die Epoche der dunklen Romantik. Gothisch-romantische Bildwelten schaffen eine unheimliche, verschwörerische Atmosphäre und machen das Geschehen zu einem psychologischen Thriller. Im Zusammenspiel mit Donizettis ergreifender Musik und dem Belcanto-Gesang, der Stimme und Emotionen schonungslos freilegt, gelingt es Mitchell, das Werk fern von dekorativem Historismus als erschütternd gegenwärtiges Drama erfahrbar zu machen. Musikalische Leitung: Andriy Yurkevych Regie: Katie Mitchell Mitarbeit: Regie/szen. Einstudierung Robin Tebbutt Bühne & Kostüme: Vicki Mortimer Choreografie: Joseph Alford Licht: Jon Clark Dramaturgie: Johanna Mangold Chor: Bernhard Moncado in italienischer Sprache mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache Altersempfehlung: ab Klasse 8 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Aufführungen
| Gala
Eine Reise durchs Opernhaus
Oper Stuttgart
Konzertgala zur Saisoneröffnung Musik von Ludwig van Beethoven, Gordon Kampe, Giacomo Puccini, Dora Pejačević, Giuseppe Verdi, Dmitri Schostakowitsch, Franz Schubert und Richard Strauss
Aufführungen
| Oper
Klarkommen
Oper Stuttgart
Wie würde sich das anfühlen, wenn nach vorne nichts mehr entsteht, das Jetzt nichts trägt und das, was vorbei ist, alles bestimmt? Und was würde passieren, wenn es einfach nicht so wie bisher weiterginge? Wenn die Angst plötzlich ziemlich überzeugend oder das graue Gefühl sehr groß werden würde? Die Lage wäre dramatisch. So dramatisch, dass 16 junge Erwachsene die Oper einnehmen müssten. Die Oper als Arena für die Verhandlung von Widerständen oder gesellschaftlichen Umstürzen. Als Schauplatz der großen Gefühle und als Spielraum für existentielles gemeinsames Ertragen. Eingehüllt in Decken ziehen die 16 Expert*innen für aktives Krisenmanagement sich dorthin zurück. Sie bilden einen Organismus, einen Körper, ein kollektives Ich und aktivieren gemeinsam die Selbstheilungskräfte einer Generation, während sie fortwährend mit dem Innen hadern und mit dem Außen verhandeln. Denn was wäre eine Oper ohne Hoffnung? Altersempfehlung: ab Klasse 8
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| Oper
Turandot
Oper Stuttgart
Dramma lirico in drei Akten und fünf Bildern Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi „All’alba vincerò – bei Sonnenaufgang werde ich gewinnen“, schmettert der unbekannte Prinz der Stadt entgegen und ist damit einer der wenigen Helden der italienischen Oper, deren ariose Schlaflosigkeit der Zuversicht geschuldet ist, statt der Verzweiflung. Verzweifeln müssen dafür die anderen. Vornehmlich die Bewohner*innen der Stadt, in der – „nessun dorma“ – niemand schlafen darf, weil alle auf allerhöchsten Befehl und bei Androhung der Todesstrafe nach dem Namen des Unbekannten forschen müssen. Dass Turandot für Puccinis Verhältnisse eigentlich gut ausgehen sollte, fühlen wir – wie so vieles – in der zentralen Tenor-Arie des Werkes. Wie kein zweiter verstand Puccini sich darauf, dem Publikum vermittels der gnadenlosen Unmittelbarkeit seiner Musiksprache eine emotionale Anteilnahme geradezu aufzuzwingen. Das Stück selbst endet denn prinzipiell auch happy, allerdings ohne Puccini, der im Kampf gegen seinen Kehlkopfkrebs die Waffen strecken musste, ehe das Finale fertig war. Und so reiht sich Turandot ein in die Riege der großen Opernfragmente des 20. Jahrhunderts. Doch nicht nur das Stück ist mehr oder weniger Chimäre, auch die Titelfigur selbst scheint vor allem eine Projektion zu sein: „Turandot existiert nicht! Es existiert nur das Nichts“, warnen Ping, Pang und Pong den unbekannten Prinzen um davon abzuhalten sich an die drei Rätsel zu wagen, die es zu lösen gilt, will man die Kaisertochter Turandot gewinnen. Anna- Sophie Mahler, deren Stuttgarter Saint François d’Assise 2023 von der Fachzeitschrift Opernwelt als „ungewöhnlichste Opernerfahrung des Jahres“ ausgezeichnet wurde, wird sich 100 Jahre nach der Uraufführung von Puccinis rätselhafter letzter Oper auf die Suche nach dem „Fluidum der Liebe“ begeben, mit dem der Komponist im Finale der Oper die bis zum äußersten gespannten Nerven befrieden wollte. Denn, so viel steht fest: brauchbar wäre dieses Fluidum durchaus auch heute. Musikalische Leitung: Valerio Galli Regie: Anna-Sophie Mahler Bühne: Katrin Connan Kostüme: Pascale Martin, Katrin Connan Choreografie: Ivan Estegneev Video: Georg Lendorff Licht: Valentin Däumler Chor & Kinderchor: Bernhard Moncado Dramaturgie: Ingo Gerlach in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab Klasse 9 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
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| Oper
Die Zauberflöte
Oper Stuttgart
Große Oper in zwei Aufzügen Libretto von Emmanuel Schikaneder Eine Geschichte des Erwachsenwerdens und der Liebe: Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht deren Tochter Pamina, die von Sarastro festgehalten wird, retten. Unfreiwillig wird der Vogelfänger Papageno mit auf Taminos Reise geschickt, auf der sich die Zuordnungen von Gut und Böse, Weisheit und Unvernunft immer wieder neu zurechtrücken. Nach zahlreichen Prüfungen finden Tamino und Pamina ihren Platz in der Welt – als Erwachsene und als Liebende. Wir zeigen die legendäre Zauberflöte der Komischen Oper Berlin, die Regisseur Barrie Kosky mit dem Theater-Videokunst-Kollektiv „1927“ in einer staunen machenden Video-Animationswelt für die ganze Familie inszeniert hat, nun erstmals auch in Stuttgart in der ursprünglichen Version nach der reduzierten Corona-Fassung von 2021 Musikalische Leitung: Luka Hauser Regie: Suzanne Andrade, Barrie Kosky Bühne und Kostüme: Esther Bialas Licht: Diego Leetz Animation: Paul Barritt Chor: Bernhard Moncado in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: I. Akt: ca.1 h 5 min, Pause: 20-25 min, II. Akt: 1h 10 min Altersempfehlung: ab Klasse 5 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Aufführungen
| Oper
Station Paradiso
Oper Stuttgart
Libretto von Tanja Šljivar (Recherche und Mitarbeit: Mina Milošević) auf der Basis von Interviews von Sara Glojnarić mit Sara Alterio, Ivana Andjelic, Marijan Bernardić, Davide Durante, Goran Jurić, Sezen Kaçar, Milenko Moćiljanin, Aleksandar Radojčić, Sophia Sadzakov, Sara Tomšić Übersetzung von Mascha Dabić Welche Klänge rufen in uns Heimatgefühle hervor? Mit welcher Musik verbinden wir die Orte, an denen wir unser Leben gelebt haben? Kann eine herausgekramte LP-Hülle, eine Kassettenbox, eine alternde CD auch über Länder und Generationen hinweg Erinnerungen zum Leben erwecken? Mit solchen Fragen im Gepäck startete die kroatische Komponistin Sara Glojnarić vor zwei Jahren ein „Soundarchiv der Zukunft“ als Materialsammlung für ihre Komposition. In persönlichen Gesprächen und Hörsessions mit Menschen, die sich im Stuttgarter Raum seit den 50er Jahren angesiedelt haben, legt sie seither längst vergessene Erinnerungen frei und entwirft ein generationsübergreifendes Songbook der Stadt: „Ich möchte dort ansetzen, wo die Geschichtsbücher aufhören – um die Geschichte in all ihrer Pracht, ihrem Humor und ihrer Realness mitzuerzählen. Aus dem Blickwinkel einer Insiderin, die dieses ganz besondere Gefühl eines emotionalen Spagats zwischen dem, was wir Heimat nennen, und dem, wo wir uns jetzt befinden, versteht.“ Im Team mit der bosnischen Schriftstellerin Tanja Šljivar und der Regisseurin Anika Rutkofsky verwebt Glojnarić diese Einwanderungsgeschichten voller Nostalgie und Träume, Tragödien und Komik, Rituale und Sprachenvielfalt zu einer poetisch-surrealen Mixtape-Oper. Gemeinsam nehmen sie uns mit auf eine Art Roadtrip entlang der ehemaligen Europastraße 5, die als nächtlich abgefahrene Transitroute eine Brücke zwischen den kulturellen Identitäten Deutschlands und Südosteuropas bildet und gleichzeitig die Sehnsucht nach Zugehörigkeit symbolisiert. Eine Oper über die zeitlos utopische Kraft der Musik als kulturelles Gedächtnis. Eine Oper über Stuttgart und aus Stuttgart heraus, komponiert für Staatsorchester und Ensemble der Staatsoper, darunter Goran Jurić und Diana Haller, deren persönliche musikalische Erinnerungen an den Weg nach Stuttgart als Flashbacks auf der Bühne erlebbar sein werden. Musikalische Leitung: Peter Rundel Regie: Anika Rutkofsky Bühne: Christina Schmitt Kostüme: Adrian Stapf Video: Manuela Hartel Licht: Volker von Schwanenflügel Dramaturgie: Julia Schmitt in bosnischer, kroatischer, serbischer, italienischer, türkischer und deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab Klasse 8 Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. (keine Pause) 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
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| Oper
Il barbiere di Siviglia / Der Barbier von Sevilla
Oper Stuttgart
Komische Oper in zwei Akten Libretto von Cesare Sterbini nach der Komödie Le Barbier de Séville ou La précaution inutile von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais Grundsätzlich leitet sich das Personal in Rossinis Komischen Opern von der Commedia dell’arte ab und besteht daher meist aus etwas dusseligen älteren Herren, die sich in kapriziöse und manchmal bösartige, dabei aber sehr hübsche und schön singende Damen verlieben, die sich wiederum vor allem für nicht mit ihnen verheiratete junge, in der Regel mittellose Herren interessieren. Dass all dem Gedankentiefe abgehe, ist ein gängiges Vorurteil, das Heinrich Heine aufs Schönste als vollkommen egal klassifizierte: „Ich aber erfreue mich deiner goldenen Töne, deiner melodischen Lichter, deiner funkelnden Schmetterlingsträume“. Zum Leben erweckt werden diese von einem großartigen Stuttgarter Solistenensemble. Musikalische Leitung: Vlad Iftinca Regie: Beat Fäh Bühne und Kostüme: Volker Pfüller Dramaturgie: Peter Ross Chor: Giulio Ferré Dauer: I. Akt: ca. 1 h 35 min, Pause: ca. 30 min, II. Akt: ca. 50 min Uraufführung 1816 in Rom in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: ab Klasse 8 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt. Bei allen Familienvorstellungen im Opernhaus bieten wir 45 Minuten vor Beginn eine Einführung für die ganze Familie im Foyer 1. Rang an, bei der Sie nicht nur Wissenswertes zur Produktion und ihrer Inszenierung erfahren, sondern auch selbst aktiv werden können.
Aufführungen
| Ballett
Onegin
Stuttgarter Ballett
Eine verpasste Chance, mehr als ein gebrochenes Herz. Der selbstgefällige Lebemann Onegin weist die aufrichtigen Gefühle der jungen Tatjana zurück. Er übersieht, was für eine außergewöhnliche Frau sich hinter dem schüchternen Mädchen verbirgt. Jahre später kehrt er voller Reue zurück. Doch Onegin muss bitter erfahren, dass er zu spät kommt. Basierend auf Alexander Puschkins Versroman Eugen Onegin erzählt John Cranko diese bewegende Geschichte ganz ohne Worte. Allein durch Tanz entfaltet sich die Handlung klar und eindringlich vor den Augen des Publikums. In seinem Signaturstück, das weltweit als Meisterwerk gilt, zeigt Cranko seine außergewöhnliche Fähigkeit, Figuren vielschichtig zu zeichnen und tiefe Emotionen auf der Bühne zu gestalten. Mit großer Liebe zum Detail schuf Jürgen Rose Bühnenbild und Kostüme, die jede Stimmung perfekt einfangen: die ländliche Idylle, eine ausgelassene Geburtstagsfeier und den glanzvollen aristokratischen Ball. Ebenso abgestimmt auf die Handlung führt Peter Tschaikowskys eingängige Musik durch das Geschehen. Gleichermaßen steigern sich Klänge und Schritte in Dramatik, sodass am Ende kein Auge trocken bleibt – weder auf der Bühne, noch im Publikum. Choreografie: John Cranko Musik: Peter Tschaikowsky, eingerichtet und instrumentiert von Kurt-Heinz Stolze Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose Uraufführung: 13. April 1965, Stuttgarter Ballett Erstaufführung der Neufassung: 27. Oktober 1967, Stuttgarter Ballett Musikalische Leitung: Wolfgang Heinz / Nathanaël Carré, Staatsorchester Stuttgart
Aufführungen
| Ballett