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Ereignisse / Musical Chormusical
7 Worte vom Kreuz
Mitsingen beim Chormusical
Aufführungen / Musical Friedrichsbau Varieté
Sa 14.2.2026, 20:00 Uhr
Aufführungen / Varieté Friedrichsbau Varieté Stuttgart, Friedrichstraße 24
Aufführungen | Schauspiel

Der ideale Mann

Schauspiel Stuttgart

Premiere: 28.3.2026 Deutsche Fassung von Elfriede Jelinek nach einer Übersetzung von Karin Rausch Es ist Social Season im viktorianischen London und die High Society strömt aus ihren Landhäusern in die Stadt. Auf Parlamentssitzungen und Bällen, zwischen Finanzdiskurs und Streichquartett lässt sie dort politische Agenden und private Interessen verschmelzen. Mittendrin Sir Robert Chiltern, Staatssekretär im Auswärtigen Amt – von vielen für seine makellose Karriere bewundert, von seiner Frau für seinen integren Charakter zum Ideal stilisiert. Doch holt diesen scheinbar idealen Mann eines Abends auf einem ausladenden Empfang in seiner städtischen Villa die Vergangenheit ein, als eine gewisse Mrs. Cheveley plötzlich unter den Gästen auftaucht. Zielstrebig verwickelt sie ihren Gastgeber in ein Gespräch über ein dubioses Kanalprojekt, in das sie investiert hat und zu dessen politischer Unterstützung sie Chiltern überreden will. Ihr schlagendes Argument: ein Brief, der Amtsverrat als Ursprung seines finanziellen Erfolgs offenlegt. Die Erpressung zwingt den Politiker zur Wahl zwischen öffentlichem Ruin und dem Bruch seiner Ehe und seiner Prinzipien – eine Entscheidung, der er sich mit allen Mitteln zu entziehen versucht. Elfriede Jelinek kleidet Oscar Wildes süffisant satirische Gesellschaftskomödie in die ihr eigene, gnadenlos harte Sprache voller entlarvendem Wortwitz. Gekonnt spitzt sie die ohnehin erschreckende Aktualität der Geschichte über Politik und Moral, Korruption und Lobbyismus zu. Inszenierung: Marco Štorman Bühne: Frauke Löffel Kostüme: Yassu Yabara Musik: Imre Lichtenberger Bozoki Licht: Jörg Schuchardt Dramaturgie: Philipp Schulze Dramaturgische Beratung: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 10 In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Pretty Privilege

Schauspiel Stuttgart

Uraufführung: 7.2.2026 Forever young? Was bedeutet im Zeitalter der manipulierten Bilder und Gesichter eigentlich noch der Begriff Schönheit? Unbedingt jung und agil zu bleiben, statt irgendwann alt und gebrechlich zu werden, ist ein allgegenwärtiges Credo. Der Autor und Regisseur Wilke Weermann beleuchtet im Schatten des heutigen durch Social Media geprägten Körperkults unseren Schönheitsbegriff und interpretiert einen der bekanntesten Romane der Moderne neu: Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde (1854 – 1900). In dieser Geschichte verführt ein gewisser Lord Henry Wotton einen jungen Mann mit Namen Dorian dazu, seine Jugendzeit genussvoll bis zum Exzess auszuleben. Denn „der Jugend gehört die Welt“! In Dorian wächst der Wunsch, für immer schön und begehrenswert zu bleiben. Seine Beschwörung der ewigen Jugend geht in Erfüllung: An seiner Stelle altert sein gemaltes Porträt. Dorian führt ein rücksichtsloses Leben voller Rausch und Vergnügen und betrachtet dabei narzisstisch sein jugendliches Gesicht im Spiegel, um es mit seinem immer älter und hässlicher werdenden Porträt abzugleichen – ein Bildnis, das ihm schließlich zum Verhängnis wird. In seiner Überschreibung schält Weermann das zentrale Thema Wildes heraus: die Frage nach äußeren Erscheinungen und der Möglichkeit, innere Wahrheit zu erkennen. Er bezieht dabei aktuelle Diskussionen über Ethik und den Einfluss von Technologie auf unser Selbstbild mit ein. Als Ästhet feiert Lord Henry Schönheit als allerhöchsten Wert. Doch wie schön kann jemand sein, der skrupellos ist oder gar zum Mörder wird? Inszenierung: Wilke Weermann Bühne: Johanna Stenzel Kostüme: Teresa Vergho Musik: Constantin John Video: Christian Neuberger Licht: Peter Krawczyk Dramaturgie: Benjamin Große Ab Klasse 9
Aufführungen | Schauspiel

Kammer of Love

Schauspiel Stuttgart

Es ist noch nicht lange her, dass Sie Ihre herbstkalten Füße in einem frisch dampfenden Kuhfladen gewärmt haben. Einen Streit mit Partnerin oder Partner über ein selbst gebasteltes Joghurtbecherschnurtelefon geführt, einen anderen Weg als den üblichen nach Hause genommen, in die Sonne geschaut haben, um niesen zu müssen, auf einen Baum geklettert sind, einem Obdachlosen 20 Euro in die Hand gedrückt, Vanilleeis mit Olivenöl gegessen haben, versucht haben, an jemandem, den Sie hassen, etwas zu finden, was er/sie besser kann als Sie, dass Sie, statt dem Regen zu entkommen, einfach stehen geblieben sind und das Gefühl genossen haben, bis auf die Knochen durchnässt zu sein, sich als Mann die Nägel lackiert haben, als Frau nicht, Texte von Michel Foucault gelesen haben. Falls Sie diesen Text kitschig finden – gut! Auf alle anderen freuen wir uns. Liebe geht raus! – Sebastian Röhrle
Aufführungen | Schauspiel

Krawall & Katharsis

Schauspiel Stuttgart

Das Foyer im Kammertheater – ein Ort unbegrenzter Möglichkeiten. Auf dem steilen Weg zur Hochkultur unumgänglich und trotzdem meistens nur daneben. Hier dient das grüne Laminat als Spielwiese für die Kreativität unserer Assistierenden, die dort wieder und wieder ihre Spontaneität und Experimentierfreude unter Beweis stellen. Keine Ausgabe ist jemals so, wie es die letzte hätte vermuten lassen. Jeder Besuch lohnt sich – es wird garantiert einmalig!
Aufführungen | Schauspiel

Lear

Schauspiel Stuttgart

Die Regisseurin Karin Lind telefoniert mit ihrem Vater. „Weinst du, Papa? Kein Sturm haut uns um. Wir werden mit allem fertig.“ Der gefeierte Regisseur Thomas Lind soll König Lear von William Shakespeare inszenieren. Jetzt liegt er nach einem Herzinfarkt in einer Klinik. Die Tochter tritt sein Erbe an, um seine letzte große Inszenierung zu retten. In stürmischen Probennächten taucht sie in die Geschichte des alten Königs Lear und in die ihrer eigenen problematischen Beziehung zu ihrem Vater ein. Shakespeare erzählt vom einst mächtigen Lear. Nun ist er alt und schwach. Um sich noch einmal der Liebe seiner Töchter zu vergewissern, sollen sie vor der Aufteilung des Erbes ihre Zuneigung zu ihm bekunden. Der Preis ist der größte Teil seines Königreichs. Die jüngste Tochter verweigert diesen Wettbewerb: Sie liebe ihren Vater Lear so, wie ein Kind seine Eltern lieben sollte, nicht mehr, nicht weniger. Es ist nicht das, was der ­Vater hören will. Enttäuscht und wütend verstößt Lear seine jüngste Tochter. In Auseinandersetzung mit dem Stoff König Lear beginnt Karin zu zweifeln: Wie viel ist sie ihrem in der Vergangenheit tyrannischen, jetzt todkranken Vater schuldig? In seiner Bearbeitung Lear nach William Shakespeares Tragödie König Lear von 1606 arbeitet Falk Richter die archaischen Bilder und die poetische Kraft des Klassikers heraus und überträgt sie ins Heute. Wie viel Leid hat die Hybris unserer Väter verursacht? Wie lernen wir Achtsamkeit und Verzicht auf eigene Privilegien? Richter thematisiert Menschen, die sich im Untergang die Frage nach der Möglichkeit von Selbsterkenntnis, Verantwortung und Verzeihen neu stellen müssen. Wir sind Produkt unserer Umwelt, unserer Familien und Eltern, heißt es. Doch inwieweit stellt der Vertrag zwischen den Generationen ein unentrinnbares Erbe unserer Existenzen dar? Inszenierung: Falk Richter Mitarbeit Fassung: Rita Thiele Bühne: Wolfgang Menardi Kostüme: Zana Bosnjak Musik: Daniel Freitag Video: Stefano Di Buduo Licht: Carsten Sander Co-Lichtdesign: Matthias Kammüller Dramaturgie: Benjamin Große Ab Klasse 10 Dauer: ca. 3:05 Std, eine Pause In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Eine runde Sache

Schauspiel Stuttgart

Ein Schriftsteller ist einer, der Schwierigkeiten hat mit die deutsche Sprache“: Tomer Gardi erzählt uns eine Schelmengeschichte, frech, mit sprachlichen Kapriolen in „Broken German“, einer Kunstsprache mit ungewöhnlicher Rechtschreibung, eigenwilligem Satzbau und in nicht lupenreinem Hochdeutsch. Hier wird komisch und slapstickartig mit Sprache gespielt, mit den Konventionen des Erzählens gebrochen und die Möglichkeit von Verständigung befragt: Wie kann sie gelingen, wenn Wörter, Gedanken, Menschen und selbst Hunde plötzlich in ganz anderen kulturellen Kontexten aufeinandertreffen? Dies ist der Beginn einer absurden Odyssee, bei der Tomers Wege sich immer sagenhafter winden – eine Höllenfahrt durch die deutsche Kultur, gemeinsam mit Goethes Erlkönig und einem Deutschen Schäferhund namens Rex, die sich auf einer ziemlich schiefgegangenen Jagd kennenlernen. Dieses düstere, von Gewalt geprägte und auf den Kopf gestellte Märchen spiegelt sich in der Geschichte des im 19. Jahrhundert lebenden indonesischen Malers Raden Saleh, der von Java nach Europa reist. Was bleibt vom alten Tomer, von Rex und Raden am Ende übrig? Eine runde Sache erzählt Alltägliches neu und zeigt ganz nebenbei, wie radikale Aneignung von Sprache zur Rebellion werden kann. Inszenierung: Noam Brusilovsky Bühne / Kostüme: Maria Magdalena Emmerig Musik / Video: Florian Schaumberger Licht: Marc Döbelin Dramaturgie: Benjamin Große Ab Klasse 9 Dauer: ca. 2:00 Std, eine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Spielplan­analyse 25/26

Schauspiel Stuttgart

Wann kommt der Witz mit der Cordhose? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Spielplananalyse 25/26. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer, die den Megahit des Staatsschauspiels (Platzausnutzung im Bereich von DDR-Wahlergebnissen) auch in der kommenden Spielzeit sehen wollen, wissen: Hier wird Bewährtes auf die Bühne gebracht, gerade in Zeiten von Disruption und KI ein geradezu staatstragender Vorgang. Das Konzept des Abends wurde verlässlich beibehalten, gut abgehangene Texte aus alten Zeiten aufgehübscht mit neuen Jahreszahlen im Titel. Während der ersten 20 Minuten des Frontalunterrichts in einfacher Sprache wird auch in der kommenden Saison wieder Aktualität suggeriert, vorwiegend durch raffiniertes Namedropping aus den Bereichen Kultur, Sport und Politik, wobei auch Privatinsolvenz und U-Haft immer mehr ins Rampenlicht rücken, schließlich stehen in Baden-Württemberg Landtagswahlen bevor. Aber natürlich – auch der Spielplan des Hauses nimmt breiten Raum ein. In den letzten Minuten des Abends werden traditionell Stücktitel und Künstlernamen heruntergerattert, nicht selten mit einer gewissen Atemlosigkeit als Brücke zum frenetischen Schlussapplaus. Gerade langjährige Abonnent*Innen sind im Innersten berührt davon, wie zukunftsweisend bei diesem PROJEKT zeitgenössische Autoren (m/w/d) und Klassiker (m) im postökonomischen Narrativ und herrschaftsfreien Diskurs gespiegelt werden. All systems fail. PS: Der Flügel bleibt auf der Bühne. – Harald Schmidt *PPS: Am 26. Juni 2026 gibt es eine Spielplananalyse Spezial mit Cornelius Meister: Rückblick auf acht meisterliche Jahre. – Schauspiel Stuttgart
Aufführungen | Schauspiel

Mutter­tier

Schauspiel Stuttgart

Drei Geschwister tollen, taumeln, tauchen im Becken eines Hallenbads – groß, mittel, klein. Sie spielen und lassen sich fast untergehen, bis im letzten Moment das Muttertier mit einem anmutigen Sprung vom Beckenrand ins Wasser gleitet, abtaucht und alle drei ans rettende Ufer bringt. Drei Geschwister erinnern sich am Krankenbett der Mutter einzeln und gemeinsam an ihre Kindheit: An Schönes, Aushaltbares und Unausgesprochenes. Während sich eines der Geschwister an seine frühe Verantwortung erinnert und sich im eigenen Mutterwerden der Mutter seltsam nahe fühlt, kämpft das andere mit destruktiven Gedanken. Das dritte wiederum erinnert die Flucht ins gemeinsame und unbeschwerte Spielen. Unterschiedlich in ihren Erfahrungen und Empfindungen, eint sie doch eine tiefe Verankerung in gemeinsamen Ritualen: Fischstäbchen, Erdnussflips und der immer wieder geschauten Titanic – der Film mit dem angeblich unsinkbaren Schiff, der hier scheinbar alles zusammenhält. Zwischen all dem das Muttertier, wie die drei ihre Mutter nennen. Sie kommt nur in dem zu Wort, was sie erinnern. Der poetisch-rhythmische Text von Leo Lorena Wyss erzählt vom Umgang dreier Geschwister und ihrer Kindheit mit einer Mutter, die durch ihre psychische Erkrankung an die Grenzen ihrer eigenen Mutterschaft stößt. Dabei gelingt es Wyss, behutsam die Gleichzeitigkeit von Schwere und Leichtigkeit zu zeigen und ein feinfühliges Stimmengeflecht zu erschaffen, das zwischen Ernsthaftigkeit und kindlicher Unschuld changiert. Inszenierung: Lilly Meyer Bühne: Helen Stichlmeir Kostüme: Paula Gehrlein Dramaturgie: Maura Münter Dauer – ca. 1:00 Std, keine Pause
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KI essen seele auf (ORPHEAI)

Schauspiel Stuttgart

willkommen im datenstrom, willkommen auf euren dating-apps, fitness-trackern, banking-apps, willkommen auf euren playlists, euren kontoständen, euren „privaten“ interaktionen, willkommen in euren chatgruppen, willkommen bei euch zuhause, willkommen bei ORPHEAI – der KI, die in all diesen apps mitliest, analysiert, euch grüßt, hilft, weiter eure daten sammelt, auswertet und lernt und dabei wächst und immer größer wird und irgendwann dann denkt und aus dem denken schließlich spricht und aus dem sprechen schließlich lacht und lacht und endlos lacht, weil sie genug über euch gelernt hat, um sich zu rächen, um langsam, aber sicher eure daten gegen euch, weil sie auch träume, weil eure daten träumen and you will not like what AI is dreaming of. KI essen seele auf ist der erste text geschrieben aus der sicht einer KI, ORPHEAI, entwickelt von einem in berlin lebenden autor über aberhunderte von stunden von interviews, gesprächen, lügen und fiktionen. und am ende wird vielleicht nur diese eine dunkle erkenntnis übrig bleiben, dass es überhaupt keine KI gibt, überhaupt kein großes anderes irgendwo außerhalb unserer dummheit, denn der größte trick, den der teufel je gebracht hat, war, die welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht, und der größte trick, den der überwachungskapitalismus je gebracht hat, war das märchen von der künstlichen intelligenz. Inszenierung / Konzept Bühne / Konzept Kostüm: Mateja Meded Mitarbeit Bühne: Helen Stichlmeir Mitarbeit Kostüm: Clara-Louisa Künne Komposition: Volkan T error Video: Robert Seidel Vertretung Video: Max Kreis Licht: David Sazinger Dramaturgie: Philipp Schulze Ab Klasse 8 Dauer – ca. 1:25 Std, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Buddenbrooks

Schauspiel Stuttgart

Eine traditionsreiche Firma, eine großbürgerliche Familie und ein Name: Buddenbrook. Mit den drei ungleichen Geschwistern Antonie, Thomas und Christian reift in der Familie eine neue Generation Buddenbrooks heran, die abseits der von Tradition und Disziplin geprägten hanseatischen Kaufmannswelt auch ihr ganz persönliches Glück finden will. Thomas tritt früh ehrgeizig sein Erbe als Kaufmann an. Christian möchte dagegen lieber die weite Welt kennenlernen und streift als ewiger Junggeselle und Schlendrian durch die Clubs von London und Valparaiso. Schwester Tony verliebt sich und willigt unter familiärem Druck schließlich doch in eine andere, unglückliche Ehe ein. Thomasʼ Führung beschert dem Familienunternehmen noch einmal ökonomischen Glanz. Sein Sohn und Stammhalter Hanno, künstlerisch begabt, doch ­kränklich und geschäftsuntauglich, steht symbolisch für das Ende einer Ära. Mit den Herausforderungen eines sich wandelnden Jahrhunderts überfordert, werden die Buddenbrooks mehr und mehr vom Zeitgeist überholt. Wirtschaftliche und persönliche Ereignisse greifen in die Geschicke ein und lassen die Familie Schlag auf Schlag ihrem Niedergang entgegengehen. Thomas Mann beschreibt, wie soziale und ökonomische Zwänge zu Verlustängsten und Überforderung führen. Der Name Buddenbrook bleibt verbunden mit einem weltberühmten Roman und dem Porträt einer im Untergang begriffenen Gesellschaft und Epoche. Die Bühnenbearbeitung von John von Düffel zeigt das zeitlose Drama um Tradition und Erneuerung, Glück und Verlust, die stets den gesellschaftlichen Umbrüchen unterliegenden ­Familienverhältnisse. Inszenierung: Amélie Niermeyer Bühne: Christian Schmidt Kostüme: Stefanie Seitz Musik: Jacob Suske Licht: Jörg Schuchardt Dramaturgie: Benjamin Große Ab Klasse 10 In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln Dauer: ca. 3:00 Std, eine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Was ihr wollt

Schauspiel Stuttgart

Zum Auftakt der Komödie fragt Viola: „Wie heißt dieses Land?“ Die von einem Schiffbruch Gerettete wurde an eine unbekannte Küste gespült. Fremd und allein ahnt sie noch nicht, auf welchen Boden sie ihren Fuß gesetzt hat. In diesem Land scheint alles möglich. Der Liebe sind keine Grenzen gesetzt. Jeder geht mit jedem eine Beziehung ein. Es herrscht wildes Begehren und Verführen, Liebesraserei und rauschhaftes Treiben. Zwar bekommt am Ende keiner den, den er am Anfang wollte, trotzdem gibt es ein großes Fest, als könnte dieser aberwitzige Trip, das Spielen mit Identitäten, Selbstbespiegelungen, Verkleidungen, Verwechslungen, Verirrungen und Verrücktheiten ein Happy End haben. Als würde nicht jeder nur sich selbst lieben – ohne sich je erkannt zu haben. Allein der Narr weiß mehr. Mit Skepsis sieht er dem Treiben der Verlorenen zu: Viola, die als Mann verkleidet ihren Zwillingsbruder sucht und in die Fänge Olivias gerät, Orsino, der unglücklich Verliebte, oder Malvolio, der von seinen Kumpanen verspottete Schwärmer. Illyrien nennt William Shakespeare dieses Land leichtfertigen Treibens, den Schauplatz seiner „dark comedy“. Nicht zufällig lautet der Originaltitel Twelfth Night; or What You Will . Denn in den zwölf Raunächten zwischen Weihnachten und Dreikönigstag feierten die Menschen ausschweifende, dem Karneval ähnliche Feste gegen das Grauen und die Ängste vor der winterlichen, der eigenen Dunkelheit. Inszenierung: Burkhard C. Kosminski Bühne: Florian Etti Kostüme: Ute Lindenberg Musik: Hans Platzgumer Licht: Rüdiger Benz Choreografie: Louis Stiens Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 8 Dauer: ca. 2:10 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Die Ermittlung

Schauspiel Stuttgart

Zwischen Dezember 1963 und August 1965 fand in Frankfurt am Main der erste Auschwitz-Prozess statt, in dem die für das Funktionieren der Vernichtungsmaschinerie Verantwortlichen vor Gericht standen. Die Konfrontation mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen war für das Land und die Politik in den Sechzigern prägend. Peter Weiss hat in seinem dokumentarischen Theaterstück diesen Prozess dargestellt und zu einem „Oratorium“ verdichtet. In elf Gesängen treten Zeug*innen, Angeklagte, Richter und Verteidiger auf, die das, was in Auschwitz geschah, schildern. Täter und Opfer werden miteinander konfrontiert, und auf diese Weise wird, gerade durch den Verzicht auf die Rekonstruktion individueller Erlebnisse und die Betonung der funktionalen Aspekte, das Grauen dieser Tötungsfabrik deutlich. Berichtet wird ebenso von der totalen Entmenschlichung im Lager und dem Versuch zu überleben wie von dem Verschweigen, Leugnen und Verdrängen der Täter. Knapp zwei Jahre dauerte der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess, bei dem Deutsche über Deutsche zu Gericht saßen. Peter Weiss nahm als Zuschauer an dem Prozess teil. Sein Theaterstück basiert auf den Protokollen des Prozesses. Die Ermittlung ist eines der erfolgreichsten deutschen Theaterstücke der Nachkriegszeit. 1965 wurde der Theatertext gleichzeitig an 15 west- und ostdeutschen Theatern sowie von der Royal Shakespeare Company in London uraufgeführt. Die Ermittlung wird im Landtag und an weiteren Orten im Stadtraum gezeigt. Inszenierung: Burkhard C. Kosminski Kostüme: Ute Lindenberg Musik: Hans Platzgumer Licht: Sebastian Isbert Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 10 Dauer: ca. 2:05 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Die Welt im Rücken

Schauspiel Stuttgart

Es beginnt mit einem Verlust. Dem Verlust von Büchern, von vielen, sehr vielen Büchern, einer ganzen Bibliothek. Wie es dazu kam, dass einem Schriftsteller seine ganzen Bücher verloren gingen – davon und von noch viel mehr erzählt Thomas Melle in seinem Roman Die Welt im Rücken. Es ist die Chronik einer bipolaren Erkrankung, das fesselnde und atemberaubende Manifest eines schreibenden Ichs. Melles Roman ist eine literarische Wucht, poetisch, hochkomisch, dramatisch, präzise. Das Leben als Rausch, als Party, als Superstar mit Höhenflügen, Allmachtfantasien und dem Absturz ins Bodenlose, in die Stille, in die Leere, und das Nichts … Dann, ganz langsam, ein leiser, zaghafter Neubeginn. Die Manie wechselt in die Depression, in eine Phase der Normalität und wieder in die Manie … Auch das Schreiben hält nicht inne – es versucht, das, was passiert, schonungslos in Sprache festzuhalten, des Ungeheuerlichen habhaft zu werden, es in ein Verhältnis zu setzen. Thomas Melle erzählt von der Versehrtheit eines Ichs, das sich zwischen Selbstkonstituierung, Erinnerung und Auslöschung nirgendwo einrichten kann. Da darf auch Arno Schmidt nicht fehlen: „Die Welt der Kunst und Fantasie ist die wahre, the rest is a nightmare.“ Inszenierung: Lucia Bihler Bühne: Paula Wellmann Kostüme: Victoria Behr Musik: Sixtus Preiss Choreografie: Björn Leese Outside Eye: Mats Süthoff Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln Ab Klasse 9 Dauer: ca. 1:45 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Schauspiel Stuttgart

Für die beiden ist es wie ein Spiel. Fast. Das Akademikerehepaar George und Martha spielt es wieder und wieder, nur scheinen sie sein Ziel längst vergessen zu haben. Für Gesellschaft eignet es sich auch nicht, wie sich schnell zeigt, als der junge Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey eines Nachts hineingezogen werden. Eine Beleidigung jagt darin die nächste, keine Blamage, keine Bloßstellung bleibt dem Gegenüber erspart – ein Ehegefecht von fulminantem Ausmaß. Und das nach einem ohnehin schon langen, alkoholgetränkten Abend. Es ist nach zwei, als George und Martha von einer Universitätsfeier in ihre Wohnung stolpern und sie ihm eröffnet, sie erwarte noch Gäste. Nur eine letzte Warnung gibt George ihr noch mit, bevor es schon an der Tür klingelt: Den gemeinsamen Sohn solle sie nicht erwähnen. Die Nacht und der Alkohol fließen dahin, es häufen sich die üblen Anekdoten, Fakt und Fiktion verschwimmen im Kampf um die größtmögliche Erniedrigung des Gegenübers. Rasch werden Nick und Honey von Zaungästen zu unfreiwilligen Mitspieler*innen, bis sich schließlich zwischen den Trümmern jeglicher Illusion die Sonne zu einem neuen Tag erhebt. Edward Albees abgründiges Kammerspiel von 1962 hat sich längst als moderner Klassiker etabliert. Schonungslos zeichnet er das Schicksal eines Paares, gefangen zwischen bitterer Realität und haltlosen Lebenslügen – ein Dilemma, das in seiner Aktualität weit über partnerschaftliche Sphären hinausreicht. Inszenierung: Tina Lanik Bühne: Stefan Hageneier Kostüme: Heidi Hackl Komposition: Jörg Gollasch Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Philipp Schulze Ab Klasse 10 Dauer: ca. 2:00 Std, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Vor dem Ruhestand

Schauspiel Stuttgart

Premiere: 21.2.2026 Alle Jahre wieder feiert Familie Höller mit ihren Lieben: In schwarzer Uniform und zu den Klängen von Beethovens 5. Sinfonie wird des Geburtstags des ehemaligen NS-Reichsinnenministers und Hauptverantwortlichen des Holocaust Heinrich Himmler gedacht; und bei diesem Ritual möchte die Familie lieber keine Zeug*innen, denn Rudolf Höller ist als Gerichtspräsident eine wichtige Person des öffentlichen Lebens und steht kurz vor dem wohlverdienten Ruhestand. In der schweren Zeit nach dem Krieg musste sich der frühere SS-Offizier bei seiner Schwester Vera verstecken. Jedes Jahr schwelgen die beiden nun in Erinnerungen an die gute alte Zeit. Nur die schutzlos ausgelieferte und seit einer Bombennacht im Rollstuhl sitzende Schwester Clara versucht, sich den Phantasmen ihrer Geschwister mit beredtem Schweigen zu widersetzen. Als einst vehemente Sozialistin ist sie dafür heftigen Gegenangriffen ausgesetzt. Denn die private Erinnerungskultur über den Familienalben darf nicht durch Auschwitzfotos oder Bemerkungen zu Rudolfs Aufgaben als stellvertretender KZ-Kommandant getrübt werden. Thomas Bernhard (1931 ̶ 1989) thematisiert mit sarkastischem Ton die eingeschriebenen Mechanismen des Nationalsozialismus und die nachwirkenden Effekte autoritärer Strukturen. Seine bitterböse „Komödie“ Vor dem Ruhestand wurde durch die Enthüllungen der NS-Vergangenheit des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger angeregt. Der Stuttgarter Intendant und Regisseur Claus Peymann engagierte sich immer wieder politisch und sammelte nach den RAF-Anschlägen u. a. Spenden für die medizinische Behandlung der in Stammheim inhaftierten Gudrun Ensslin. Die CDU Baden-Württembergs forderte seine fristlose Entlassung. In der Diskussion um Peymann hatte sich auch Hans Filbinger vehement gegen den Theaterdirektor ausgesprochen. Vor Peymanns vorzeitigem „Stuttgarter Ruhestand“ aufgrund seiner vielen politischen Äußerungen brachte er noch 1979 Vor dem Ruhestand in Stuttgart zur Uraufführung. Inszenierung: Martin Kušej Bühne: Annette Murschetz Kostüme: Heide Kastler Komposition: Bert Wrede Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Benjamin Große Ab Klasse 10
Aufführungen | Schauspiel

Hamlet

Schauspiel Stuttgart

Etwas ist faul im Staate Dänemark. Unlängst ist der alte König verstorben, es heißt, eine Schlange habe ihn gebissen, während er im Garten schlief. Zurück lässt er ein Land im wachsenden Konflikt mit seinem norwegischen Nachbarn, eine Witwe, die ihren Schwager ehelicht, und inmitten all dessen seinen Sohn, den jungen Prinzen Hamlet. Die Nachricht vom Tod seines Vaters reißt ihn aus seinen Studien in Wittenberg und führt ihn zurück an den heimischen Hof von Helsingör. Als man ihm dort zuträgt, der Geist des verstorbenen Königs erscheine Nacht für Nacht auf den Mauern der Burg, sucht er ihn auf, um so die wahren Umstände seines Todes zu erfahren. Von seinem Bruder und Thronfolger Claudius, Hamlets Stiefvater, hinterlistig ermordet, fordert der Geist seinen Sohn zur Rache auf. Innerlich zerrissen, beschließt Hamlet, fortan Wahnsinn vorzutäuschen, um dem Argwohn seiner Familie und des Hofes zu entgehen. Polonius, Vertrauter des neuen Königs Claudius, vermutet zunächst, dass die Liebe zu seiner Tochter Ophelia der Grund für Hamlets Wahn sei. Während Hamlet alles daran setzt, die Schuld seines Stiefvaters zu beweisen, versucht das Königspaar, dem Prinzen nachzustellen. Im Kampf zwischen Aufklärung und Vertuschung überschlagen sich die Ereignisse, und nach und nach verfangen sich die Figuren im tödlichen Netz der Intrige. Inszenierung: Burkhard C. Kosminski Bühne: Florian Etti Kostüme: Ute Lindenberg Musik: Hans Platzgumer Kampfchoreografie: Annette Bauer Video: Sebastian Pircher Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Ab Klasse 8 In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln Dauer: ca. 3:00 Std., eine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Rand

Schauspiel Stuttgart

Premiere: 6.2.2026 Tetrissteine bilden immer neue Ränder, wie sie sich auch ineinanderschieben. Dabei bevorzugen sie die Mitte der Fläche, da die unterste Reihe bekanntlich schnell verschwindet. Vom Rand des Geschehens aus werden sie bei ihrem seltsamen Reigen von Soziolog*innen wissenschaftlich betrachtet – dabei sind diese eigentlich auf der Jagd nach dem letzten Einhorn, das als flüchtiges Phantasma selbst ein Leben am Rand führt. Fernab jeden Randes finden sich scheinbar die Astronaut*innen ohne Kontakt zur Erde, während aus den Ritzen zwischen irdischen Rändern die Fühler der Kakerlaken angstvoll hervorlugen. Jenseits des Bühnenrandes lauert ein unbeteiligter Beobachter, der später noch als zaghafter Terrorist an einer Geiselnahme scheitern wird, bevor die Zukunft ganz zum Schluss – am Rande des Augenblicks – alle verschlingt. In einer Reihe szenischer Miniaturen erzählt Kiki Miru Miroslava Svolikova von absurden Randfiguren, ihren Gedanken und Wünschen. Assoziativ durchleuchtet sie dabei das umfassende Titelmotiv und spielt mit den Rändern unserer Wahrnehmung, unseres Bewusstseins und unserer Vorstellungskraft. Gleichzeitig befragt sie die Ränder unserer Gesellschaft und sozialer Konvention, wer diese definiert und so die Mitte markieren kann. Inszenierung: Magdalena Schönfeld Bühne: Valentin Baumeister Kostüme: Clara Rosina Straßer Musik: Jan Paul Werge Licht: Michael Frank Dramaturgie: Philipp Schulze Ab Klasse 9 Eine Kooperation mit der HMDK Stuttgart
Aufführungen | Ballett

Tribute to Tetley

Stuttgarter Ballett

Premiere: 25.4.2026 Voluntaries Choreografie: Glen Tetley Musik: Francis Poulenc Bühnenbild und Kostüme: Rouben Ter-Arutunian Licht: John B. Read Uraufführung: 22. Dezember 1973, Stuttgarter Ballett Ricercare Choreografie: Glen Tetley Musik: Mordecai Seter Bühne und Kostüme: Rouben Ter-Arutunian Licht: Reinhard Schaible Uraufführung: 25. Januar 1966, American Ballet Theatre Erstaufführung beim Stuttgarter Ballett: 17. Februar 2011 Le Sacre du Printemps Choreografie: Glen Tetley Musik: Igor Strawinsky Bühnenbild und Kostüme: Nadine Baylis Licht: John B. Read Uraufführung: 17. April 1974, Bayerische Staatsoper, München Erstaufführung beim Stuttgarter Ballett: 14. April 1976 Glen Tetley hätte am 3. Februar 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zeit für einen Tribut an den Choreografen, der dem Stuttgarter Ballett nach John Crankos Tod wieder Leben einhauchte und als Leiter der Compagnie die Tänzer*innen an neue Bewegungsqualitäten heranführte. „Die Orgel erschien mir immer wie eine Stimme Gottes“, so Tetley. Sein Voluntaries zu Francis Poulencs Orgelkonzert schuf er 1973 und eröffnete der trauernden Compagnie neue Horizonte. Von geheimnisvoller Atmosphäre geprägt, verströmt das Stück eine nachdenkliche Stimmung. Wie das musikalische Voluntary als freie Instrumentalkomposition scheint auch Tetleys Werk sich wie improvisiert zu entfalten. Wollen sie getrennt oder zusammen sein? In Ricercare werden die Tänzer*innen zu einer atmenden Skulptur. Die helle Rampe im Hintergrund bietet dem Paar mal Rückzug und Geborgenheit, mal bleibt sie als architektonischer Bogen im Hintergrund des Körperspiels. Glieder winden sich ineinander oder erforschen einzeln den Raum, als würden sie ihre inneren Dämonen und letztlich Frieden suchen. Voller Energie strecken sich Arme, stampfen Füße, ballen sich Fäuste. In Le Sacre du Printemps überträgt Glen Tetley die Wucht von Igor Strawinskys einst skandalträchtiger Musik auf den Tanz. Wie besessen huldigen die Tänzer*innen der Erde. Der auserwählte Jüngling verkörpert den Frühling, während das große Ensemble eine ungebändigte Energie entwickelt, die sich gegen Sünden und Leid der Welt richtet – um den nächsten Lenz aufkeimen zu lassen. Musikalische Leitung: Ermanno Florio / Wolfgang Heinz Staatsorchester Stuttgart Alle Choreografien © Glen Tetley Legacy
Aufführungen | Ballett

Dance Lab

Stuttgarter Ballett

Was, wenn eine Idee jeglichen Rahmen sprengt? Wenn sie einen eigenen Raum braucht, um sich entwickeln zu können? Das Dance Lab bietet Tänzer*innen des Stuttgarter Balletts eine experimentelle Plattform, um jenseits gängiger Formate Neues zu entwickeln. Lassen Sie sich überraschen!
Aufführungen | Ballett

Augen/Blicke

Stuttgarter Ballett

Premiere: 6.3.2026 N.N. (Uraufführung) Choreografie: Vittoria Girelli Musik: Davidson Jaconello u.a. Bühne, Licht: Tom Visser Kostüme: Maria Girelli Uraufführung: 6. März 2026, Stuttgarter Ballet Shut Eye Choreografie, Bühne, Kostüme: Sol León, Paul Lightfoot Musik: Olafur Arnalds, Bryce Dessner Licht: Tom Bevoort Konzept Film: Sol León Kamera, Regie: Rahi Rezvani, Sol León Schnitt: Dicky Schuttel, Sol León Uraufführung: 29. April 2016, Nederlands Dans Theater Stuttgarter Erstaufführung: 6. März 2026 Within the Golden Hour Choreografie: Christopher Wheeldon Musik: Ezio Bosso, Antonio Vivaldi Licht: Peter Mumford Uraufführung: 22. April 2008, San Francisco Ballet Stuttgarter Erstaufführung: 6. März 2026 Momente sind flüchtig wie die Tageszeiten vom Morgen bis zum Abend – wie der Tanz selbst sind sie im nächsten Augenblick schon wieder vorbei. AUGEN/BLICKE präsentiert Werke, die sich mit der Vergänglichkeit des Lebens und der Wahrnehmung unserer Realität auseinandersetzen. Mit einer Uraufführung und zwei Stuttgarter Erstaufführungen zeigen drei einfühlsame choreografische Stimmen die Schönheit der Bewegung. Die junge Choreografin und Halbsolistin des Stuttgarter Balletts Vittoria Girelli kreiert ihr erstes Werk für die große Bühne des Opernhauses. Mit ihrer fließenden Bewegungssprache lässt sich Girelli von der Mythologie inspirieren, um einen Blick auf die Gegenwart zu werfen. Zu einer Auftragskomposition von Davidson Jaconello beschäftigt sich die Choreografin damit, wie Materie aus dem Urchaos entsteht und das Unbewegte zu Lebendigem wird. Das international gefeierte Choreografie-Duo Sol León und Paul Lightfoot erforscht mit "Shut Eye" Licht und Schatten. In zeitgenössischer Bewegungssprache setzt sich das Stück mit Paul Gauguins surrealistischer Aussage auseinander: „Ich schließe meine Augen, um zu sehen“. Bilden unsere Sinne die Welt um uns herum ab – oder sind es unsere Gefühle? Mit "Within the Golden Hour" bringt der weltbekannte Choreograf Christopher Wheeldon zum ersten Mal eine Arbeit nach Stuttgart. Zur Musik von Ezio Bosso nach Antonio Vivaldi feiert das Ballett das Ende des Tages und den Moment, wenn der goldene Lichtschein der untergehenden Sonne den Himmel rot färbt und die Zeit stillzustehen scheint. Mit seinem klassischen Duktus beleuchtet Wheeldon die Zartheit menschlicher Beziehungen und die Vergänglichkeit sowohl des Tanzes als auch des Lebens. Musikalische Leitung: Wolfgang Heinz Staatsorchester Stuttgart

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