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Literaturhaus Salzburg

Ein Ort für das Wort

Seit 1991 ist im stadteigenen, über 400 Jahre alten Gebäude des Eizenbergerhofs im Stadteil Lehen beim Stadtwerke-Areal das Literaturhaus Salzburg beheimatet. Aus dem anfänglichen Geheimtipp wurde inwischen längst der Ort für das Wort – in Salzburg und weit darüber hinaus.

Ein Trägerverein (mit dem „Jungen Literaturhaus“) und fünf autonome Salzburger Literaturvereine und Autorengruppen – manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt – haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum: abwechslungsreich, engagiert und professionell – nach dem Motto „Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt“.

Das zweistöckige, historisch wertvolle Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auf Anfrage vermietet werden, und Büros auch eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet) – benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron für den Platz vor dem Haus.

Kontakt

Literaturhaus Salzburg
Verein Literaturhaus
Strubergasse 23
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 662 / 422 411
Fax: +43 662 / 422 411-13
E-Mail: info@literaturhaus-salzburg.at

Bewertungschronik

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Ausstellungseröffnung

How To Stand Up

Rainer Baltschun, Sarita Jenamani, Maynat Kurbanova, Gerhard Ruiss

Weltweit sind Menschen, die sich mit Worten wehren, gefährdet. Die Zahl der inhaftierten und getöteten Journalisten erreichte in den letzten Jahren einen Negativ-Rekord. Neben Israel/Gaza und dem Iran zählten China, Myanmar, Sudan, Russland und Mexiko zu den gefährlichsten Orten, auch in der Ukraine wurden Reporter von russischen Soldaten ermordet. Wie ist die Situation für Schriftsteller*innen? Abseits bekannter Namen ist davon wenig zu lesen.

Auch nach Österreich flüchten bedrohte Autorinnen – wie Sarita Jenamani. Die indische Dichterin und Übersetzerin (u.a. von Rilke, Kundera, Trakl), engagierte Feministin und Menschenrechtsaktivistin, lebt ebenso in Wien wie die tschetschenische Autorin und Journalistin Maynat Kurbanova. Die ehemalige Korrespondentin der Moskauer Zeitung „Nowaja Gaseta“ musste wegen ihrer kritischen Berichterstattung das Land verlassen. Die beiden Exil-Schriftstellerinnen sprechen mit Gerhard Ruiss, Autor und Kultur-Interessenvertreter, über ihre Situation. Davor gibt der Fotograf und Ausstellungsmacher Rainer Baltschun im Gespräch mit dem Literaturhaus-Leiter Auskunft über sein Engagement.

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Ausstellung

Rainer Baltschun: How to stand up. Zur Verfolgung von Autorinnen und Autoren weltweit

Weltweit werden Menschen, die mit Worten um Meinungsfreiheit kämpfen, verfolgt, inhaftiert und ermordet. Die neue Literaturhaus-Ausstellung beschäftigt sich mit bedrohten Autor:innen und Journalist:innen. Unter dem Titel „How to stand up“ zeigt der deutsche Fotograf Rainer Baltschun in seinem Projekt ausgewählte Bespiele, Bücher und Fotografien auf Bildtafeln mit erklärenden Texten zum jeweiligen Fall – basierend auf PEN-International Case Lists und eigenen Recherchen.

Die ausgewählten 42 Schriftstellerinnen und Schriftsteller umspannen einen Zeitraum von 100 Jahren zwischen 1919 und 2021: von Rosa Luxemburg bis Herta Müller, von Walter Benjamin bis Salman Rushdie, von Hannah Arendt bis Angela Davis, von Alexander Solschenizyn bis Wole Soyinka, von Gioconda Belli bis Anna Politkovskaya, von Liu Xiaobo über Hrant Dink bis Julian Assange und Tsitsi Dangaremba. Die Schau thematisiert den Kampf von Autor:innen und Journalist:innen um Meinungsfreiheit – gegen Diktatur und Unterdrückung. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog.

Rainer Baltschun, geb. 1943 in Kiebitzhörn bei Plön in Schleswig-Holstein, aufgewachsen in Hamburg, lebt in Bremen. Er war Elektromechaniker, Seemann, Uni-Ingenieur und Lehrer, hat Physikalische Technik, Politik- und Sportwissenschaft sowie Elektrotechnik studiert und ist viel gereist. Seit 1966 arbeitet er als freier Fotograf – anfangs mit analoger, ab 2004 mit digitaler Technik.

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Lesung

Yevgeniy Breyger:
hallo niemand

Lesung & Gespräch

Es ist eine phantasmagorische Reise und eine Odyssee durch die Gegenwart, die Yevgeniy Breygers Held „niemand“ unternimmt, wenn er sich in einem roten Audi von Österreich nach Deutschland aufmacht, um Bundeskanzler zu werden. Er hält an Autobahnraststätten und Penny-Parkplätzen, gerät in linke und rechte Demos, irrt rastlos durch den Ausnahmezustand unserer Zeit. Auf seinem Roadtrip begegnet er skurrilen Gestalten, er trifft auf Gregor Gysi und Alice Weidel, auf Pfarrer und Rabbis, auf Gott und sein zorniges jüdisches Ebenbild G’tt. In rasanten Szenen und Dialogen, angetrieben von seinem Auto, das mit laufendem Motor wartet, erkundet niemand seine Identität, seinen Glauben, seine Sexualität und rückt dabei unverblümt die aktuellen politischen Verhältnisse in den Blick.

Yevgeniy Breygers erzählendes Langgedicht ist skurrile Politsatire, sprachakrobatische Groteske und zugleich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Fragen nach der Versehrtheit des Körpers und des Geistes in Zeiten von Krieg und totalitärer Realitätserzwingung.

Yevgeniy Breyger, geb. 1989 in Charkiw, lebt in Wien. Er studierte an den Literaturinstituten Hildesheim und Leipzig sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. Für seinen Gedichtband „Frieden ohne Krieg“ (2023) wurde er vielfach ausgezeichnet. „hallo niemand“ ist im Suhrkamp Verlag erschienen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: prolit
www.prolit.at

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© Christoph Greussing / Laura Pfeifer
Lesung mit Musik

Raoul Schrott:
Zeitgeist

Vortrag & Konzert
Beteiligte: Raoul Schrott, Wolfgang Muthspiel

Ein literarsich-musikalischer Abend der Spitzenklasse!

Der Zeitgeist prägt den Menschen. Doch was ist Zeitgeist? Wie entstand er? Wie verbreitet er sich und prägt Gesellschaften? Auf welche Weise geben wir ihm nach oder behaupten uns gegen ihn? Und welche Auswirkungen hat er auf die Literatur? Raoul Schrott stellt sein Buch „Zeitgeist. Ein Plädoyer für Menschlichkeit“ (Hanser Verlag, 2026) vor – begleitet vom Gitarren-Virtuosen Wolfgang Muthspiel.

Das neue Buch von Raoul Schrott ist halb Essay, halb Gedichtband, ein bibliophiles Wendebuch – eine überraschende wie einsichtige Analyse unserer Gegenwart. Als Kehrseite stellt der „weltgewandte Philosoph unter den Poeten“ (Wiener Zeitung) in seinen Gedichten uns selbst in Porträts einzelner Personen dar: ob jung oder alt, in Endzeitstimmungen und Glücksverheißungen, in den Gewissheiten jedes Einzelnen ebenso wie in seiner Desorientierung vor disparat gewordenen Zeiten. „Zeitgeist“ ist ein besonderes, poetisch-philosophisches Werk des österreichischen Dichters über den Kulturwandel.

Raoul Schrott, geb. 1964 in Landeck, ist preisgekrönter Autor, Literaturwissenschaftler und Übersetzer.

Wolfgang Muthspiel, geb. 1965 in Judenburg, ist preisgekrönter Gitarrist, Komponist und Jazzmusiker.

Eintritt € 18/16/14

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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Lesung

Aufgeblättert

Literarisches Quartett:
Anton Thuswaldner, Christa Gürtler, Clemens Peck, Klaus Seufer-Wasserthal

Im Romandebüt „Das Blaue vom Himmel“ (Suhrkamp Verlag, 2026) der österreichischen Autorin Magdalena Schrefel arbeitet die Protagonistin Hannah an einer Ausstellung mit. Die Frage, die dort gestellt wird: Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die Erde abzukühlen, der Himmel dadurch aber nie wieder blau wäre?

Mit „Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung“ (Rowohlt Verlag, 2026, Ü: Uli Aumüller, Grete Osterwald) setzt sich die US-amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt mit ihrer Partnerschaft zu Paul Auster auseinander, der 2025 verstorben ist. Hustvedt versucht das Unmögliche mit ihrem Gedächtnis- und Liebesbuch, nämlich den verstorbenen Ehemann zum Leben zu erwecken.

Julian Barnes nimmt seinen 80. Geburtstag zum Anlass, im Buch „Abschied(e)“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2026, Ü: Gertraude Krueger) von den Anfängen und dem vermeintlichen Ende seines Schriftstellerlebens zu erzählen, nachdem er erfährt, dass er krank ist.

„Aufgeblättert“ werden die Neuerscheinungen von Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler), Anton Thuswaldner (Literaturkritiker) und als Gast Clemens Peck (Literaturwissenschafter).

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Rupertus Buchhandlung

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Lesung

Michael Burgholzer, Stefan Kutzenberger:
Die Listen der Geschichte

Lesung & Buchvorstellung

Stefan Kutzenberger stellt seinen neuen Roman „Die Liste der Lebenden“ vor, in dem er in Zusammenhang mit der größten Meereskatastrophe des 19. Jahrhunderts, dem Untergang des Dampfschiffes „Austria“, über die Beziehung Hans Christian Andersens zu seiner engen Freundin Henriette Wulff schreibt, die sich an Bord des brennenden Schiffes befindet und die mit dem Dichter und Schriftsteller, aber auch mit sich selbst in einem imaginären Dialog abrechnet. Kutzenberger erzählt vom Mut zu lieben, bevor es zu spät ist.

Michael Burgholzer geht in seinen drei kurzen Erzählungen zum einen der Frage nach, wie am Ende des 15. Jahrhunderts Albrecht Dürers Aktzeichnung der Badefrau entstanden ist, zum anderen, was Arthur Schopenhauers Friseur zu einer lebensbedrohlichen Kurzschlusshandlung getrieben hat, und zum Dritten, ob Lenin auf seiner Reise in seinem plombierten Zug im April 1917 auf der Strecke nicht doch einmal kurz ausgestiegen ist. Wie genau Burgholzer es dabei mit der historischen Wahrheit nimmt, müssen die Zuhörer:innen am Ende für sich selbst entscheiden.

Stefan Kutzenberger, geb. in Linz: 2018 „Friedinger“, 2020 „Jokerman“, 2022 „Kilometer null“. 2024 Uraufführung „Divas im Dilemma“

Michael Burgholzer ist seit 2023 Geschäftsführer der Salzburger Autor:innengruppe, schreibt Gedichte, Kurzgeschichten und Erzählungen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: erostepost

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Lesung

Nenad Veličković:
Der Vater meiner Tochter

Lesung & Gespräch (bosnisch/dt.)

Nenad Veličkovićs zweiter, an sein gefeiertes Debüt „Nachtgäste“ anknüpfender Roman führt erneut nach Sarajevo, der Krieg ist offiziell vorbei, seine Spuren dagegen sind allgegenwärtig, wenn auch mit Werbeplakaten kaschiert. Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, hat den Krieg überlebt, ohne einen einzigen Schuss abzugeben, nun versucht er, sich als Ehemann, Vater einer vorwitzigen Tochter und Werbetexter durchs Leben zu schlagen. Weil er seine Ideale nicht länger verkaufen will, kündigt er seinen Job, verliebt sich in eine frühere Kollegin und beginnt die Arbeit an einem Roman, der sich hemmungslos am Leben seiner Familie bedient. Zudem lässt ihn eine ominöse Krankheit, die ihn ebenso heftig wie das Leben selbst plagt, mehr und mehr in die Phantasie abgleiten – bis die erbarmungslose Wirklichkeit ihn erwischt.

Mit klugem Witz erzählt Nenad Veličković von einem tragischen Helden, der die lustigsten Dinge tut. Und wie beiläufig rückt er so auch die grotesk traurigen Realitäten im Bosnien der Nachkriegsjahre in den Blick.

Übersetzung: Snežana Bozin

Nenad Veličković, geb. 1962 in Sarajevo, wo er als Autor, Publizist und Dozent für Literatur lebt. Seine Romane und Erzählungen wurden vielfach übersetzt. Der 2002 im Original veröffentlichte Roman „Der Vater meiner Tochter. Das zweite Buch der Nachtgäste“ ist in der Übersetzung von Marija Ivanović im Verlag Jung und Jung erschienen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: prolit
www.prolit.at

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© Regine Kreuch, ÖFG
Vortrag

Heinz-Christian Sauer:
La Chanson

Vortrag mit Musik

Das Chanson ist mit Frankreich und der französischen Sprache untrennbar verbunden. Im Chanson finden sich Geschichte und Geschichten, politische Ereignisse wie alle Themen des Lebens von der Liebe bis zum Tod. Wer sind die wichtigsten Interpretinnen und Interpreten? Über „Chansons, die Sie kennen sollten, wenn Sie behaupten möchten, Frankreich zu kennen“ spricht Experte Heinz-Christian Sauer – und bringt musikalische Beispiele von der Marseillaise bis zu den „Mistral gagnant“ mit.

„La Chanson“ hieß die legendäre Radiosendung, die zwischen 1969 und 1999 wöchent-
lich zuerst auf Ö3 und dann auf Ö1 ausgestrahlt wurde. Die Sendung wurde von Heinz-Christian Sauer gestaltet und (ab 1979) auch moderiert. Ziel der mehr als 1.300 Sendungen war, Lieder und Musik aus Frankreich einem breiten Publikum bekannt zu machen. In seinen Radiosendungen wie in seinen Vorträgen ging bzw. geht es Heinz-Christian Sauer um die Verbindung von Literatur und Musik aus Frankreich, denn es gibt fast keinen französischen „Songwriter“ von Chansons, dessen Texte nicht auch in Buchform erschienen sind.

Heinz-Christian Sauer, geb. 1943 in Wien, promovierter Jurist und ehemaliger Manager, Rundfunk-Moderator und Experte für das französische Chanson. Seit 1970 hält er Vorträge, die er mit Audio- und Videobeispielen gestaltet. Er ist Gründungsmitglied und Präsident der Österreichisch-Französischen Vereinigung (ÖFV). 2005 wurde ihm der Orden der französischen Ehrenlegion
verliehen.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Cultures Francophones, Verein Literaturhaus

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© Aleksandra Pawloff
Lesung

Katherina Braschel:
Heim holen

Aufgewachsen ist Lina, ein Kind der 1990er, in einer Welt, die aus der Zeit gefallen scheint: in einer donauschwäbischen Gemeinschaft, die sich nach Vertreibung und Flucht in Salzburg angesiedelt und ihr traditionelles Leben nach 1945 dort fortgesetzt hat. Als Lina eines Abends von der SS-Mitgliedschaft ihres Großvaters erfährt, beginnt sie, nach Antworten jenseits der großen Opfererzählung zu suchen. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihren verstorbenen Großeltern und ihrer eigenen Politisierung, will sie erstmals das Schweigen brechen. Getragen von ihren Freund:innen, stellt sich Lina ihrer Familiengeschichte und bricht zu einer Recherche auf, die sie bis nach Belgrad führen wird. Als sie endlich auch die Konfrontation mit ihrer Mutter sucht, wird das zur Zerreißprobe.

Mit ihrem ersten Roman „Heim holen“ erzählt Katherina Braschel vielstimmig von Erinnerung, Verdrängung und schmerzhaften Wahrheiten.

Katherina Braschel, geb. 1992 in Salzburg, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. 2019 wurde sie mit dem Rauriser Förderungspreis ausgezeichnet. Nach dem Prosaband „es fehlt viel“ (edition mosaik, 2020) ist „Heim holen“ ihr erster Roman.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Literaturforum Leselampe
www.leselampe-salz.at

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Lesung mit Musik

geRECHTigkeit. In Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung 1938

Glockenspiel, Lesung, Musik, Podiumsgespräch

Wenige Wochen nach dem „Anschluss“ Österreichs an das deutsche Reich nationalsozialistische Diktatur fand am 30. April 1938 in der Stadt Salzburg – in Nachahmung der Nazi-Bücherverbrennungen von 1933 – eine groß inszenierte Bücherverbrennung statt. Der Salzburger Lehrer und NS-Funktionär Karl Springenschmid wählte nicht zufällig den zentralen Residenzplatz neben dem Dom aus, um rund 1.200 Bücher von jüdischen und katholischen Autoren auf einem Scheiterhaufen vernichten zu lassen.

Seit Jahren finden Veranstaltungen in Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung statt – organisiert von der Initiative Freies Wort (Tomas Friedmann, Albert Lichtblau, Karl Müller – ausgezeichnet mit dem Kulturfondspreis 2025) gemeinsam mit Kooperationspartnern zu einem bestimmten Thema, das eine Brücke von damals zu heute schlägt. Nach z.B. „Zivilcourage“, „Wahrheit“, „Widerstand“, „Freiheit“ und „Hoffnung“ widmet sich die Veranstaltung 2026 dem Thema „Recht und Gerechtigkeit“. Darüber diskutieren auf der Bühne der Alten Residenz die Historikerin Linda Erker, die Schriftstellerin Sasha Marianna Salzmann und der Jurist Franz-Stefan Meissel mit Moderator Günther Kaindlstorfer. Musik: Sophie Abraham (Cello).
Nach der Veranstaltung im Rittersaal der Alten Residenz liest um 20.45 Uhr Sasha Marianna Salzmann beim Mahnmal „Buchskelett“ auf dem Residenzplatz, dazu erklingt wie immer ein extra programmiertes Glockenspiel, diesmal nach dem Antikriegslied „Where Have All the Flowers Gone?“ von Pete Seeger (auf Deutsch auch bekannt durch die Interpretation von Marlene Dietrich).

Warum das Thema „Recht und Gerechtigkeit“? Bücherverbrennungen sind Ausdruck der symbolischen Vernichtung freien kulturellen Lebens. Begriffe wie Recht und Gerechtigkeit wurden durch die Nazi-Propaganda – wie stets in Diktaturen – „umgedeutet“ und der Ideologie des Regimes untergeordnet. So wird das Recht ein Instrument der Macht, das Unterdrückung und Gewalt legitimiert – und nicht an Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde gebunden ist. Als „gerecht“ galt den Nazis, was dem angeblichen Wohl der „Volksgemeinschaft“ diente. Wie ist das heute? Warum stellen sogar in Demokratien autoritäre und rechtspopulistische Bewegungen die Menschenrechte in Frage, greifen Gerichte, Pressefreiheit usw. an und versuchen Werte (oft via Social Media) umzuprogrammieren? Sind „Recht und Gerechtigkeit“ in Gefahr?

Eintritt frei; Anmeldung für Gratis-Tickets: eventjet.at

Veranstalter: Initiative Freies Wort mit Kooperationspartnern wie Salzburg Museum, SAG, Verein Literaturhaus u.v.a

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© Maximilian Gödecke
Lesung

Tomer Gardi: Liefern

Lesung im Rahmen der Stefan-Zweig-Poetikvorlesung

Tomer Gardi, der mit seinem Roman „Broken German“ für Aufsehen gesorgt hat, kreist als 16. Dozent der Salzburger Stefan Zweig Poetikvorlesung in den drei Vorlesungen „Lektoriert“, „Übersetzt“ und „Verzungert. Akzentuiert“ um Fragen nach Identität und Sprache – der Autor formuliert es so: „Eine Frage wird es geben, die wiederkehrt. Wie ein Running Gag. Dessen Aufbau längst verloren ist. Und doch wird sie im Raum stehen. An mich. An euch. An uns. An Sie. Wer ist wir? Ha?“
Tomer Gardi liest aus „Liefern“ (Klett Cotta 2026), für den er in sechs Städten recherchiert hat. „Liefern“ ist ein globaler, episodischer Roman über Menschen am Rand des Wohlstands, die sich mit Arbeit als Essenslieferanten über Wasser halten. In Tel Aviv, Delhi, Istanbul, Buenos Aires und Berlin verfolgt der Roman ihre Wege. Moderation: Petra Nagenkögel

Vorlesungstermine:
4. Mai, 6. und 7. Mai jeweils 17 bis 19 Uhr, Unipark Nonntal

Tomer Gardi, geb. 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt „Stein, Papier“ erschien 2011 auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. 2016 erschien sein Roman „Broken German“. Für den Roman „Eine runde Sache“ erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien ausgezeichnet.

Eintritt frei; Anmeldung: office@stefan-zweig-zentrum.at

Veranstalter: Fachbereich Germanistik, Literaturforum Leselampe, Stefan Zweig Zentrum, Universität Salzburg

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© Rafaela Pröll
Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 1: Michal Hvorecky, Robert Menasse

Von EUROPA ERZÄHLEN bedeutet von Sehnsüchten und Hoffnungen zu erzählen, von Krisen und kultureller Vielfalt. Europa braucht neben dem prägenden EU-Narrativ von Einheit und Frieden – konterkariert durch Aufrüstung, Nationalismus und Rechtsruck? – mehr denn je Erzählungen: wie von Robert Menasse und Michael Hvorecký. Moderation: Tomas Friedmann

Der österreichische Autor Robert Menasse liest aus seiner Novelle „Die Lebensentscheidung“ (Suhrkamp Verlag, 2026), in der ein persönliches Schicksal mit großer Politik verknüpft wird. Erzählt wird vom Überlebenskampf eines frustrierten EU-Beamten (mit Krebsdiagose) zwischen Brüssel und Wien, der seinen Job hinwirft und nicht vor seiner Mutter sterben möchte.

Der slowakische Autor Michal Hvorecký verfolgt in seinem Sachbuch „Dissident“ (Klett-Cotta Verlag, 2026) den Weg Europas vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Rückkehr autoritärer Ideologien. Der engagierte Intellektuelle verwebt Erinnerungen und Erfahrungen mit einer scharfen Analyse der politischen Gegenwart und fordert unser aller Einsatz für die Demokratie.

Robert Menasse, geb. 1954 in Wien, wo er als preisgekrönter Autor und europäischer Kulturkritiker lebt.

Michal Hvorecký, geb. 1976 in Bratislava, wo er als Autor und Journalist lebt und sich für Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst einsetzt.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Stefan Zweig Haus Literaturarchiv Salzburg
Lesung

Mutter und Tochter am Schreibtisch. Christine Haidegger und Meta Merz

Literaturfrühstück

Seit 2024 verwahrt das Literaturarchiv Salzburg den Nachlass von Christine Haidegger (1942–2021) und ihrer Tochter Christina Haidegger (1965–1989), die den Großteil ihrer Texte unter dem Pseudonym Meta Merz veröffentlicht hat.
Christine Haidegger, die mit ihrem 1979 erschienenen Debütroman „Zum Fenster hinaus“ für Aufsehen gesorgt hatte, war eine wichtige Integrationsfigur im Salzburger literarischen Leben: als Vermittlerin und Ermöglicherin von Literatur, als Herausgeberin und Mentorin für junge Autorinnen. Auch ihr Ehemann Eberhard Haidegger (1940–2025) war neben seiner Arbeit als Bahnbediensteter literarisch tätig. Als Meta Merz bereits als Schülerin zu schreiben begann, war der ‚literarische Haushalt‘ Haidegger komplett: Bemüht, sich künstlerisch von ihrem Elternhaus zu emanzipieren, fand Meta Merz dort zugleich gute Voraussetzungen für eine Karriere als Autorin: zwar wenig ökonomisches Kapital, aber ein literaturaffines Umfeld – und nicht zuletzt Verständnis für ein Leben abseits von Konventionen.

Kaffee und Kipferl ab 9.45 und solange der Vorrat reicht.

Harald Gschwandtner, Literaturwissenschafter am Literaturarchiv Salzburg, stellt die beiden Autorinnen vor und beleuchtet dabei verschiedene Dimensionen familiären Schreibens.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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© Adolfo Frediani
Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 2: FLO, Federica Manzon

Der zweite Abend im Rahmen des Festivals „Europa der Muttersprachen“ blickt nach Italien – und verbindet literarisch-musikalisch Triest und Neapel. Die Lesung wird von Giorgio Simonetto moderiert, der auch übersetzt; deutsche Lesung: Ulrike Arp. Die Lieder des Konzerts sind in italienischer bzw. neapolitanischer Sprache.

Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon siedelt ihren Roman „Alma“ (Verlag Pfaueninsel, 2026, Ü: Verena von Koskull) zwischen Ost und West an. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Journalistin Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück und begegnet ihrer Jugendliebe. Erinnerungen tauchen auf sowie Fragen nach Herkunft und Identität – und der Krieg in Jugoslawien wirft Schatten über die Grenze.

Um 21 Uhr tritt erstmals in Salzburg die italienische Singersongwriterin FLO auf – begleitet von Ernesto Nobili auf der Gitarre. Ihre Konzerte sind eine packende Mischung aus mitreißenden Melodien, tiefgründigen Texten und vor allem Ausdruck einer unbeugsam-weiblichen Stimme aus dem Herzen Neapels.

Federica Manzon, geb. 1981 in Pordenone, lebt als Verlegerin und Autorin von bisher fünf Romanen in Mailand.

Floriana Cangiano (alias FLO), geb. 1983 in Neapel, wo sie als Sängerin, Autorin, Liedermacherin und Schauspielerin lebt.

Veranstalter: Società Dante Alighieri, Verein Literaturhaus

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© Gabi Hirit
Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 3: Dana Grigorcea, Maria Larrea

Aus „Europa erzählen“ die rumänisch-schweizerische Autorin Dana Grigorcea und die baskisch-französische Autorin Maria Larrea. Es geht um Liebe und Heimat, um Verlust und Sprache. Moderation: Ines Schütz, die auch aus dem Französischen übersetzt. Deutsche Lesung: Irina Blaul.

Die Schriftstellerin Maria Larrea geht in ihrem autobiografischen Debütroman „Die Kinder von Bilbao“ (Verlag Kein & Aber, 2025, Ü: Corinna Rodewald) der Frage nach, was es bedeutet, wenn plötzlich die Wurzeln gekappt werden. Als Maria Ende 20 erfährt, dass sie adoptiert ist, begibt sie sich auf Spurensuche nach ihrer Identität zwischen Paris und Bilbao – und gewinnt Satz für Satz die Macht über ihr Leben zurück.

Die Schriftstellerin und engagierte Europäerin Dana Grigorcea entwirft in ihrem Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“ (Penguin Verlag, 2026) ein Kaleidoskop der Liebe. Sommer für Sommer treffen sich Camil und Roxana im kleinen Ort Buşteni in den rumänischen Bergen, um die Liebe zu ergründen. Davon erzählt Abend für Abend eine Autorin auf Lesereise durch Deutschland – doch wer erzählt hier wessen Geschichte?

Maria Larrea, geb. 1979 in Bilbao, lebt in Paris als preisgekrönte Filmregisseurin und Drehbuchautorin.

Dana Grigorcea, geb. 1979 in Bukarest, lebt als vielfach ausgezeichnete Autorin, Germanistin und Nederlandistin in Zürich.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Anna Aicher
Lesung

Walter Müller - Wolfram Paulus: Luzifers Traum / Geisterspiele

Der Salzburger Filmemacher Wolfram Paulus („Heidenlöcher“, „Die Ministranten“) ist vor sechs Jahren gestorben. In den Gesprächen, die Walter Müller in den letzten vier Wochen vor seinem Tod mit ihm geführt hat, erzählte Paulus von seinen unvollendeten Plänen und Träumen, die er unbedingt verwirklicht wissen wollte. Walter Müller hat posthum seine Gespräche mit ihm in seinem noch unveröffentlichten Roman „Luzifers Traum“ fortgeführt und in einem herausfordernden Dialog Themen wie das Vergessenwerden, die Schubladisierung der Kunst und der Künstler:innen oder die Ablösung der analogen durch die digitale Welt intensiv beleuchtet.

Besonders am Herzen lagen Paulus die Projekte „Berghof“ und „Geisterspiele“. Letzteres ist eine beißende Satire auf das Festspielgeschehen in Salzburg, die zur Zeit eines einstigen Intendanten spielt, aber durchaus auch in unserer Zeit denkbar wäre. Szenenausschnitte sind zu hören.

Walter Müller, geb. 1950 in Salzburg, veröffentlichte bisher zwei Dutzend Bücher („Die Häuser meines Vaters“, „Schräge Vögel“, „Wenn es einen Himmel gibt“), ebenso viele Theaterstücke und mehr als 500 Trauerreden. 2023 wurde ihm der Berufstitel „Professor“ verliehen.

Veranstalter: erostepost

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© Marzena Skubatz/laif
Lesung

Sergej Lebedew: Die Beschützerin

Literatur als Ausgrabung, als Expedition in die Tiefe, als Sichtbarmachung: Der neueste Roman des russischen, im Exil lebenden Autors Sergej Lebedew führt ins Jahr 2014: Eine malaysische Passagiermaschine wird abgeschossen, ihre Trümmer liegen verstreut in der Landschaft im Donbass, im Osten der Ukraine, nahe einem Stollen, in dem sich Massengräber aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. Hier lebt auch Marianna, die „Beschützerin“, zu Sowjetzeiten war sie Leiterin der Wäscherei der Bergwerkssiedlung, hat Kohlestaub aus der Kleidung gewaschen. Nun ist sie an Krebs erkrankt, ein langsames Sterben. Die Tochter Shanna wird sie begleiten, sie bricht ihr Studium in Charkiw ab und kehrt zurück in den Donbass, der bereits von russischen Separatisten eingenommen ist.

Schicht für Schicht legt der gelernte Geologe Sergej Lebedew in seinem furiosen Roman sowjetisch-russische Gewaltgeschichte offen und zieht schonungslos Verbindungen zur Gegenwart.

Moderation und Übersetzung: Peter Deutschmann

Sergej Lebedew, geb. 1981 in Moskau, lebt derzeit in Potsdam im Exil. Studium der Geologie, journalistische Arbeiten. Veröffentlichte einige Romane sowie als Herausgeber den Band „Njet! Stimmen aus Russland gegen den Krieg“ (2025). „Die Beschützerin“ ist in der Übersetzung von Franziska Zwerg im S. Fischer Verlag erschienen.

Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Veranstalter: prolit in Kooperation mit dem Fachbereich Slawistik

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© Alexander Paul Englert
Lesung

Harri Stojka, Josef Winkler: Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht

Lesung mit Musik

Der neue Roman von Josef Winkler – vorgestellt gemeinsam mit Musik vom Harri Stojka acoustic drive Trio!

In „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“ (Suhrkamp Verlag, 2026) bringt der österreichische Schriftsteller seelische und körperliche Gewalt der dörflichen Umgebung zur Sprache. In zum Teil surrealen Bildern deutet Winkler an, welche ungeheuerlichen Vorkommnisse das Dasein seiner Schwester bis in den Tod verdunkelt haben mögen, verschränkt die Heimkehr der verlorenen Tochter und die Rückkehr des verlorenen Sohns ineinander. Mit seinem Buch schreibt der Autor seine fünf Jahre ältere, mittlerweile verstorbene Schwester Maria, die sich in ihrer gemeinsamen Kindheit auf dem Bauernhof vor allem um den rebellischen Josef gekümmert hat, in die Welt zurück.

Zur Lesung spielt das „Harri Stojka acoustic drive Trio“ mit dem österreichischen Roma-Musiker, berühmten Ausnahme-Gitarristen, Komponisten und Sänger Harri Stojka sowie mit Claudius Jelinek (Gitarre) und Joschi Schneeberger (Kontrabass).

Josef Winkler, geb. 1953 in Kamering bei Paternion in Kärnten, lebt in Klagenfurt, sein preisgekröntes Werk ist in viele Sprachen übersetzt.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Erich Reismann
Lesung

Lesen oder Schreiben? Einatmen oder Ausatmen?: Thomas Sautner

Abschlusslesung der Schreibwerkstatt

Thomas Sautner, der in seiner Heimat im Waldviertel regelmäßig Schreibseminare abhält und über entsprechende Erfahrung in diesem Metier verfügt, ist heuer der Einladung der Salzburger Autor:innengruppe gefolgt, wird deren diesjährige Schreibwerkstatt leiten und bei der Abschlusslesung moderieren.

Zu dem ihm vorgegebenen Motto „Lesen oder Schreiben? Einatmen oder Ausatmen?“ werden die Teilnehmer:innen ihre im Lauf der zweitägigen Veranstaltung erarbeiteten Texte präsentieren. Autor:innen und Publikum lassen sich dabei auf das Wagnis ein, unmittelbar vor der öffentlichen Präsentation Entstandenes zu lesen bzw. zu hören, wodurch interessante Einblicke in die Genesis von Texten möglich werden.

Thomas Sautner, 1970 in Gmünd geboren, ist Schriftsteller und Essayist. Er lebt in seiner Heimat, dem nördlichen Waldviertel, sowie in Wien. Neben zahlreichen Erzählungen erschienen von ihm u.a. die Romane „Fuchserde“, „Das Mädchen an der Grenze“, „Die Erfindung der Welt“, „Nur zwei alte Männer“ und zuletzt „Pavillon 44“.

Veranstalter: Salzburger Autor*innengruppe

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© René Fietzek
Lesung

Judith Schalansky: Marmor, Quecksilber, Nebel

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir einbilde, die gesamte Weltgeschichte ließe sich anhand eines einzigen Gegenstandes erzählen.“

Judith Schalansky stellt die Frage, wie wir die Welt verstehen. In drei windungsreichen Texten, die sich zwischen Essay und Erzählung bewegen, denkt sie auf präzise Art und Weise über die Materialien der Welt nach und zeigt nicht zuletzt, wie das Schreiben selbst funktioniert. Monate nach einer Begegnung auf einer Fähre vor der griechischen Insel Thassos beschäftigt Schalansky ein riesiger Marmorblock. So geht die Reise weiter: zu Marmorsteinbrüchen, in Bildhauer-Ateliers und in die oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung. An der Kunsthochschule von Guadalajara entsteht eine Performance über Bücher und Schriftkultur. Schließlich wird eine Rekonstruktion einer Besteigung des Brockens zum Ausgangspunkt für Überlegungen über das Ungewisse. Dabei geht es um alles: das Gewicht der Erde, Arche Noah, Wrestling. Mit spielerischer Genauigkeit erschafft Judith Schalansky drei berührende poetologische Expeditionen. Moderation: Werner Michler

Judith Schalansky, geb. 1980 in Greifswald, lebt in Berlin; zahlreiche Übersetzungen und Auszeichnungen, zuletzt der Lessing-Preis 2025. Ihr neuestes Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“ ist 2026 im Suhrkamp Verlag erschienen.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, prolit

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Lesung

Best of ¡lesen lassen!: Clarence Blanchard, Andreas Rennert

Lesungen der Gewinner

Die Runden bei ilesen lassen! sind glücklicherweise mit den Monaten gewachsen, sodass nun zwei Gewinner daraus hervor-gehen. Wir freuen uns, Texte von Clarence Blanchard und Andreas Rennert mit der Öffentlichkeit teilen zu dürfen.

Andreas Rennert, geb. 1957 zufällig in Mannheim, aufgewachsen in Österreich, hängt den Rätseln der Sprache und ihrer (Un-) Logik nach und versucht, sie in musikalische Formen zu bringen. Er liebt Absurditäten und versteckt seine biografischen Widersprüche gerne hinter ebenso widersprüchlichen Texten.

Clarence Blanchard, geb. 2006 im Zürcher Oberland, entwirrt komplexe Gedanken-knäuel mithilfe poetischer Texte. Durch seinen spielerischen Umgang mit Sprachen und Dialekten überrascht er mit erfrischender gesellschaftskritischer Literatur.

Veranstalter: erostepost

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Lesung

Zsuzsanna Gahse: Spielbeginn. Verrutschungen.

Eine zwölfköpfige Theatertruppe erprobt, was Theater sein kann. Sie atmen, wittern, schlucken und pusten, spielen mit ihren Stimmen, dann reden sie los, später singen sie sogar. Eine Erzählfigur kommentiert die Handlung, doch auch die Schauspieler mischen sich improvisierend ein, fortwährend entstehen neue Fragen und überraschende Situationen, oft komisch, manchmal bedrohlich. In einem zweiten Teil unternimmt Anton eine Reise mit dem Schauspielkollegen Oskar in der Gegend rund um den Bodensee. Beide staunen über die Unterschiede von Aussprache, Tonfall und Tempo in den Regionen, auch die Sprachen von Reisenden und Migranten mischen sich ein und spielen mit.

Klug und mit Sinn für lakonischen Witz erzählt Zsuzsanna Gahse von der Sprache, von ihrer klanglichen Vielfalt, von ihrer Fähigkeit, sich neuen Zeiten und Umständen anzupassen, und vom unerschöpflichen Archiv, das in jeder Sprache eingelagert ist. Und ganz nebenbei zeigt sie, wie modernes Theater zugleich erzählend und szenisch sein kann.

Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, lebt als Autorin und Übersetzerin aus dem Ungarischen in Müllheim, Schweiz. Sie veröffentlichte mehr als 30 Bücher, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Grand Prix Literatur. „Spielbeginn. Verrutschungen“ ist in der Edition Korrespondenzen erschienen.

Veranstalter: prolit In Kooperation mit der ÖGfL (Wien) und mit freundlicher Unterstützung durch pro helvetia

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Fest

Die 100. Plaudertasche

Seit September 2000 erscheint das beliebte Blatt regelmäßig, und nach wie vor ist unser wichtigstes Anliegen: Jede Ausgabe wird von Kindern gestaltet! Erwachsene aus den Organisationen begleiten und betreuen, der Inhalt kommt immer von den Kindern. An dieser Stelle gilt auch unser Dank all jenen, die seit einem Vierteljahrhundert die Finanzierung des Mediums gewährleisten.

Am Festtag erwartet euch ein Stationenbetrieb mit Spielbus, Fotobox, Radioecke, Tattoos, Popcornstand. Um 8.45 Uhr und 10.30 Uhr gibt es jeweils einen einstündigen Durchlauf mit folgendem Programm: Witze, Buchpräsentation, Plaudertaschenfilm und gemeinsames Singen des Plaudertaschenlieds. Um 10 Uhr hält die Plaudertaschenkinderredaktion eine Pressekonferenz ab.

Infos und Bestellung der Plaudertasche kostenfrei unter: lia.erber@spektrum.at
Die Salzburger Kinderzeitung wurde 1999 in der Kinder- und Jugendanwaltschaft (damals noch in der Strubergasse) von Vertreter*innen unterschiedlicher Kinder- und Jugendinstitutionen gegründet. Heute wird im Literaturhaus (in der Strubergassse) die 100. Ausgabe gefeiert!

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© Christian Weingartner
Buchpräsentation

Lachhaft & Tanzbar: Michael Burgholzer, Peter Reutterer

Buchpräsentation, neue Texte und Geburtstagsfest

Im Rahmen einer Geburtstagslesung präsentiert Peter Reutterer seinen neuen Lyrikband „Jahreszeiten“ (Bibliothek der Provinz). Man darf sich auf Pointiertes und Gesellschaftskritisches, aber auch Philosophisches und Poetisches freuen. „Mit wachem Blick auf die Wirklichkeit“ (Georg Fink) nimmt der Autor sein Heimatland, Triest und allerlei Ungereimtes ins Visier.
Begleitet wird er von Michael Burgholzer, dessen Geschichten diesmal thematisch zusammenhängen. Sie erzählen von der Liebe zwischen Eheleuten, die einer Auffrischung bedarf, von der Liebe zwischen Bauern und Außerirdischen, von den Tänzen einer Hundertjährigen und einer Piratenbraut und von Waltraud, die am Ende für Klarheit sorgt.

Zsuszanna Kiss und Thomas Müller umrahmen die Lesung mit Musik. Sie werden nach der vor allem heiter-satirischen Lesung für swingende Klänge sorgen, zu denen auch getanzt werden darf. Auf ein fröhliches Zusammensein freut sich der Jubilar, der sich bereits seit einem Vierteljahrhundert im Vorstand der SAG engagiert!

Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)

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© Minitta Kandlbauer
Lesung

Monika Helfer: Wer bist du?

Wunderschön und abgründig. In der Novelle „Wer bist du?“ (2026) von Monika Helfer erzählen zwei Frauen um ihr Leben – denn wer erzählt, hat Macht. Die Geschichte der Autorin ist ein doppelbödiges Spiel, spannend und gruselig bis zum Schluss. Das Buch erscheint in der Reihe „Lieblingsbücher“ von Kat Menschik, die den Text mit beunruhigend schwebenden, irisierenden Bildern versieht. Ein großes Vergnügen! Moderation: Tomas Friedmann

Eines Tages steht ein Mädchen vor der Tür der Erzählerin – mit einem 1.000-Schilling-Schein in der Hand und einer unglaubwürdigen Geschichte dazu. Als das Mädchen wenig später vermisst wird, sucht die Erzählerin vergeblich nach ihr. Jahre später taucht eine junge Frau auf, die behauptet, das Mädchen von damals zu sein – und drängt sich in ihr Leben. Die Beziehung der beiden Frauen wird zu einem lauernden Tanz, bei dem jede die andere belügt – oder nicht? Wer erzählt wem was? Wer ist wer?

Monika Helfers meisterhafte Geschichte erzählt von Nähe und Einsamkeit, von Liebe und Lebenslügen, von Angst – und von der Macht des Erzählens selbst.

Monika Helfer, geb. 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als preisgekrönte Schriftstellerin in Vorarlberg.

Kat Menschik, geb. 1968 in Luckenwalde, ist freie Illustratorin und Comic-Zeichnerin und gibt die prämierte Reihe „Lieblingsbücher“ heraus.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Carl Philipp Roth
Lesung

Jehona Kicaj: ë

Im Albanischen steht das „ë“ für einen Buchstaben, der meist nicht ausgesprochen wird, der zugleich aber von Bedeutung ist. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule, auf die Universität, sie sucht nach Verständnis, stößt dabei immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit, Ignoranz. Als Ende der 90er-Jahre der Kosovokrieg ausbricht, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt.

Der Roman „ë“ erzählt vom Kosovokrieg und erinnert an den Schmerz von Familien, deren Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in den Körper eingeschrieben ist, wird von Jehona Kicaj im Wortsinn zur Sprache gebracht.

Jehona Kicaj, geboren in Suharekë (Kosovo, Jugoslawien), aufgewachsen in Göttingen, studierte Philosophie, Germanistik und Literaturwissenschaft. Mitherausgeberin der Anthologie „›Und so blieb man eben für immer‹. Gastarbeiter:innen und ihre Kinder“ (2023). Mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Roman „ë“ (Wallstein Verlag) stand sie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025.

Veranstalter: Literaturfest Salzburg, prolit

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Lesung

Über den Wolken ist der Himmel offen

Lesungen mit Musik

Die Gesellschaft der Lyrikfreunde ist eine Literaturgemeinschaft im deutschen Sprachraum. Die Salzburger Repräsentanz gestaltet diesen Abend mit Lyrik und Kurzprosa zur Jahreszeit.

Der Frühling öffnet seine Türen, Sonnenstrahlen legen sich wie Samenkörner in unsere Augen und streuen Lichter in unsere Tage. Vielleicht lassen sie die Schatten verblassen, die sich über uns zu erheben scheinen.

Andere Tage werden kommen,
verstehen wird man
das Schweigen der Pflanzen und Planeten,
und so viele lautere Dinge werden sein!
Nach Mond duften werden die Violinen!
(Pablo Neruda)

Es lesen:
Irmgard Bogme, Franz Dürnberger, Elisabeth Graf, Renate Katzer, Ingeborg Kraschl, Valerie Pichler,
Georg Weigl, Gudrun Winklhofer

Musik: Wolfgang Pullmann (Klavier)

Veranstalter: Gesellschaft der Lyrikfreunde/Repräsentanz Salzburg

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© Anke Schilkowski
Lesung

Twinni – Texte zum Teilen: Bettina Balàka, Katherina Braschel, Sabine Scholl

Literarische Stimmen wiederentdecken oder neu kennenlernen: Um auch bereits verstorbenen Autorinnen und ihrem Schreiben Aufmerksamkeit schenken zu können, gibt es „Twinni – Texte zum Teilen“. Presenterinnen, selbst Autorinnen, stellen jeweils eine Autorin vor und laden ein, Texte und Persönlichkeiten (neu) zu entdecken, gemeinsam zu lesen und darüber zu sprechen. In Kleingruppen kommen die Leser*innen und Zuhörer*innen in den Austausch und können spontane Emotionen und Eindrücke teilen.

Bettina Balàka spricht über die österreichische Autorin Emilie Mataja (1855–1938), Sabine Scholl über die deutsche Autorin Gabriele Tergit (1894–1982) und Katherina Braschel stellt die deutsche Lyrikerin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung,vor. May Ayim, (1960–1996).

Dauer: ca. 1 Stunde

Eintritt frei, Anmeldung unter www.literaturfest-salzburg.at

Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Literaturforum Leselampe

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Lesung

Anja Kampmann: Die Wut ist ein heller Stern

Die deutsche Autorin Anja Kampmann erzählt in ihrem Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ (Hanser Verlag, 2025) vom Mut einer Frau in einer Welt, die ihr keinen Platz lassen will. Moderation: Marlen Mairhofer.

Hedda hat sich ihren Traum erkämpft: Artistin im „Alkazar“ auf der Reeperbahn. Doch nichts zählt mehr, als in den 1930er-Jahren Uniformen wie selbstverständlich im Publikum auftauchen. Die Freiräume werden enger, für die Mädchen im Varieté wird es gefährlich. Wem kann Hedda noch trauen? Ihr Bruder Jaan heuert als Harpunenschmied auf einem Walfänger für eine Antarktis-Fahrt an – und auch Hedda sucht für sich und ihren kleinen Bruder Pauli nach Auswegen.

Anja Kampmann erzählt in einer unvergleichlich atmosphärischen Sprache, der es auch an Leichtigkeit nicht fehlt, eine Geschichte weiblicher Selbstbehauptung aus einer ganz und gar von Männern dominierten Zeit. „Kampmanns neuer Roman schildert virtuos den nationalsozialistischen Umbau der Gesellschaft. Die statische Sprache und die Dynamik der Ereignisse ergänzen sich zu fast filmischen Bildern. Man meint, alles ganz genau vor sich zu sehen“ (NZZ)

Anja Kampmann, geb. 1983 in Hamburg, lebt als Autorin in Leipzig. Sie schreibt Lyrik und Prosa, wurde mehrfach ausgezeichnet, 2026 mit dem Hans-Fallada-Preis. Zuletzt erschienen die Bücher „Wie hoch die Wasser steigen“ (2018), „Der Hund ist immer hungrig“ (2021) und „Die schmutzige Wäsche des schmelzenden Schnees. Adam Zagajewski – Poet der Zärtlichkeit und des Staunens“ (2024).

Eintritt frei, Anmeldung unter www.literaturfest-salzburg.at

Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Verein Literaturhaus

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Literaturhaus Salzburg

Verein Literaturhaus

Ein Ort für das Wort



Seit 1991 ist im stadteigenen, über 400 Jahre alten Gebäude des Eizenbergerhofs im Stadteil Lehen beim Stadtwerke-Areal das Literaturhaus Salzburg beheimatet. Aus dem anfänglichen Geheimtipp wurde inwischen längst der Ort für das Wort – in Salzburg und weit darüber hinaus.



Ein Trägerverein (mit dem „Jungen Literaturhaus“) und fünf autonome Salzburger Literaturvereine und Autorengruppen – manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt – haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum: abwechslungsreich, engagiert und professionell – nach dem Motto „Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt“.



Das zweistöckige, historisch wertvolle Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auf Anfrage vermietet werden, und Büros auch eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet) – benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron für den Platz vor dem Haus.

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Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung Literaturhaus Salzburg Salzburg, Strubergasse 23
Literatur+Sprache / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Literatur+Sprache / Lesung Buchtipp
Literatur+Sprache / Wettbewerb Literarischer März Darmstadt Darmstadt, Im Carree 1
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Zürich
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Berlin
Literatur+Sprache / Museum Strauhof Zürich
Literatur+Sprache / Festival Internationales Literaturfestival Berlin
Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen 16.5. bis 22.6.2025
Konzerte / Konzert Wiener Konzerthaus Wien, Lothringerstraße 20
Aufführungen / Oper Staatsoper Hannover Hannover, Opernplatz 1
Ereignisse / Festival Schumannfest Düsseldorf 6. bis 26.6.2026
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Tumblingerstraße 29
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 1.5. bis 3.6.2026
Ereignisse / Festival Hohenloher Kultursommer 6.6. bis 27.9.2026
Ereignisse / Festspiele Händel-Festspiele Halle 5. bis 14.6.2026
Konzerte / Konzerthaus Elbphilharmonie Hamburg Hamburg, Platz der Deutschen Einheit 4
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Inselgasse 2-6
Ausstellungen / Museum GRIMMWELT Kassel
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Region Gmunden
Konzerte / Konzert Tonhalle-Orchester Zürich
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin
Ausstellungen / Museum Kügelgenhaus - Museum der Dresdner Romantik
Aufführungen / Kabarett Kabarett Obelisk
SatireTheater Potsdam
Aufführungen / Theater Uckermärkische Bühnen Schwedt
Ereignisse / Festival Zahnrad und Zylinder Meissen
Aufführungen / Theater Theater Ost Berlin
Literatur+Sprache / Museum Erich Kästner Museum
Literatur+Sprache / Lesung Haus für Poesie
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Köln
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus München
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Kassel
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Leipzig
Literatur+Sprache / Lesung Literarische Gesellschaft Thüringen e. V.
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Frankfurt
Literatur+Sprache / Lesung Literaturzentrum Hamburg
Literatur+Sprache / Festival Literaturfest Salzburg
Literatur+Sprache / Lesung Literaturfest München
Literatur+Sprache / Messe Buch Wien
Literatur+Sprache / Lesung Sogar Theater Zürich
Literatur+Sprache / Museum Gleimhaus Halberstadt
Literatur+Sprache / Ausstellung Literaturmuseum Theodor Storm
Literatur+Sprache / Museum Theodor-Fontane-Archiv Universität Potsdam
Literatur+Sprache / Lesung Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Alexandraweg 23
Literatur+Sprache / Forum Verein Deutsche Sprache e.V. Dortmund, Martin-Schmeißer-Weg 11
Literatur+Sprache / Preisverleihung Preis der Literaturhäuser Hamburg, Eppendorfer Landstraße 30
Literatur+Sprache / Festival lit.COLOGNE
Literatur+Sprache / Lesung Tumult Forum Dresden
Literatur+Sprache / Festival Rauriser Literaturtage

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