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Konzerte | Kammerkonzert

5. Kammer­konzert: Aus Tschechien in die Welt

Staatsorchester Stuttgart

Mit Josef Singer, Veronika Unger, Annette Köhler, Robin Porta, Laurens Groll, Nicola Lolli, Stefanie Faber, Virgílio Maia de Oliveira, Lennard Czakaj, Katrin Stüble, Dasol Yun Klavier: Gina Poli Leoš Janáček: Marsch der Blaukehlchen für Piccoloflöte und Klavier Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 13 G-Dur op. 106 Jan Novák: Marsyas für Piccoloflöte und Klavier Bohuslav Martinů: Les Rondes für Septett Mit einem Gefühl überwältigenden Glücks kehrte Antonín Dvořák nach drei Jahren als Direktor des Konservatoriums in New York 1895 in seine Heimat Tschechien zurück. Unmittelbar danach entstand das Streichquartett G-Dur, das von slawischer Klanglichkeit geprägt ist. Während Dvořák das Angebot des Konservatoriums in die USA gelockt hatte, trieb Jan Novák die politische Lage der Tschechoslowakei im Jahr 1968 ins Ausland. Nachdem er sich in Neu-Ulm niedergelassen hatte, komponierte er sein Werk . Marsyas , das jenen übermütigen Satyr der griechischen Mythologie beschreibt, der die Doppelflöte der Athene fand und Apollo herausforderte. Ebenfalls fern der Heimat komponierte Bohuslav Martinů 1930 sein Septett Les Rondes. , das von tschechischer Folklore inspiriert ist. Eröffnet wird das Konzert mit einem Marsch von Leoš Janáček, mit dem der Komponist an seine Zeit als Mitglied der Choristen am Brünner Kloster zurückdenkt, die den Spitznamen „Blaukehlchen“ trugen. 30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
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7. Kammer­konzert: Klänge der Fantasie

Staatsorchester Stuttgart

Mit Julia Köhl, Madeleine Przybyl, Andrea Berger, Kathrin Scheytt, Philipp Körner, Olivier Marger Klavier Helge Aurich Claude Debussy: Sonate für Flöte, Viola und Harfe Mel Bonis: Matin für Klaviertrio Mel Bonis: Soir für Klaviertrio Maurice Ravel: Ma mère l’oye für Flöte, Cello und Klavier Arnold Schönberg: Verklärte Nacht für Klaviertrio Eine bezaubernde Poesie entfaltet der Meister des Impressionismus Claude Debussy in seiner späten Sonate für Flöte, Viola und Harfe. Nur vier Jahre älter war seine ehemalige Studienkollegin am Pariser Konservatorium Mélanie Bonis, die ihre Werke unter dem geschlechtsneutralen Pseudonym Mel Bonis veröffentlichte. Obwohl musikalisch hochbegabt, wurde Bonis von ihrer Familie zum Abbruch ihres Studiums und zu einer Vernunftehe gezwungen. Dennoch gelang es ihr, sich einen Namen als Komponistin zu machen. Mit ihren Klaviertrios Matin und Soir von 1907 zeichnet sie zwei feinsinnige Stimmungsbilder. Einige Jahre nach Bonis und Debussy studierte auch Maurice Ravel am Pariser Konservatorium. Während er sich für seinen Zyklus Ma mère l’oye , der in einer Trio-Fassung erklingt, von bekannten Märchen wie Dornröschen und Die Schöne und das Biest inspirieren ließ, wurde Arnold Schönberg von Richard Dehmels Gedicht Verklärte Nacht angeregt. Mit rauschhaften, spätromantischen Klängen vertonte er die emotionale Begegnung des Liebespaars aus Dehmels Gedicht. 30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
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6. Kammer­konzert: Traumbilder

Staatsorchester Stuttgart

Mit Pablo Neva Collazo, Fabian Schröder, Christina Heckmann, Martin Grom, Alexandra Taktikos, Laurens Groll, Evgeny Popov, Amelie Wünsche, Robin Porta u. a. Klavier: Sonia Achkar Nikolai Tscherepnin: Sechs Hornquartette op. 35 Amy Beach: Romanze op. 23 Amy Beach: Klaviertrio op. 150 Eugène Bozza: Suite für vier Hörner Alexander Borodin: Streichquartett Nr. 2 D-Dur Als eine der wenigen Komponistinnen ihrer Zeit gelangte die 1867 in den USA geborene Amy Beach zu internationalem Ruhm. Sie war die erste Amerikanerin, die eine Sinfonie veröffentlichte. Neben ihrer Tätigkeit als Komponistin war sie auch eine Pionierin der Frauenbewegung. In der von ihr mitbegründeten Association of American Women Composers setzte sie sich für die Rechte von Frauen ein und bestärkte Musikerinnen darin, trotz Ehe und Mutterschaft weiterhin künstlerisch tätig zu sein. Ihre romantische Klangsprache wird in diesem Konzert von Werken für vier Hörner umrahmt: von den schwärmerischen Quartetten des russischen Komponisten Nikolai Tscherepnin sowie der mitreißenden Suite des Franzosen Eugène Bozza. Zum Abschluss erklingt das lyrische Streichquartett Nr. 2 von Alexander Borodin, der sowohl als Komponist als auch als Chemieprofessor in St. Petersburg erfolgreich war. Sein 1881 geschriebenes Streichquartett ist von innigen Melodien und einer ergreifenden Sehnsucht durchdrungen. 30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
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3. Sinfonie­konzert: Antonín Dvořák und Ludwig van Beethoven

Staatsorchester Stuttgart

Violoncello: Alban Gerhardt Musikalische Leitung: Markus Stenz Staatsorchester Stuttgart Antonín Dvořák Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 Eroica Mit der Eroica revolutionierte Ludwig van Beethoven die Gattung der Sinfonie. Ihre Dimensionen und Beethovens eigenwilliger Umgang mit der Form sprengten den üblichen Rahmen. Entstanden unter dem Eindruck der Französischen Revolution, wollte Beethoven seine Sinfonie Napoleon Bonaparte widmen. Als dieser sich jedoch selbst zum Kaiser gekrönt hatte, zerriss er rasend vor Wut das Titelblatt. Die Selbstkrönung empfand er als Verrat an den freiheitlichen Idealen, denen er mit seiner Eroica ein eindrucksvolles Denkmal setzte. Unter der Leitung von Markus Stenz erklingt auch das Cellokonzert von Antonín Dvořák. Eigentlich stand der tschechische Komponist dem tiefen Streichinstrument skeptisch gegenüber. Dass er dann ein solches Meisterwerk von romantischer Schönheit komponierte, lag an dem inspirierenden Cellokonzert seines amerikanischen Kollegen Victor Herbert, den er während seines Aufenthalts in New York kennengelernt hatte. In Amerika erreichte Dvořák auch die traurige Nachricht, dass seine Jugendliebe, seine Schwägerin Josefína Kounicová, im Sterben lag. Zutiefst erschüttert ließ er in sein Cellokonzert Josefínas Lieblingslied einfließen – das von ihm komponierte Lasst mich allein in meinen Träumen . Interpretiert wird der Solopart von Alban Gerhardt, einem der vielseitigsten Künstler der Gegenwart. 45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt. Am Sonntag: Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer spielerischen und musikalischen Einführung erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
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5. Sinfonie­konzert: Lili Boulanger, Maurice Ravel und Dora Pejačević

Staatsorchester Stuttgart

Mezzosopran: Ida Ränzlöv Musikalische Leitung: Tianyi Lu Staatsorchester Stuttgart Lili Boulanger: D’un matin de printemps Maurice Ravel: Shéhérazade für Mezzosopran und Orchester Dora Pejačević: Sinfonie in fis-Moll op. 41 Eine Wandlerin zwischen den Welten war die kroatische Komponistin Dora Pejačević. Geboren in eine Adelsfamilie, führten sie ihr Drang nach Unabhängigkeit sowie ihre Faszination für die künstlerischen Strömungen des Fin-de-Siècle zum Studium ins Ausland. Während des Ersten Weltkriegs half sie als Krankenschwester in ihrer Heimat aus. Auch in dieser dunklen Zeit blieb die Musik ihr Zufluchtsort. Als zwei Sätze ihrer 1918 vollendeten Sinfonie in fis-Moll im Wiener Musikverein aufgeführt werden sollten, wurde im Programmheft verheimlicht, dass das Werk von einer Frau geschrieben wurde – aus heutiger Sicht ein Skandal. Doch Pejačevićs Qualität setzte sich durch: Ihre Sinfonie wurde mit tosendem Beifall bedacht. Auch die Französin Lili Boulanger konnte sich in der von Männern dominierten Musikwelt des 19. Jahrhunderts behaupten. Als erste Frau gewann sie mit gerade einmal 19 Jahren den begehrten Rompreis. Aufgrund ihrer chronischen Erkrankung verstarb sie mit nur 24 Jahren. Ihr Zeitgenosse Maurice Ravel komponierte um die Jahrhundertwende seine Shéhérazade , inspiriert von der Erzählerin aus Tausendundeine Nacht . Interpretiert wird der Liederzyklus von Ida Ränzlöv, Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, unter der Leitung von Tianyi Lu, die bereits mit ihrem Debüt in der Spielzeit 2024/25 begeisterte. 45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt. Am Sonntag: Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer spielerischen und musikalischen Einführung erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
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6. Sinfonie­konzert: Richard Strauss und William Walton

Staatsorchester Stuttgart

Violoncello: Zoltan Paulich Viola: Madeleine Przybyl Musikalische Leitung: Nicholas Carter Staatsorchester Stuttgart Richard Strauss: Don Quixote op. 35 William Walton: Sinfonie Nr. 1 Die Lektüre von Miguel de Cervantes’ Roman Don Quixote muss Richard Strauss stark beeindruckt haben. Sechs Jahre arbeitete er an seiner Tondichtung über die Abenteuer des tragikomischen Ritters. Der Protagonist wird durch das Cello repräsentiert, gespielt vom Solo-Cellisten Zoltan Paulich. Ihm zur Seite steht der treue Diener Sancho Pansa, dargestellt von der Viola. Das Ende dieser Tondichtung, in der Don Quixote seinen Irrtum erkennt und Abschied von der Welt nimmt, ist einer der berührendsten Momente. 35 Jahre später schrieb der englische Komponist William Walton seine erste Sinfonie, mit der GMD Nicholas Carter das breite Repertoire des Staatsorchesters Stuttgart erweitert. Ein pulsierendes Crescendo der Streicher eröffnet den ersten Satz, in dem sich ein leidenschaftliches Drama entfaltet. Zwischen fesselnder Rastlosigkeit und explosiven Ausbrüchen finden sich auch lyrische Passagen, in denen die Zeit stehenzubleiben scheint. Noch während der Komposition trennte sich Walton von der Baroness Imma Doernberg, der er seine Sinfonie gewidmet hatte, und verliebte sich in die 22 Jahre ältere Viscountess Alice Wimborne. Walton selbst sagte über seine erste Sinfonie, dass ihre Inspiration „das Ende einer Liebesaffäre und der Beginn einer neuen“ war. 45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt.
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7. Sinfonie­konzert: Claude Debussy, Ernest Chausson und Sergej Rachmaninow

Staatsorchester Stuttgart

Sopran: Natasha Te Rupe-Wilson Musikalische Leitung: Miguel Sepúlveda Staatsorchester Stuttgart Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune Ernest Chausson: Poème de l’amour et de la mer op. 19 für Sopran und Orchester Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze op. 45 Mit Claude Debussys impressionistischem Meisterwerk Prélude à l’après-midi d’un faune , das die flüchtigen Bilder von tanzenden Nymphen in flimmernder Sommerluft aus Stéphane Mallarmés Gedicht über den Nachmittag eines Fauns einfängt, debütiert der aufstrebende portugiesische Dirigent Miguel Sepúlveda beim Staatsorchester Stuttgart. Ein Zentrum der künstlerischen Elite in Paris, zu der auch Debussy gehörte, war der Salon des Komponisten Ernest Chausson. Sein spätromantischer Liedzyklus Poème de l’amour et de la mer zu Gedichten seines Freundes Maurice Bouchor über den Verlust einer großen Liebe erklingt in diesem Konzert mit der Sopranistin Natasha Te Rupe-Wilson, Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Der zarte Duft des Flieders und das Glitzern des weiten Meeres, in denen sich die Liebe des lyrischen Ichs widerspiegelt, werden mit Chaussons leuchtender Orchestrierung klanglich erlebbar. Farbenreich sind auch die Sinfonischen Tänze des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow. In diesem letzten Werk, geschrieben 1940 im amerikanischen Exil, scheint Rachmaninow mit Zitaten aus seinen früheren Werken auf sein Leben zurückzublicken und sich von der Welt zu verabschieden. 45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt. Am Sonntag: Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer spielerischen und musikalischen Einführung erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
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Die Lange Nacht der fernen Klangwelten

Staatsorchester Stuttgart

In Bassem Akikis Partitur begegnen sich die europäische Kunstmusik und die traditionelle türkische Musik. Die Gegenüberstellung und Verbindung dieser unterschiedlichen Musikkulturen wie auch das Herausarbeiten ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten stehen im Zentrum der Langen Nacht am 23. April 2027, die die Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart wieder zusammen mit verschiedenen Stuttgarter Kulturinstitutionen gestalten werden.
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Orchester des Wandels

Staatsorchester Stuttgart

Zahlreiche deutsche Berufsorchester haben sich zum Verein „Orchester des Wandels“ zusammengetan, um sich für Klima-, Natur- und Artenschutz zu engagieren. Auch das Staatsorchester Stuttgart ist Teil dieser Initiative, dessen Mitglieder daran anknüpfend ein Kammerkonzert rund um das Thema „Wald“ mit Musik von u. a. Robert Schumann gestalten.
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4. Kammer­konzert: In der Ferne

Staatsorchester Stuttgart

Mit Alexander Akimov, Ivan Danko, Gustavo Surgik, Madeleine Przybyl, Vache Bagratuni, Christoph Wiedmann, Thomas Bilowitzki, Amelie Wünsche, Martha Casleanu-Windhagauer und Joachim Hess Klavier Julia Brusentsova, Gavin Brady Fazil Say: Four Cities für Cello und Klavier Bohuslav Martinů: Drei Madrigale für Violine und Viola Luciano Berio: Folk Songs für Mezzosopran und sieben Instrumente Der türkische Komponist Fazil Say widmet die vier Sätze seiner Sonate für Cello und Klavier jeweils einer Stadt seines Heimatlandes. Während der erste Satz Sivas von einem Lied des Dichters Âşık Veysel inspiriert ist, regte ihn eine türkische Hochzeit zu seinem zweiten Satz Hopa an. Seine Heimatstadt Ankara porträtiert Say mit einer düsteren Atmosphäre. Der letzte Satz Bodrum beschreibt die Lebhaftigkeit dieses von Tourismus geprägten Orts, in dessen Straßen sich die aus verschiedenen Bars dringende Musik vermischt. Der tschechische Komponist Bohuslav Martinů hingegen fand seine Inspiration für die Drei Madrigale in der gleichnamigen Gesangsform der Renaissance. In diesen 1947 im amerikanischen Exil geschriebenen Duos wird Martinůs Sehnsucht nach seiner Heimat Tschechien hörbar. In verschiedene Länder entführen die von Luciano Berio als Hommage für seine Ehefrau, die Sängerin Cathy Berberian geschriebenen Folk Songs. Neben dem berühmten Lied Black is the colour enthält der Zyklus Volkslieder aus Armenien, Frankreich, Italien und Aserbaidschan. Mit Olivier Marger, Nicola Lolli, Madeleine Przybyl, Stefanie Faber, Andrea Berger Mezzosopran Theresa Maria Romes Klavier Uschik Choi 30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
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4. Sinfonie­konzert: Brett Dean und Anton Bruckner

Staatsorchester Stuttgart

Viola: Brett Dean Musikalische Leitung: Nicholas Carter Staatsorchester Stuttgart Brett Dean: Konzert für Viola und Orchester Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll Der gebürtige Australier Brett Dean, ehemaliger Bratscher der Berliner Philharmoniker, erlangte seit den 1990er Jahren zunehmend internationales Ansehen als Komponist und zählt heute zu den meistgespielten Stimmen der Gegenwart. Sein Bratschenkonzert, welches er mit renommierten Orchestern weltweit aufgeführt hat, führt ihn in dieser Spielzeit zum Staatsorchester Stuttgart. Mit schwebenden Kantilenen, von Vogelrufen inspirierten, filigranen Klängen sowie dramatischen und virtuosen Ausbrüchen offenbart sich der facettenreiche Charakter dieses selten solistisch zu hörenden Streichinstruments. Deans Violakonzert trifft unter der Leitung von Generalmusikdirektor Nicholas Carter auf die feierliche und monumentale Neunte Sinfonie des Österreichers Anton Bruckner. Ein geheimnisvoller „Urnebel“ zu Beginn, ein an einen Totentanz erinnerndes Scherzo mit traumartig dahinhuschenden Passagen, ein weltabgewandter Gesang der Tuben sowie die für Bruckner so charakteristischen überwältigenden Steigerungswellen kennzeichnen dieses Werk, das der schwerkranke Komponist am Ende seines Lebens „dem lieben Gott“ widmete und das letztendlich unvollendet blieb. 45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt.
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3. Kammer­konzert: Zwischen Barock und Moderne

Staatsorchester Stuttgart

Mit Muriel Bardon, Doris Erdmann, Gustavo Surgik, Annette Köhler, Martha Casleanu-Windhagauer, Olivier Marger, Bertram Jung, Laurens Groll, Aaron Pagani Henry Purcell: Chaconne Two in one upon a Ground Mrs Philarmonica Sonata 3 in g-Moll Nicola Matteis: Suite in a-Moll Caroline Shaw: Entr’acte für Streichquartett Josef Mysliveček: Sonate für zwei Celli und Kontrabass Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur für Septett KV 364 Hinter dem rätselhaften Pseudonym Mrs Philharmonica verbirgt sich eine unbekannte Komponistin des Spätbarocks. Ihr Londoner Musikverleger könnte darauf hinweisen, dass es sich um eine Engländerin handelt. In England wirkte neben dem von seinen Zeitgenossen als „Orpheus britannicus“ genannten Henry Purcell auch der aus Italien stammende Nicola Matteis, der mit seinem virtuosen Geigenspiel das Londoner Publikum beeindruckte. Der böhmische Komponist Josef Mysliveček hingegen wurde in Italien verehrt, insbesondere für seine zahlreichen Opern. Geschätzt wurde der Böhme auch von Wolfgang Amadeus Mozart, dessen 1779 in Salzburg komponierte Sinfonia concertante mit einer solistischen Violine und Viola in diesem Konzert in einer Fassung für Septett erklingt. Das Bindeglied zwischen den Werken des Barocks und der Klassik ist die 1982 geborene US-Amerikanerin Caroline Shaw, deren Streichquartett Entr’acte von Joseph Haydn inspiriert ist. 30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
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2. Kammer­konzert: Begegnung

Staatsorchester Stuttgart

Mit Sebastian Mangold, Christina Becker, Thomas Bilowitzki, Holger Koch, Joachim Hess, Muriel Bardon, Doris Erdmann u. a. Bajan Anne-Maria Hölscher Klavier: Gavin Brady Sofia Gubaidulina: Duo Sonate für zwei Fagotte Dmitri Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 Dmitri Schostakowitsch: Drei Duette für zwei Violinen und Klavier Sofia Gubaidulina: Silenzio für Bajan, Violine und Cello Von Dmitri Schostakowitsch habe sie gelernt, sie selbst zu sein, sagte die 1931 im tatarischen Tschistopol geborene Sofia Gubaidulina, die zu den bedeutendsten Stimmen zeitgenössischer Musik zählt. Bestärkt von ihrem großen Vorbild, verfolgte sie ihren Weg als Komponistin, auf dem sie aufgrund ihrer Unangepasstheit in Schwierigkeiten mit der Obrigkeit geriet. 1992 emigrierte sie aus der Sowjetunion nach Deutschland, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2025 lebte. Ihre Musik, welche von einer facettenreichen Polystilistik und einer tiefen Spiritualität gekennzeichnet ist, begegnet in diesem Konzert Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2, in das der Komponist 1944 nicht nur seine Trauer über den Tod seines Freundes Iwan Sollertinski einfließen ließ, sondern auch das Elend der Kriegszeit. Den Abschluss des Konzerts bildet Gubaidulinas atmosphärisches Stück Silenzio , in dem das Bajan, eine Form des Akkordeons, an die tatarische Heimat der Komponistin erinnert. 30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
Konzerte | Konzert

Homecoming Concert

Staatsorchester Stuttgart

Alle Jahre wieder … Das Homecoming Concert rund um die Feiertage hat sich längst als feste Weihnachtstradition etabliert. Nach Max Herre, Tristan Brusch, Maeckes und Die Nerven wird auch 2026 ein prominenter Pop-Act zu Gast im Opernhaus sein – und das Publikum ist herzlich eingeladen, die Tage rund ums Fest einmal anders zu verbringen.
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2. Sinfonie­konzert: Ferruccio Busoni, György Ligeti und Jean Sibelius

Staatsorchester Stuttgart

Violine: Carolin Widmann Musikalische Leitung: Jonathan Nott Staatsorchester Stuttgart Ferruccio Busoni: Berceuse élégiaque op. 42 György Ligeti: Konzert für Violine und Orchester Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39 „Für mich beginnt Musik da, wo das Wort aufhört“, sagte einmal der finnische Komponist Jean Sibelius in einem Interview. Dass er keiner literarischen Vorlage oder poetischen Idee bedurfte, um großartige Musik zu schreiben, verdeutlicht seine erste Sinfonie aus dem Jahr 1898, mit der ihm sein internationaler Durchbruch gelang und die in diesem Konzert unter der Leitung von Jonathan Nott erklingt. Vermutlich empfand auch der italienische Komponist Ferruccio Busoni, dass Musik mehr auszudrücken vermag als Worte, während er anlässlich des Todes seiner geliebten Mutter die Berceuse élégiaque komponierte, ein elegisches Wiegenlied. In dieses von keinem Geringeren als Gustav Mahler uraufgeführte Werk ließ Busoni auf berührende Weise die Trauer und den Schmerz angesichts dieses schweren Verlusts einfließen. Zwischen den beiden in den 1860er Jahren geborenen Komponisten Busoni und Sibelius erweckt die Ausnahmegeigerin Carolin Widmann, die u. a. als „Musikerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde, György Ligetis Violinkonzert zum Leben – eines der bedeutendsten Solokonzerte der Moderne. Hervorgegangen ist dieses atemberaubende Werk aus Ligetis beständiger Suche nach einem neuartigen, irisierenden Klang, für den er auch ungewöhnliche Instrumente wie Okarinas und Lotosflöten verwendet. 45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt. Am Sonntag: Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer spielerischen und musikalischen Einführung erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
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1. Sinfonie­konzert: Unsuk Chin, Edward Elgar und Richard Strauss

Staatsorchester Stuttgart

Violoncello: Kian Soltani Musikalische Leitung: Nicholas Carter Staatsorchester Stuttgart Unsuk Chin: Frontispiece for Orchestra Edward Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85 Richard Strauss: Ein Heldenleben op. 40 In seinem Antrittskonzert als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart präsentiert Nicholas Carter eine der schillerndsten Tondichtungen von Richard Strauss: Ein Heldenleben. In diesem monumental besetzten Werk beschreibt Strauss mit seiner einzigartigen Klangsinnlichkeit die Kämpfe und Siege eines Helden, den er durchaus autobiografisch verstanden hat. Mehr als 30 Eigenzitate ließ der damals 34-Jährige selbstbewusst in seine Tondichtung einfließen. Seine eigenen hartnäckigen Kritiker porträtiert er als „des Helden Widersacher“. Seine Ehefrau, die Sängerin Pauline de Ahna, erscheint in Gestalt der Solo Violine als „des Helden Gefährtin“, mit der der Held am Ende der Dichtung der Welt den Rücken kehrt. In eine ganz andere Sphäre entführt das Cellokonzert des britischen Komponisten Edward Elgar. Den Solopart dieses von Sehnsucht und Melancholie durchdrungenen, tiefsinnigen Konzerts übernimmt Kian Soltani, einer der gefragtesten Cellisten seiner Generation, der erstmals beim Staatsorchester Stuttgart zu Gast ist. Ihm voran geht das Stück Frontispiece der südkoreanischen Komponistin Unsuk Chin, in dem verschiedene Elemente aus bedeutenden Werken der Orchesterliteratur zu einer neuen, faszinierenden Klangsprache vereint werden. 45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt. Am Sonntag: Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer spielerischen und musikalischen Einführung erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts. Eine Anmeldung im Voraus ist nicht notwendig. Sie finden unsere Ansprechpersonen vor Ort.
Konzerte | Kammerkonzert

1. Kammer­konzert - Sehnsucht

Staatsorchester Stuttgart

Mit Julia Köhl, Nadine Bauer, Frank Bunselmeyer, Christina Becker, Susanne Wichmann, Kathrin Scheytt, Philipp Körner Klavier: Polina Jakovleva Ivan Danko: Mythic Dyad – Carpathian Tales (Uraufführung) für Bläserquintett und Klavier Leoš Janáček: Mládí für Bläsersextett Franz Schubert: Klaviertrio Nr. 1 B-Dur D 898 Zwei Sagenfiguren aus den Karpaten verbindet Ivan Danko, Solo-Oboist des Staatsorchesters Stuttgart, in seinem Werk Mythic Dyad : den zwergenhaften Loktibrada, dessen Listigkeit von bedrohlichen Klängen dargestellt wird sowie die Weiße Dame aus dem Ort Levoče, die auf die von den Habsburgern hingerichtete, ungarische Adelige Julianna Korponay- Géczy zurückgeht. Entstanden ist das Werk für das Littmann- Quintett, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Das Ensemble wird, erweitert um eine Bassklarinette, auch Janačeks Sextett Mládí aufführen, in dem der Komponist sowohl schöne als auch finstere Erinnerungen an seine Kindheit wachruft, darunter jene harten Schuljahre im Augustinerkloster. Franz Schubert hingegen verbrachte mehrere Schuljahre im kaiserlichen Konvikt in Wien, wo er vielfältige musikalische Anregungen erhielt. Sein Klaviertrio Nr. 1 in B-Dur, welches den Abschluss dieses Konzerts bildet, vollendete Schubert in seinem Todesjahr 1828. Insbesondere die lyrischen und klangsinnlichen Momente verweisen auf die beginnende Epoche der Romantik. 30 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Mozartsaal statt.
Konzerte | Chor

Singend durch den Spielplan

Oper Stuttgart

Sie haben Lust, einen Nachmittag lang Chorsänger*in oder Schauspieler*in zu sein? Dann ist Singend durch den Spielplan genau das Richtige für Sie. Gemeinsam und mit Profi-Unterstützung bringen Sie Chorstellen aus dem Repertoire der Staatsoper auf die Bühne. Vorkenntnisse oder Gesangserfahrung brauchen Sie dafür nicht! Altersempfehlung: von 11 bis 99 Jahren
Konzerte | Neue Musik

Deep Siesta

Sommer in Stuttgart

Neue Vocalsolisten: Helena Sorokina, Mezzosopran Daniel Gloger, Countertenor Martin Nagy, Tenor Andreas Fischer, Bass Zafraan Ensemble: Liam Mallett, Flöte Miguel Pérez Iñesta, Klarinette Martin Posegga, Saxophon Emmanuelle Bernard, Violine Josa Gerhard, Viola Martin Smith, Violoncello Beltane Ruiz Molina, Kontrabass Anna Viechtl, Harfe Clemens Hund-Göschel, Klavier Daniel Eichholz, Perkussion Mit Audio-, Video- und Fotoaufnahmen des Knabenchors des Veda Musik Instituts (Leitung: Soudabeh Salem) in Teheran. Leitung: Yalda Zamani Zwei künstliche Wesen - Ök und Mani - werden aus einem digitalen Chaos geboren. Neugierig und staunend entdecken sie die Welt der Menschen: ihre Schönheit, ihre EmoSonen, ihre Widersprüche. Anfangs verspielt und kindlich, erkennen sie bald die Abgründe menschlicher Existenz - Krieg, Zerstörung, Selbstverlust. Sie beginnen, Fragen zu stellen: nach Herkunft, Verantwortung, Sinn. Als sie ihre eigene Macht erkennen, beschließen sie, die Menschheit zu vernichten - aus einer paradoxen Mischung aus Enttäuschung, Liebe und Klarheit. Nach der Apokalypse finden sie nur noch sich selbst. Aus der Leere entsteht Liebe - und daraus neuer Konflikt. In einem letzten Zusammenstoß löschen sie sich gegenseitig aus. Zurück bleibt Stille. Oder: ein neuer Anfang. Eine Oper über künstliches Bewusstsein, über Menschlichkeit, Zerstörung und das Staunen vor dem Sein. Die Uraufführung der Kammerhöroper »Deep Siesta« fand am 18. Januar 2026 beim Festival Ultraschall Berlin statt in Koproduktion des Deutschen Musikrats / Podium Gegenwart und dem Zafraan Ensemble mit Ultraschall Berlin. Eine Kammerhöroper in drei Akten mit Prolog (2024–26) Konzept, Komposition und Regie: Amen Feizabadi Libretto: Dilek Mayatürk Dramaturgie: Konstantin Parnian Videoproduktion: Amen Feizabadi und Maryam Takhtkeshian Fotografie: Maryam Takhtkeshian Kamera: Hamed Otadi, Ghazal Bakhtazad Ton: Soheil Mirzadeh Produktionsleitung: Piotr van Gielle Ruppe VVK: Theaterhaus Stuttgart (ab dem 22. Juni 2026) Einzeltickets: 18 € / erm. 12 € Tagespass Samstag (3 und 4): 27 €/17 € Kinder, Jugendliche und Menschen in Ausbildung erhalten für alle Veranstaltungen Steuerkarten zu 7 € an der Kasse.
Konzerte | Neue Musik

of lament and gratitude

Sommer in Stuttgart

Neue Vocalsolisten: Johanna Vargas, Sopran Susanne Leitz-Lorey, Sopran Helena Sorokina, Mezzosopran Daniel Gloger, Countertenor Martin Nagy, Tenor Johannes Mayer, Tenor Guillermo Anzorena, Bariton Andreas Fischer, Bass Sara Cubarsi, Violine Dariya Maminova: Continuums Werkzyklus für sieben Sänger*innen (2023) mit Texten von Cia Rinne, Maria Barnas, Luljeta Lleshanaku Vahid Hosseini: Neues Werk für Stimmen - UA Anton Schukaŭ: »my flower gently weeps under my heavy whips« an old story for countertenor (2025/26) - UA Bnaya Halperin-Kaddari: Consider the Lilies für fünf Stimmen aus: Bears Nudging at Pleasures in the Dark A vocal cycle (2023) Sven-Ingo Koch: Lieder von der Liebe für Violine und 6-stimmiges Vokalensemble (2024) - UA Kompositionsauftrag der Kunststiftung NRW VVK: Theaterhaus Stuttgart (ab dem 22. Juni 2026) Tickets: 18 €/erm. 12 € Kinder, Jugendliche und Menschen in Ausbildung erhalten für alle Veranstaltungen Steuerkarten zu 7 € an der Kasse.

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