Im dritten Jahr ihres Bestehens erklärt sich die Freie Republik Wien zur Republic of Gods. Welche alten Mythen von der Ilias bis zur Nibelungensage, vom arabischen Banū Hilāl Epos bis zu Wagners Parsifal sprechen noch zu uns? Sind Allah, Jahwe, Thor und co. überhaupt noch relevant? Welche neuen Gött:innen müssen wir gemeinsam erfinden? Die Republic of Gods ruft 2026 – zum 75. Jubiläum der Wiener Festwochen! – einen „Heiligen Frühling“ aus: eine mythische Feier der Gotteskritik und Gottessehnsucht.
Tickets Online, an den Tageskassen oder Abendkassen oder
Telefonisch: +43 1 589 22 11 (Mo–Fr, 10–15 Uhr)
Alle Infos unter: www.festwochen.at/karten/kartenkauf
75 Jahre Schönheit und Skandal, 75 Jahre Kunstreligion: Die Wiener Festwochen erklären sich im Jubiläumsjahr zur Republic of Gods! Waren die Eröffnungen immer schon legendär, so setzen wir zum Geburtstag noch eins drauf mit einer genauso spirituellen wie skurrilen, genauso spektakulären wie zutiefst menschlichen, kurz: mit einer unvergesslichen Show. Die „Godmother of Punk“ Patti Smith musiziert mit dem Schmusechor und der neu gegründeten Festwochen Band Gods Republic, Gospel trifft auf Punk, Klassik auf Schlager, neue auf alte Gött:innen: schamloser Synkretismus in guter alter Wiener Tradition! Denn wer wäre die Republic of Gods, wenn nicht wir alle? Und noch etwas: Heuer feiern wir auf dem Heldenplatz, Wiens Mythos-Ort par excellence! Whether you’re a sinner or a prophet: Welcome to the Republic of Gods! Natürlich bei freiem Eintritt.
Bei dieser Veranstaltung gibt es einen Deaf Space mit Gebärdendolmetschung und -performance.
Aus tausenden von Festwochen Plakaten schöpfend, zeigt die Ausstellung eine Auswahl der prägendsten Kampagnen der Wiener Festwochen und eröffnet ein außergewöhnliches Panorama auf deren Geschichte. Manche dieser Plakate spiegeln subtil den Zeitgeist wider, andere lösen bei den Bewohner:innen dieser Stadt sofort Erinnerungen aus: an unvergessene Theaterskandale, hitzige Debatten – und vor allem an große Kunsterlebnisse. Stadtgesellschaftlich brisante Ereignisse wie die Arena-Besetzung im Jahr 1976 klingen ebenso an wie ikonische Momente, etwa das Falco-Eröffnungskonzert 1985. Die Plakatchronik zeigt den Wandel der Zeiten und Designsprachen, vor allem aber die Entwicklung des Festivals selbst hin zu seiner heutigen Form und visuellen Identität. Im Zuge der Ausstellung wird zudem erstmals der gesamte Bestand des Festwochen Plakatarchivs digital zugänglich gemacht: grafische Experimente, visionäre Designentwürfe und legendär humorvolle Kampagnen.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus
Hinweise
Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 20. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.
Zum ersten Mal widmet sich in Österreich eine umfassende Einzelausstellung dem visionären deutschen Radikalkünstler Christoph Schlingensief (1960–2010). Bei den Wiener Festwochen hatte er im Jahr 2000 mit seiner Container-Aktion Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche die fremdenfeindliche Regierungspolitik der FPÖ zum Thema gemacht und mit einer Vermischung von Wirklichkeit und Kunst die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. Die Ausstellung präsentiert neben der Container-Aktion weitere zentrale Arbeiten des Ausnahmekünstlers, wie etwa die Installation Church of Fear, in der Schlingensief nach den Anschlägen vom 11. September 2001 den „Glauben an die Angst“ zum Dogma erhob, die Polit-Kampagne Chance 2000 – Partei der letzten Chance, Filmarbeiten aus dem Amazonas zu seiner Wagner-Inszenierung Der Fliegende Holländer oder das Videokunstwerk The African Twin Towers. Die Ausstellung zeigt, wie Schlingensiefs radikal persönliche Kunst zwischen Provokation und Kunstvertrauen auch heute noch irritiert und inspiriert.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, MAK – Museum für angewandte Kunst und Gropius Bau/Berliner Festspiele
Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 13. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.
„BITTE LIEBT SCHLINGENSIEF“
12. Mai, 18 Uhr, Diskussion mit Lilli Hollein, Aino Laberenz und Milo Rau, Moderation: Raphael Gygax. Eintritt frei!
KÜNSTLER:INNENFÜHRUNGEN
15. / 29. Mai, 12. / 19. Juni, jeweils 16.30 Uhr, Programm und Anmeldung unter mak.at
Künstlerisches Team: Kuratiert von Raphael Gygax in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz, Ausstellungsorganisation Mario Kojetinsky, Assistenzkurator Max Appel-Palma
Dank: Mit freundlicher Unterstützung des Dorotheum
Seit 2019 liefert die von der ERSTE Stiftung initiierte Vorlesungsreihe Rede an Europa kritische Impulse zur Gegen wart und Zukunft Europas. In der Reihe geben renommierte Intellektuelle einer breiten Öffentlichkeit Denkanstöße zum politischen und kulturellen Projekt Europa. Als Ort dient der Wiener Judenplatz, der daran erinnert, dass Europa nur im Spiegel seiner Geschichte verstanden werden kann. Bisherige Redner:innen waren der amerikanische Historiker Timothy Snyder, die ukrainische Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matwijtschuk, der israelisch-deutsche Philosoph Omri Boehm und die albanischbritische Philosophin und Politikwissenschaftlerin Lea Ypi. 2026 wird die amerikanisch-polnische Journalistin, Historikerin und Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum die Rede an Europa halten. Sie zählt zu den profiliertesten Kritiker:innen autoritärer Herrschaftssysteme, insbesondere der russischen Expansionspolitik. Für ihr Gesamtwerk wurde Anne Applebaum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2024 ausgezeichnet.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Erste Stiftung und des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen
In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Wien
Von fäkalen Performances bis zu blutigen Theater-Gottesdiensten, von traumhaften Klassiker-Abenden bis zu immersiven Albträumen, vom LipizzanerHengst bis Luc Bondys Geist, von der Barockoper bis zu Schlingensiefs Container: Das beste Stück aller Zeiten bringt in einer genauso skurrilen wie berührenden Revue Höhe und Tiefpunkte aus 75 Jahren Festwochen auf die Bühne! Moderiert von den beiden Wien-Lieblingen Inge Maux und Samouil Stoyanov, führt der Abend von der Geburtsstunde der Wiener Festwochen 1951 bis zur heutigen Freien Republik Wien – und ist Auftakt der diesjährigen Festivalausgabe Republic of Gods.
Alteingesessene und zugezogene Wiener:innen, Festwochen-Fans und -Hater erzählen Geschichten von ihrer ersten Theater-Liebe, von göttlichen Entrückungen, von Langeweile und Spaß. Große Momente der kollektiven Erinnerung treffen auf persönliche Geschichten und die Stadt selbst wird zur Bühne: mit ihren Sehnsüchten, Geheimnissen und Widersprüchen. Eine kleine Geschichte des Theaters und unseres geliebten Wiens.
Eine Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Regie: Milo Rau
Mit: Inge Maux, Samouil Stoyanov und Richi August-Chi, Ruchi Bajaj, Olivier Benoit, Sven Brinkhaus, Milan Eror, Lukas Kaltenbäck, Aurelia Lanker, Elisabeth Löffler, Marion Messiner, Agnieszka Salamon, Olga Shapovalova, Georg Smolek, Dora Staudinger, Brigitte Weinberger, Angelika Rahbar, Fred Weißensteiner, Stefanie Wieser, Samed Yilmaz, Ada Zar, Barbara Zenker und weiteren
Recherche, Dramaturgie: Laura Andreß
Musik: Herwig Zamernik
Live-Musik, Korrepetition: Matej Wakounig
Sounddesign: Dominik Mayr
Bühne: Anton Lukas
Kostüm Cedric Mpaka
Video: Moritz von Dungern
Regieassistenz: Nastasia Griese
Mitarbeit künstlerische Koordination: Jonas Baur
Kostümassistenz: Marie Therese Fritz
Kinderbetreuung: Grazia Caccin
Empfohlen ab 16 Jahren
Das Stück enthält Darstellungen von Gewalt.
Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
Dauer: 2 Std.
PUBLIKUMSGESPÄCH:
19. Mai, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Fr 15.5.2026, 19:30 | Ticket
So 17.5.2026, 19:30 | Ticket
Mo 18.5.2026, 19:30 | Ticketund weitere Termine
Di 19.5.2026, 19:30 | Ticket
Mi 20.5.2026, 19:30 | Ticket
Fr 22.5.2026, 18:00 | Ticket
Ort
Halle E im MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 kreist um die enge Verbindung zwischen klassischer Musik und Macht: Als Chopin seinen Marche funèbre (Trauermarsch) komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass er einmal bei den Beerdigungen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premierministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizierung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik. Die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen, deren Werke weltweit gezeigt werden, entwickeln für die Republic of Gods ein genauso humorvolles wie politisch brisantes Volksstück.
Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien
Das Volksstück ist inzwischen ein genauso festes wie beliebtes Ritual in der Freien Republik Wien: Wanderstücke mit maximal zwei Schauspieler:innen und wenig Technik, die jedes Jahr von einer:einem anderen Künstler:in inszeniert und in Gemeindezentren, auf Fußballplätzen, Freilichtbühnen und an anderen spannenden Orten aufgeführt werden. Nach Die Rechnung von Tim Etchells(2024) und Ein gefräßiger Schatten von Mariano Pensotti (2025) folgt nun als gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 von Lina Majdalanie und Rabih Mroué. Volkstheater auf höchstem Niveau, Welttheater für alle.
Regie: Lina Majdalanie, Rabih Mroué
Mit: Augustin Groz und Claudia Kottal
Dramaturgie: Julia Engelmayer
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Volkstheater Wien
Weltpremiere Mai 2026, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Die Vorstellungen in Wien werden unterstützt von Institut Français d'Autriche.
Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Min.
Empfohlen ab 14 Jahren
Termine
Fr 15.5.2026, 19:30 | Ticket Wien
Sa 16.5.2026, 19:30 | Ticket Wien
So 17.5.2026, 18:00 | Ticket Wienund weitere Termine
Di 19.5.2026, 19:00 | Ticket Wien
So 24.5.2026, 10:00 | Ticket Wien
Mi 3.6.2026, 20:00 | Ticket Wien
Do 4.6.2026, 18:00 | Ticket Wien
Fr 5.6.2026, 19:00 | Ticket Wien
Mi 10.6.2026, 20:00 | Ticket Wien
Do 11.6.2026, 20:00 | Ticket Wien
Fr 12.6.2026, 17:00 | Ticket Wien
Fr 19.6.2026, 17:00 | Ticket Wien
So 21.6.2026, 14:00 | Ticket Wien
Ort
Wiener Festwochen
Lehárgasse 11/1/6
A-1060 Wien
VHS Brigittenau
Raffaelgasse 11/1
A-1200 Wien
Kunst- und Kulturzentrum Semmelweisklinik
Hockegasse 37, Haus 4
A-1180 Wien
TheaterArche
Münzwardeingasse 2a
A-1060 Wien
48er-Tandler Margareten
Siebenbrunnenfeldgasse 3
A-1050 Wien
Strandbad Gänsehäufel
Moissigasse 21
A-1220 Wien
Hauptbücherei am Gürtel
Urban-Loritz-Platz 2a
A-1070 Wien
Fußballverein 1210 Wien
Jedlersdorfer Platz 25
A-1210 Wien
Böhmischer Prater - Tivoli
Laaer Wald 30C
A-1100 Wien
F23
Gastgebgasse 4
A-1230 Wien
Walz Wiener Lernzentrum
Heinrich-Collin-Straße 9
A-1140 Wien
Italienisches Kulturinstitut
Ungargasse 43
A-1030 Wien
Grätzl-Zentrum Hernals
Wattgasse 96-98/9/1
A-1170 Wien
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Eine Party – die vielleicht letzte vor dem Krieg: In einem immersiven Bühnenraum bildet das Publikum gemeinsam mit zwei Darstellerinnen, Perkussionist:innen und einem Chor junger Frauen eine Schicksalsgemeinschaft. Die französische Philosophin Simone Weil setzte sich bereits 1940 mit Homers Ilias , dem Urmythos kriegerischer Gewalt auseinander und analysierte die Dynamiken und Mechanismen unaufhörlicher Kriegstreiberei. Ihre Gedanken nimmt das österreichisch-brasilianischspanische Trio Brigitta Muntendorf (Komposition), Christiane Jatahy (Regie) und Rosa Montero (Text) als Inspiration und setzt dem homerischen Mythos zeitgenössische feministische Positionen entgegen. In einem 3DAudioSetting, mit Knochenschall-Kopfhörern und Live-Kamera wird zusammen gefeiert – am Rande des Abgrunds.
Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und der Kunstfestspiele Herrenhausen
Komposition; Brigitta Muntendorf
Regie: Christiane Jatahy
Text: Rosa Montero
Mit: Sofia Jernberg, Margaux Marielle-Trehoüart, Les Percussions de Strasbourg (François Papirer, Yi-Ping Yang, Tamara Kurkiewicz, Marius Schmidlin), Aduni Guedes, Landesjugendchor Wien und Statist:innen
Licht: Thomas Walgrave (in Zusammenarbeit mit Júlio Parente)
Kamera: Paulo Camacho
Klangregie: Sebastian Schottke
Dramaturgie: Jana Beckmann, Martin Mutschler
Programming, Live-Elektronik: Lukas Nowok
3D-Audio: Banu Sahin
Kompositionsauftrag; Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, KunstFestSpiele Herrenhausen
Koproduktion: Les Percussions de Strasbourg
Die Produktion wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Deutschland).
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Englisch und weitere mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 75 Min.
CASTING CALL:
Gesucht werden Darsteller:innen aus Wien, die diese Besetzung auf der Bühne vervollständigen.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
17. Mai 2026, im Anschluss an die zweite Vorstellung
Termine
Sa 16.5.2026, 19:30 | Ticket
Sa 16.5.2026, 21:00 | Ticket
So 17.5.2026, 19:30 | Ticketund weitere Termine
So 17.5.2026, 21:00 | Ticket
Mo 18.5.2026, 19:30 | Ticket
Mo 18.5.2026, 21:00 | Ticket
„15 minutes of fame“ hat Andy Warhol uns einst versprochen. Jeder Mensch und jede Biografie könne zur Keimzelle eines Mythos werden. Nicht nur die Geschichten von Agamemnon, Orest, Ödipus und Co. können folglich den Stoff für große Theaterabende liefern. Auf die Suche nach den neuen Mythen Wiens hat sich der schwedische Regisseur und Autor Mattias Andersson in einem groß angelegten Prozess über ein Jahr hinweg gemacht. Alle Bewohner:innen waren eingeladen, ihre Geschichten zu teilen: „Welcher Moment deines Lebens gehört auf die große Bühne? Und welches Detail daran würdest du doch noch verändern wollen?“, fragte Andersson. Mythen des Alltags lässt die Menschen aus Wien zu den Urheber:innen ihres eigenen Mythos werden. Ihre Biografien fließen in einem polyfonen Panorama der Stadt zusammen und Mattias Andersson, zusammen mit dem Ensemble des Volkstheaters, verdichtet sie zu einem Theaterabend: bewegend, heterogen, komisch und überraschend. Eine Hommage an die Vielfalt.
Eine gemeinsame Produktion des Volkstheater Wien und der Wiener Festwochen I Freie Republik Wien
Regie: Mattias Andersson
Mit: Bernardo Arias Porras, Aleksandra Ćorović, Nancy Mensah-Offei, Paula Nocker, Nick Romeo Reimann, Karoline Marie Reinke, Günther Wiederschwinger, Johanna Wokalek
Bühne, Kostüm: Ulla Kassius
Musikalische Leitung: Anna Sóley Tryggvádottir
Licht: Charlie Åström
Dramaturgie: Tobias Schuster
Produktion: Volkstheater Wien, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie der Universität Wien
Sprache: Deutsch, Bosnisch-Serbisch-Kroatisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Empfohlen ab 14 Jahren
Dauer: ca. 2 Std.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
27. Mai 2026, im Anschluss an die Vorstellung
MYTHICAL ARK
Die Offenbarung von Mattias Andersson, 7. Juni
Termine
Sa 16.5.2026, 19:30 | Ticket
Mi 27.5.2026, 19:30 | Ticket
Do 28.5.2026, 19:30 | Ticketund weitere Termine
Sa 6.6.2026, 19:30 | Ticket
So 7.6.2026, 19:30 | Ticket
So 21.6.2026, 19:30 | Ticket
Nesterval sind die Popstars der freien Wiener Szene. Im Frühjahr 2026 wagt die Theatertruppe Großes: Sie verwandelt die Nibelungen-Erzählungen zu einem eindringlichen immersiven Erlebnis. An zwei Spielorten – einmal unter freiem Himmel, einmal hinter verschlossenen Türen – entwickeln sich zwei eigenständige Stücke, die jedoch eng miteinander verknüpft sind. Beide Stücke, Wallden bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien im Augarten und Donaugold im brut Wien, spielen in einem postapokalyptischen Universum. Wallden ist die Utopie eines autarken Kommunenlebens in der Natur – oder was davon im Jahr 2044 noch übrig ist. Während Wallden so für das Wilde, Körperliche und Archaische steht, spiegelt Donaugold das Dekadente, Zivilisierte und Kontrollierte wider. Beide Lebensentwürfe stellen die Frage: Wie wollen wir in naher Zukunft (über)leben? Was in Wallden gelingt, scheitert in Donaugold – und umgekehrt. Denn es gibt nicht „den einen Weg“, und alles Scheitern ist menschlich: Postapocalypse now!
Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Nesterval
Künstlerische Leitung, Konzept, Regie: Martin Finnland
Co-Regie: Teresa Löfberg
Choreografie, Co-Regie: Jerôme Knols
Buch: Eva Deutsch, Martin Finnland, Tove Grün, Teresa Löfberg, Lorenz Tröbinger
Mit: Stanislaus Dick, Martin Finnland, Marja Hirvonen, Romy Hrubeš, Chester Joseph, Lu Ki, Peter Kraus, Anna Malli, Benita Martins, Aston Matters, Willy Mutzenpachner, Stefan Pauser, Julian Pichler, Sabrina Strehl, Christine Tielkes, Martin Walkner, Anne Wieben, Christopher Wurmdobler
Ausstattung: Andrea Konrad
Kostüm: Sophie Eidenberger
Komposition: Julian Muldoon
Musik-Kuratierung: Alkis Vlassakakis
Dramaturgie: Rita Neulinger
Kaufmännische Leitung, Dramaturgie: Tove Grün
Produktionsleitung: Emilie Kleinszig
Technische Leitung: Lukas Saller
Technische Assistenz/Abendspielleitung: Veronika Birkner
Ab 18 Jahren
Die Performance enthält Darstellungen sexueller Handlungen und physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt, Nacktheit, nichtgendergerechte Sprache als künstlerisch eingesetztes Mittel, Queerophobie, Misogynie, Sexismus und Suizid.
Es gibt keinen Nacheinlass – der Einlass findet von 18 Uhr bis ausschließlich 18.45 Uhr statt.
Es gibt nur vereinzelt Sitzgelegenheiten.
Es dürfen keine Handys in die Vorstellung mitgebracht werden. Diese müssen ausnahmslos an der Garderobe abgegeben oder in speziellen Taschen zum Mittragen verplombt werden.
Bitte bring Bargeld für Erfrischungen etc. mit (die Konsumation ist freiwillig).
Das Stück findet großteils im Freien oder in Zelten statt – achte daher auf wettergerechte Kleidung und Schuhe.
Gute Freund:innen bringen ein kleines Geschenk: Wir freuen uns bei deinem Besuch über eine unverpackte Gemüse oder Obstspende!
Sprache: Deutsch
Dauer: 3 Std.
DONAUGOLD:
Alle Infos zu Donaugold sowie der Kombination Donaugold am 23. Mai und Wallden am 24. Mai unter www.brut-wien.at
ÖSTERR. GEBÄRDENSPRACHE:
Am 18. Mai, 1. / 3. / 5. / 6. Juni können die Vorstellungen mit ÖGS-Dolmetschung stattfinden. Bitte schreibe eine E-Mail mit deinem Wunschtermin bis 1 Woche vor der Vorstellung an service@festwochen.at, damit wir deinen Bedarf notieren oder rechtzeitig einen Platz für dich reservieren können.
Termine
So 17.5.2026, 18:45 | Ticket
Mo 18.5.2026, 18:45 | Ticket
Mi 20.5.2026, 18:45 - Mo 25.5.2026, 18:45 | Ticketund weitere Termine
Mi 27.5.2026, 18:45 - Mo 1.6.2026, 18:45 | Ticket
Mi 3.6.2026, 18:45 - Sa 6.6.2026, 18:45 | Ticket
mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA-Apollo-Missionen zum Mond
Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Sie möchte das Beste geben mit einem Körper, der sie aufgibt. Ihr Kater Apollo genießt Goldies zunehmende Schwäche: Endlich kann er ungestört auf ihr herumliegen und scheinbar endlos vor sich hin schnarchen. In Tanzende Idioten spielen Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg, André Jung und der Schlagzeuger Willi Kellers Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe. Was sie ausmacht, ist eine aberwitzige Mischung aus Brutalität und Zärtlichkeit, Daseinsschmerz und Lebenslust. Im Verlauf des Abends erlebt das Publikum gemeinsam mit Goldie das, wovon der Abschied schwerfällt: wilde Kajakfahrten, schlafende Kater, ausartende Saunabesuche, den Geruch von frischem Holz und vergessene Erinnerungen eines Babys. Und Regisseur Thorsten Lensing tut, was er am liebsten tut: Er baut einen raffinierten, existenziellen Theaterabend.
Text, Regie: Thorsten Lensing
Mit: Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Benjamin Eggers-Domsky, (Schauspiel) und Willi Kellers (Musik)
Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky
Bühne: Gordian Blumenthal, Ramun Capaul
Kostüm: Anette Guther, Nuria Heyck
Dramaturgie: Dan Kolber, Thierry Mousset
Dramaturgische, künstlerische Mitarbeit: Anne Inken Bickert
Fotos: Armin Smailovic
Produktionsleitung: Eva-Karen Tittmann, Philip Decker
Technische Leitung: Michael Klatt
Leitung Herstellung Bühne: Martina Schulle
Produktion: Thorsten Lensing
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Berliner Festspiele, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Kampnagel Internationale Kulturfabrik Hamburg, Schauspiel Stuttgart, Asphalt Festival Düsseldorf, Kurtheater Baden, Theater im Pumpenhaus Münster (gefördert durch die Kunststiftung NRW)
Mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Stadt Münster
Weltpremiere Jänner 2026, Berliner Festspiele
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 Std. 45 Min., inkl. 1 Pause
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
18. Mai, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
So 17.5.2026, 19:00 | Ticket
Mo 18.5.2026, 19:00 | Ticket
Di 19.5.2026, 19:00 | Ticketund weitere Termine
„Der Glaube begann als Versprechen. Doch er wurde zu einer Grenze, die quer durch die Köpfe der Menschen geht“, so die ukrainische Aktivistin und FEMEN-Ikone Inna Shevchenko. Mit einer performativen Rede, in deren Zentrum der Körper der Frau steht, eröffnet sie die diesjährige Republic of Gods. Jahrhundertelang hat jede große Religion das weibliche Begehren reglementiert, den Gehorsam der Frau geheiligt und ihre Freiheit kriminalisiert. Nun fordert Shevchenko, das Bündnis zwischen dem Heiligen und der Macht zu brechen, und entwirft dafür mit State of Faith eine neue Form der Liturgie: Gesprochene Monologe und gesungene Anrufungen verschmelzen zu einem zeitgenössischen Ritual. State of Faith ist die Forderung, den Glauben neu zu erfinden und das Heilige als Quelle des Widerstands zurückzuerobern. „Wenn der Glaube überleben soll, muss er aufhören, vor der Macht zu knien und sich mit denen verbünden, die sich weigern, überhaupt zu knien.“
Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien.
Die Performance in Wien wird unterstützt von Institut Français d'Autriche.
Sprache: Englisch
Screening & Talk:
Im Rahmen der Filmreihe Thank Goddess! zeigt das Stadtkino Wien am 24. Mai, 19.30 Uhr
Girls & Gods und lädt zum anschließenden Gespräch mit Inna Shevchenko.
Patti Smith ist Rockstar, Bestseller-Autorin und Legende. Ihre künstlerische Wucht, ihr politisches Bewusstsein, ihre Hymnen und ihre kompromisslose Sprache haben sie zu einer Ikone gemacht. Zahlreiche Kollaborationen und Freundschaften – darunter jene mit Christoph Schlingensief – verbanden und verbinden sie mit den prägendsten Künstler:innen ihrer Generation. Nur einer der vielen Gründe, warum die „Godmother of Punk“ unbedingt in den Olymp der Republic of Gods gehört und ihr neben dem Arena-Konzert und der feierlichen Festwochen Eröffnung ein weiterer Abend gewidmet ist. Für diesen bekommt Patti Smith eine Carte Blanche. Aber ob Lesung, Gespräch oder Dia-Show – eines ist sicher: So nah kommt man der Frau nur selten, die wie keine Zweite Generationen inspiriert, den Mut zur Unabhängigkeit und die Macht des poetischen Widerstands verkörpert.
Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Schwarze Venus: Haben wir diese beiden Wörter jemals nebeneinander gesehen? Die französische Filmregisseurin Alice Diop wurde gleich für ihren ersten Spielfilm Saint Omer mit dem Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet. Nun präsentiert sie dem Publikum ihre allererste Theaterarbeit, basierend auf einem revolutionären Text. Es ist ein Essay der amerikanischen Poetin Robin Coste Lewis, der die gesamte westliche Kunstgeschichte auf den Kopf stellt und sie aus der Perspektive Schwarzer Frauenfiguren völlig neu liest. Befeuert von Lewis’ Denken nimmt Alice Diop das Publikum mit auf eine faszinierende Reise: In einem radikal einfachen theatralen Versuchsaufbau – bestehend aus nur einem Tisch, ihrem eigenen Körper und dem Text – entsteht ein Bilderstrom jenseits aller Vorstellungskraft. Ein bewusstseinsverändernder Theaterabend oder, wie es im Text heißt: „ Die Reise der Schwarzen Venus ist ein Epos in einer Zeile.“
Von und mit Alice Diop
Text: Robin Coste Lewis
Übersetzung, Künstlerische Zusammenarbeit: Nicholas Elliott
Outside Eye: Thierry Thieû Niang
Licht: Marie-Christine Soma
Design Requisite, Inspizienz: Lucie Basclet
Kostüm: LEMAIRE Korrepetition Léa Boublil
Design Requisiten: Lucie Basclet
Lektorat: Jean-Philippe Tessé
Bühnenbild, Technik, Produktion: Das Team von MC93
Lichtregie: Pascal Alidra Biron
Tonregie: Emmanuelle Loève
Produktion: MC93 — Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis, Festival d’Automne à Paris
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Comédie de Genève, La Comédie de Valence – CDN Drôme-Ardèche, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Le Rideau de Bruxelles, Centre Dramatique National Orléans – Centre-Val de Loire, MansA – Maison des Mondes Africains (Paris)
Aufführungrechte: Der Text von Robin Coste Lewis erscheint in französischer Übersetzung im Verlag Gallimard (November 2025).
Weltpremiere November 2025, Festival d’Automne à Paris (MC93 – Maison de la Culture)
Die Vorstellungen in Wien werden unterstützt von Institut Français d'Autriche.
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 70 Min.
FILMSCREENING:
Fragments for Venus (2025) von Alice Diop im Anschluss an alle Vorstellungen, Eintritt frei!
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
19. Mai, im Anschluss an das zusätzliche Filmscreening
Termine
Mo 18.5.2026, 20:00 | Ticket
Di 19.5.2026, 20:00 | Ticket
Mi 20.5.2026, 20:00 | Ticketund weitere Termine
Für ihre neueste installative Arbeit stellt die US-Performance-Ikone Narcissister eine übergroße Kettenreaktionsmaschine aus recycelten Alltagsgegenständen auf die Bühne. Drei maskierte Performerinnen treiben sie stetig an: ein fallender Diskuswerfer (Pin-up-Boy der Nazipropaganda), eine in Flammen aufgehende Kugelbahn, ein vaginales Feuerwerk – Elemente eines choreografierten Spiels um Ursache und Wirkung. Während im Referenzfilm Der Lauf der Dinge (1987) von Peter Fischli und David Weiss der männliche Eingriff in dieses Spiel (mittels Filmschnitt) verheimlicht wurde, stellt Narcissister die weiblichen, teils nackten Performerinnen als treibende Kräfte in den Vordergrund. Ausgestattet mit emblematischen, puppenartigen Narcissister Masken werden sie zu Projektionsflächen und verkörpern einen unheimlichen Kommentar zu tief verwurzelten Schönheitsidealen und zur Objektivierung von Frauen. Voyage Into Infinity ist Humor, Kritik und visuelles Spektakel in einem – rohe Energie und Punk-Spirit.
Von und mit: Narcissister
Zusätzliche Narcissister Performerinnen: Effie Bowen, Dorchel Haqq
Musik: Holland Andrews
Pyrotechnik: Alex Podger
Regie Endproben: Reginald Robeson
Choreografie, Bewegungsregie: Wanda Gala
Kostüm: Narcissister, Karen Boyer
Technische Leitung: Will Rubenstein, Conor Williams
Produktionsleitung: Leslie Huynh
Dank an Pioneer Works, Jeffrey Deitch/Deitch Projects, Bernard Lumpkin und Carmine Boccuzzi
Ein Auftragswerk von Pioneer Works (2024), kuratiert von Gabriel Florenz
Empfohlen ab 16 Jahren
Das Stück beinhaltet Nacktheit.
Dauer: ca. 60 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
21. Mai, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Mi 20.5.2026, 20:30 | Ticket
Do 21.5.2026, 20:30 | Ticket
Fr 22.5.2026, 20:30 | Ticket
Ort
Halle G im MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
A-1010 Wien
Patti Smith
Tony Shanahan (Keyboards & Bass), Jackson Smith (Gitarre), Seb Rochford (Schlagzeug)
Sie ist eine Ikone: Patti Smith! Zu den Jubiläen der Wiener Festwochen (75 Jahre) und der Arena Wien (50 Jahre) feiern wir gemeinsam bei einem Konzert der „Godmother of Punk“ und ihrer aktuellen Band! Über Generationen hinweg begeistert Patti Smith: als Kultfigur des Punk, Rock-Poetin und Kämpferin für Gerechtigkeit. Ihre legendären Konzerte, bei denen sie ganz eins mit ihren Fans wird, sind Ausdruck ihrer unbändigen Leidenschaft. Fast wirkt sie wie eine Predigerin, eine Schamanin, doch anstelle von Heilsversprechen transportiert sie Denkanstöße – und auch den nötigen Funken Wut. Poetisch, kraftvoll, punkig – Patti Smith gibt bei ihren Auftritten nicht nur ihre größten Hits zum Besten, sondern bietet auch tiefere Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen und ihre eindrucksvolle Vielseitigkeit. Mit den zeitlosen Themen ihrer Songs – von Liebe und Tod über Spiritualität und Gerechtigkeit – und ihrer faszinierenden Bühnenpräsenz gehört Patti Smith noch immer – mit über 75 Jahren – zu den eindrücklichsten Stimmen überhaupt.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Arena Wien
Florentina Holzinger ist bekannt für ihre unerschrockene Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche und deren repressivem Zugriff auf weiblich interpretierte Körper. Nach der aufsehenerregenden Opernperformance Sancta entwirft die österreichische Ausnahmekünstlerin mit ihrem Team aus Stuntperformerinnen und Musikerinnen nun für die Republic of Gods und die Nitsch Foundation ein Pfingstspiel – ein einmaliges, mehrstündiges Erlebnis. Holzingers Pfingstspiel besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil – ein Oratorium für Körper und Maschinen – ist von den Symboliken des Heiligen Geistes (Taube, Feuerzungen, dem Wehen des Windes) inspiriert und findet Open Air im Wiener Eislauf-Verein statt. Im Anschluss geht es mit Bussen zum Schloss Prinzendorf, wo der zweite Teil folgt – ein letztes Abendmahl, in Anlehnung an Hermann Nitsch. Eine unvergessliche Doppel-Performance, ganz im Geiste des Pfingstfestes: der Herabkunft des Heiligen Geistes und des Mutes zum Neubeginn!
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, der Nitsch Foundation und Florentina Holzinger/More Spirit Please
Konzept, Regie: Florentina Holzinger
Sounddesign, Komposition: Stefan Schneider, Gibrana Cervantes und weitere
Bühne: Nikola Knežević
Requisite: Christiane Hilmer Rigging Dörte Wilfroth
Stunt-Koordination: Ronny Horning, Alexander Kusmak
Produktion: René Dombrowski, Katharina Wallisch, Sarah Parolin
Management, Internationale Distribution: neon lobster (Giulia Messia, Katharina Wallisch)
Produktion: Florentina Holzinger/ More Spirit Please
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Nitsch Foundation, nitsch museum
Mit Unterstützung von KÖR – Kunst im Öffentlichen Raum Wien, Hotel InterContinental Wien und Eislauf-Verein Wien (für den Teil in Wien)
ZEITPLAN:
15.30-16.20 Uhr Performance in Wien
Im Anschluss Busfahrt nach Prinzendorf
19.00-21.30 Uhr Performance im Schloss Prinzendorf
Im Anschluss Ausklang (Essen und Getränke sind vor Ort verfügbar)
23.30 Uhr Abfahrt Bus von Schloss Prinzendorf nach Wien Schwedenplatz
Dauer: 9 Std., inkl. Bustransfers
Ab 18 Jahren
Die Performance zeigt selbstverletzende Handlungen und enthält explizite Darstellungen oder Beschreibungen von körperlicher Gewalt. In der Vorstellung werden Blut und Nadeln verwendet, sowie ev. Stroboskopeffekte eingesetzt.
Es gibt bei beiden Teilen der Performance keine Sitzgelegenheiten.
Die Veranstaltung findet outdoor und auch bei Regen statt – bitte regenfeste Kleidung und Schuhe mitbringen.
Die nötigen Bustransfers zwischen Wien und Schloss Prinzendorf, sowie Schloss Prinzendorf und Schwedenplatz sind bereits im Ticketpreis inkludiert.
Die Abendkasse befindet sich ausschließlich am Spielort Wiener Eislauf-Verein.
Nähere Informationen für Rollstuhlfahrer:innen beim Festwochen-Service.
Alle Ermäßigungen sind kontingentiert.
Nur für den ersten Teil in Wien wird ab April eine begrenzte Anzahl an Zählkarten vergeben. Informationen folgen.
Der amerikanische Choreograf Trajal Harrell zählt zu den bedeutendsten seiner Zeit. Sein besonderer Stil liegt nicht nur in seinem Blick auf scheinbar weit voneinander entfernte Tanzsprachen, sondern ebenso im feinen Humor, der seine Arbeiten durchzieht. Nach mehr als 20 Jahren als Tänzer und Choreograf hat Harrell endlich den richtigen Kontext gefunden, um eine Idee zu verwirklichen, die ihn schon lange beschäftigt. Mit Music Music kreiert er den siebten Teil der Serie Histoire(s) du Théâtre und widmet sich einem zentralen Element seiner künstlerischen Praxis: der Musik. Für den Star-Choreografen ist Musik nicht nur Begleitung oder Stimulus für Bewegung, sondern archivierte Erinnerung und Geschichte. Nun schaut er zurück auf Musik, die wichtig war für seine Kunst, und setzt sie in einen neuen choreografischen Kontext. Wiedersehen/ hören/spüren: Was entsteht, nachdem Zeit vergangen ist? Music Music ist ein ebenso intimes wie intensives Solo über die Transformation von Körper, Herz und Gedanken über die Zeit hinweg.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und dem Zürich Dance Ensemble
In Kooperation mit ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival
Choreografie, Performance, Kostüm, Bühne, Sounddesign, Licht: Trajal Harrell
Dramaturgie: Katinka Deecke
Bühne: Nadja Sofie Eller
Licht: Sylvain Rausa
Sounddesign: Santiago Latorre
Kostümassistenz: Sally Heard
Bühnenbildassistenz: Eva Lilian Wagner
Produktion, International Relations, Management: Björn Pätz / Zürich Dance Ensemble
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Zürich Dance Ensemble
Koproduktion: Théâtre Vidy-Lausanne, Lac Lugano Arte e Cultura, KunstFestSpiele Herrenhausen, Gessnerallee, Theater Rotterdam, TANDEM - Scène Nationale Douai, ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival
Empfohlen ab 12 Jahren
Dauer: ca. 60 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
24. Mai, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Sa 23.5.2026, 19:30 | Ticket
So 24.5.2026, 19:30 | Ticket
Mo 25.5.2026, 19:30 | Ticket
Ort
Volkstheater
Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien
Bildstarkes und sinnliches Theater – dafür steht das Khashabi Theatre. Das neueste Stück basiert auf dem mündlich überlieferten arabischen Banū Hilāl Epos: Es erzählt die Geschichte von Abu Zayd al-Hilali, der es im 11. Jahrhundert vom Flüchtlingskind zum legendärsten arabischen Führer brachte. Manche sagen, es dauere bis zu 150 Stunden, das Epos komplett zu erzählen – seit 2008 zählt es zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Dem in Haifa ansässigen palästinensischen Khashabi Theatre gelingt mit atemberaubenden Bildern ein eindringlicher zeitgenössischer Zugriff auf das arabische Epos. Wie ihre früheren Arbeiten ist auch diese das Ergebnis umfangreicher Recherchen und der Zusammenarbeit mit Künstler:innen verschiedenster Disziplinen – eine Neuerfindung des Theaters als Performance voller Musik und Poesie! Im Zentrum steht für die Theatermacher:innen Bashar Murkus und Khulood Basel die Feier: Zusammen mit dem Publikum zelebrieren sie die weltschaffende Kraft des Erzählens.
Produktion: Khulood Basel - Khashabi Theatre
Koproduktion: DE SINGEL - CARTA Festival, Edinburgh International Festival, Cité internationale de la langue française, Théâtre des 13 vents, & Espoon Theatre, Teatre Nacional de Catalunya
Internationale Distribution La Magnanerie
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Arabisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 3 Std., inkl. 1 Pause
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
26. Mai, im Anschluss an die Vorstellung
WORKSHOP:
27. Mai 2026, From the Question to the Theatrical Event
Workshop mit Bashar Murkus und Khulood Basel
Termine
Mo 25.5.2026, 19:30 | Ticket
Di 26.5.2026, 19:30 | Ticket
Mi 27.5.2026, 19:30 | Ticket
Leben und Tod liegen oft näher beieinander, als wir ertragen können. 2008 brachte Cris Moreira Zwillinge zur Welt. Eines der beiden Kinder, Francisco, verstarb nach zwei Tagen. Sein Körper wurde in jenem Teil des „Friedhofs der Sehnsucht“ in Belo Horizonte beigesetzt, in dem nur Kinder begraben liegen – dem Block 16. In der ergreifenden Lecture-Performance Quadra 16 erzählt die brasilianische Künstlerin anhand von dokumentarischem Material und mit audiovisuellen Techniken von ihrer Trauer: Sie thematisiert die Unsichtbarkeit des Schmerzes in einer Gesellschaft, die Schwangerschaft als öffentliches Ereignis, den Verlust eines Kindes jedoch als Privatsache behandelt. Zum ersten Mal präsentiert die für ihre gesellschaftspolitischen Produktionen vielfach ausgezeichnete Künstlerin ihre Arbeit nun in Österreich. Mit der zutiefst persönlichen und zugleich gemeinschaftsstiftenden Soloperformance Quadra 16 stellt sie die Frage: Wer hört einer Mutter zu, die über Einsamkeit und den Tod spricht?
Regie, Dramaturgie, Performance: Cris Moreira
Licht: Marina Arthuzzi, Cristiano Oliveira Araújo
Bühne, Kostüm: Marina Sandim
Audiovisuelles Konzept: André Veloso
Mit Musik von Daniel Nunes
Produktion, Übertitel: Tiago de Macedo
Produktion: Cris Moreira – Esparrama!
Weltpremiere März 2025, MITsp – Mostra Internacional de Teatro de São Paulo
Empfohlen ab 14 Jahren
Das Stück thematisiert Kindstod.
Sprache: Portugiesisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 40 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
Im Anschluss an jede Vorstellung ist das Publikum zum Austausch mit der Künstlerin eingeladen.
Termine
Mi 27.5.2026, 20:00 | Ticket
Do 28.5.2026, 20:00 | Ticket
Fr 29.5.2026, 20:00 | Ticketund weitere Termine
Sa 30.5.2026, 20:00 | Ticket
So 31.5.2026, 20:00 | Ticket
Ort
Theater Nestroyhof Hamakom
Nestroyplatz 1
A-1020 Wien
Wie kann Tanz zu einer Selbstverteidigungspraxis werden? Mit der Repertório -Trilogie reagierten die brasilianischen Choreograf:innen Davi Pontes und Wallace Ferreira auf den Anstieg staatlicher Gewalt nach der Wahl des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro. Die nackten Körper der Performer:innen werden zu Instrumenten des Widerstands, es entsteht ein choreografisches Repertoire der Selbstverteidigung. Die Posen, Gesten und kollektiven Handlungen sind von Capoeira, Vogueing und Baile Funk ebenso inspiriert wie von zeitgenössischer politischer Theorie. Pontes und Ferreira vermessen mit stampfenden Schritten die Bühne, unterbrechen ihre kraftvollen Bewegungen mit verspielten Gesten – es entsteht eine Performance von magischer Intensität. Nach den umjubelten Wien-Gastspielen von Teil 2 und 3 der Trilogie bei ImPulsTanz kommt nun endlich der bis zuletzt unvollendete 1. Teil dieses weltweit gefeierten choreografischen Werks nach Wien.
Konzept, Performance: Davi Pontes, Wallace Ferreira
Management, Distribution: Something Great
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Serpentine Galleries (London), Dance Umbrella (London), Something Great, Arsenic – Centre d'art scénique contemporain (Lausanne), VIERNULVIER (Gent), Festival DDD / Teatro Municipal do Porto
Weltpremiere Oktober 2025, Dance Umbrella/Serpentine Gallery (London)
Empfohlen ab 14 Jahren
Das Stück beinhaltet Nacktheit.
Dauer: 40 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
30. Mai 2026, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Fr 29.5.2026, 21:00 | Ticket
Sa 30.5.2026, 20:00 | Ticket
So 31.5.2026, 20:00 | Ticket
Nach den Wiener Prozessen und den Wiener Kongressen bei den letzten Festivalausgaben folgt nun Das Glaubenstribunal . Auch diesmal stellt das theatrale Dokumentationsformat wieder ein gesellschaftspolitisches Thema zur Debatte: Die Rolle von Religionen, Göttern, Göttinnen und Kultobjekten im globalen Kapitalismus. Zahllose religiöse Symbole finden sich in der Popkultur wieder, rechtsnationale Politkampagnen („Euer Wille geschehe“), amerikanische Tech-Giganten und Diktatoren in Osteuropa wandeln Glaubenssätze für den eigenen Profit um. Was die Menschen mit sich selbst versöhnen, dem Leben Würde geben sollte, wird gemäß Marx in die „eiskalten Wasser“ des Kapitals (und der Macht) getaucht, kapitalisiert, gestohlen, appropriiert, für kriegerische Propaganda und Wertschöpfung missbraucht.
Eine Jury aus Kulturwissenschaftler:innen, religiösen Würdenträger:innen und gläubigen Menschen befragt in drei Fällen selbsternannte Gotteskrieger:innen und Kunstgött:innen, Museumskurator:innen und Politiker:innen nach deren (profanisierenden) Praktiken. Dabei steht, wie bei den vorherigen Formaten, der Akt der öffentlichen freien Rede und des kollektiven Zuhörens im Zentrum – Theater, das realer nicht sein könnte!
Die Republic of Gods macht sich – durchaus selbstkritisch – zur Anwältin der globalen Glaubensgemeinschaften: Was haben christliche Symbole wie Kreuze und Weihrauch, indigene Praktiken wie Schamanismus und spirituelle Praktiken wie Dreadlocks in der Popkultur und auf dem Kunstmarkt zu suchen? Wo endet zulässige Aneignung, wo beginnt die übergriffige, neokoloniale Appropriation durch eine letztlich kapitalistische Kunst und Kommerzreligion? Warum sind einst religiöse Gegenstände wie ägyptische Mumien, Benin-Bronzen oder aztekische Federkronen in europäischen Museen zu finden? Was geschieht mit unseren Göttern und Göttinnen, wenn sich Putin, Trump und radikalislamistische Regime zur Legitimierung der eigenen Machtausübung Worte der Bibel und des Korans aneignen?
Im Rahmen von drei Fällen – einem Fall der künstlerischen, einem der institutionellen und einem der politischen Appropriation, um nicht zu sagen: des Missbrauchs religiöser Praktiken, Symbole und Denksysteme – gerät nicht zuletzt die Republic of Gods selbst in den Fokus der Kritik.
Idee, Regie: Milo Rau
Recherche, Casting, Dramaturgie: Mia Massmann, Robert Misik
Bühnenbild: Anton Lukas
Assistenz Bühne: Constanze Bieber
Live-Video: Moritz von Dungern
Videoregie: Jens Baudisch
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Dauer: 29. Mai: ca. 2 Std. / 30. Mai: ca. 8 Std. / 31. Mai: ca. 7 Std.
Sprache: Deutsch
Termine
Fr 29.5.2026, 19:30 | Eröffnung | Ticket
Sa 30.5.2026, 11:00 | Teil 1+2 | Ticket
So 31.5.2026, 11:00 | Teil 3 | Ticket
Wenn Geschichte eine Erzählung ist, die von den Sieger:innen geschrieben wird, dann ist Dark Noon eine furiose Gegengeschichte. Es erzählt die Geschichte Amerikas als Wettlauf um Land, Gold und Reichtum. Eine tödliche Reise – denn wer hier im Namen Gottes nach Glück jagt, dem gilt das Leben der anderen nichts. Erzählt wird sie von denen, die genau wissen, was es bedeutet, kolonisiert zu werden: Sieben außergewöhnliche südafrikanische Schauspieler:innen bauen in Echtzeit im roten Staub eine Westernstadt auf - mit Saloon, Goldmine, Eisenbahn, Kirche und massenhaft Schießereien. Voller Ironie, Wut und unbändiger Energie erzählen sie die Flucht von 35 Millionen verarmten und hungernden Europäer:innen gen Westen auf der Suche nach einer zweiten Chance. Dem preisgekrönten dänischen Regisseur Tue Biering und dem südafrikanischen Co-Regisseur und Choreografen Nhlanhla Mahlangu gelingt ein explosives Theatererlebnis: zugleich Persiflage auf Hollywood wie ungezähmte Chronik der westlichen Zivilisation.
Regie, Text: Tue Biering
Choreografie, Co-Regie: Nhlanhla Mahlangu
Mit: Bongani Bennedict Masango, Joe Young, Kaygee Letsholonyana, Lillian Tshabalala-Malulyck, Mandla Gaduka, Siyambonga Alfred Mdubeki, Thulani Zwane
Bühne: Johan Kølkjær
Sounddesign: Ditlev Brinth
Licht: Christoffer Gulløv
Requisite: Marie Rosendahl Chemnitz
Kostüm: Camilla Lind
Video: Rasmus Kreiner
Produktion, Management: fix+foxy Annette Max Hansen
Produktion: fix+foxy Thomas Dotzler, Jonathan Hjorth
Inspizienz: Svante Huniche Corell
Ton: Theo Hector
Regieassistenz: Katinka Hurvig Møller
Leitung Kostüm: Sofie Bonde Lenau
Produktionsleitung: international Glynis Hall
Co-Produktion: international Anthony Alderson
Produktionsassistenz: Juliette Stark
Produktion: fix+foxy, Glynis Henderson Productions, The Pleasance und Republique
Mit Unterstützung von: Statens Kunstfond (Dänemark), Bikubenfonden (Dänemark), Beckett-Foundation (Dänemark)
Geschäftsführung: Camilla King
Empfohlen ab 16 Jahren
Das Stück thematisiert körperliche Gewalt.
In der Vorstellung werden Stroboskopeffekte eingesetzt.
Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln
Dauer: 105 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
31. Mai, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Fr 29.5.2026, 20:30 | Ticket
Sa 30.5.2026, 20:30 | Ticket
So 31.5.2026, 20:30 | Ticketund weitere Termine
Wenn sich der Zukunftshorizont verdunkelt, haben Erzählungen von Vampiren Hochkonjunktur. Tatsächlich gibt es kein Volk der Erde, dem die Geschichten von lebenden Toten, von Blutsaugern und blutleeren Körpern fremd wären. Mit Vampire’s Mountain widmet sich der bildende Künstler, Szenograf und Regisseur Philippe Quesne anhand dieses Mythos einem der drängendsten Themen: dem Verhältnis von Mensch und Natur, von Herrschaft und Ausbeutung. Quesne, Meister des skurrilfantastischen Bildertheaters und einer der erfolgreichsten europäischen Theatermacher:innen, erschafft mit seinem neuesten Stück ein melancholisches wie überaus heiteres Panorama unserer Zeit. Dabei trifft die Quesne’sche Kuriosität auf schauspielerische Exzellenz im Angesicht eines Weltendes: Wenn die temporäre Vampir-Gemeinschaft anfangs aus dem Erdloch auftaucht, dürfen Theaternebel, lange Zähne und Gesang nicht fehlen – „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Leben!”
Konzept, Regie, Bühne, Kostüme: Philippe Quesne
Mit: Jean-Charles Dumay, Sachiko Hara, Sébastien Jacobs, Sasha Rau, Bettina Stucky, Samuel Weiss, Martin Zamorano
Künstlerische Mitarbeit Bühne: Elodie Dauguet
Technische Mitarbeit Bühne: François Boulet
Mitarbeit Kostüm: Marie-Luise Otto
Licht: Annette ter Meulen
Dramaturgie: Judith Gerstenberg
Regieassistenz: Jamie Trautmann
Bühnenbildassistenz: Patrick Coyne
Kostümassistenz: Anna Michaelis
Übersetzung: Corinna Popp
Inspizienz: Annette Endmann
Praktikum Kostüm: Jule Köster
Praktikum Regie: Adam Lusena Ash
Technische Direktion: Hajo Krause
Produktionsleitung: Jens Schmidt
Koordination Bühnenbetrieb: Thilo Jeß
Bühnentechnische Leitung: Mario Muranka
Bühneninspektion: Matthias Morys
Bühnenmeister:innen: Jens Krüger, Susanne Zimmer
Bühnenfahrtechnik: Holger Lehmann
Beleuchtung: Tobias Bettin, Swaantje Hoffmann, Tim Stellwag
Leitung Ton und Video: Kai Altmann
Ton: Kai Altmann, Shorty Gerriets, Christian Jahncke
Leitung Maske und Haartrachten: Susan Kutzner
Maske: Wiltrud Jüchter, Julia Christine Christiani, Nicola Wüstefeld
Leitung Kostümwesen: Geseke Brandis, Susanne Günther-Müller
Gewandmeisterinnen: Pia Reifenrath-Sacher, Anne Scheerer
Kostümmalerei: Catja Schilling
Leitung Requisite: Jörn Woisin
Requisite: Kerstin Feuerhelm, Pauline Heinrichs, Ibrahim Kurt, Jule Pischel
Werkstattleitung: Thorsten
Großer Projektleitung Konstruktion: Marcel Franken, Lennart Hohenschurz, Jan Sauer
Malsaal: Raphael Schierling
Dekorationsabteilung: Elisabeth Schultz
Tischlerei: Johanna Nölker
Schlosserei: Mattis Speck
Theaterplastik: Sabine Kanzler
Produktion: Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
Weltpremiere Oktober 2025, Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
Dank
Die Vorstellungen in Wien werden unterstützt von Institut Français d'Autriche.
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
Dauer: 2 Std.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
1. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
So 31.5.2026, 19:30 | Ticket
Mo 1.6.2026, 19:30 | Ticket
Di 2.6.2026, 19:30 | Ticketund weitere Termine
Wie macht man in Kriegszeiten Oper? Das Kyjiwer Kollektiv Opera Aperta stellt sich mit ihrer neusten Arbeit dieser Frage, während sie täglich mit dem russischen Angriffskrieg konfrontiert sind. In ihren Arbeiten verbinden sie Musik, Performance, Theater und politische Reflexion und stehen als interdisziplinäres Kollektiv für eine radikale Öffnung der Oper hin zu Gegenwart und Öffentlichkeit. Mōdraniht. Songs of Winter War ist eine Reise durch verschiedene Musikstile und Zeiten, durch Tragödien wie Rituale, die die bösen Geister vertreiben sollen. Mōdraniht, die „Nacht der Mütter“ senkt sich gemäß der nordischen Mythologie am 21. Dezember über Europa. Menschen versammeln sich zu einem rituellen Tanz, um ihre Häuser vor dunklen Kräften zu schützen und die Sonne zu begrüßen, die jedes Jahr neu geboren werden muss. Das Projekt basiert auf einer Expedition von den ukrainischen Karpaten (zerrüttet durch politische Umbrüche) über den usbekischen Aralsee (eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen) hin zum kleinen kantabrischen Dorf Silió in Nordspanien. Aus diesem Dorf stammt einer der ältesten Karnevalsbräuche Europas, die Vijanera, ein Winterkarneval, der auf heidnische Rituale zurückgeht. Ein kraftvolles wie hochaktuelles Musiktheater!
Koproduktion: Opera Aperta, proto produkciia, KЇ FEST (Kyiv International Festival)
Mit Unterstützung von Goethe-Institut Ukraine, Ribbon International, KЇ FEST (Kyiv International Festival)
Empfohlen ab 16 Jahren
Das Stück beinhaltet Nacktheit. Es werden Stroboskop-Effekte und lauter Sound eingesetzt.
Dauer: ca. 100 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
2. Juni 2026, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Mo 1.6.2026, 19:30 | Ticket
Di 2.6.2026, 19:30 | Ticket
Mi 3.6.2026, 19:30 | Ticket
Als am 11. September 2001 Flugzeuge in die Twin Towers rasten, kollabierte auch die Vorstellung der unangreifbaren Weltmacht USA. Es folgten „war on terror“, Überwachung und die Aushöhlung von Grundrechten. 25 Jahre später reflektieren Künstler:innen aus den USA, Israel, Palästina, Österreich, Deutschland und Brasilien die Folgen von 9/11 in einem vierteiligen Abend: Claudia Rankine und Bateira beleuchten die Verwüstungen, die unsere Gegenwart prägen. Myassa Kraitt und Dilan Şengül widmen sich der mythischen Festung Alamut, wo sich im Mittelalter jene Mythen formten, die später zu vermeintlichem Wissen über Terror verklärt wurden. Ozan Zakariya Keskinkılıç und Rodrigo Batista erzählen von queeren Jihadis und antimuslimischem Rassismus. Und Sivan Ben Yishai, Eyal Raz und Marie Bues führen einen Dialog zwischen Berlin, Jerusalem-Al-Quds und Wien.
Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Schauspielhaus Wien
Texte: Claudia Rankine, Myassa Kraitt, Dilan Şengül, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Sivan Ben Yishai, Eyal Raz
Regie Claudia Rankine, Myassa Kraitt, Rodrigo Batista, Marie Bues
Bühne
Kostüm Charlotte Pistorius
Produktion: Schauspielhaus Wien
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Empfohlen ab 16 Jahren
Sprache: Deutsch und Englisch mit deutschen und englischen Übertiteln
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
3. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
EINFÜHRUNG:
5. / 10. Juni 2026, 19.00 Uhr
Termine
Di 2.6.2026, 19:30 | Ticket
Mi 3.6.2026, 19:30 | Ticket
Fr 5.6.2026, 19:30 | Ticketund weitere Termine
Sa 6.6.2026, 19:30 | Ticket
Di 9.6.2026, 19:30 | Ticket
Mi 10.6.2026, 19:30 | Ticket
Fr 12.6.2026, 17:00 | Ticket
Sa 13.6.2026, 17:00 | Ticket
Unerwünschte Wahrheiten und Warnungen verhallten ungehört, nun aber verstummen Gesellschaften beinahe ohnmächtig angesichts der Bilder von verdorrten Landschaften, ausgelöschten Städten und den multiplen Krisen der Gegenwart. Gegen diese Bilder des Schreckens und des Krieges begehrte die antike Prophetin Kassandra auf. Es war ihr Schicksal, Unheil vorherzusehen, mit ihren Warnungen jedoch ungehört zu bleiben. Wer sind die Kassandras von heute? Welche Antworten finden die marginalisierten, verletzlichen und oft ignorierten Stimmen der Gesellschaft auf die drängendsten Fragen unserer Zeit? Was fordern sie mit Blick auf die Zukunft? Die polnische Regisseurin und Autorin Marta Górnicka ist durch ihre einzigartig kraftvollen Sprechchöre berühmt geworden. Für ihre neueste Arbeit bringt sie eine Gruppe von Menschen verschiedener Generationen, Sprachen, Erfahrungen, mit und ohne Behinderung, zu einem Chor von Kassandras zusammen – ein Chor, der das Unerhörte ausspricht.
»Das Kassandra-Syndrom – die Erfahrung, dass den eigenen berechtigten Sorgen nicht geglaubt wird und diese Zurückweisung zu psychischen Belastungen und Leiden führt – scheint mir eine gemeinsame Erfahrung und ein Zustand unserer Zeit zu sein. Jeden Tag werden ganze soziale Gruppen gesellschaftlich ignoriert und zum Schweigen gebracht. Ihre verletzlichen Stimmen sind für mich wie der Gesang der Kanarienvögel im Bergwerk. Mit dem KASSANDRA CHORUS bringe ich diese Stimmen auf die Bühne, um gemeinsam ein Lied der Ermächtigung zu singen. Solange die Kanarienvögel weiter singen, sind wir am Leben.« – Marta Górnicka
Konzept, Regie: Marta Górnicka
Mit: Aziza A., Debbie Arega, Gabriela Beltramino, Robin Francis Denner, Sofia Gubar, Abib Kilian Hempe, Helena Kauschke, Viktoriia Kosorukova, Flavia Lefèvre, Jay Mayhew, Karolina Nägele, Joanna Niemirska, Fifi Rutkowski, Mathis Reinhardt, Marcela Römhild, Iga Rudnicka, Sophia Slamani, Cintia Sofia De Pina Pires, Veza van der Sman, Maimouna Sow, Sonnhild Trujillo, Karyna Yağiz
Libretto: Marta Górnicka & Ensemble
Musik: Marta Górnicka, Wojciech Frycz
Bühne: Mirek Kaczmarek
Kostüm: Pola Kardum
Choreografie: Evelin Facchini
Videodesign: Christopher Bonte
Dramaturgie: Endre Malcolm Holéczy, Anja Nioduschewski
Dramaturgische Mitarbeit: Olga Byrska, Maria Rößler
Künstlerische Mitarbeit: Filip Piotr Rutkowski
Stimmchoaching: Joanna Piech-Sławecka
Produktionsleitung: Eylem Döndü Kılıç, Marta Stein
Regieassistenz: Alberto Afferni
Dramaturgieassistenz: Janka Kenk
Bühnenbildassistenz: Anne-Kathrin Müller
Kostümassistenz: Charlotte Schwärmer
Regiehospitanz: Yolène Queyras, Marianna Wicha
Dramaturgiehospitanz: Yael Ostermeier, Veronique Matheny-Plamondon
Produktion: Maxim Gorki Theater
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds (Deutschland)
Empfohlen ab 12 Jahren
Sprache: Arabisch, Ukrainisch, Polnisch, Deutsch, Türkisch, mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 90 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
4. Juni 2026, im Anschluss an die Vorstellung
WORKSHOP:
6. Juni 2026, Silent Scream
Workshop mit Marta Górnicka
Termine
Mi 3.6.2026, 19:30 | Ticket
Do 4.6.2026, 19:30 | Ticket
Fr 5.6.2026, 19:30 | Ticket
Der Sturm
Robert Wilson, Text von William Shakespeare
Robert Wilsons Inszenierung ist ein Sturm aus Licht, Klang und Bewegung, der die Bühne zu einer traumhaften Zwischenwelt werden lässt. Wilson, Meister der visuellen Sprache, lässt jede Bewegung, jeden Schatten, jedes Geräusch Teil einer gigantischen, absurd anmutenden Komposition werden.
Wilson, der 2025 verstarb, war ein Pionier des experimentellen Theaters, sein Werk war über die Jahre immer wieder bei den Festwochen zu sehen. Nun bietet sich die vielleicht letzte Gelegenheit, eine Inszenierung der Theater-Ikone zu erleben: Wilson und 16 energetische Schauspieler:innen des Nationaltheaters Sofia, Bulgarien, verwandeln Shakespeares Klassiker Der Sturm über Macht, Rache und Vergebung in ein Fest der Sinne, das das Publikum mitten ins Herz des Sturms zieht.
Regie, Bühne, Licht: Robert Wilson
Co-Regie: Ann-Christin Rommen
Bulgarische Übersetzung: Valeri Petrov
Kostüm, Maske: Yashi
Co-Design Licht: Marcello Lumaca
Textfassung und Dramaturgie: Jutta Ferbers
Künstlerische Mitarbeit Bühne: Marie de Testa
Sounddesign: Dario Felli
Produktion: Ivan Vazov National Theater Sofia
Weltpremiere November 2021, Ivan Vazov National Theater Sofia
Empfohlen ab 14 Jahren
Für Plätze mit dem Hinweis „sichteinschr. ÜT“ stehen die Übertitel mittels der App BURGTHEATER PROMPT zur Verfügung.
Sprache: Bulgarisch mit deutschen und englischen Übertiteln, siehe Hinweise
Dauer: 90 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
6. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Fr 5.6.2026, 20:00 | Ticket
Sa 6.6.2026, 20:00 | Ticket
So 7.6.2026, 20:00 | Ticket
In der Republic of Gods kann er nicht fehlen: der italienische Regisseur und Gesamtkunstwerk-Schöpfer Romeo Castellucci, der die Natur des Heiligen per se befragt. Seine Arbeiten sind voller biblischer, mythologischer und ikonografischer Bezüge, von Gottesferne und Gottesgegenwart, von Ritualen und liturgischen Formen geprägt. Als regelmäßiger Gast bei den Wiener Festwochen haben seine Inszenierungen sowohl Jubelstürme wie auch Proteste ausgelöst. Nun kehrt er mit seiner neusten installativen Performance zurück. Für diese wurden 50 Masken entworfen und jede gehört einer Person im Publikum. An Masken glauben ist eine Art Rätsel, das den individuellen Blick reflektiert und das Zuschauen an sich moralisch hinterfragt. Im Zentrum dieses Rätsels steht ein berühmter Stuhl – ein Stuhl, der eine lange Geschichte über die Kunst und den Tod in sich trägt.
Produktion: Societas
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Triennale Milano Teatro, Grec Festival (Barcelona), Transart Festival (Bozen)
Weltpremiere Februar 2026, Triennale Milano
Empfohlen ab 14 Jahren
Dauer: ca. 40 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
7. Juni, im Anschluss an die dritte Vorstellung
Termine
Sa 6.6.2026, 15:00 | Ticket
Sa 6.6.2026, 16:30 | Ticket
Sa 6.6.2026, 18:00 | Ticketund weitere Termine
Sa 6.6.2026, 20:00 | Ticket
Sa 6.6.2026, 21:30 | Ticket
So 7.6.2026, 15:00 | Ticket
So 7.6.2026, 16:30 | Ticket
So 7.6.2026, 18:00 | Ticket
So 7.6.2026, 20:00 | Ticket
So 7.6.2026, 21:30 | Ticket
Mo 8.6.2026, 16:30 | Ticket
Mo 8.6.2026, 18:00 | Ticket
Mo 8.6.2026, 19:30 | Ticket
Mo 8.6.2026, 21:00 | Ticket
Di 9.6.2026, 16:30 | Ticket
Di 9.6.2026, 18:00 | Ticket
Di 9.6.2026, 19:30 | Ticket
Di 9.6.2026, 21:00 | Ticket
Mi 10.6.2026, 16:30 | Ticket
Mi 10.6.2026, 18:00 | Ticket
Mi 10.6.2026, 19:30 | Ticket
Mi 10.6.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Halle G im MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
A-1010 Wien
(Seven Whatchamacallits in Search of a Director)
Wichaya Artamat / Duck Unit
Wenn Gott „die unsichtbare Hand ist, die alles lenkt“, ist dann im Theater die Regie Gott? Und jedes Theaterstück eine Diktatur? Der thailändische Theatermacher Wichaya Artamat versteht seine künstlerischen Arbeiten eigentlich als Antithese zu autoritären Systemen. Um die Zensur im eigenen Land zu umgehen, lädt er Requisiten mit Metaphern auf. Mit Juggle & Hide hinterfragt Artamat nun dieses Vorgehen und seine eigene Rolle als Regie-Gott. Hat er all diesen Gegenständen eine Bedeutung aufgezwungen? In seiner ebenso verspielten wie radikalen Performance Juggle & Hide , die zum ersten Mal in Europa zu sehen ist, konfrontiert Artamat die reale politische Unfreiheit in Thailand mit der totalen Freiheit der Kunst: Bilder, Lieder, Esswaren und Ventilatoren bilden eine gemeinsame Front, fordern die Macht des Theatermachers heraus und übernehmen kurzerhand die Bühne. Artamat stellt sich damit eine der zentralen Fragen der Republic of Gods: Kann Kunst einen Punkt erreichen, wo sie eine völlig neue Welt erschafft?
Produktion: For What Theatre
Koproduktion: Kyoto Experiment, The Japan Foundation, Duck Unit
Mit Unterstützung von The Saison Foundation, KYOTO ART CENTER, Bangkok Art and Culture Centre (BACC)
Weltpremiere Oktober 2023, Kyoto Experiment
Dieses Stück wurde vom Internationalen Programmbeirat ausgewählt.
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Thailändisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 75 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
8. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
So 7.6.2026, 20:00 | Ticket
Mo 8.6.2026, 20:00 | Ticket
Di 9.6.2026, 20:00 | Ticketund weitere Termine
Musikalische Leitung: Joseph Young
Violine: Njioma Chinyere Grevious
Carlos Simon: Four Black American Dances
Samuel Coleridge-Taylor: Konzert für Violine und Orchester g-moll op. 80
(Violine: Njioma Chinyere Grevious)
Florence B. Price: Symphony No. 1 in E Minor
Gott, der Schöpfer der Welt und des Guten, – nichts Geringeres bedeutet „Chineke“ in der nigerianischen Igbo-Sprache. Das Chineke! Orchestra ist das erste professionelle Symphonieorchester Europas, das zum größten Teil aus People of Color und Angehörigen ethnischer Minderheiten besteht. Gegründet 2015, hat es die internationalen Konzertbühnen erobert und ist nun erstmals in Wien zu Gast. Mit liturgischen wie ekstatischen Klängen eröffnen die energiegeladenen Four Black American Dances des jungen Komponisten Carlos Simon den Abend. Im Zentrum des Konzertes steht die Symphony No. 1 in E Minor von Florence B. Price – das erste Werk einer afroamerikanischen Komponistin, das von einem großen Symphonieorchester aufgeführt wurde. Abgerundet durch das Violinkonzert des britischen Komponisten Samuel Coleridge-Taylor, entsteht ein Programm, das – so wie das Chineke! Orchestra selbst – die Vision lebendiger Vielfalt in der klassischen Musik feiert.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Wiener Konzerthaus
Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 2022 herrscht insbesondere in Osteuropa eine lähmende Spannung. Der Choreograf Igor Shugaleev unterstützte 2020 die Proteste in Belarus, verließ aber seine Heimat, nachdem die Revolution niedergeschlagen wurde. Die litauische Choreografin Agnietė Lisičkinaitė entschied aus Protest, nicht mehr mit russischsprachigen Künstler:innen zusammenzuarbeiten. CLAP & SLAP ist der Versuch eines Dialoges, der außerhalb der Kunst unmöglich erscheint – ein Dialog über kollektive und persönliche Verantwortung und Schuld. Im Zentrum steht die Geste der Selbstgeißelung. Die beiden Künstler:innen reflektieren mit feinem Humor und brutaler Ehrlichkeit auf der Bühne ihre Fähigkeit, zwischen Selbstverteidigung und Aggression, zwischen Nationalismus und Patriotismus zu unterscheiden: Können wir uns verteidigen, ohne selbst zu Aggressor:innen zu werden? Können wir persönliche Überzeugungen hochhalten und individuelle Freiheiten schützen, ohne die Rechte anderer zu verletzen?
Von und mit: Agnietė Lisičkinaitė, Igor Shugaleev
Musik: Agne Matulevičiūtė
Bühne: Oles Makukhin
Dramaturgie: Bush Hartsorn
Beratung Regie: Olga Lapina
Licht: Povilas Laurinaitis
Produktion: Be Company
Gefördert durch: den Litauischen Kulturrat
Residencies: Radialsystem Berlin, Studio ALTA (Prag), Bora Bora – Dance and Visual Theater (Aarhus), Santarcangelo Festival
Weltpremiere Mai 2025, New Baltic Dance Festival (Vilnius)
Empfohlen ab 16 Jahren
Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln
Dauer: 50 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
11. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Mi 10.6.2026, 20:00 | Ticket
Do 11.6.2026, 20:00 | Ticket
Fr 12.6.2026, 20:00 | Ticketund weitere Termine
SEPPUKU EL FUNERAL DE MISHIMA
o el placer de morir
(Seppuku. Die Beerdigung von Mishima oder die Lust am Sterben)
Angélica Liddell
Die spanische Radikalkünstlerin Angélica Liddell und den japanischen Autor Yukio Mishima verbindet die Suche nach der Einheit von Schönheit, Erotik und Tod. Seppuku, auch als Harakiri bekannt, ist der rituelle Selbstmord der Samurai und Ausgangspunkt für Liddells neueste Arbeit – eine Reflexion über Tod und Selbstmord, geboren aus einem extremen Lebenswillen; ein Ritual für die Toten und die Lebenden; ein Abschiedsgedicht, das Schmerz und Schönheit vereint. Selbstmord, so Liddell, sei immer eine avantgardistische Handlung und beinhalte eine brutale ästhetische Komponente. Liddell konfrontiert den Tod mit Lust und Schönheit, das Leben mit seiner Endlichkeit: Kunst als Ausdruck des Verlangens nach Ekstase! Gemeinsam mit einem Tänzer und einem Darsteller aus Japan – Wegbegleiter Liddells – geht sie in ihrer neuesten Arbeit ans Limit: körperlich, seelisch, künstlerisch.
Regie, Text, Bühne, Kostüm: Angélica Liddell
Mit: Alberto Alonso Martínez, Masanori Kikuzawa, Angélica Liddell, Gumersindo Puche, Kazan Tachimoto, Nonoka Kato / Ichiro Sugae
Licht: Javier Alegría
Technische Leitung: Maxi Gilbert
Lichttechnik: Francisco Jesús Galán
Ton: Antonio Navarro
Bühnentechnik: Javier Castrillón
Inspizienz: Helena Galindo
Konstruktion Bühne: Alfonso Reverón Díaz
Logistik: Helena Pastor
Produktion: Gumersindo Puche
Produktionsassistenz: Jaime Del Fresno
Produktion: Compagnie Atra Bilis Teatro / Iaquinandi, S.L.
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Festival Temporada Alta, Théâtre National de Strasbourg, Festival Grec, Odéon–Théâtre de l’Europe
Mit Unterstützung der Autonomen Gemeinschaft Madrid
Weltpremiere November 2025, Temporada Alta (Girona)
Dank an das Cervantes Institut Tokio und Noh-Performer:in Tsuano Yamai,
außerdem an die Spanische Botschaft, die die Vorstellungen in Wien unterstützt.
Ab 18 Jahren
Das Stück thematisiert Suizid und Tod.
In der Vorstellung werden Blut und Nadeln verwendet.
Sprache: Spanisch, Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 2 Std.
CASTING CALL:
Für diese einzigartige Produktion werden Statist:innen gesucht. Alle Informationen
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
12. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Do 11.6.2026, 19:30 | Ticket
Fr 12.6.2026, 19:30 | Ticket
Sa 13.6.2026, 19:30 | Ticket
Ort
Volkstheater
Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien
Inspiriert von den Lebensgeschichten eines Popstars und einer Sternenforscherin, die aus der gleichen stigmatisierten Banlieue Saint-Denis (93) bei Paris stammen wie sie selbst, erzählt Rébecca Chaillon in Die Parabel von der Säure vom Überleben als Teil einer Minderheit. Mit Mitgefühl, Humor und Poesie entwickelt die nach eigener Aussage „Schwarze, fette, kinderlose, alternde Lesbe“ Chaillon, eine der einflussreichsten neuen Stimmen der französischen Kulturlandschaft, mit ihrer aktuellen Inszenierung eine rebellische Science-Fiction-Performance. In Anlehnung an Octavia Butlers visionären Roman Die Parabel vom Sämann , in dem ein heranwachsendes Mädchen eine eigene Religion entwirft, ist Die Parabel von der Säure eine inspirierende Fabel über die Magie des Glaubens. Im Zentrum steht eine Gemeinschaft von fetten Menschen, die trotz allgegenwärtiger Angst vor dem Zusammenbruch, trotz brutaler Verbrechen und kollektiver Abstumpfung nicht aufhört sich zu engagieren. Die Parabel von der Säure ist eine genauso witzige wie radikale Eroberung einer menschenwürdigen Zukunft.
Produktion: Compagnie Dans le ventre
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Théâtre Public de Montreuil – Centre dramatique national, Théatre National Wallonie-Bruxelles, Les Nuits de Fourvière – Lyon International Metropolis Festival, Comédie de Genève, Dublin Theatre Festival, tnba – Théâtre National Bordeaux Aquitaine, Le Volcan – Scène nationale du Havre, La Criée – Théâtre National de Marseille, Le Carreau du Temple (Paris), Le Maillon Théâtre de Strasbourg – Scène européenne, Théâtre Sorano – Scène conventionnée (Toulouse)
Koproduktion mit Unterstützung des grenzüberschreitenden Programm Interreg VI France-Wallonie-Vlaanderen – EMERGE : Le Manège Maubeuge – Scène nationale transfrontalière, Le Phénix – Scène nationale Valenciennes Pôle Européen de Création, Théâtre de Namur, Maison de la Culture d’Amiens, Kunstencentrum VierNulVier (Gent)
Ausgewählt von der Plattform Prospero NEW, kofinanziert durch das Creative‑Europe‑Programm der Europäischen Union
Der Text wurde im Auftrag der Maison de la Culture de Seine‑Saint‑Denis (MC93) im Rahmen von Multitude, der interkulturellen Biennale von Seine‑Saint‑Denis, verfasst. Mit der Unterstützung des Théâtre Léo Ferré (Aulnoye‑Aymeries) und des Générateur (Gentilly).
Die Compagnie Dans le ventre wird von der Direction Régionale des Affaires Culturelles Hauts de France unterstützt.
Empfohlen ab 16 Jahren
Relaxed Seating – um allen Zuschauer:innen ausreichend Platz zum Sitzen auf den Bänken zu bieten, ist die Zuschauer:innenanzahl reduziert.
Sprache: Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 Std. 45 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
12. Juni 2026, im Anschluss an die Vorstellung
WORKSHOP:
14. Juni 2026, Performing Intimacy mit Rébecca Chaillon
Termine
Do 11.6.2026, 20:00 | Ticket
Fr 12.6.2026, 20:00 | Ticket
Sa 13.6.2026, 20:00 | Ticketund weitere Termine
Ensemble: Klangforum Wien
Musikalische Leitung: Susanne Blumenthal
Kuration: Jana Beckmann
Dramaturgie Klangforum Wien: Johannes Piirto, Miriam Overlach, Bernhard Zachhuber
Konzert der Akademie Zweite Moderne mit Werken von Elaine Mitchener, Bára Gísladóttir, Tania León, Ailís Ní Ríain, Nyokabi Kariùki
Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Kooperation mit dem ORF Radiokulturhaus und Ö1
Die Akademie Zweite Moderne wird von der Deutschen Botschaft in Wien, dem ORF RadioKulturhaus, Ö1 und Barbara Ludwig | Hotel Beethoven unterstützt.
Ensemble: Klangforum Wien
Musikalische Leitung: Susanne Blumenthal
Kuration: Jana Beckmann
Dramaturgie Klangforum Wien: Johannes Piirto, Miriam Overlach, Bernhard Zachhuber
Konzert der Akademie Zweite Moderne mit Werken von Imsu Choi, Sofia Jernberg, Katarina Gryvul, Nicole Lizée, Keiko Abe, Anna Korsun
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Kooperation mit RadioKulturhaus Wien, Ö1
Die Akademie Zweite Moderne wird von der Deutschen Botschaft in Wien, dem ORF RadioKulturhaus, Ö1 und Barbara Ludwig | Hotel Beethoven unterstützt.
„As long as historical works by deceased male composers constitute approximately 90% of all music performed in the publicly funded music scene, efforts at gender-based and cultural equality remain merely cosmetic.“ (Deklaration, Akademie Zweite Moderne)
Wie wird unsere kulturelle Identität geformt? Wie prägen kulturelle Kontexte musikalische Sprachen und wie können sie sich miteinander verbinden? Unter dem Motto „Considering Appropriation“ widmet sich das Gipfeltreffen 2026 Fragestellungen rund um Aspekte kultureller Inspiration. An zwei Tagen lädt das Gipfeltreffen öffentlich dazu ein, gemeinsam mit den diesjährigen Komponistinnen* und renommierten internationalen Impulsgeber:innen über eine transkulturelle Musikkultur nachzudenken. Die diesjährige Leitfrage: Welche Arten der Programmgestaltung und Repräsentation brauchen wir institutionell und künstlerisch, um Machtmechanismen der Aneignung zu minimieren und Mechanismen globaler Anerkennung zu maximieren?
Mit: Mithu Sanyal, Paula-Irene Villa Braslavsky, Sandeep Bhagwati, Georgina Born, Terri Hron, Ulrike Hartung u.a.
Moderation: Nora Refaeil
Inhaltliche Beratung: Sandeep Bhagwati und Nora Refaeil
Kuration: Lisa Florentine Schmalz
Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Kooperation mit dem ORF Radiokulturhaus und Ö1
Die Akademie Zweite Moderne wird von der Deutschen Botschaft in Wien, dem ORF RadioKulturhaus, Ö1 und Barbara Ludwig | Hotel Beethoven unterstützt.
Dora or who's going to stitch the vests
Andreja Kargačin
Doroteja Antić, genannt Dora, und die junge Theatermacherin Andreja Kargačin sind seit Kindheitstagen Freundinnen. Nun lebt die eine im Exil und die andere weiß nicht, was sie nach der Premiere dieses Stücks in Belgrad erwartet. Im November 2024 begannen in Serbien die Studierendenproteste. Auslöser war der Einsturz des neu renovierten Bahnhofsvordachs in Novi Sad am 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen; die fahrlässige, überteuerte Renovierung ist Teil einer Serie von Korruptionsskandalen der regierenden Serbischen Fortschrittspartei. Seit 2024 haben sich die Proteste zu einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung entwickelt. Die Reaktion der Regierung: Verhaftungen und Bezichtigungen des Terrorismus. DORA or Who’s Going To Stitch the Vests basiert auf den intimen Briefen der beiden Freundinnen und führt uns in eine Welt der Polizeigewalt, der weiblichen Wut, des Patriotismus sowie der Frage nach einer lebenswerten Zukunft – in einem Land, das Kunst zensiert und Aktivismus kriminalisiert.
Text: Andreja Kargačin, Doroteja Antić
Mit: Andreja Kargačin, Natalija Stepanović, Doroteja Antić
Rechtliche Beratung: Emina Đuran Milić
Dramaturgie, Mentoring: Ana Dubljević
Bühne, Kostüm: Ema Pavlović
Mit Musik von Katarina Ranković Produktion Lenka Miloradović Beratung Borisav Matić, Miloš Lolić
Produktion: BITEF Theatre (Belgrad)
Weltpremiere Dezember 2025, BITEF Theatre (Belgrad)
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Serbisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 105 min
RESISTANCE NOW! Talk: 14. Juni 2026, Systematic Attacks on Arts and Culture
im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Sa 13.6.2026, 20:00 | Ticket
So 14.6.2026, 17:00 | Ticket
Mo 15.6.2026, 20:00 | Ticketund weitere Termine
Susanne Kennedy & Markus Selg, Yi-Chen Lin
von Richard Wagner
Richard Wagners letztes Werk führt mitten in die Gemeinschaft um den Heiligen Gral, die in einer tiefen Krise steckt. Die Gralsritter warten auf den „durch Mitleid wissenden Toren“, der sie erlösen soll – und erkennen ihn im jungen Parsifal. Weit über hundert Personen umfasst die Besetzung der großen und als „Bühnenweihfestspiel“ bezeichneten Komposition Wagners, das er selbst als heiligen Akt verstanden wissen wollte. Die deutsche Regisseurin Susanne Kennedy und der bildende Künstler Markus Selg transformieren diesen Wunsch in die Gegenwart und lassen das Publikum in eine Welt aus archaischen wie futuristischen Ästhetiken, religiösen Symbolen und KI-generierten Bildern eintauchen. Inspiriert von christlichen Motiven, Lehren des Buddhismus und Gedanken aus dem Hinduismus schaffen sie ein Ritual auf der Suche nach spirituellen Ebenen hinter den Schleiern der digitalen und materiellen Welt.
Richard Wagner: Parsifal
Ein Bühnenweihfestspiel in drei Akten
Herausgegeben nach dem Text der Richard-Wagner-Gesamtausgabe von Egon Voss und Martin Geck
Weltpremiere September 2025, Opera Ballet Vlaanderen (Gent)
Mit: Russell Thomas (Parsifal), Dshamilja Kaiser (Kundry, Stimme aus der Höhe), Albert Dohmen (Gurnemanz), Kartal Karagedik (Amfortas), Werner Van Mechelen (Klingsor), Kurt Rydl (Titurel), Werner van Mechelen (Klinsor), Kartal Karagedik (Amfortas), Lulama Taifasi (Erster Gralsritter), Smelo Mahlangu (Zweiter Gralsritter), Chelsea Guo (Erster Knappe/Viertes Blumenmädchen), Camila Aguilera Yañez (Zweiter Knappe/Sechstes Blumenmädchen), Martin Piskorski (Dritter Knappe), Timothy Veryser (Vierter Knappe), Maria Chabounia (Erstes Blumenmädchen), Ondelwa Martins (Zweites Blumenmädchen), Mira Alkhovik (Drittes Blumenmädchen), Zofia Hana (Fünftes Blumenmädchen), Dshamilija Kaiser (Stimme aus der Höhe), Dominic Santia (Performer/Choreograf), Ixchel Mendoza, Melyn Chow, Sjaid Foncé, Martina de Domenic, Anna Maria Sturm (Performer:innen) und weiteren
Orchester: ORF Radio-Sinfonieorchester Wien
Chor: Arnold Schoenberg Chor & Gumpoldskirchner Spatzen
Regie: Susanne Kennedy
Konzept: Susanne Kennedy, Markus Selg
Musikalische Leitung: Yi-Chen Lin
Bühne, Video: Markus Selg
Mitarbeit Videodesign, kreative Technologien: Warja Rybakova
Kostüm: Andra Dumitrascu
Licht: Sascha Zauner
Choreografie: Dominic Santia
Dramaturgie: Tobias Staab
Musikdramaturgie: Piet De Volder
Produktion: Opera Ballet Vlaanderen
Koproduktion: Wiener Festwochen I Freie Republik Wien
In Kooperation mit der Volksoper Wien
Mit Unterstützung des Tax Shelter Programms der belgischen Regierung
Mit freundlicher Genehmigung von UNIVERSAL EDITION AG, Wien, in Vertretung von Schott Music GmbH & Co. KG
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 5 Std. 20 Min., inkl. 2 Pausen
WERKSEINFÜHRUNG:
15. Juni 2026, vor der Premiere (ab 17.15 Uhr)
19. Juni 2026, vor der Vorstellung (ab 17.15 Uhr)
Termine
Mo 15.6.2026, 18:00 | Ticket
Mi 17.6.2026, 18:00 | Ticket
Fr 19.6.2026, 18:00 | Ticketund weitere Termine
Mit feiner Melancholie umtanzen Gob Squad in ihren Arbeiten das anarchische Chaos des Seins. So haben sie sich in die Herzen des internationalen Publikums gespielt und wurden kürzlich mit dem Silbernen Löwen der Theater-Biennale in Venedig ausgezeichnet. Unvergessen ist in Wien die Produktion Kitchen des deutschbritischen Performance-Kollektivs, in der die Performer:innen nach und nach durch das Publikum ausgetauscht werden. Doppelgänger/Doppelganger knüpft an diese legendäre Arbeit an. Im Zentrum steht die Rekonstruktion einer vertrauten Szene: eine familiäre Geburtstagsfeier, inspiriert von Aufnahmen und Erinnerungen aus der Jugend der Gob-Squad-Mitglieder. Doch wer spielt hier welche Rolle? Und wer entscheidet überhaupt, was als Nächstes geschieht? Schnell zeigt sich: Hier bestimmen mehr Personen das Geschehen als zunächst gedacht. Die Geburtstagsgesellschaft kippt in eine surreale Vision voller unerwarteter Wendungen, in der verschiedene Identitäten und Stimmen unerbittlich darum kämpfen, gehört zu werden.
Konzept: Gob Squad
Entwicklung und Performance: Johanna Freiburg, Sean Patten, Tatiana Saphir, Sharon Smith, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost, Simon Will
Sounddesign: Sebastian Bark, Julio Zúñiga
Videodesign: Miles Chalcraft
Bühne und Kostüm: Nina von Mechow, Amir Baltić
Licht und Technische Leitung: Chris Umney
Dramaturgie und Produktionsleitung: Christina Runge
Künstlerische Mitarbeit: Katharina Joy Book, Ben Goldby, Simon Kernen
Assistenz Bühne und Kostüme: Tina Hübner
Company Management: Heleen De Boever, Caroline Gentz, Talea Schuré, Grischa Schwiegk
Produktion: Gob Squad
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, HAU Hebbel am Ufer Berlin, &Espoo Theatre
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds (Deutschland)
Gob Squad werden von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin institutionell gefördert.
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch, Englisch
Dauer: ca. 90 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
19. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Do 18.6.2026, 19:30 | Ticket
Fr 19.6.2026, 19:30 | Ticket
Sa 20.6.2026, 19:30 | Ticketund weitere Termine
Im Jahr 1840 lebt hundert Kilometer nördlich von Edo, dem heutigen Tokio, auf einem abgelegenen Bauernhof die blinde Frau Iku mit ihrem Mann. Die Dorfbewohner:innen besuchen Iku für therapeutische Massagen, denn ihre Berührungen lindern nicht nur die Leiden des Körpers, sondern auch jene des Herzens. Als der Winter in den Bergen hereinbricht, erscheint eine junge blinde Frau, Sayo, um die Kunst der Massage zu erlernen – und die Erzählung nimmt eine unerwartete Wendung … In Sleeping Fires erzählt der japanische Theatermacher Kurō Tanino die Begegnung von Sayo, einer von Gewalt verletzten Frau, mit Iku, die den Schmerz anderer tiefer spürt als irgendjemand sonst. Gemeinsam mit blinden Performerinnen und im realistischen Bühnenbild einer ländlichen, zutiefst spirituellen Welt erzählt Tanino, Meister der Poesie des Alltags, eine genauso intime wie universale Geschichte: von Schmerz und der Hoffnung, die dann entsteht, wenn Menschen einander „berühren“.
Produktion: Niwa Gekidan Penino, Arche LLC
Coproduktion: NO Limits
Mit Unterstützung von Arts Council Tokyo
Weltpremiere März 2026, No Limits Festival (Hongkong)
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 110 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
20. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Fr 19.6.2026, 20:00 | Ticket
Sa 20.6.2026, 20:00 | Ticket
So 21.6.2026, 20:00 | Ticket
Universität Angewandte Kunst Wien
Klasse für Transmediale Kunst
Das schwimmende Haus der Republik lädt dieses Jahr zu einer Reise durch Nebelräume und Zwischenwelten. Let us sail into an ocean of color, bodies and sound: Für die Republic of Gods entwerfen die Studierenden der Klasse Transmediale Kunst eine Kosmologie von Mythen aus aller Welt. Hier wird sinnliche Erfahrung zur Methode der Erkenntnis: Ekstatische Rituale und Bildwelten öffnen Übergänge zwischen Traum und Wirklichkeit, Hoffnung und Verzweiflung, und Sagengestalten wie das Donauweibchen werden zum Leben erweckt.
Jeden Mittwochabend gestalten die Studierenden eine einmalige Special Edition von Transmythical mit Installationen, Performances und Musik!
Mittwoch bis Sonntag
Jeden Mittwoch: Special Edition
Haus der Republik – Badeschiff
Eintritt frei!
Termine
Mi 20.5.2026, 16:00 - 0:00 | Eintritt frei!
Mi 27.5.2026, 16:00 - 0:00 | Eintritt frei!
Mi 3.6.2026, 16:00 - 0:00 | Eintritt frei!und weitere Termine
Mi 10.6.2026, 16:00 - 0:00 | Eintritt frei!
Mi 17.6.2026, 16:00 - 0:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Vertreter:innen der Tarnac-Gruppe & der Letzten Generation
Inwiefern kann ein linkes Manifest als religiöser Text verstanden werden? Mitglieder der französischen Tarnac-Gruppe, einer von Schriften des Unsichtbaren Komitees geprägten ökoradikalen Kommune, treffen auf Aktivist:innen der Letzten Generation aus Wien. Ein Abend über messianische Motive, politisches Handeln, revolutionären Glauben und die Versuchung der Resignation angesichts der Klimakrise.
Wie funktioniert spiritueller Widerstand? Der Film The Falling Sky begleitet die Yanomami im Amazonas beim Reahu-Ritual, das den Himmel vor dem Zusammenstürzen bewahren soll, und zeigt aus Sicht des Schamanen Davi Kopenawa die Folgen von Goldabbau und Umweltzerstörung. Im Anschluss findet ein Gespräch mit der brasilianischen Regisseurin des Films, Gabriela Carneiro da Cunha und Aktivist und Wissenschaftler Edson Krenak statt.
Moderation: Amanda Piña, Choreografin
Film: 110 Min., Portugiesisch (OmengU)
Sprache Debatte: Englisch
Sprache Film: Portugiesisch (OmengU), Debatte: Englisch
MAKHU – Ibã Sales Huni Kuin & Kassia Borges Karaja
MAKHU, ein Künstler:innenkollektiv aus dem indigenen Volk der Huni Kuin (Brasilien), ist berühmt für großflächige Wandgemälde (u. a. bei der Biennale in Venedig) – visuelle Übersetzungen von traditionellen Huni MekaGesängen und Ritualen. Im Workshop teilen sie ihre einzigartigen Techniken! Zusätzlich gibt es einen öffentlichen Talk zu den Huni Meka-Gesängen.
Anmeldungen für den Workshop ab April
Preis: 7 Euro (Public Discussion) / 25 Euro (Workshop)
Sprache: Portugiesisch mit Kosekutivdolmetschung
Religiöse Strömungen prägen das Silicon Valley. Wolfgang Palaver beleuchtet am Beispiel Peter Thiel, wie sich technologische Macht theologisch positioniert. Christina von Braun stellt dem Transhumanismus der Tech-Milliardäre eine feministische Perspektive entgegen.
Steuert die Menschheit ihrem Ende entgegen? Religiöse Sekten erwarten die Apokalypse, während Kapitalismuskritiker:innen und Kollapsolog:innen mögliche Zusammenbrüche analysieren. Ein Abend über die Faszination des Weltuntergangs und die Chancen des Umbruchs.
Nenda, Sakura, Lorenz Ambeek und Xavier Plus – das klingt nach dem Lineup eines Musikfestivals, ist in Wahrheit aber die Besetzung der Festwochen Band Gods Republic , dem popmusikalischen Kraftzentrum der Republic of Gods. Für die große Eröffnung auf dem Heldenplatz aus der Taufe gehoben und mit kosmischer Kraft gesegnet, kuratiert jedes ihrer Mitglieder im Laufe des Festivals einen Freitagabend im Club der Republik: Neben dem eigenen Set präsentieren sie unterschiedlichste Musiker:innen der Wiener und internationalen Szene. Ein Kaleidoskop unvergesslicher Konzerte, das die Republik zum Beben bringt.
Nicht am 22. Mai!
Termine
Fr 15.5.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Fr 29.5.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Fr 5.6.2026, 22:00 | Eintritt frei!und weitere Termine
Jeweils in der Nacht von Samstag auf Sonntag feiert die Freie Republik Wien mit Nachtschwärmer:innen, Party-Kollektiven und Kooperationspartner:innen rauschhafte Partys zwischen Ritual und Hingabe. Der Club der Republik zelebriert die Religion des Lebens!
22-4 Uhr
Termine
Sa 16.5.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Sa 23.5.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Sa 30.5.2026, 22:00 | Eintritt frei!und weitere Termine
Sa 6.6.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Sa 13.6.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Sa 20.6.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Netti Nüganen, Performancekünstlerin und Musikerin, dekonstruiert den Cowboy-Mythos. Bekannte Symbole des „Wilden Westens“ werden zum Rohmaterial für eine neue Liturgie. Banjo, Stimme, Schreie und Texte prallen aufeinander und erforschen die Verbindung zwischen Ideologie und Hingabe.
Sprache: Englisch
Dauer: ca. 60 Min.
Termin
So 17.5.2026, 21:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Neue Mythologien entfalten sich im Klang dieses posthumanen Rituals der Komponistin Jamie Man. Mit ihrer Stimme, mit Feuer und einer Drohne stellt sie sich den Überwachungstechnologien unseres Alltags entgegen und lässt die Körper des Publikums selbst zum Spektakel werden!
Sprache: Ohne
Dauer: ca. 60 Min.
Termin
So 24.5.2026, 21:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Mythical Ark: Dialectics Of Departure: Anchoring Babel
Ariel Efraim Ashbel & Rachel Libeskind
Dialectics of Departure ist ein mehrteiliges Projekt von Ariel Efraim Ashbel und Rachel Libeskind, das jüdische Tradition, die Geschichten von Orten und künstlerische „Spielereien“ zusammenbringt. Anchoring Babel ist ein speziell für die Republic of Gods entwickeltes Kapitel.
Sprache: Englisch u.a.
Dauer: ca. 60 Min.
Termin
So 31.5.2026, 21:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Die Offenbarung ist ein Theaterstück über Menschen unserer Zeit, die glauben, ein Zeichen Gottes erhalten zu haben. Das Stück vom schwedischen Dramatiker und Regisseur Mattias Andersson wurde 2017 im Dramaten Theater in Stockholm uraufgeführt. Nun wird es erstmals als szenische Lesung auf Deutsch gezeigt.
In Kooperation mit dem Volkstheater Wien
Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Min.
Termin
So 7.6.2026, 21:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Mythical Ark: Göttinnen, Gräber und Geister – Die Elfriede-Jelinek-Lesenacht
Elfriede Jelinek / Pia Janke / Milo Rau
2026 wird Elfriede Jelinek 80. Die Freie Republik Wien und das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum präsentieren anlässlich des Geburtstags der Nobelpreisträgerin eine einmalige Performance: Mavie Hörbiger, Caroline Peters und Safira Robens lesen 80 Texte aus acht Jahrzehnten – eine düstere Mythologie von Macht und Widerstand.
Sprache: Deutsch
Dauer: 3 Std.
Termin
So 14.6.2026, 18:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Wie hast du’s mit der Religion? – fragt Gretchen Faust. Lulu Obermayer, die sowohl in der Oper, im Theater als auch im Performancebereich zu Hause ist, erkundet mit Gretchen-frage, wie liturgische Formen und Rituale als ästhetische DNA im westlichen Theater fortwirken.
Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Min.
Termin
So 21.6.2026, 21:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Zum 75. Jubiläum der Wiener Festwochen laden wir zu einer besonderen filmischen Reise durch die letzten Jahrzehnte ein: Das Kino der Republik im Laderaum des Badeschiffs zeigt jeweils freitags und sonntags ausgewählte Filmausschnitte, Archivaufnahmen und dokumentarisches Material zu ikonischen Produktionen, die den Mythos der Festwochen geprägt haben – wie Schutz vor der Zukunft (Christoph Marthaler), Wir Hunde (Signa), Bitte liebt Österreich! (Christoph Schlingensief) oder das Falco-Eröffnungskonzert 1985. Bei ausgewählten Screenings gibt es außerdem Gespräche mit Beteiligten, Zeitzeug:innen und Expert:innen – ein lebendiges Archiv der künstlerischen Vielfalt und prägenden Momente aus 75 Jahren Wiener Festwochen!
NOCH MEHR KINO DER REPUBLIK:
Das Stadtkino Wien präsentiert im Festivalzeitraum die Filmreihe Thank Goddess! . Außerdem gibt es am 21. Juni – zum Finale der Republic of Gods – ein Special Screening der neuen ORFDoku Würstchen haben hier nichts zu suchen – 75 Jahre Wiener Festwochen im Stadtkino.
Mehr Infos ab April unter stadtkinowien.at
Termine
Fr 15.5.2026, 19:00 | Eintritt frei!
So 17.5.2026, 19:00 | Eintritt frei!
So 24.5.2026, 19:00 | Eintritt frei!und weitere Termine
Am Sonntag, den 21. Juni, sind alle Sterblichen und Unsterblichen eingeladen, das Finale der Republic of Gods (und die Sommersonnenwende) im Haus der Republik zu zelebrieren. Das Badeschiff und die Sonnendecks sind ab 10 Uhr geöffnet und es gibt Programm bis in die Nachtstunden. Das Volksstück macht ein letztes Mal halt und die Workshop-Reihen Woran wir glauben und Oh my Godness! zeigen, was sie über den Festivalzeitraum erarbeitet haben. Der Rat der Republik diskutiert in einer öffentlichen Sitzung die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu den Punkten Fundraising und Quoten aus der Wiener Erklärung – also der Frage nach Repräsentation und Kapital, den zwei heimlichen Göttinnen unserer Zeit. Bei Sonnenuntergang findet auch noch ein letztes Mal die Performancereihe Mythical Ark statt. Und wenn das Wetter hält und das mythische Donauweibchen einwilligt, dann wird geschwommen … ein Übergangsritus der besonderen Art.
Termin
So 21.6.2026, 10:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Das Symposium des Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek dient der Diskussion künstlerischer Strategien gegen antidemokratische und autoritäre Tendenzen.
Das Symposium fragt, wie sich Kunst und Kunstinstitutionen angesichts der bedrohten demokratischen Souveränität und des Aufstiegs autoritärer Kräfte positionieren sollten: (Wie) kann Kunst neue Formen demokratischer Vorstellungskraft ermöglichen, ohne selbst autoritäre oder totalitäre Zwänge zu reproduzieren?
Neben Grundsatzvorträgen von Geoffroy de Lagasnerie und Hito Steyerl umfasst das Programm Diskussionen mit Mattias Andersson & Ensemble Volkstheater, Evelyn Annuß, Ekaterina Degot, Jan Philipp Gloger, Stefan Herheim, Pia Janke, Monika Meister, Sara Ostertag, Julia Purgina, Milo Rau, Gerfried Stocker, Monika Voithofer und vielen anderen. Der Autor Thomas Köck wird einen künstlerischen Beitrag präsentieren.
Die Veranstaltung findet im Rahmen von RESISTANCE NOW! statt, organisiert von den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien.
Künstler:innen und Kulturinstitutionen stehen weltweit unter zunehmendem politischen Druck oder sind bereits von repressiven Maßnahmen betroffen wie in Ungarn, der Slowakei oder Serbien. Die Wiener Festwochen | Freie Republik Wien zeigen das neuste Stück der jungen serbischen Theatermacherin und Aktivistin Andreja Kargačin und sprechen mit ihr und weiteren Gäst:innen über Kunstfreiheit und Widerstand. DORA or Who’s Going To Stitch the Vests sollte im November 2025 beim BITEF Festival, dem größten internationalen Theaterfestival Serbiens, Premiere haben. Doch nachdem der politisch besetzte Vorstand die geplante Wiener Festwochen Produktion Der ProzessPelicot zensierte, traten die künstlerischen Leiter zurück, das Festival wurde abgesagt und fand schließlich im Dezember als GuerillaVersion statt – unterstützt von RESISTANCE NOW! Anlass zu einer Debatte über Zensur und Widerstand, Kunst, Demokratie und Meinungsfreiheit.
Im Anschluss an die Vorstellung DORA or Who's Going to Stitch the Vests
Termin
So 14.6.2026, 19:00 | Eintritt frei!
Ort
Theater Nestroyhof Hamakom
Nestroyplatz 1
A-1020 Wien
Die Theatermacher:innen Bashar Murkus und Khulood Basel gründeten 2015 gemeinsam mit weiteren palästinensischen Künstler:innen das unabhängige Khashabi Theatre in Haifa. Mit ihren Stücken hinterfragen sie gängige Formen, Normen und Tabus – basierend auf intensiven multidisziplinären Zusammenarbeiten und umfangreichen Recherchen. In diesen Rechercheprozessen geht es ihnen nicht darum, die passenden Antworten zu finden, sondern die richtigen Fragen zu stellen. Im Rahmen des Workshops geben Basel und Murkus Einblicke in ihre Praxis und laden die Teilnehmer:innen dazu ein, gemeinsam über die soziale und politische Rolle des Theaters in unserer Zeit zu reflektieren.
Marta Górnicka ist bekannt für ihr einzigartiges Sprechchor-Theater, in dem Stimmen und Körper der Beteiligten zu kraftvollen Instrumenten politischen Ausdrucks werden. Mit ihren Arbeiten untersucht sie Muster sozialer Ungerechtigkeit und das Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv. Als „stummen Schrei” beschreibt sie ein Gefühl, das aktuell viele Menschen teilen: die Zerrissenheit zwischen Ohnmacht und Widerstandsdrang in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft. Wie können wir miteinander solidarisch sein und gleichzeitig Unterschiede anerkennen? Was braucht es, um einander aufmerksam zuzuhören und gemeinsam zu sprechen? In ihrem Workshop lädt sie dazu ein, Stimme und Körper als Werkzeuge zu erforschen und durch die Chorpraxis aus einer Vielfalt von Individuen einen kollektiven Stimmkörper zu formen – der das anspricht, was im öffentlichen Diskurs oft ungehört bleibt.
„Ich liebe es, zu schreiben und andere zum Schreiben zu bringen, mit Makeup und Essen zu arbeiten und verschiedene Formen der Exponierung zu erkunden, ohne sich dabei unbedingt nackt zu machen.“ Die Regisseurin, Performerin und Autorin Rebécca Chaillon verhandelt in ihren humorvollen und radikalen Performance und Theaterarbeiten Themen, die genauso intim und politisch wie universell sind. Ausgehend von den eigenen Körpern und Lebensrealitäten erstellen die Teilnehmer:innen des Schreibworkshops zunächst „Listografien” von sich selbst und skizzieren ihre Gefühle, Erfahrungen und Überzeugungen. Auf dieser Grundlage wird die eigene Intimität als ein Instrument erforscht, um sich mit der Welt auseinanderzusetzen.
DIE PARABEL VON DER SÄURE:
Das neueste Stück von Rébecca Chaillon, wird bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 gezeigt.
Der Campus im Haus der Republik bietet mittlerweile jedes Jahr mehr als 150 Studierenden aus der ganzen Welt ein Forum. Dieses Jahr heißt die Freie Republik Wien Gruppen aus Wien, Linz, München und Bratislava willkommen. Die Studierenden besuchen Vorstellungen und nehmen an einem kuratierten Programm aus Diskussionen, Workshops und Vorlesungen teil. Ein Ort interdisziplinärer Begegnungen, spannender Impulse und neuer Netzwerke.
In Kooperation mit Academy of Performing Arts Bratislava, Akademie der bildenden Künste Wien, Kunstuniversität Linz, Max Reinhardt Seminar, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Theaterakademie August Everding München, Universität für angewandte Kunst Wien, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Universität Wien
Ein Stipendienprogramm der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Jedes Jahr bringt das Stipendienprogramm In the Field 15 aufstrebende Kunst und Kulturschaffende aus einem Radius von 300 Kilometern um Wien zu einem intensiven Praxis und Wissensaustausch zusammen. Entlang des Festivalprogramms treffen die Teilnehmer:innen auf internationale Künstler:innen und auf Akteur:innen der lokalen Szene. Im Zentrum stehen der Austausch und das gegenseitige Lernen. Ganz im Zeichen der Republic of Gods beforscht In the Field ästhetische und politische Arbeitsweisen, um vertraute Mythen und dominante Erzählungen kritisch zu befragen und neue Perspektiven einzubringen.
Mentoring: Ulduz Ahmadzadeh (Choreografin, Tänzerin, Forscherin, Aktivistin und künstlerische Co-Leiterin der ATASH عطش contemporary dance company)
Stipendumszusagen bzw. -absagen werden gegen Ende März 2026 versendet.
Hast du schon einmal ein göttliches Wesen gesehen? Im Kinder- und Jugendprogramm im schwimmenden Haus der Republik dreht sich alles um das Äußere und Innere von Göttern und Göttinnen: Wie sehen sie aus? Sind sie unsichtbar oder zeigen sie sich nur jenen, die fest an sie glauben? Und kann man sie eigentlich hören? In den Workshops entwerfen die jungen Teilnehmer:innen gemeinsam göttliche Wesen, die alle ein zentrales Element verbindet: das Wasser. Mit ausgedienten Schwimmnudeln, Schläuchen, Schwimmreifen und Flügerln ent-stehen einzigartige Wasserwesen. Neben dem Bauen und Gestalten werden in einer Soundwerkstatt die Stimmen und Klänge der neuen Gottheiten erforscht und in der Grafikwerkstatt außerdem Spielkarten und Poster gestaltet, die ihre Superkräfte sichtbar machen. So entsteht ein ganzes audiovisuelles Universum rund um die frisch erschaffenen Wasserwesen!
Künstlerische Leitung: Moritz Matschke, Anna Pech (Bildungs- und Kulturverein A.R.E.A.L.)
Termine öffentliche Workshops: 30. Mai, 6. Juni, 11–17 Uhr
Abschlusstag: 21. Juni
Workshoptermine für Schulklassen:
20./21./27./28. Mai, 3./10./11./17./18. Juni
3 Schulstunden / Uhrzeit nach Vereinbarung
ZOOM Kindervorlesung: Warum? Darum! Aber warum darum?
Für Schulklassen (3. bis 5. Schulstufe)
Im Rahmen der Republic of Gods machen die ZOOM Kindervorlesungen, die seit 2003 junge Menschen ab acht Jahren für unterschiedlichste Forschungsbereiche begeistern, erneut Station im Haus der Republik. Zwei Kindervorlesungen für Schulklassen verwandeln das Badeschiff in einen Ort des lebendigen Diskurses für Kinder und Jugendliche. Das junge Publi-kum darf und soll Fragen stellen, sich einbringen und die Vortragenden mit seiner Neugierde herausfordern.
Schon einige Wochen vor Beginn des Festivals haben Kinder und Jugendliche bei Spezial-Workshops im ZOOM Medienbereich die Möglichkeit, ihre Ideen und Perspektiven zur Republic of Gods in Form von Trickfilmen zu verarbeiten.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Filmvorführung im Festivalzentrum zu sehen sein.
Workshop-Reihe von Demokratie, was geht?: Woran wir glauben
Für Jugendliche/junge Erwachsene (14-25 Jahre)
In dieser Workshop-Reihe bekommst du Raum, laut zu werden – mit Worten, Bildern, Beats oder deiner Stimme. Gemeinsam experimentieren wir und finden Wege, um Gedanken, Zweifel, Wut, Hoffnung oder Visionen hör- und sichtbar zu machen. Was glauben wir, was macht uns Mut und was muss sich verändern?
Wir diskutieren Fragen zu Sprache und Vielfalt, Gemeinschaft und Solidarität, Identität und Zugehörigkeit und finden künstlerische Ausdrucksweisen. Zum Abschluss, am letzten Tag des Festivals, gibt es eine Bühne für diese Geschichten, die selten Platz bekommen – von dir erzählt, gestaltet, performt. Hier bestimmst du die Botschaft!
Termine
Sa 23.5.2026, 14:00 - 17:00 | Zum Angebot
Sa 30.5.2026, 14:00 - 17:00 | Zum Angebot
Sa 6.6.2026, 14:00 - 17:00 | Zum Angebotund weitere Termine
In Kooperation mit MellowYellow: Schulworkshop zu KASSANDRA
Für Kinder und Jugendliche (ab 12 Jahren)
MellowYellow, das inklusive Kunstprojekt für Schulen, startet 2026 erstmals eine Zusammenarbeit mit der Freien Republik Wien. Im Stück KASSANDRA lässt die polnische Regisseurin Marta Górnicka einen Chor moderner Kassandras verschiedener Generationen, Sprachen, Hintergründe und Fähigkeiten auftreten, deren Stimmen oftmals ungehört bleiben. Als Vorbereitung auf diesen Theaterbesuch kommt MellowYellow mit Kunst-Interventionen voller bewegter Kreativität in die Schulklasse.
Mit MellowYellow wird der Turnsaal zur Bühne und die Schulglocke zum Soundtrack. Durch das künstlerische Arbeiten auf Augenhöhe vermittelt MellowYellow zeitgenössische Tanzkunst, körperlichen Ausdruck und Inklusion. Inklusion? - Wir reden nicht viel darüber, wir bringen sie einfach mit.
Professionelle Künstler:innen kommen im sogenannten Mixed-Abled Team – bestehend aus Künstler:innen mit und ohne Behinderung – für 1,5 Tage in die Schule. Die Schüler:innen bekommen die Möglichkeit, sich spielerisch an der künstlerischen Praxis auszuprobieren, erheben gemeinsam ihre Stimme und werden so ganz nebenbei an die Themen des Theaterstücks herangeführt.
Ablauf:
Zw. 18. Mai und 2. Juni (Termin nach Vereinbarung)
10–15.30 Uhr Aktionstag in der Schule
3. Juni: 19.30 Uhr Vorstellungsbesuch KASSANDRA von Marta Gornicka, Akademietheater
Zw. 8. und 19. Juni (Termin nach Vereinbarung): Reflexionstreffen (ca. 2 Stunden) in der Schule
Die Aktionstage können kostenlos angeboten werden, für die Schulen entstehen einzig die Kosten für den Theaterbesuch von 9 Euro pro Person.
In Kooperation mit MellowYellow: Schulworkshop zu KASSANDRA bewerten:
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Bewertungen & Berichte In Kooperation mit MellowYellow: Schulworkshop zu KASSANDRA
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Wiener Festwochen
15.5. bis 21.6.2026
Time for New Gods!
Im dritten Jahr ihres Bestehens erklärt sich die Freie Republik Wien zur Republic of Gods. Welche alten Mythen von der Ilias bis zur Nibelungensage, vom arabischen Banū Hilāl Epos bis zu Wagners Parsifal sprechen noch zu uns? Sind Allah, Jahwe, Thor und co. überhaupt noch relevant? Welche neuen Gött:innen müssen wir gemeinsam erfinden? Die Republic of Gods ruft 2026 – zum 75. Jubiläum der Wiener Festwochen! – einen „Heiligen Frühling“ aus: eine mythische Feier der Gotteskritik und Gottessehnsucht.
Tickets Online, an den Tageskassen oder Abendkassen oder
Telefonisch: +43 1 589 22 11 (Mo–Fr, 10–15 Uhr)
Alle Infos unter: www.festwochen.at/karten/kartenkauf